Günter Voss - DIE KANARISCHE FIBEL

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Seit 500 Jahren reisen Deutsche nach den Kanarischen Inseln. Der Geologe Leopold von Buch kam mit einem englischen Segelschiff, der ehemalige Berliner Polizeipräsident Julius von Minutoli reiste – als preußischer Generalkonsul für Spanien – von Cadiz mit einem spanischem Dampfschiff nach Teneriffa. Ernst Haeckel wurde von dem preußischen Segelschulschiff Niobe mitgenommen, Catharina von Pommer-Esche fuhr von Hamburg mit einem Dampfer der Woermann-Linie nach Gran Canaria. Der Geologe suchte das Geheimnis der Caldera von La Palma zu ergründen, der Politiker suchte nach den Ursachen für den trostlosen Zustand der Bevölkerung, die kranke Pommer-Esche suchte Genesung von ihrer Tuberkulose.
Wie die anderen reisten und was sie beschäftigte, ist in diesem Buch zu lesen.
Das Buch enthält biografische Skizzen von über 40 Reisenden, die in eingestreuten Zitaten mit ihren Beobachtungen selbst zu Wort kommen. Hinzu gefügt wurden Angaben zu mehr als 250 bibliografischen Quellen.
Daraus ist ein Bild des Wandels der Gesellschaft und der Naturbeschreibung auf den kleinen atlantischen Inseln im Laufe von über 150 Jahren entstanden.

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Aber sechzig Jahre später: „Die Weiber [in den Städten] sind in der Regel dem Branntweintrinken ergeben und man sieht sie zuweilen im berauschten Zustande, lärmend und schimpfend durch die Straßen taumeln.“ Mac-Gregor.

Und noch 1894 beobachtet Hans Meyer Seltsames: „Das Kind verschwand bald in dem einen der beiden Familienlager, weil es die Weiber durch häufige Spenden ihres schlechten Weines total betrunken gemacht hatten. Das geschieht jeden Abend, denn man hat vielfach auf der Insel die Ansicht, daß Kinder zu kräftigem Wachstum des Weines bedürften; ,vino adelanto los ninos’ (Wein bringt die Kinder vorwärts), antwortete mir die Mutter auf meinen Einwand. Kein Wunder also, daß vielerorts der Nachwuchs verkümmert aussieht.“

Walter Kampf,

aus dessen Dissertation DIE ERWERBSQUELLEN AUF DEN KANARISCHEN INSELN UND IHRE WANDLUNGEN, Bonn 1894, schon zitiert wurde, wurde dazu von J. J. Rein, Professor für Geographie in Bonn, angeregt. Rein war 1872 mit Karl von Fritsch in Marocco und auf den Kanarischen Inseln.

Kampf beschreibt die Erwerbsquellen getrennt in drei Perioden: die Zeit bis zur vollständigen Unterwerfung der Inseln, bis zur Freigabe des kanarischen Handels nach Westindien 1786, danach bis zur Gegenwart. Er behandelt besonders den Weinbau, den Fischfang und die Cochenille. Dann auch Salz, Barilla, Mineralwässer, den Ackerbau, Zucker, Tabak, Kartoffeln, Bananen, Früchte, Fremdenverkehr.

„Lebenslauf.

Geboren wurde ich, Walter Otto Kampf, ev. Confession, am 19. Juni 1866 zu Werden an der Ruhr als Sohn des Kaufmanns Otto Kampf und der Anna Kampf geb. Grossbeckes.

Ich besuchte die Volksschule in Werden und von Ostern 1877 ab nach einander die Rectoratschule zu Werden und die Gymnasien zu Essen, Rinteln und Düsseldorf, auf welch letzterem ich Ostern 1886 das Zeugnis der Reife erhielt.

Nachdem ich dann 5 Semester die Technische Hochschule zu Charlottenburg besucht und weitere 5 Semester durch Krankheit verloren hatte, besuchte ich von Ostern 1891 an die Universität zu Bonn.

