Ole R. Börgdahl - Ströme meines Ozeans

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Die junge Yvette folgt ihrem Mann Victor vom aufstrebenden Paris der Belle Époque ins koloniale Tahiti. Glückliche Jahre unter südlicher Sonne münden in einer Katastrophe, die das weitere Schicksal von Yvette und ihren Töchtern bestimmt.
Die Lebensgeschichte der Familie Jasoline spielt eine zentrale Rolle in dem Roman «Fälschung», dennoch erfährt der Leser nur wenig davon, was sich im Leben der Protagonisten ereignet hat. In diesem Roman begegnen dem Leser alle noch offenen Fragen, die im historischen Umfeld der noch nicht allzu fernen Vergangenheit beantwortet werden. Es wird die Geschichte der Familie Jasoline in den Jahren zwischen 1890 bis 1961 erzählt.

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Papeete, 7. August 1898

Heute haben wir einen Sonntagsausflug mit Pferd und Wagen unternommen. Victor ist schon früh aufgestanden, um das Gespann von einem Nachbarn zu holen. Wir haben noch schnell gefrühstückt, den Picknickkorb, Decken und Handtücher zusammengepackt und sind Richtung Mahina aufgebrochen. Wir haben es nicht bis ganz nach dorthin geschafft, auch weil wir eine nette, kleine Bucht entdeckt haben. Auf Moorea haben die Kinder das erste Mal im Meer gebadet und fanden das warme Wasser herrlich, sodass wir auch heute wieder baden gehen wollten. Victor hat das Pferd abgespannt und auf der Wiese mit einem langen Strick angebunden, sodass es ausgiebig weiden konnte. Wir haben es uns dann am Strand gemütlich gemacht. Ich konnte die Kinder kaum halten, so schnell wollten sie ins Wasser. Victor ist mit ihnen gegangen. Es wurde erst ein übermütiger Vormittag und dann ein träger Nachmittag. Gegen vier haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. Kurz hinter Arue ist Victor eingefallen, dass er mir etwas zeigen wollte. Wir sind mit dem Wagen in einen Weg eingebogen und ein ganzes Stück gefahren. Dann mussten wir den Rest zu Fuß laufen. Wir haben die Kinder getragen, die uns schon fast eingeschlafen waren. Es war dann aber nicht weit. Das Gestrüpp wurde immer dichter. Ich wollte schon protestieren, aber dann standen wir plötzlich auf einer kleinen Lichtung. Das Gras war hochgewachsen und darum habe ich es erst gar nicht gesehen. In der Mitte der Lichtung lag eine Steinplatte, kreisrund und bestimmt zwei oder sogar drei Meter im Durchmesser. Am Rande der Lichtung, schon von den Bäumen verdeckt, standen auch noch zwei Steinfiguren, zwei große Tikis. In die Steinplatte waren Linien gemeißelt, Symbole einer fremden Kultur, ein Altar, wie Victor sagte. Seine Leute haben die Steinplatte und die Tikis entdeckt. Selbst die Eingeborenen wissen nicht, wo sich diese Altäre aus vergangenen Zeiten überall auf der Insel befinden. Ich soll aber nicht zu viel darüber reden, denn es gibt auf Tahiti übereifrige Missionare, die solche heidnischen Stätten gerne sprengen lassen. Es soll schon vorgekommen sein, mit der Begründung, dass die Maori am Sonntagvormittag in die Kirche gehen, um am Nachmittag ihren alten Göttern zu huldigen. Dabei fällt mir ein, dass wir den Gottesdienst heute auch verpasst haben, aber dafür waren wir ja gestern in der Spätmesse.

Papeete, 16. August 1898

In einer amerikanischen Zeitung habe ich den Bericht über die Weltreise eines Kapitän Joshua Slocum gelesen. Ich musste sofort daran denken, dass mich Victor damals doch nicht angeflunkert hat. Er hat diesen Slocum tatsächlich auf Nuku Hiva getroffen. Kapitän Slocums Reise dauerte drei Jahre und zwei Monate. Erwähnung fand auch die Größe seines Bootes, eines sechsunddreißig Fuß langen Seglers, was etwa zwölf Metern entspricht. Ich kenne die Weiten der Ozeane und mir würde bange werden, wenn mich lediglich die Planken eines so winzigen Bootes von den unendlichen Wassern und den schwarzen Tiefen trennen würden.

Papeete, 21. August 1898

Ich musste heute an unseren Ausflug vor zwei Wochen denken. Wir waren in der Kirche und während der Predigt habe ich mich vorsichtig umgesehen. Am Gottesdienst nehmen ja auch immer die Hausangestellten teil. Fanaa singt sogar im Chor. Ich habe in die Gesichter der Maoris geschaut und mich gefragt, ob sie in wenigen Stunden die Tikis in den Wäldern aufsuchen und mit Gebrüll und wilden Tänzen andere Gottheiten besingen, ob sie vielleicht Opfer bringen, einen Hahn oder gar eine Ziege. Ich kann es mir wirklich nicht vorstellen, dass diese Leute so etwas machen. Es ist Hysterie der Missionare, die in jedem Stück fremder Kultur eine Sünde gegen den einzig wahren Gott sehen.

