Robert Eder - Die Thoriumbombe
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Kapitel 5
Leutnant Gruber hörte über eine Woche weder von Müller noch von Himmler etwas. Er widmete sich mit seiner Gruppe den notwendigen Arbeiten am Hof sowie den Wäldern bei Büren. Am darauffolgenden Donnerstag rief Müller an um die Lieferung der ersten Bestrahlungsanlage für Freitag anzukündigen. Er bat um eine Unterkunft für seine beiden Assistenten sowie um einige glatte Holzbohlen. Auch einige von den schwarzen Kerlen von der Wewelsburg sollte Gruber anfordern. Freitag am Vormittag kroch ein Lastauto mit Kran den Weg zum Forsthaus herauf. Leutnant Gruber wartete schon mit sechs Soldaten in schwarzer Uniform im Hof. Nach Müller kletterten noch zwei Männer aus dem Fahrerhaus. Nur der Fahrer blieb bei laufendem Motor im Lastauto. „Einen schönen Tag Leutnant Gruber und ihr Alle.“ Begrüßte Müller die Gruppe. Er deutete auf seine Begleiter. Das sind Dirk und Uwe, meine Assistenten. Lasst uns zuerst das Auto entladen.“ Leutnant Gruber zog demonstrativ seinen Schlüsselbund aus der Tasche. Uwe fragte „Wo habt ihr denn starke Bretter oder Bohlen?“ „Die liegen schon vor dem Gärkeller bereit.“ „Habt ihr auch an eine Säge gedacht?“ Leutnant Müller gab einem der Soldaten in schwarz einen leisen Befehl worauf dieser im Laufschritt im Forsthaus verschwand. Als Gruber die Türe aufsperrte war er schon wieder mit einer Bügelsäge da. Müller ließ Bohlen und Bretter nach seinen Anweisungen verlegen. Er bestand darauf dass die so entstandene Fläche fugenlos mit dem Beton abschloss. Seine beiden Assistenten kletterten auf die Ladefläche wo sie ein interessantes Gefährt an den Kranhaken hängten. Die Konstruktion war gelb gestrichen mit den Buchstaben DEGUSSA in schwarz an den Seiten. Irgendwie erinnerte dieses kastenartige Gefährt an einen Panzer der statt mit Ketten auf Gummibändern lief. Hinten führte ein dickes schwarzes Kabel zu einer Steuereinheit die Dirk sorgsam in Händen hielt. Der Fahrer hob das Fahrzeug langsam mit dem Kran auf die Bretter. Nun war den Herren in schwarz klar warum Müller so auf eine fugenlosen Anschluss der Bretter an den Beton geachtet hatte. Dirk reichte die Steuereinheit Müller der mit einem Knopfdruck den Motor startete. Nach kurzem Spucken lief der Motor rund. Müller wandte sich an Gruber. „Der Motor muss noch etwas warm werden. Meine Assistenten packen jetzt den Rest aus. Wir schauen uns mal an wo das gute Ding stehen wird.“ Dann schritt er gefolgt von Gruber in den Gärkeller. Am hinteren Ende bat er Gruber. „Herr Leutnant zeigen sie mir hier die Stromanschlüsse.“ Gruber hob eine gerasterte Stahlplatte der Abdeckung des unteren Entlüftungskanals hoch und klappte sie gegen die Felswand. Müller sah zufrieden mehrere wasserdichte Buchsen für Lichtstrom und Kraftstrom. „Sehr gut.“ Dann stellte sich Müller vor den offenen Schacht. „Bitte schließen sie die Abdeckung wieder.“ Gruber hatte etwas zu wenig Platz, daher bat er Müller. „Damit ich die Abdeckung schließen kann müssen sie etwas zurücktreten.“ Müller tat dies worauf Leutnant Gruber die Abdeckung schloss. Müller trat noch einen weiteren Schritt zurück, dann zog er mit Kreiden einen Strich auf den glatten Betonboden. „Damit haben wir nun den Abstand von der Felswand, den wir brauchen. Gruber stellen sie sich jetzt an die hintere Wand und bücken sie sich mit dem Gesicht zur Felswand.