Michael Aulfinger - Möllner Zeiten

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"Möllner Zeiten" ist ein unterhaltsamer historischer Roman über die Möllner Stadtgeschichte (Schleswig-Holstein) vom Ende des 12. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Geschichte einer fiktiven Familie zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. In 28 Kapiteln werden dabei wahre Ereignisse thematisiert, die von Kriegen, die Abhängigkeit von Lübeck, Stadtbelagerungen, Stadtbrände, Epidemien, Scharfrichtern, Hexenprozeßen, der Tod des Till Eulenspiegels und anderen interessanten Geschichten handeln. Auch die Liebe findet ihren Platz sowie die alltäglichen Sorgen und das Leben der jeweiligen Zeit. Es ist ein kurzatmiger Roman, der Spaß beim Lesen bereitet.
In sechs Jahren intensivster Recherche in den Archiven ist dabei ein außergewöhnliches und interessantes Buch entstanden. Die Möllner Stadtgeschichte wird äußerst lebhaft widergespiegelt.
Nicht nur für Möllner geeignet, sondern für alle, die sich für historische Romane und das Mittelalter interessieren.

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Jetzt stand er plötzlich wieder in seinem Leben. Aber nicht mehr lange.

Einerseits war er froh, dass unter dieser Geschichte nun ein Schlussstrich gezogen war. Doch andererseits konnte er sich nicht freuen, da er eine nicht genaue definierbare Art der Furcht empfand. Als wolle sie ihm sagen, dass es noch nicht vorbei sei.

Unsinn, sagte er sich, um sich zu beruhigen. Am nächsten Morgen wollte er dabei sein, wenn sie den Räuber am Strick baumelnd emporheben würden.

In der Nacht konnte er schlecht schlafen. Er wälzte sich von einer Seite auf die andere. Unruhig lag er da und lauschte den Geräuschen der Nacht. Der Nachtwächter war schon vor langer Zeit durch die Seestrate gegangen und hatte die Stunde der Mitternacht ausgerufen, als er ein Geräusch hörte. Plötzlich war er wach und schnellte hoch. Ein Griff nach seinem Schwert, welches neben seinem Nachtlager bereitlag, war Sache eines Augenblicks.

Oh, wie beruhigte ihn der kalte Stahl, als er in seiner Hand lag. Er ging vorsichtigen Schrittes zur Haustür, die zur Seestrate führte, und stellte sich neben ihr hin. Da war wieder das Geräusch. Jemand machte sich an seiner Tür zu schaffen. Er vernahm ein Kratzen.

„Miau.“

„Verfluchte Katzen,“ entfuhr es ihm.

Die Anspannung fiel von ihm ab. Kopfschüttelnd ging er zu seinem Bett zurück. Er machte sich nur selbst verrückt. Es war diese leere Drohung von Zwentepolch gewesen, die sich unbemerkt wie ein Gift in seinen Körper eingeschlichen und verbreitet hatte.

Ich verachte dich und werde dich töten, sobald ich Gelegenheit dazu finde. Leere Phrasen, beruhigte er sich. Morgen wird er tot sein, und alles wird seinen geregelten Gang gehen.

Er legte sein Schwert wieder an seinen Platz, als er wieder ein Geräusch vernahm. Diesmal aber von der Rückseite des Hauses, die dem Mulner See zugewandt war. Das Stück Land bis zum See war sein Garten, und auf beiden Seiten von der Nachbarschaft her zugänglich. Da hörte er es wieder. Vom Garten her machte sich jemand an der rückseitigen Tür zu schaffen. Wieder eine Katze.

Das war sein erster Gedanke. Aber dann fiel ihm auf, dass es sich diesmal anders anhörte. Er nahm wieder sein Schwert in die Hand. Langsam ging er auf nackten Sohlen zur Hintertür. Dort verharrte er und lauschte. Irrte er sich, oder vernahm er hinter der hölzernen Tür ein Atmen?

Er war sich nicht sicher.

Aber das war auch egal, weil ihm die Entscheidung abgenommen wurde. Mit einem Mal flog die schwache Tür aus den Angeln und fiel krachend neben ihm in die Wohnstube. Er schaute erschrocken heraus und konnte im fahlen Mondlicht eine männliche Gestalt erkennen. Diese Gestalt mit langen Haaren trug ebenfalls ein Schwert in der Hand. Sofort wusste er, wer der Träger war. Zwentepolch.

Er wich zurück, sein Schwert kampfbereit halbhoch erhoben. Zwentepolch hatte seinerseits die Gestalt neben der Tür erkannt, und trat herein. Prabislavs Vorteil war, dass er sich in der Dunkelheit in seinem Haus auskannte. Mit schlafwandlerischer Sicherheit ging er Schritt für Schritt rückwärts. Dabei hielt er immer das Schwert zum Schlage bereit. Sein Schritt führte ihn zur Haustür hin, hinter der sich die Seestraße befand. Dort wähnte er sich sicherer.

Zwentepolch dagegen kannte sich hier nicht aus. Außerdem war er aus der vom Mondlicht erhellten Nacht in die Dunkelheit des Hauses gelangt. Dadurch sah er außer Schwärze rein gar nichts. Ungeschickt stolperte er vorwärts und fiel über das Bett, welches im Raum stand. Längsseits fiel er zu Boden.

