Günter Voss - DIE KANARISCHE FIBEL

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Seit 500 Jahren reisen Deutsche nach den Kanarischen Inseln. Der Geologe Leopold von Buch kam mit einem englischen Segelschiff, der ehemalige Berliner Polizeipräsident Julius von Minutoli reiste – als preußischer Generalkonsul für Spanien – von Cadiz mit einem spanischem Dampfschiff nach Teneriffa. Ernst Haeckel wurde von dem preußischen Segelschulschiff Niobe mitgenommen, Catharina von Pommer-Esche fuhr von Hamburg mit einem Dampfer der Woermann-Linie nach Gran Canaria. Der Geologe suchte das Geheimnis der Caldera von La Palma zu ergründen, der Politiker suchte nach den Ursachen für den trostlosen Zustand der Bevölkerung, die kranke Pommer-Esche suchte Genesung von ihrer Tuberkulose.
Wie die anderen reisten und was sie beschäftigte, ist in diesem Buch zu lesen.
Das Buch enthält biografische Skizzen von über 40 Reisenden, die in eingestreuten Zitaten mit ihren Beobachtungen selbst zu Wort kommen. Hinzu gefügt wurden Angaben zu mehr als 250 bibliografischen Quellen.
Daraus ist ein Bild des Wandels der Gesellschaft und der Naturbeschreibung auf den kleinen atlantischen Inseln im Laufe von über 150 Jahren entstanden.

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Die Bierbrauerei seines Vaters gab hinreichen Gewinn Carl Bolle zu gestatten, die Heilkunde an den Nagel zu hängen und seinen naturwissenschaftlichen Liebhabereien nachzugehen.

Wissenschaftliche Reisen führten ihn nach Madeira, den Capverden und besonders nach den Kanarischen Inseln, die er von 1851 bis 1856 öfters und monatelang besuchte.

Schon 1854 veröffentlichte er seine BEMERKUNGEN ÜBER DIE VÖGEL DER CANARISCHEN INSELN im Journal für Ornithologie, denen zwei Fortsetzungen 1857 und 1858 folgten. Bolle war nicht der erste der über die kanarischen Vögel schrieb, aber seine Arbeiten sind die reichhaltigsten. Er konnte sich auf die Forschungen von Andre Pierre Ledru (1761 - nach 1830) und MacGregor beziehen.

Bei Sabin Berthelot, der in seiner Jugend ein intimer Freund MacGregors war und Hand in Hand mit ihm manche seiner so höchst interessanten Fußwanderungen durch Teneriffa gemacht hat, genoss er an seinem gastfreundlichen Herd auf Teneriffa die Sympathien vertrauter Freundschaft einer zweiten Heimat.

„Was die Kenntnis der Ornithologie überhaupt anbelangt, so sind wir berechtigt, dieselbe den Hauptzügen nach eine fast vollständige zu nennen. Der Charakter der Fauna tritt uns aus dem Material, welches die Frucht der bisherigen Bestrebungen ist, mit genügender Klarheit entgegen und kaum wird man im Stande sein, dem Verzeichnisse der konstanten Ornisbürger des Landes noch einen bedeutenden Zuwachs zu verleihen. Wie viele Lücken aber bleiben trotzdem nicht noch auszufüllen! Vom Apagado kennen wir nicht einmal die Familie, vom Guincho nicht die Species, der er angehört. Der Specht und der Würger der Canaren sind ungenügend bestimmt. Die zweite Art von Torcaz, die unzweifelhaft auf Gomera vorkommt, die Gruppe der Blaumeisen, ihrem Vorkommen auf den Inseln nach, liegen noch in einem Dunkel, das der Aufklärung entgegen harrt. Wer hat die Brutplätze der Sturmtaucher und Thalassidromen auf den Desertas, die ihr ausschließlicher Tummelplatz sind, gesehen und mit kundiger Feder geschildert? Wer hat die Arten dieser interessanten Bewohner der Salzflut im Gebiete streng gesondert? Wie steht es mit unserer Kenntnis der Fortpflanzung der rein atlantischen Species, wie mit der Oologie derselben?“

Bolle stellt fest, dass von den 134 auf den Kanarischen Inseln überhaupt vorkommenden Vogelarten 84 Land- und 50 Wasservögel sind. Im Lande selbst brüten 72 und 61 berühren dasselbe nur auf dem Zuge oder Striche und von den letzteren nur vierzehn regelmäßig und mehr oder minder häufig.