“ Verwundert tat Leutnant Gruber dies. Müller nickte zufrieden. „Sie sind nicht der Größte und auch sehr schlank. Da geben wir auch noch etwas dazu.“ Dabei trat er einen Schritt zurück, dann setzte er den zweiten Kreidestrich auf den Boden. „Hier können wir den Unterbau der Anlage absetzen.“ Gruber dachte kurz nach dann sagte er. „Herr Müller wir sollten noch einen halben Meter zugeben. Wenn die Lampe der Deckenstrahlers ausgewechselt werden muss, brauchen wir dazu eine Stehleiter.“ Müller machte einen neuen Strich dann wischte er mit seinem Taschentuch den alten Strich weg. Vor dem Tor hatten Müllers Assistenten schon die erste Kiste ausgepackt und den Inhalt an den Kranhaken gehängt. Verwundert sah Leutnant Gruber eine Tischkonstruktion aus massiven Stahlträgern mit riesigen Gewindebolzen zur Justierung. Er wunderte sich. „Darauf kann man ja Elefanten tanzen lassen.“ „Vom Platz her wohl eher nicht, aber der Unterbau sollte schon mehr als einen Elefanten tragen können.“ Schmunzelte Müller. Die schwarz gekleideten Soldaten hielten, während der Fahrer mit dem Kran den Tisch auf das Fahrzeug absenkte, Diesen gerade. Vor dem endgültigen Aufsetzen kontrollierte Müller die Position. Dann winkte er den Soldaten mit der Säge zu sich und trug zwei Anderen auf eine starke Holzbohle mitzunehmen. Uwe nahm das Steuergerät worauf sich das seltsame Fahrzeug in Bewegung setzte. Langsam kroch es in den Tunnel. Gruber eilte zu einem Schaltkasten neben dem Eingang wo er die Lüftung anschaltete. Uwe steuerte die Last bis zum Strich an der Hinterwand. Gruber bemerkte den großen Abstand zum anderen Kreidestrich. Als das Gefährt jedoch Stützbeine ausfuhr war ihm der Vorgang klar. Zwischen den Kreidestrich an der Seitenwand und den Abdeckungsplatten ließ Muller nun die Holzbohle legen. Darauf setzte Uwe die kräftigen Stützbeine. Aus der Fläche hoben zwei Schienen den Tisch langsam auf den Boden. Bald hatten sie Diesen an der richtigen Stelle. Dirk kam nun mit einer Wasserwaage um den Tisch in die Waagrechte zu bringen. Die Soldaten mussten mit einem langen Dorn die Gewindemuffen so lange verstellen bis Müller zufrieden war. „Ohne Belastung geht dies viel leichter.“ Darauf erntete er nur einen fragenden Blick der Soldaten. Uwe fuhr die Laufschiene sowie die Stützbeine ein. Dann lenkte er das seltsame Gefährt wieder zum Lastwagen. Als er es wieder richtig positioniert hatte kontrollierte der Fahrer des Lastwagens die Stützen des Krans. „Herr Müller Stützen stehen fest, ich glaube wir können.“ Müller nickte worauf der Fahrer in Führerhaus den Motor auf hohe Leistung stellte. Dann hob sich unter Ächzen und Stöhnen der gequälten Stützen eine gelb gestrichene, noch teilweise mit Kistenbrettern umschlossene quaderförmige Last von Wagen. Der Fahrer stellte den Motor nochmals auf höhere Drehzahl, dann senkte er den Quader auf das Gefährt. Die Soldaten erwarteten, dass sich das Gefährt nach dem Aufsetzen der Last absenken würde. Doch zu ihrem Erstaunen bewegte sich der Transporter überhaupt nicht. Erst als Uwe losfuhr machte das Heulen des Motors denn Unterschied