Ole R. Börgdahl - Ströme meines Ozeans

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Die junge Yvette folgt ihrem Mann Victor vom aufstrebenden Paris der Belle Époque ins koloniale Tahiti. Glückliche Jahre unter südlicher Sonne münden in einer Katastrophe, die das weitere Schicksal von Yvette und ihren Töchtern bestimmt.
Die Lebensgeschichte der Familie Jasoline spielt eine zentrale Rolle in dem Roman «Fälschung», dennoch erfährt der Leser nur wenig davon, was sich im Leben der Protagonisten ereignet hat. In diesem Roman begegnen dem Leser alle noch offenen Fragen, die im historischen Umfeld der noch nicht allzu fernen Vergangenheit beantwortet werden. Es wird die Geschichte der Familie Jasoline in den Jahren zwischen 1890 bis 1961 erzählt.

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Papeete, 18. Dezember 1898

Es werden immer mehr Einzelheiten über die afrikanische Angelegenheit zwischen uns und den Briten bekannt. Es fallen jetzt auch Namen. Auf unserer Seite ist es ein Major Jean-Baptiste Marchand, der seine Expedition quer durch den afrikanischen Kontinent geführt hat und nach zwei Jahren und ohne Kontakt zu unserer Regierung den Sudan erreichte und daraufhin das besagte Fort bei einem Ort namens Faschoda am Weißen Nil eingenommen hat. Es war dort menschenleer, aber es war britisches Schutzgebiet. Das Kanonenboot wird von General Kitchener befehligt und steht jetzt schussbereit und übermächtig dem Fort gegenüber. Es wird zwischen Paris und London noch immer verhandelt. Ich habe eine entschiedene Meinung, auch wenn mich Victor zurückhält und mich zur Loyalität aufruft. Ich sehe uns im Unrecht. Ich will keinen Krieg mit England, ich würde mich deswegen sogar schämen. Ich habe Angst um die Eltern und ich habe Angst, dass plötzlich englische Kanonenboote in die Bucht von Papeete einlaufen. Wir warten jetzt weiter ab, was geschieht und hoffen, dass alles ein gutes Ende nimmt. Es ist doch bald Weihnachten, das Fest der Liebe und des Friedens.

1899

Papeete, 3. Januar 1899

Der Brief von Schwester Jolanta hat mich gerade noch erreicht. Ich darf sie jetzt eigentlich nicht mehr Schwester nennen, denn sie wurde vor zwei Monaten als Braut Christi entlassen. Sie hat etwas Geld bekommen, um die nächste Zeit zu überbrücken, denn sie ist ja ohne Beruf. Als Lehrerin kann sie wohl nur an einem Kloster oder in einer Mission arbeiten. Schwester Jolanta, oder Madame Prenair oder Jolanta, würde auch aus Paris fortgehen, wenn sie in der Provinz eine Anstellung als Lehrerin bekäme. Ich werde ihr zurückschreiben, sie soll mir berichten, was aus ihr wird.

Papeete, 10. Januar 1899

Es ließ sich jetzt doch nicht vermeiden. Victor ist uns voraus gereist. Wir haben ihn gestern zur Floréal gebracht, die gerade in polynesischen Gewässern patrouilliert. Es ist sicherlich besser, dass Victor vor uns in Atuona ankommt, denn wir wissen nicht, in welchem Zustand sich die Dienstwohnung befindet. Victor wird alles veranlassen, sodass ich mit den Kindern nur noch einzuziehen brauche. In gut zehn Tagen werden wir ihm mit der Jérôme nach Hiva Oa folgen. Die kurze Trennung ist zu verschmerzen.

Auf der Jérôme, 22. Januar 1899

Wir sind seit gestern unterwegs und sehen endlich wieder Land. Es ist noch nicht unser Ziel, noch lange nicht. Es ist lediglich ein Gürtel von Inseln, die die Jérôme passieren muss. An Backbord sind gerade einige dieser Inseln zu erkennen, an Steuerbord ebenfalls. Der Erste Offizier hat mir ihre Namen genannt, aber ich konnte sie mir nicht merken, nur, dass dies schon die Ausläufer des Tuamotu-Archipels sind. Die Mädchen halten gerade ihren Mittagsschlaf und verpassen somit die Gelegenheit Land zu sehen. Wenn wir die Passage durchfahren haben, soll es vier Tage dauern, bis wieder welches auftaucht und wir Hiva Oa erreicht haben.

Papeete, 28. Januar 1899

Wir waren nicht in Gefahr und dennoch musste die Jérôme wieder umkehren. Der Mast hatte einen Riss. Der Kapitän hat noch eine der Inseln des Tuamotu-Archipels angelaufen, aber dort war auch nichts auszurichten, es gab kein Schiffsholz und schon gar keinen neuen Mast. Die Jérôme ist unter halben Segeln nach Tahiti zurückgekehrt. Es hat lange gedauert und so haben die Kinder und ich fast eine ganze Woche auf dem Schiff verbracht. Der Kapitän und die Mannschaft haben es uns aber so angenehm wie möglich gemacht. Ich denke jetzt nur an Victor und hoffe, dass er sich nicht um uns sorgt.