Papeete, 1. September 1898

Der Krieg um die Philippinen und Kuba ist entschieden. Die Amerikaner haben sich durchgesetzt, so wie es Victor vorhergesehen hat. Es gab bereits eine Friedenskonferenz, in der ein Franzose vermittelt hat. Monsieur Cambon ist unser Botschafter in der amerikanischen Hauptstadt. Nun ist es noch kein endgültiger Frieden, denn solche Dinge müssen erst lange verhandelt werden. Wichtig ist nur, dass wohl nicht mehr gekämpft wird. Es war zum Glück ein kurzer Krieg, der im April begann und im August endete. Mit dem Ende des Krieges wurde auch die Annexion der Hawaii-Inseln abgeschlossen. Hawaii steht jetzt vollkommen unter der Kontrolle der Vereinigten Staaten. Damit ist der Pazifik an vielen Orten amerikanisch.

Papeete, 14. September 1898

Wir haben Aliette Templier zu Besuch, sie ist heute früh mit dem Dampfschiff eingetroffen. Wir haben eben zu Mittag gegessen. Aliette ist sehr erschöpft und hat sich darum erst einmal im Salon auf die Couch gelegt. Sie findet nachts nur selten Schlaf, weil sie immer an den kleinen Robert denken muss und an ihren Mann. Wir haben gestern noch lange gesprochen. Aliette ist allein auf dem Weg nach Hause, nach Amerika, nach Pittsburgh. Capitain Templier wurde schon vor Monaten in den Krieg berufen. Sie hat noch nicht wieder von ihm gehört, wo der Krieg doch jetzt vorüber ist. Aliette war also die letzte Zeit ganz allein auf Tutuila, in Trauer um ihr Kind und in Angst um ihren Mann. Was mich besonders berührt hat, ist das Gepäck, das Aliette mit sich führt. Sie wollte auf Tutuila kein Grab zurücklassen und so wurde der kleine Robert eingeäschert. Es ist schrecklich, so darüber zu schreiben. Aliette hat die Urne bei sich, nicht hier bei uns, aber auf dem Schiff in ihrer Kabine. Sie will die Urne in Pittsburgh beerdigen lassen. Aliette bleibt nur zwei Tage, dann bringen wir sie wieder aufs Schiff und sie setzt ihre Reise fort.

Papeete, 24. September 1898

Victor hat heute Nachmittag Zeit gefunden, um den Kindern eine Sandkiste zu bauen. Ich war erst dagegen, es sind doch Mädchen. Ich hatte als Kind auch keine Sandkiste. Victor meinte dann aber, die Sandkiste wäre wie ein Stück vom Strand und er hat wohl recht. Auf Moorea haben Thérèse und Julie sehr gerne im Sand gespielt, wenn sie nicht gerade im Wasser waren. Das Holz für die Sandkiste hatte Victor schon in der letzten Woche besorgt, auch das Werkzeug, denn wir haben weder Hammer noch Nägel noch Säge im Haus. Thérèse und Julie wollten natürlich helfen. Ich musste sie zurückhalten, als sie sich die Säge genommen haben. Victor hat natürlich überhaupt nicht achtgegeben. Fanaa hat dann später mit den beiden gemalt und Victor konnte in Ruhe arbeiten. Er hat zunächst ein paar Zentimeter Erdreich ausgehoben und dann vier Pfosten gesetzt, an denen er die zugesägten Bretter genagelt hat. Mit einem Hobel hat er dann noch die Splitter geglättet. Der Wagen mit dem Sand wurde vorgefahren, als Victor gerade mit dem Hobeln fertig war. Es ist schöner heller Sand und er kann daher nicht von einem der Strände stammen, weil auf Tahiti die Strände diesen dunklen Sand haben. Zu dritt haben sie den Sand dann aufgefüllt. Bei diesem letzten Akt waren die Mädchen schon ganz begeistert. Sie sitzen jetzt in ihrer Sandkiste und spielen.

Papeete, 8. Oktober 1898

Victor hat seine Geschicklichkeit entdeckt. Nachdem ihm die Sandkiste so gut gelungen ist, hat er sich jetzt auch an einer Schaukel versucht. Es ist nicht so schwer, wie es sich anhört, denn die Natur hat schon einen Teil der Schaukel in unseren Garten gestellt. Es gibt bei uns nämlich einen Baum, der einen schönen, kräftigen Ast besitzt. Einen Ast, der ein ganzes Stück waagerecht gewachsen ist und an dem sich die Seile der Schaukel befestigen lassen. Victor musste sich nur noch um den Schaukelsitz bemühen. Er hat ein dickes Brett genommen, es so lang gelassen, dass beide Mädchen darauf Platz finden und dann hat er die Seile daran verknotet. Der Schaukelsitz ist nicht offen, die Kinder sollen ja auch nicht herausfallen. Victor hat dazu zwei Stäbe genommen, sie an den Enden gebohrt und dann das Schaukelseil eingefädelt. Die Stäbe lassen sich hoch- und herunterschieben, sodass die Mädchen sich daran festhalten können, wenn sie in der Schaukel sitzen. Alles ist an nur einem Nachmittag fertig geworden. Wir haben jetzt einen richtigen kleinen Spielplatz im Garten, und wenn die Mädchen sich streiten, dann wird Victor eine zweite Schaukel bauen. An dem Ast ist noch genügend Platz.

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