der Last deutlich. Langsam erreichte Alles seinen Bestimmungsort. Nach einigem Reversieren war Müller mit der Position des Fahrzeuges zufrieden. Uwe führ die Schienen ohne die Last anzuheben bis an den Tisch. Die abgeflachten Enden lagen nun fest auf dem Tisch auf. Müller nahm ein Maßband aus seiner Tasche, maß die Entfernung des Fahrzeuges von der anderen Felswand. Dann ließ er die Soldaten die Bohlen leicht schräg auf die gewünschte Länge schneiden. Danach wurden diese zwischen Felswand und Fahrzeug gekeilt. Dirk nahm eine Dose Vaseline mit der er die Schienen fettete. Mit der Steuereinheit hob Uwe einen Stahlzapfen aus dem Fahrzeug. Müller ließ einen Soldaten ein Stück der Holzbohle absägen, das er zwischen den Zapfen und die gelb gestrichen Bestrahlungseinheit brachte. Er wies den Mann an das Holz in dieser Position zu halten. Der Motor heulte kräftig auf als Uwe die Schienen ein Stück anhob. Dann näherte sich der ausgefahrene Stahlzapfen dem Holz bis ein leises Ächzen verriet, dass es nun unter Spannung war. Müller „Kannst jetzt loslassen und geht bitte ein Stück nach hinten.“ Der Motor schob mit dem Zapfen die Bestrahlungseinheit langsam auf den Tisch. Nun war das Werk getan. Zufrieden rief Müller. „Geschafft, machen wir eine Pause.“ Doch Leutnant Gruber wies einen Soldaten noch an die Sägespäne aufzufegen. In der Zeit verstaute Dirk mit Uwe noch das Fahrzeug auf dem Lastwagen. Zufrieden fuhr der Fahrer den Lastwagen vor das Forsthaus. Dort wartete schon Hannes der Koch. „Kommt herein Bier steht schon am Tisch, das Gulasch kommt auch bald.“ In dem großen Raum standen auf dem Tisch schon gefüllte Biergläser. Leutnant Gruber sagte zu Müller. „Der Reichsführer kommt erst morgen. Er würde Limonade bevorzugen aber ihr habt ordentlich geschuftet, da ist ein Bier zum Gulasch nicht verkehrt.“ Hannes schob kurz darauf einen Servierwagen mit einem großen Kessel Gulasch herein. Hinter ihm brachte einer der Soldaten einen großen Korb mit Brötchen. Alle langten kräftig zu, danach wollten einige noch ein weiteres Bier, doch Herr Müller erhob sich und bat um Aufmerksamkeit. Er gab Dirk und Uwe ein Zeichen worauf diese den Raum verließen. „Gegen weitere Biere habe ich keinen Einwand, aber vorher kommt noch eine kleine Geschicklichkeitsübung.“ Dirk brachte mit Uwe eine Platte von der Größe der Bestrahlungseinheit. Nahe dem hinteren Rand der Holzplatte war ein schwarzer Kreis aufgemalt. In diesen setzten sie einen oben offenen Metallzylinder. Davor stellten sie einen glänzenden Gegenstand der wie eine ein Kilo Konservendose aussah. Vier Rillen waren in die Seiten des Zylinders gefräst. Dazu legten sie eine zangenartige Vorrichtung. Müller ergriff zwei Hebel dieser Zange, Uwe die anderen Beiden. Sie öffneten die Zange etwas, dann stülpten sie die vier Hebel über den Zylinder. Mit leisem Klack pachten die Hebel unter dem Boden des Zylinders zu. Geschickt hoben sie den ergriffenen Gegenstand in die Öffnung des großen Zylinders. Nach den Absenken öffneten sie die Zange worauf der Zylinder mit leisem Klicken einrastete. Sie hoben die Zange heraus. Müller „Diese Übung sollt ihr vor dem nächsten Bier machen. Immer zwei Leute gemeinsam." Sie hoben mit der Zange den Metallzylinder gemeinsam