Heinz Hofmann - Ein Kriegskind packt aus

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1940, als eine Luftschlacht in einem bisher noch nicht gekannten Ausmaß über England tobte, wurde in Dresden ein Kind geboren, das bereits 1943 seinen Vater an der Ostfront verlor. Im Jahr 1945 überlebte dieses Kind zwei Luftangriffe und verlor 1946 seine Mutter. Das dabei Erlebte wird in diesem Buch authentisch geschildert. Fast verhungert gelangte der Knabe 1947 mit seinem Bruder in ein Heim für Schwererziehbare.
Sein weiterer Lebensweg, eingebettet in die geschichtlichen Randbedingungen, wie es ihm gelingt einen Abitur- und Studienabschluss zu erreichen, erfolgreich in der Chemieanlagen – Forschung tätig zu sein und schließlich den totalitären DDR Staat zu verlassen, wird in diesem Buch Teil 1 geschildert

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Deshalb erlaube ich mir an dieser Stelle einen kleinen Vorgriff auf das Jahr 2016. Heute weiß ich, dass der egozentrische Mensch mit seiner mehr oder weniger ausgeprägten Klugheit und Vernunft nicht bereit ist einem solchen Idealbild zu entsprechen, weshalb ein Karl Marx in der Praxis grundsätzlich scheitern musste. Es kommen immer wieder derartige Spielarten und Theorien vor, auch im Jahr 2016, wo doch ernsthaft erwogen wurde ein sogenanntes Grundeinkommen einzuführen (siehe Volkabstimmung in der Schweiz), jeder einen Betrag X erhält von dem er sorgenfrei leben kann, in der Hoffnung, dass er sich dann nicht in die Hängematte legt, sondern fleißig arbeiten geht. Das kann nicht funktionieren, weil z. B. keiner bereit ist den Dreck anderer wegzuräumen, wenn er nicht dazu mehr oder weniger ökonomisch gezwungen ist. Und wie viele Menschen gibt es bereits in Deutschland im Jahre 2016, die nicht mehr bereit sind zu arbeiten, sondern von der staatlichen Stütze leben und an der Steuer vorbei sich nebenher nach Gutdünken noch eine goldene Nase verdienen - typische Schmarotzer. Ein großer Prozentsatz der Menschen will arbeiten und sich selbst verwirklichen, sonst wird das Leben ja langweilig, aber welche Tätigkeiten bleiben dann auf der Strecke?

Das kann in heutiger Zeit so nicht funktionieren, es sei denn in der Zukunft bringt wissenschaftlich- technische Revolution eine derartige Produktivität und neue Produkte hervor, die ähnlich wie zur Zeit der Maschinenstürmer in der Vergangenheit, sehr viele Menschen einerseits arbeitslos macht, andererseits die Machthabenden zur Erhaltung ihrer Macht ein Grundeinkommen einführen müssen, um jegliche Revolution zu unterbinden. Vermutlich gibt es dann eine ganz kleine Schicht sehr reicher und mächtiger Menschen, eine schwache Mittelschicht und eben den Großteil der Menschen, die vom Existenzminimum ihr Dasein fristen müssen. Da dann Roboter und künstliche Intelligenzen unattraktive Arbeiten übernehmen, könnte eine derartige nicht wünschenswerte Gesellschaft funktionieren.

Des Weiteren wurde Wert auf die Feststellung gelegt, dass dieser neue Staat eine Arbeiter- und Bauermacht sei.

In Wahrheit hatten nicht die Arbeiter in den Betrieben das Sagen, sondern der Parteisekretär der SED und die Bauern wurden zwangsenteignet und gezwungen in Kolchosen zu arbeiten, die man später Landwirtschaftliche Produktions-genossenschaften (LPG) nannte.

Tatsächlich war es eine Diktatur der Bonzen, die sich anmaßten im Namen der Arbeiter und Bauern zu regieren.

Mein im Krieg gefallener Vater war ein Arbeiter, deshalb hatte ich das Glück zu den förderungswerten Schülern dieses Systems zur gehören.

Da ich fleißig war, mich sehr rege am Unterricht beteiligte und gegenüber meinen Mitschülern auch einen gewissen Intelligenzgrad aufwies, wurde ich Klassenbester. Daher durfte ich als Auszeichnung an einer Elbeschifffahrt teilnehmen, auf der sogar Kakao verabreicht wurde, was mir irgendwie bekannt vorkam. Es war schon etwas Besonderes mit einem Schaufelraddampfer elbaufwärts in die Sächsische Schweiz bei strahlendem Sonnenschein fahren zu dürfen und natürlich auch wieder zurück, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. Das war schon ein tolles Erlebnis für mich.

In Rochwitz gab es noch kleine Bauernhöfe, einer davon gehörte einem Bauern, dessen Sohn in meine Klasse ging. Offensichtlich musste dieser Junge sehr hart auf dem Hof arbeiten. Damit ich auch mal mit Fußball spielen konnte, hatte er es mir möglich gemacht, die Eimer auf meinem Leiterwagen mit dem Tierdung aus den Ställen zu füllen. Das war schön für mich auch mal Fußball spielen zu können mit den Jungs. Wäre ich nicht Klassenbester gewesen, wäre das wohl nicht infrage gekommen. Auffällig war, dass dieser Junge öfters eine Lederkappe auf dem Kopf hatte. Erst beim Jahrzehnte später stattgefundenen Klassentreffen erfuhr ich, dass er oft harte Ohrfeigen bekommen hatte, wodurch er auf einem Ohr gehörlos wurde. Ja das waren schon harte Zeiten!