Zum Vergleich mit den anderen westatlantischen Inseln notiert Fritsch 1870: „Von den Azoren werden 51 Vogelarten aufgezählt, darunter etwas über 30 Brutvögel. Madeira soll unter 99 Formen nur 30 Brutvögel besitzen, die Canaren 72 Brutvögel unter 134 Formen; auf den Capverden werden etwa 40 Vogelarten bis jetzt gezählt, wahrscheinlich zu wenige... Daß die Ornis die Canaren die reichste von allen diesen Inselfaunen ist, erklärt sich wohl hauptsächlich aus der Mannigfaltigkeit der dortigen Bodenverhältnisse, weil wir auf diesem Archipel Küsten, Steinklippen, kahles Hochgebirge, waldige Berghänge und wohlkultivierte Landstriche finden.“

Etwas später als Fritsch schreibt Richard Greeff: „Diejenigen Vögel, die hier einheimisch sind und als den Inseln eigentümlich gelten müssen, sind erstens drei Finkenarten, zu denen der bekannte Kanarienvogel gehört, dann eine wilde Taube (Columba laurivora, Webb und Berthelot), die in den Lorbeerwäldern von Tenerife lebt und sich ausschließlich von den Beeren dieser Bäume nährt, wodurch das Fleisch derselben einen eigentümlich aromatischen Geschmack erhalten soll; ferner eine Mauerschwalbenart (Cypselus unicolor, Jardine) und ein Schwimm- und Seevogel zur Gattung der Sturmtaucher gehörig (Puffinus Columbinus W. u. B)... Aber auch die drei zuletzt genannten, nämlich die Lorbeertaube, Mauerschwalbe und der Sturmtaucher sind außer den Canaren auch auf Madeira einheimisch, so dass also nur die drei verschiedenen Finken übrig bleiben. Diese sind

1.) der weltbekannte Canarienvogel oder -fink (Fringilla canaria),

2.) der Teydefink (Fringilla Teydeana, W. und B.) und

3.) der Tintollo (Fringilla Tintillon W. und B.).“

Aber auf den fremden Inseln wurde nicht nur geforscht. Am Tage genossen die Naturforscher die schöne Farbe und den eleganten Flug ihrer Vögel, am Abend genossen sie ihr Fleisch - gebraten - nachdem sie tagsüber das Abschießen ihrer Lieblinge genossen hatten.

Bolle, der spätere Ornithologen-Präsident, schoss fast alles: Alpendohlen als höchst mittelmäßiges Wildpret, Fringilla hispaniolensis holte er mit einem Schusse 10 bis 20 herunter, den Kanarienvogel - diesen reizenden kleinen Sänger - auf einen Schuss ein Duzend von ihnen und mehr und vom Wiedehopf sogar unendlich viele. Das Letztere ist aber wohl als Jägerlatein einzuordnen.

Den Storch ließ er leben, er wurde vom kanarischen Landmann als Vogel mit günstiger Vorbedeutung begrüßt, den zu töten ein großes Unrecht wäre.

Tauben aller Art waren gemeinstes Federwildpret der Inseln. Gewöhnlich brüteten sie in Felslöchern. Auf Lanzarote bestand ein besonderes Jagdvergnügen darin, im Dunkeln mit Fackeln in diese Grotten einzudringen, den Eingang zu verstopfen und dann mit Stangen und Knütteln unter den überraschten Tauben, von denen auch viele lebendig gefangen wurden, eine große Niederlage anzurichten.