wieder heraus. Die Soldaten fanden dies einfach, doch die ersten Versuche zeigten dass es doch nicht so einfach war. Einer der Soldaten wog den Zylinder mit der Hand. „Für so etwas braucht man doch keine Zange für zwei Leute, das geht doch mit einer Hand. Müller lächelte sanft. „Das ist ja auch nur ein Übungsgerät aus Aluminium. Die echte Quelle ist viel schwerer, außerdem wird die Anlage auf achtzig Grad aufgeheizt." Da wollte dann wohl keiner mehr Hand anlegen. Schließlich gelang die Übung worauf ein Jeder von Hannes ein weiteres Bier bekam. Uwe, Dirk und Leutnant Gruber begaben sich in den Gärkeller um die elektrische Anlage der Apparatur anzuschließen. Müller teilte jetzt schwere Schürzen wie sie Röntgenärzte zu tragen pflegen aus. Dann fettet er mit Vaseline den Aluminiumkörper ein. „Das Fett ist keine Schikane sondern der echte Zylinder ist mit einer Schutzschicht umgeben die noch viel glatter als Fett ist. Achtet darauf, dass die Krallen gut unter dem Zylinder einrasten." Die Übung wurde durch die Schürzen deutlich mühsamer. Nach einer weiteren Runde Bier kam Leutnant Gruber herein um zu melden, dass die Bestrahlungseinheit nun angeschlossen sei. Müller führte die Soldaten zu der nun von allen Brettern befreiten Einheit. An der Seite drückte er auf einen Knopf. Mit kräftigem Brummen klappte der hintere Teil der Anlage langsam hoch. Als der etwa zwanzig Zentimeter dicke Bleideckel, der in Edelstahl eingefasst war, senkrecht stand ließ Müller die Männer einen Blick hineinwerfen. Sie sahen eine Öffnung wie in ihrem Übungsgegenstand. Einer der Soldaten fragte. „Der ganze Deckel ist aus massivem Blei?“ Müller nickte. Nun ließ Müller den Deckel durch eine Schaltung wieder schließen. „In dieses Gerät muss der echte Generator dann eingeführt werden.“ Bewundernd sahen die Soldaten das Gerät an. Natürlich erkannten Einige, dass an der Vorderseite feine Spalten noch weitere Zugänge zu dem Gerät verrieten. Müller schwieg sich über deren Zweck aus. Er führte die Leute wieder in die Stube zu weiteren Bieren. Bald darauf kam ein Fahrer in schwarzer Uniform um die Soldaten abzuholen. Leutnant Gruber zeigte Dirk und Uwe ihre Zimmer. Müller fragte er ob er auch bleibe. Dieser bejahte und bekam ein schönes Zimmer. Bei einem Rundgang um das Forsthaus wies Gruber auf ein kleines Fenster unter dem Giebel. Das ist die Studierstube vom Herrn Reichsführer. Da es schon dämmerte kehrten sie ins Haus zurück um im Weinkeller noch eine Flasche zu suchen die sie nach dem Abendessen leeren wollten. Gruber meinte für fünf Leute sei eine Flasche erbärmlich und so nahm er einige Weitere mit. Zum Abendessen servierte Hannes eine kalte Platte. Er wollte dass die Brötchen verbraucht werden. Das Gulasch hatten die Soldaten für Ihre Kameraden auf der Wewelsburg mitgenommen, doch die Brötchen hatten sie wohl vergessen. Leutnant Gruber legte noch einige Scheite in den offenen Kamin. Zu Dirk sagte er. „Für die Wärme ist das nicht notwendig. Das Forsthaus wird über Kachelöfen und Warmluftschächte beheizt, aber der Kamin ist gemütlich außerdem frisst er den Rauch.