Meine Lehrer in Bonn waren:

Bender, Berger, Hertz, Kekule, Kochs, Kortum, Lipschitz, Lorberg, Minkowski, Mönnichmeyer, Rein.

Genannten Herren spreche ich meinen besten Dank aus, insbesondere aber Herrn Prof. Rein, dem ich die Anregung zu vorstehender Arbeit und manche Förderung derselben verdanke.“

Cochenille - Der kurze Wohlstand

Die Reblaus kam und vernichtete die Weinstöcke und den Wohlstand der Kanarischen Inseln, die Schildlaus kam und verbreitete neuen Wohlstand - eine böse Laus und eine gute Laus! Dieser Satz ist aber falsch! Die Reblaus kam nicht zu den Kanarischen Inseln. Als 1863 die Reblaus zum ersten Male in Südfrankreich gesichtet wurde, gab es auf den Inseln schon fast keine Weinstöcke mehr. Mac-Gregor und Kampf schätzten die Gesamtausfuhr von Wein für 1830 auf 14 400 Hektoliter, ein Zehntel von 1824. Die Engländer versorgten sich aus ihrer Kapkolonie, in Andalusien nahm der Weinbau überhand, wie Minutoli auf seinen Reisen durch Spanien erfuhr. Die spanischen Kolonien in Amerika erklärten sich für unabhängig von Spanien, was dort zu Kriegen führte und auf dem Festland zu politischen Krisen, in der sich in 30 Jahren 35 Minister ablösten. Keine guten Zeiten für Handel. Die Weinstöcke wurden den Vögeln und den Eidechsen überlassen - und dem Oidium Tuckeri. Das kam 1852. Aber bis dahin sind wir noch nicht.

„Im Jahre 1820, als der Abfall Mejicos von der spanischen Herrschaft drohte, fasste ein patriotischer Spanier, D. Pedro Jose Carazo, Generalverwalter der Einkünfte des Tabaks, Pulvers und Stempelpapiers zu Vera Cruz, den Plan, die Cochenillezucht in seinem Heimatlande einzubürgern. Er verschaffte sich Nopale mit lebender feiner Cochenille aus der Provinz Oajaca und schickte sie als die Gelegenheit sich bot, mit der Fregatte ,Fama’ nach Spanien, indem er den dorthin zurückkehrenden D. Jose Martinez Torres mit der Überwachung derselben während der Überfahrt beauftragte.“ So schreibt Eduard Wiepen in seiner Dissertation DIE GEOGRAPHISCHE VERBREITUNG DER COCHENILLEZUCHT von 1890.

Eduard Wiepen

studierte in Bonn und wurde wie Walther Kampf von J. J. Rein zu dieser Arbeit angeregt. Sein selbst geschriebener Lebenslauf als Anhang zu seiner Dissertation wird hier eingeschoben.

„Lebenslauf.

Geboren wurde ich, Eduard Wiepen. Sohn des verstorbenen Gerichts-Sekretärs Franz Wiepen und dessen noch lebender Gattin Maria, geb. Heinemann, katholischer Konfession, am 18. August 1852 zu Brilon in Westfalen. Ich besuchte die Elementarschule und das Gymnasium meiner Vaterstadt. Von dem letzteren mit dem Zeugnis der Reife entlassen, widmete ich mich sieben Semester hindurch an den Universitäten zu Bonn und Berlin und der Akademie zu Münster philologischen und historischen Studien. Die Staats-Prüfungen legte ich vor den Wissenschaftlichen Prüfungs-Kommissionen zu Münster und Bonn ab. Von Ostern 1876 bis Ostern 1878 war ich als Probekandidat und kommissarischer Lehrer am Progymnasium zu Malmedy, von da bis Ostern 1881 als ordentlicher Lehrer an der Höheren Bürgerschule zu Viersen tätig; seit dieser Zeit wirke ich an der unter Leitung des Herrn Professors Dr. Thome stehenden Höheren Bürgerschule der Stadt Köln, an welcher ich Ostern 1889 zum Oberlehrer befördert bin. Seit der Übersiedlung nach Köln verlegte ich mich neben meiner dienstlichen Tätigkeit auf ein eingehenderes Studium der Geschichte und Geographie. Von Ostern 1885 an hörte ich noch drei Semester hindurch an der Universität zu Bonn geschichtliche Vorlesungen und nahm teil an den Übungen des historischen Seminars unter Leitung der Herren Professoren Dove, Menzel, Geheimrat Nissen, Ritter, sowie an den geographischen Übungen unter Leitung des Herrn Professors Rein. Für die wissenschaftliche Anregung spreche ich den genannten Herren Professoren meinen herzlichen Dank aus. Insbesondere fühle ich mich Herrn Professor Rein, dem ich auch die Anregung zu vorliegender Arbeit und mehrfache Förderung bei Abfassung derselben verdanke, sowie Herrn Professor Ritter zu aufrichtigem Danke verpflichtet.