Mein Großvater wollte nicht lange als Witwer allein sein und hatte deshalb eine Witwe zu sich genommen. Wir nannten sie Tante Marie, sie war nett, klein und zierlich und sie tat Opa sichtlich gut. Dies stellte ich bei einem meiner Besuche im Industriegelände fest. Bei der Gelegenheit erfuhr ich, dass Opa mit über 70 Jahren nicht mehr als Pförtner beschäftigt werden konnte, da er mit dieser Tätigkeit wohl etwas überfordert war und jetzt als Aufsichtsperson einer Müllhalde tätig war. Seine Rente war leider so gering, dass er gezwungen war sich ein Zubrot zu verdienen. Auch seinen Schrebergarten hatte er nicht mehr, da dieses Land für andere Zwecke benötigt wurde.

Eines Tages wurde mir von der Pflegemutter mitgeteilt, dass sie jetzt Lebensmittelkarten-Untergruppenverteilerin ist und ich ihr doch zur Hand gehen möchte. Das bedeutete, dass immer kurz vor Anfang eines Monats von der Hauptgruppenverteilerin die für ihren Bezirk zu verteilenden Lebensmittelkarten abzuholen waren, was zuerst meinem Bruder und mir oblag, später nur mir allein. Zuhause mussten diese namentlich zugeordnet und dann natürlich verteilt werden. Damals gab es die Lebensmittelkarten Gruppe A bis E, wobei die Gruppe A den Schwerstarbeitern vorbehalten und die Gruppe E den Bürokräften (Angestellten) zugeordnet war und es dementsprechend mehr oder weniger Rationen gab. Es hat gar nicht lange gedauert, dann war das alles meine Aufgabe. Interessant hierbei war, dass ich alle Leute im Verteilerbezirk persönlich kennenlernte und so mir mein eigenes Bild von den Menschen meiner Umgebung machen konnte. Ein gewisser Herr S. wohnte im Amselsteg und ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Das Anwesen hatte einen großen Garten und ein relativ einfaches Flachbauhaus etwas zurückgesetzt im Grundstück gelegen. Nach Aussage der Pflegemutter hatte da eine Frau mit Vornamen Katja gelebt und Ziegen waren damals auf dem Grundstück gewesen. Zu meiner Zeit hatte ich dann von Frau Katja nichts mehr gesehen, dafür aber den Herrn S., der immer fast widerlich freundlich zu mir war, mich beiläufig über die anderen Menschen im Verteilerbezirk aushorchte und mir jedes Mal ein 1-Markstück abschließend in die Hand drückte, egal ob ich ihm etwas berichtet hatte oder nicht. Aufgefallen war mir, dass er ein größeres Foto eingerahmt an der Wand hängen hatte, dass jede Menge nackter Frauen zeigte, was wahrscheinlich mit seiner Zugehörigkeit zur Freikörperkultur zusammenhing. Einmal blieb er ziemlich lange im Hinterraum um angeblich Geld zu holen, wahrscheinlich beobachtete er mich durch ein Loch in der Wand, wie ich dieses Foto betrachtete. Später erzählte er mir, dass er Betriebsschutz in der Reaktorversuchsanlage Rossendorf ist. Nach heutiger Erkenntnis war er mit größter Wahrscheinlichkeit Mitarbeiter der Staatssicherheit. Schon damals war er mir suspekt. Offensichtlich war er bestens über mich informiert. Auch die ehemaligen Arbeitskollegen des Pflegevaters lernte ich auf diese Weise kennen und kann aus heutiger Sicht sagen, dass sie perfekte „Wendehälse“ waren, denn nach einigen Jahren waren sie plötzlich SED-Mitglieder, wieder zu ihrem Vorteil. So konnte man feststellen, dass nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in der sogenannten Deutschen Demokratischen Republik Altnazis wieder sehr willkommen waren.

Mein Bruder Gottfried verließ im Sommer 1951 die Grundschule in Rochwitz. Sowas wird immer gefeiert, weil es ein Meilenstein im Leben eines Menschen ist. Zu dieser Zeit war es üblich, dass der Schulentlassene eine Uhr geschenkt bekommt. Zu dieser Feier kamen auch Opa und Tante Marie ins Haus der Pflegeeltern. Ein Gruppenfoto in schwarz-weiß von dieser Feier ist noch in meinem Besitz.

Einer meiner Lebensmittelkarten-Kunden auf der Wachbergstraße war wohl Betriebsleiter oder Führungskader im Dresdner Energieunternehmen. Von ihm erfuhr ich, dass mein Bruder sich als Lehrling beworben hatte, denn Rohrnetzmonteur ist ein wichtiger und guter Beruf und er wolle sich für meinen Bruder verwenden. Das hat er auch getan und mein Bruder begann seine Lehre als Rohrnetzmonteur. Dies ist jedoch eine körperlich schwere Arbeit und mein Bruder war zu dieser Zeit recht hiefrich, weshalb ihm diese Tätigkeit sehr schwer fiel.

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