“ Dann begann er sich eine Pfeife zu stopfen. Müller meinte dass es an der Zeit sei den Wein zu öffnen. Hannes eilte in die Küche um einen Korkenzieher und Gläser zu holen. Als er die Gläser auf den Tisch gestellt hatte begann er seine Schuhspitze an der Wade zu reiben. Dann sprach er laut: „Hört auf, ihr seid nicht mehr da. Ihr wurdet in einem Lazarett in Narvik verbrannt.“ Er stellte mit einem leisen „Ah“ seinen Fuß wieder auf den Boden. Die Leute von der DEGUSSA schauten verwundert. Hannes erklärte „Meine Zehen sind mir abgefroren aber manchmal jucken sie obwohl sie nicht mehr da sind. Da muss ich ihnen laut sagen, dass sie nicht mehr da sind.“ Müller wunderte sich. „Das hilft.“ „Ja, aber nur wenn ich es laut ausspreche. Wenn ich nur daran denke hilft es nicht.“ Nun wollten die Leute von der DEGUSSA wissen wie er seine Zehen verloren hatte. „Ach ich bin im Erzählen nicht gut das soll doch der Leutnant erzählen.“ Nachdem seine Pfeife brannte und er ein Glas Wein getrunken hatte ließ sich Leutnant Gruber zu einem Bericht überreden. „Also die Sache ist in Norwegen passiert. Wir sind unter dem Kommando von General Dietel nach Narvik gefahren. Mit dem Schiff. Das war wohl unser zweitschlimmstes Erlebnis. Das Wetter war mies, die See heftig. Wir husteten uns die Seele aus dem Leib. In Narvik war dann vorerst alles in Ordnung. Wir besetzten den Hafen und die Stadt. Natürlich gab es Kämpfe mit den norwegischen Truppen. Aber die waren fair. Wenn ihre Situation unhaltbar wurde gaben sie die Stellungen auf um sich abzusetzen. Nach hartem Wiederstand zogen sie sich in Richtung schwedischer Grenze zurück. Mies wurde es nachdem die Engländer die Schiffe im Hafen zusammengeschossen hatten. Sie belegten auch die Stadt mit schwerer Schiffsartillerie obwohl wir dort keine Stellungen hatten. Die Zivilbevölkerung hatte grausame Verluste. Ganz übel wurde es erst als französische Truppen an Land gingen. Die machten keine Gefangenen. Verwundete haben sie teilweise auf grausame Weise umgebracht. Unter schwerem Artilleriefeuer mussten wir uns auf die Hochfläche über dem Fjord zurückziehen. Unser Zug wurde einem mir nicht bekannten Hauptmann zugeteilt, zur Deckung des Rückzuges. Da ging dann alles schief.“ Gruber bedeutete Hannes eine weitere Flasche zu öffnen. Dann setzte er seine Pfeife wieder in Brand. „Dietel hatte uns angewiesen über Saumpfade an der Nordseite des Fjordes auf die Hochfläche zu marschieren. Der Hauptmann wollte jedoch scheinbar seine Fahrzeuge nicht zurücklassen. Jedenfalls hat er den gleichen Weg genommen auf dem sich die Norweger abgesetzt hatten. Die Engländer fuhren ihre Kriegsschiffe im Hafen auf und verwüsteten das Tal mit schwerer Artillerie der Schiffe. Der Zugskommandant, ein Leutnant war auch schon weiter vorne. Er hat es wie die Anderen nicht geschafft. Wir waren als Nachhut noch einigermaßen durch die Häuser gedeckt. Nun war ich als junger Fähnrich für meinen Haufen verantwortlich.