Es ist mir eine angenehme Pflicht, auch an dieser Stelle denjenigen Herren meinen verbindlichsten Dank auszusprechen, welche die vorliegende Arbeit förderten, indem sie mir auf meine Anfragen mit freundlicher Bereitwilligkeit Auskunft gaben: den Herren Kaiserlich Deutschen Konsuln H. Aschhoff in Batavia, Alb. W. Augspurg in Santa Ana (San Salvador), v. Bergen, K. D. Minister-Resident und GeneralKonsul in Guatemala, H. J. Dahlander in Valencia, Em. Flörke in Managua, Dr. Froebel in Algier. E. Ondereyck in Callao, Gust. Stein in Oajaca; ferner den Herren Dr. H. Christ in Basel, Kgl. Oberförster Kessler in Colpin (Provinz Brandenburg), Konsul a. D. Dr. K. Ochsenius in Marburg (Hessen).“Als Wiepen seine Arbeit an der Universität Bonn verteidigte, waren 60 Jahre Cochenille auf den Kanarischen Inseln vorüber und die Cochenille auch wieder am Ende wie vorher der Wein.

Nach Wiepen kamen die ersten Cochenilleinsekten 1826 von Cadiz zur Zucht nach den Kanarischen Inseln. Wiepen und Honegger rühmen die unermüdlichen Bemühungen des Spaniers St. Yago de la Cruz - Minutoli nennt ihn D. Santiago de la Cruz - für die Einführung dieser so wichtigen und großartigen Kultur. Das Unwetter von November 1826, Mac-Gregor gibt zwei Augenzeugenberichte wieder, nahm 253 Menschen das Leben, die Figur der Schutzheiligen der Kanaren - die Virgen de la Candelaria - verschwand juwelenbedeckt in den Fluten desselben Meeres, welche es vier Jahrhunderte früher an die Küste der Guancheninsel getragen und zerstörte auch den ersten Zuchtversuch fast vollständig.

„Nach unendlicher Mühe dieses Mannes, der erst vor wenigen Jahren, beinahe arm gestorben ist, haben endlich einige Wenige angefangen, sich in ganz kleinem Maassstab dieser Cultur zu widmen, ohne noch grössere regelmässige Pflanzungen anzulegen und bessere Länderstrecken zu verwenden. So machte die noch schlecht geleitete Cultur anfänglich unbedeutende Fortschritte, obschon bei den damaligen Preisen der Cochenille dieselbe sehr einladend war... Jetzt (1852, 1853) trat plötzlich in den Reben sämmtlicher Inseln das Oidium Tuckeri auf, vernichtete jede Hoffnung auf den bisher so blühenden Weinbau, den Hauptreichthum der kanarischen Inseln und bewirkte eine schnelle Entwicklung der Cochenillecultur. Die Reben wurden zum grossen Theil ausgerissen, die besten Ländereien dazu verwendet, unbebaute grosse Strecken urbar gemacht.“ Honegger.

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