Papeete, 5. Februar 1899

Wir kommen einfach nicht von hier fort. Die Kreuz des Südens geht erst in einer Woche und sie wollten uns auch gar nicht mitnehmen, es sei denn, wir wären auf Deck gereist. Jetzt haben wir aber eine Kabine, doch ich wurde schon gewarnt, denn auch das soll auf diesem Schiff kein Luxus sein. Mir ist es nur wichtig, dass wir bald auf Hiva Oa sind. Ich fürchte nämlich, dass Victor noch immer nichts von unserem Verbleib weiß, denn es gab ja bislang keine Schiffsverbindung zu den Marquesas-Inseln.

Atuona, 21. Februar 1899

Jetzt habe ich eine Überfahrt mit der Kreuz des Südens erleben dürfen. Es war schrecklich, dieses unbequeme Boot, das über das Meer kriecht. Sechs Tage haben wir benötigt. Es war eng und es stank. Diese Überfahrt ist nur etwas für Abenteurer. Dann aber, nach dieser Tortur, der Lohn für die Mühen. Die Insel Hiva Oa ist so wunderschön. Zunächst beängstigt es, dass sie so klein ist. Als ich dann aber an Land gegangen bin und die vielen Blumen gesehen habe, das herrliche Klima gespürt und die sanfte Luft eingeatmet habe, kam es mir doch wie im Paradies vor. Tahiti hat schon viel von dem verloren, was Hiva Oa noch besitzt. Victor hat sich natürlich Sorgen gemacht und auf die Ankunft der Kreuz des Südens gewartet, um Nachrichten von uns zu erhalten. Es war dann auch eine große Freude, dass wir gleich mit auf dem Schiff waren. Victor hat uns einen Eselskarren besorgt, aber Fanaa und ich sind mit den Kindern gelaufen und haben dem Karren nur unser Gepäck anvertraut. Die Kommandantur ist ein Backsteinhaus. Unsere Wohnung ist im hinteren Teil des Gebäudes untergebracht. Wir sind am frühen Morgen angekommen und am späten Vormittag eingezogen. Die Wohnung mag etwas klein sein, aber wir sind froh, nach der langen Reise endlich wieder ein Heim auf festem Grund zu haben.

Atuona, 24. Februar 1899

Ich habe auch die neusten Nachrichten mit nach Hiva Oa gebracht. Die Amerikaner beginnen ihre Herrschaft auf den Philippinen mit einer militärischen Aktion. Rund um Manila hat es Kämpfe zwischen der US-Armee und den einheimischen Streitkräften gegeben. Gerade erst wurden doch die Kriegshandlungen eingestellt. Victor meint, die Filipinos haben noch nicht begriffen, dass ihr Inselreich an die Vereinigten Staaten gehen wird und der neue Herr jetzt sein Recht beansprucht. Es ist nicht das Einzige, das die Amerikaner beanspruchen. Die Philippinen und Hawaii sind ja bereits unter ihrem Einfluss und jetzt sind noch weitere Inseln dazu gekommen, die sich nach unseren Dimensionen in greifbarer Nähe befinden. Die Inseln Wake liegen etwa dreitausend Kilometer von den Marquesas entfernt. Für Zivilisten ist diese kleine Eroberung sicherlich unbedeutend, für das französische Militär aber von großem Interesse.

Atuona, 3. März 1899

Fanaa macht mir etwas Sorgen. Sie ist sehr schweigsam, ja fast schon traurig. Leider ist sie seit unserer Ankunft noch nie aus dem Haus gegangen, noch nicht einmal zum Einkaufen, was auch daran liegt, dass die Kommandantur alle Lebensmittel geliefert bekommt. Ich werde Fanaa vorschlagen, mit mir zusammen auszugehen.

Atuona, 11. März 1899

Ich habe eine Landkarte von Hiva Oa erhalten. Ich hatte es schon vorher einmal gehört, dass Hiva Oa auch die Seepferdcheninsel genannt wird. Ich weiß jetzt auch warum. Die Küstenlinie rund um die Insel beschreibt tatsächlich die Form eines Seepferdchens. Die Karte zeigt auch die Lage einiger Dörfer. Im Norden, auf der anderen Seite der Insel befindet sich Hanaiapa. Das Dorf Taaoa liegt am anderen Ende der Atuona-Bucht. Ich habe die Ansammlung der Häuser schon aus der Ferne gesehen, aber ich dachte sie gehören noch zu Atuona. Alle Dörfer der Insel finden sich an der Küste. Auf der Karte ist keine Siedlung im Landesinneren eingetragen.

Atuona, 17. März 1899

Wie jedes Jahr bekommt der Geburtstag meiner Mädchen einen Eintrag in mein Tagebuch. Es gibt gar nicht so viel zu berichten. Die Kinder werden größer und selbständiger, aber ich weiß schon gar nicht mehr, wie es noch vor einem Jahr war oder gar vor zwei Jahren. Mein Tagebuch gibt mir darüber Auskunft, aber es hilft mir trotzdem nicht, mich richtig daran zu erinnern. Es geht alles so schnell. Dann hat sich mir Fanaa endlich anvertraut, sie ist nicht sehr glücklich auf Hiva Oa. Ich habe sie natürlich nach dem Grund gefragt, aber nicht viel erfahren. Ich denke sie hat Heimweh. Ich muss jetzt überlegen, wie ich sie wieder fröhlicher machen kann.

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