Michael Aulfinger - Möllner Zeiten

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"Möllner Zeiten" ist ein unterhaltsamer historischer Roman über die Möllner Stadtgeschichte (Schleswig-Holstein) vom Ende des 12. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Geschichte einer fiktiven Familie zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. In 28 Kapiteln werden dabei wahre Ereignisse thematisiert, die von Kriegen, die Abhängigkeit von Lübeck, Stadtbelagerungen, Stadtbrände, Epidemien, Scharfrichtern, Hexenprozeßen, der Tod des Till Eulenspiegels und anderen interessanten Geschichten handeln. Auch die Liebe findet ihren Platz sowie die alltäglichen Sorgen und das Leben der jeweiligen Zeit. Es ist ein kurzatmiger Roman, der Spaß beim Lesen bereitet.
In sechs Jahren intensivster Recherche in den Archiven ist dabei ein außergewöhnliches und interessantes Buch entstanden. Die Möllner Stadtgeschichte wird äußerst lebhaft widergespiegelt.
Nicht nur für Möllner geeignet, sondern für alle, die sich für historische Romane und das Mittelalter interessieren.

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Endlich war es soweit, und die Verhandlungen waren am Abend des 20. August 1321 zu einem friedlichen Abschluss gekommen. Keiner konnte direkt als Verlierer bezeichnet werden. Jedem wurde das zugesagt, worum es ihm in erster Linie gegangen war.

In der Urkunde, bei deren Unterzeichnung alle Versammelten als Zeugen gegenwärtig waren, standen folgende Ergebnisse fest:

Der Stadt Molne wurden ihre Recht und Freiheiten des lübschen Rechtes erneut bestätigt. Vor allem aber binnen der stat, vnde buten der stat, eris lubischen rechtis to brukende vrigliken. Die Herzöge und der Graf hatten eingesehen, dass eine blühende Handelsstadt Molne für ihre Interessen wertvoller war, als eine Stadt am herzoglichen Gängelband.

Als Gegenleistung verpflichteten sich die Bürger der Stadt dazu, den Herzögen freien Zutritt zu gewähren, und den Herzog, Elisabeth und ihren Sohn samt ihres Gefolges auf deren Verlangen sofort in die Stadt zu lassen. In der Urkunde stand es dat de Borgere us un unsen rechten Erven scholen de Stadt un Slot ewiglieken thor Hand holden uppe all de lewit un schall use open Slot wesen tho allen Tyden.

Zwischen der herzoglichen Familie kam es noch zu einer Neuverteilung des Herzogtums Sachsen-Lauenburg. Dem Herzog Johann II. wurden die Kirchspiele Bergedorf, Curslack, Altengamme und Geesthacht zugewiesen. So entstand die Bergedorf-Möllner Linie.

Auch Erich konnte zufrieden sein. Er behielt den Löwenanteil des Herzogtums, und führte von nun an die Ratzeburg-Lauenburger Linie an.

Nach der Unterzeichnung vor so vielen Zeugen wurde die werborch von Graf Gerhard III. in Richtung Holstein-Reinoldsburg verlassen. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass er noch einmal beim Geschick der Molner Stadt ein Wort mitzureden haben würde. Herzog Erich reiste auch wieder ab, und Elisabeth konnte endlich mit ihrem Sohn in ihr Slot in der Hauptstraße einziehen. Dieses Schloss innerhalb der Stadtmauer war keineswegs eine festungsähnliche Burg. Mit diesem Slot, oder auch woninghe genannten Gebäude war nichts anderes als ein schließbares gesichertes Haus inmitten der Stadt gemeint.

In der Stadt waren alle zufrieden. Nur wenige Bürger waren den Angriffen zum Opfer gefallen. Am meisten hatte der Handel mit Salz und mit den umliegenden Bauern gelitten. Nun kehrte wieder Normalität ein.

Die Belagerung war noch gut überstanden worden. Man hatte der martialischen Kraft stand­halten können. Nun konnte die Stadt im Konzert der Großen mitspielen. Ein gewisser Stolz war wegen des guten Ausgangs in fast allen Gesichtern abzulesen. Bei einem Bürger aller­dings weniger, denn Colberch lebte seit dem Tod seiner Frau zurückgezogen und ließ sich nicht mehr sehen.

Ein einziges Mal betrat er noch das theatrum.

„Ich trete von meinem Amt als Ratsherr und Hospitalvorsteher zurück.“

Der Bürgermeister und die Ratsmitglieder nahmen den Rücktritt an, und sogleich wurde ihm sein rotes Kissen ausgehändigt. Es war im Rat üblich, dass ein neuernannter Ratsherr ein Kissen für seinen Stuhl in das theatrum schickte. Dies war als Geste für die Inbesitznahme des Ratsstuhles und sogleich des Ratsamtes anzusehen. Wenn sich in seiner Amtszeit der Ratmann bei groben Pflichtverletzungen oder sträflichem Lebenswandel wie zum Beispiel Ehebruch erwischen ließ, so erhielt er sein Kissen zurück. Durch diesen Akt war die Absetzung vollzogen. Colberch hatte sich keiner Amtsverletzungen schuldig gemacht, doch fand er nicht mehr die Kraft, sein Amt zum Wohle der Stadt auszuüben. Daher hatte er von sich aus darum gebeten, sein Kissen ausgehändigt zu bekommen. Dies geschah unter bedauernden Kommentaren seiner Ratsbrüder, denn er war stets angesehen gewesen.