“ Leutnant Gruber trank sein Glas wieder aus, dann zündete er die Pfeife wieder an. „Unser Glück war der viele Rauch im Tal. Die Fahrzeuge brannten alle außerdem entwickelten die schweren Granaten der Schiffsartillerie selbst auch viel Rauch. Keine Ahnung was die geschossen haben. Uns gelang es, durch eine Schlucht vor der Schiffsartillerie geschützt, in Richtung Norden zur Hochfläche aufzusteigen. Das war auch Dietels Empfehlung gewesen. Meine Leute wollten sich nur mit leichter Ausrüstung absetzen. Ich hatte furchtbare Angst, dass dies als Flucht ausgelegt werde, so habe ich darauf bestanden auch die beiden Granatwerfer mitzunehmen. Unbehelligt gelangten wir auf einen kleinen Absatz knapp unter der Hochfläche. Der letzte Hang bot jedoch keine Deckung. So ließ ich Rast machen und schickte Beobachter aus. Der Hannes hat eine Rolle Kabel und ein Feldtelefon mitgenommen. Er erreichte einen Punkt an dem er das Tal gut überblicken konnte. Er meldete auch, dass er keine Verfolger sehe. Von der anderen Seite kam jedoch die Meldung, dass der Hang von den Schiffen eingesehen war. Nun war guter Rat teuer. Ich konnte mich zu keinem Entschluss durchringen. Dann kam Wind auf der den Rauch aus dem Tal vertrieb.“ Leutnant Gruber hatte plötzlich keine Lust mehr an der Erzählung. Nachdem er seine Pfeife gereinigt hatte bat er Hannes noch um weiteren Wein. Dann starrte er in sein Glas. Hannes seufzte. „Dann erzähl ich doch weiter. Mit klarer Sicht in das Tal konnte ich mit dem Fernglas sehen wie die Franzosen die verwundeten Gebirgsjäger umbrachten. Nicht etwa dass sie sie erschossen. Nein die Mistkerle haben sie mit den Gewehrkolben erschlagen oder erstochen. Einige haben sie auch einfach tot getreten. Ich hab dem Leutnant, der damals noch ein junger Fähnrich war zu dem wir wenig Vertrauen hatten durchgegeben er solle sich die Sache von einem Felsvorsprung ansehen.“ Nun stockte Hannes auch, doch Leutnant Gruber fuhr fort. „Ich habe mir das Maschinengewehr geschnappt und einen Ladeschützen bedeutet mich zu begleiten.“ Nach kurzer Pause fuhr er fort. „Das Maschinengewehr habe ich eigentlich nur mitgenommen um nicht alleine gehen zu müssen. Doch das war letztlich doch unser Glück. Ungesehen erreichten wir eine Felsnase hinter der wir das Tal einsehen konnten. Ich sah durch das Fernglas jede Menge tote Gebirgsjäger. Auf der Suche nach mordenden Franzosen, sah ich jedoch etwas für uns viel Gefährlicheres. Die Franzosen waren dabei eine Telefonleitung auf eine etwa einen halben Kilometer entfernte Kuppe zu legen. Von dort war auch die Hochfläche auf der die Menge unserer Truppen Zuflucht gesucht hatten zu sehen. Ein Beobachter konnte von dort durch Leitung der Schiffsartillerie alle unsere Einheiten vernichten. Kurz entschlossen brachte ich das MG in Stellung um die Franzosen von dort zu vertreiben. Das gelang auch vorerst. Da wir keine Leuchtspurmunition verwendeten hatten sie vorerst keine Ahnung woher das Feuer kam. Sie beharkten das ganze Tal mit Maschinengewehr Feuer. Dann machten sie den nächsten Versuch auf den Hügel zu kommen. Das konnte ich wieder verhindern doch nun wussten sie wo wir waren. Wir erhielten kräftiges MG Feuer. Einige unsere Kameraden die auf dem Absatz ungeschützt lagen wurden Opfer des Feuers. Einige hatten Glück hinter Felsbrocken in Deckung gehen zu können. Dann griff Hannes ein. Hannes erzähl doch weiter.