Steinhühner, Wachteln, Becassinen, Trappen, Lerchen, „deren Fleisch nicht minder wohlschmeckend und dieselbe, obwohl kleiner, doch nicht weniger fett, als unsere besten Leipziger Lerchen. Hinsichtlich des Genießens kleiner Vögel sind jedoch die Islennos zum Vorteil der Individuenzahl jener, aber zu großem Nachteile ihres Küchenzettels, das wahre Gegenteil der Bewohner Italiens“.

Die vogelfleischfreundlichen Islennos nutzten die Padelas - Seemöwen - „indem man die sehr feilen Jungen durch Frettchen aus den Erdlöchern, in denen sie ausgebrütet wurden, hervorholen lässt und sie fassweise einsalzt, eine in jenem Lande sehr beliebte, obwohl etwas fischig schmeckende und fast allzu fette Speise. Die Salvajes, zwischen Madera und den Canaren gelegen, sollen jährlich 30 000 Stück liefern“.

Ein Problem wurde von den deutschen Forschern im 19. Jahrhundert öfters berührt, aber nicht gelöst: Wie kommen die Pflanzen auf die Inseln? Welchen Anteil haben dabei das Wasser, die Luft, die Vögel und die Menschen? Gab es zeitweise eine Landbrücke nach Afrika oder Europa?

Für Wind oder Vögel spricht, dass die durch ihren Federschopf ausgezeichneten Samen von Kompositen ein großes Kontingent zur Flora stellen und fast keine Pflanze der atlantischen Inseln große Keime oder Samen besitzt. Die östlichen Kanaren, wohin von Afrika her jedes Jahr Scharen von Vögeln gelangen, haben von allen Kanaren am meisten eine der nordostafrikanischen ähnliche Vegetation.

Da in Südeuropa westliche Winde vorherrschenden sollen, könnten aber nur ausnahmsweise Samen nach dem Süden ausgebreitet werden. Auch sollen die Kanaren außerhalb der Zugstraße der meisten Vogelarten liegen.

Manche Forscher nahmen an, dass Pflanzensamen am Gefieder der Vögel kleben kann, oder er im Verdauungstrakt transportiert werden könnte. So, wie die Taubenarten der Inseln mit Vorliebe die Früchte der Lorbeerbäume fressen, sie also wohl auch verbreiten.

Genauer untersucht wurden all diese Fragen und Antworten nicht. Es gab kaum Aufzeichnungen über vorherrschende oder nicht vorherrschende Windströmungen, der Vogelzug wurde nicht durch Beringungen beobachtet und ob der Verdauungstrakt keimfähige Samen übrig lässt, nicht experimentell nachgewiesen. Für einige Wissenschaftler blieb dann nur die Landbrücke als Erklärung für das Vorkommen der Pflanzen und Tiere übrig.

1867 wurde Carl Bolle Erbpächter der Insel Scharfenberg im Tegeler See bei Berlin. Diese Inseln waren seit 1796 im Besitz der Familie von Humboldt, 1832 erhielt Wilhelm von Humboldts Kammerdiener Sandrock sie in Erbpacht, dann ein Landwirt Krause. Danach kamen sie an Bolle, der sich nach seinen Studienreisen zu den Kapverdischen und Kanarischen Inseln hier niederließ. Er pflanzte 752 ausländische Gehölze an. Durch die Geschosse des nahe gelegenen Tegeler Schießplatzes (seit 1948 bis voraussichtlich 2012 Flughafen Tegel) wurde es Bolle zu laut und gefährlich und er verließ die Insel zeitweilig. 1922 wurde die ,Schulfarm Scharfenberg’ - zunächst eine Sommerschule - im Wohnhaus von Bolle, als reformpädagogische Schule eingerichtet. Der Gründungsvater war der Lehrer Wilhelm Blume. Die Villa wurde 1951 abgerissen, doch haben sich einige von ihm gepflanzte Bäume erhalten.

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