Prabislaw nutzte dieses Ungeschick aus und eilte zur Tür, die er schnell öffnete. Mit einem Sprung war er draußen und erwartete Zwentepolch. Bald kam auch dieser und stand ebenfalls im fahlen Mondlicht im ständig aufgewühlten Morast der Seestrate.

„Wache.“

Zwentepolch kam näher und hob gleichzeitig zum finalen Schlag sein Schwert.

„Wache, eilt herbei. Zwentepolch ist hier. Wache. So helft doch!“

Der Schrei „Wache“ eilte durch die gesamte Seestrate. Aber dies alles schien dem Flüchtling nichts auszumachen. Ohne sich von den Leuten, die aufgeschreckt aus ihren Häusern traten, ablenken zu lassen, trat er fünf Schritt vor und hieb mit großer Schlagkraft auf Prabislaw ein.

Dieser war jedoch auf den Schlag vorbereitet, und parierte den Schlag. Metall auf Metall klirrte in der vom Mondlicht erhellten Nacht. Der Schlag war mit solcher Härte ausgeführt, dass die Vibration durch Prabislavs gesamten Körper hindurchging.

Aber er kannte noch Zwentepolchs Kampfstil von früher und wusste, was ihn erwartete. Dem war auch so. Schlag auf Schlag kamen die Schwerthiebe; es war eine Folge jahrelanger Übung Zwentepolchs. Tapfer parierte Prabislaw jeden einzelnen von ihnen, bis die gleichmäßige Schlagfolge abrupt abriss.

Er sah unerwartet den dunklen Schatten Zwentepolchs auf die Knie niedersinken, sah dessen Schwert mit der Hand in den Dreck fallen. In diesem Moment wusste er, dass er weiterleben konnte. Weiterleben, um Helene sehen zu können.

Aber Zwentepolch war nicht tot.

Durch den Lärm und die Rufe alarmiert, waren die Fronknechte und Nachtwächter herbei­geeilt. Seit den Anfängen der Stadt galt für die Borger eine Wachtpflicht. Für diese Nacht waren die Brüder Hinrik und Nikolaus Smylowe abgestellt twe wachte, zwei Wächter , zu stellen. Sie waren auf ihrem Rundgang durch die Seestrate gewesen, als sie der Hilferuf ereilte. Eifrig, wie die zwei jungen Männer waren, liefen sie durch die dunkle Straße, als sie die Umrisse eines Mannes mit langen Haaren erkannten. Intelligent wie sie waren schlossen sie sogleich richtig, dass es sich um Zwentepolch handeln müsse. Hinrik reagierte gleich, indem er seine Lanze hob und warf.

Seine Lanze traf von hinten in Zwentepolchs rechtes Bein. Zwentepolch war auf die Knie gesunken. Dann folgte ein einzelner präziser Schwerthieb, von Nikolaus geführt, der Zwentepolchs erhobene rechte Hand sauber abtrennte. Kampfunfähig war Zwentepolch daraufhin zur Seite gekippt. Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag er da und starrte nur auf Prabislaw. Starrte ihn nur hasserfüllt an, während sein Blut ungehindert aus dem Stumpf des Unterarmes in den Morast der Seestrate rann. Kein Schrei des Schmerzes kam derweilen über seine Lippen.

Die Bürger, die aus ihren Häusern herbeigeeilt waren, sahen diesem Spektakel fasziniert zu. Wann wurde ihnen ansonsten in ihrem trostlosen Alltag so eine Abwechslung geboten?

Am nächsten Morgen wurden die Mulner nicht um ein weiteres Schauspiel gebracht. Wann gab es in dieser neuen Stadt denn schon einmal eine Hinrichtung? Zwentepolch war notdürftig behandelt und die Blutung mit dicken Verbänden provisorisch vom Bader gestillt worden. Jedenfalls nur soweit, dass er seine eigene Hinrichtung noch erleben konnte.

Vor der Stadt, auf der Südseite des Werders, war ein Galgen errichtet. Es war der kräftigste Baum ausgesucht worden. Am starken Ast, der nach Süden wuchs, baumelte ein Seil herab, das in einer Schlinge endete, durch die gerade ein Kopf hindurchpasste. Darunter war eine hölzerne Kiste aufgestellt. Zwentepolch wurde auf die Kiste gestellt, die Schlinge um seinen Hals gelegt und daraufhin zugezogen, bis sie eng an seinem Hals anlag.

Der Rychtevoghede stellte sich vor dem Todgeweihten auf. Da die Hinrichtung kurz bevor­stand, las er von einer Rolle jenen Spruch ab, den das Ritual für diesen Anlass vorschrieb.

Da Zwentepolch vom hohen Gerychte verurtheilt, so buytt ich den Radt, sie sollen sein Leben auf der heilgen Erd außlyschen, so er kann erlanghen den Himmel. So Gott wyill. Und dies Gedechtnuß unsrer Stadt bleibt, den großen Herren Gedencken lang, von derlei Synd reine.”

Heinrich war gezwungen, sich peinlichst genau an das vorgeschriebene Prozedere zu halten. Was würde denn geschehen, wenn ihm ein Fehler bei der Hinrichtung unterliefe? Der Schaden wäre immens groß und nicht wieder gutzumachen. So könnte die Seele des Toten nicht in den Himmel aufsteigen, und die Blutschuld wäre nicht von der Stadt genommen. Ewig würde dies Unrecht auf der Stadt lasten, und der Grund für Unglücke und Krankheiten sein. Ein solcher Fluch sollte nicht durch seine Schuld auf die Stadt fallen.

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