“ Hannes trank sein Glas Wein aus, dann füllte er die Gläser nach und sprach wieder mit seinen nicht mehr vorhandenen Zehen. Ich hatte mich in eine Spalte gezwängt um ein Blick in das Tal werfen zu können. Dann hab ich gesehen woher das Maschinengewehr Feuer kam. Über das Telefon hab ich die Granatwerfer gebeten auf das MG zu schießen. Zuerst lagen unsere Granaten weit weg, doch ich konnte die Einschläge gut beobachten und melden. Bald lag das Feuer deckend und das MG wurde zerstört. Ich war glücklich, dass meine Kameraden nun halbwegs in Sicherheit waren. Vom Tal her wurde natürlich heftig geschossen doch von ihren Positionen konnten die Franzosen keinen Schaden anrichten.“ Hannes zündete sich eine neue Zigarette an. „Dann gab es einige riesige Explosionen. Mir blieb von dem Druck fast die Luft weg. Das war Schiffsartillerie. Ganz schwere Koffer waren das. Ich muss sagen von der Weite her lagen sie eigentlich ganz gut aber von der Seite Gott sei Dank waren sie falsch. Sie trafen voll in die Franzosen. Daraufhin schwieg die Schiffsartillerie. Immer wieder haben sie versucht an Höhe zu gewinnen. Ich hatte den Dreh nun ganz gut heraus und konnte die Granatwerfer gut einweisen. Zusammen mit dem MG des Herrn Leutnant konnten wir uns behaupten. Nur die fallenden Temperaturen und der Wind setzen uns zu.“ Gruber schenkte Hannes nach. Bei einer weiteren Zigarette erzählte er weiter. Einen Kameraden, der Leutnant Gruber Munition brachte hat ein Scharfschütze erwischt. Wir waren an den Boden gefesselt, bei immer mehr fallenden Temperaturen. Da hat es meine Zehen wohl erwischt. Ich musste mich mit den Füßen abstützen deshalb konnte ich mich in dem engen Spalt nicht bewegen. Wenn Scharfschützen zu Gange sind ist schon die kleinste Bewegung tödlich. Erst bei Einbruch der Dunkelheit konnten die Kameraden von der Kante der Hochfläche eingreifen und uns bergen.“ Hannes zeigte nun deutlich dass sein Bericht nun endgültig zu Ende war. Während sie den Wein, ein sehr guter roter Italiener übrigens, austranken wollte Uwe wissen wie Leutnant Gruber seinen kleinen Finger an der rechten Hand verloren hatte. Mit säuerlicher Miene erwiderte Gruber. „Ganz einfach. Ich musste das MG am Felsen abstützen. Da ist halt der kleine Finger erfroren. Sonst hab ich Glück gehabt. Nach Narvik kam ich mit so läppischen Offiziersstiefeln. Die lösten sich im Schnee an den ersten Tagen auf. Ich habe dann aus dem norwegischen Arsenal Schuhe organisiert. Nur gab es sie nicht in meiner Größe. Mit zwei Paar Socken passten sie dann. Das hat mir die Zehen gerettet. Das norwegische Schuhwerk war im Gegensatz zu unserem wirklich wasserdicht. So ist mir wenig passiert.“ Hannes warf ein. „Der Herr Leutnant hat die zwei Kugeln im Rücken doch ganz vergessen.“ „Das waren nur Streifschüssen, einfache Fleischwunden die gut ausgeheilt sind.“ Hannes „Na ja hat ordentlich geblutet. Nachdem unsere Kameraden von der Hochfläche uns geborgen hatten, wir waren alle mehr oder weniger bedient, hat der Sani unseren Leutnant eine Spritze gegen die Schmerzen gegeben. Dann war er weg. Ist erst nach zwei Tagen im Lazarett aufgewacht. Er hat sich sehr gewundert wieder in Narvik zu sein. Denn in der Nacht sind die Franzosen und Engländer alle verschwunden. Am Morgen, da war der Hafen leer und alle fremden Soldaten verschwunden. Dann sind wir wieder nach Narvik zurück. Ich mach jetzt noch den Abwasch. Gute Nacht.“ Hannes sammelte die Gläser ein und die Anderen halfen ihm die Sachen in die Küche zu tragen.
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