Ein klirrend kalter Tag war der Tag der Petri-Stuhlfeier am 22. Februar des folgenden Jahres. Es stand die Wahl des neuen Rates an. Viele neue Namen gab es im Vergleich zum alten Rat. Der Rat setzte sich von nun an aus Brand, Emeke Soltvedele, Johannes Wigheschen, Henneke de Bruteno, Johannes Trammo aus Smylowe, Thiderikus Petzeke Thiderikus Rubeke und Henrikus Sebeneke zusammen. Von den Bürgern der Stadt waren auch ein neuer wort­haltender Bürgermeister und sein zweiter Bürgermeister gewählt worden. Denn Johannes de Belendorpe war unverhofft verstorben, und Johannes de Gradu stellte sich nicht mehr zur Verfügung, nach den unseligen Ereignissen im vergangenem Sommer.

Bald war Ersatz gefunden in Hermann Dusekop als erstem, und Gottfried de Krempe als zweitem Bürgermeister.

Nach der Petri-Stuhlfeier kehrte in das handelsstarke Städtchen wieder Normalität ein. Die Einnahmeverluste waren nach einigen Monaten wieder ausgeglichen. Die Ruhe erfreute alle. Aber nicht für lange, denn bald wurde die Stadt wieder Spielball der mächtigen Fürsten, diesmal aber ohne ein Verschulden Molnes.

Es begann, als am 22. April der siebenundvierzigjährige Herzog Johann II. von Sachsen- Lauenburg ein Opfer seiner angegriffenen Gesundheit wurde. Daraufhin wurde sein Sohn Albrecht IV. neuer Landesherr.

Er ließ sich augenblicklich über den Zustand seiner Staatskasse berichten. Es gefiel ihm gar nicht, dass sie gähnend leer war. Infolge dessen ritt er zur Reinoldsburg und bat seinen Onkel Gerhard um einen Betrag von 6000 Pfund löthigen Silbers. Dies war die Summe seiner Schuld, die es zu tilgen galt. Auch wenn er innerhalb der Familie Geld verlieh, so ließ sich Gerhard auf kein großes Risiko ein. Er forderte Sicherheiten. Diese konnte Albrecht IV. dem Onkel aber nur geben, wenn er seine Besitztümer verpfändete. Dafür überschrieb er Gerhard III. die Stadt Molne, das Slot, daselbst und alle Schlösser, Burgen und Herrschaft, welche er habe und ihm gehöre, seinem Onkel, dem Grafen Gerhard III von Holstein.

Damit war Albrecht erst einmal wieder flüssig, und er konnte seinen Hofstaat aufrecht­erhalten. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Wiedereinführung eines landesherrlichen Vogtes in der Stadt Molne . Dessen Name lautete Stowphenberch.

Der Rat und die Bürger Molnes waren darüber keineswegs erfreut. Wegen der Verpfändung änderte sich jedoch nicht viel. Gerhard hielt sich verdeckt im Hintergrund. Er hatte gelernt, dass eine handelsstarke Stadt für ihn nur Vorteile brachte. Denn auch sein Säckel füllte sich durch die Betriebsamkeit. Dadurch versüßt, vergaß Gerhard die Schmach in der werborch, als die Stadt seiner Belagerung tapfer getrotzt hatte. So ließ er Molne in Ruhe.

Diese Zeit war aber auch nach einigen Jahren beendet. Albrecht IV. hatte die 6000 Pfund gespart und konnte die Stadt wieder einlösen. So war Molne 1329 wieder in seinem Herrschaftsbereich eingegliedert.

Hermann Dusekop und Gottfried de Krempe warteten vor der woninghe der Herzöge. Sie waren zu dieser Tagesstunde herbestellt worden. Die Diener öffneten ihnen und ließen sie zum Herzog vor. Herzog Albrecht IV. und seine Mutter warteten bereits. Nach den formalen Ehrerbietungen zeigte der Herzog auf den verzierten Tisch aus Eichenholz, der an der Seite des Saales stand. Auf ihm befand sich nur eine ausgebreitete Urkunde, die noch nicht mit heißem Wachs gesiegelt worden war.

„Bürgermeister Dusekop, dort seht ihr die Urkunde. Lest sie Euch noch einmal durch, bevor ich sie siegeln lasse.“

Dusekop nahm die Urkunde auf und las den Text aufmerksam durch. Seine Zufriedenheit versuchte er beim Lesen mit einem neutralen Blick zu verstecken. Der Herzog selber war nicht so glücklich über diesen Handel, weil er dadurch seine Schwäche gegenüber der Stadt eingestehen musste. Er ließ sich anhand der Urkunde in seinem Lande durch die Stadt in seinen Rechten beschneiden. Dennoch war in der Urkunde alles so verzeichnet, wie der Bürgermeister und der Herzog es ausgehandelt hatten.

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