Cornelia Nolte - Big Brother 5.0

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"Bitte nicht noch so einen Überwachungsskandal-Roman", stöhnen Sie? Keine Sorge, ich arbeite mich nicht an NSA, Google & Co. ab. Nein, darüber ist die Wissenschaft längst hinaus. Die nächste Stufe der Überwachung beginnt in Ihrem Kopf. Helfen Sie mir, das zu verhindern! Oder haben Sie diesmal auch nichts zu verbergen?

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Das war Karsten ganz recht. In gewissem Sinne war diese Vermutung auch gar nicht falsch, schließlich überwachte er tatsächlich den reibungslosen Ablauf dieser Veranstaltung. Lediglich die Beschränkung auf die Tontechnik traf den Kern der Sache nicht ganz. Unten am Rednerpult würde sein Chef seine – ihre – neue Erfindung vorstellen. Hier oben würde Karsten sie in einem größeren Testlauf bereits zum Einsatz bringen!

Getarnt als futuristische Dekoration waren unzählige kleine Sensoren derart auf das ahnungslose Publikum ausgerichtet, dass jeder einzelne Platz überwacht werden konnte. Bei Karsten auf den Monitoren wurden die Daten dann zusammengeführt, so dass er genau sehen konnte, was die Zuschauer dachten. Über verschiedene Farben, die den grundlegenden Emotionen zugeordnet waren, ließ sich so die Stimmung im Saal ziemlich gut abbilden.

Damit nicht genug: er war in der Lage, seinen Chef per Livestream darüber zu informieren, ob seine Rede bei den Gästen ankam oder nicht. Um darauf reagieren zu können, war der Vortrag so gegliedert, dass die Abschnitte in unterschiedlichen Varianten existierten, das heißt mit anderen Beispielen, anderen Betonungen, anderer Sprachlichkeit. Diese Varianten trugen diversen Emotionen Rechnung, und je nach dem, was im Publikum vorherrschte, konnte die Rede live angepasst werden. War das nicht genial?!? Okay, einen Vortrag in so vielen Versionen zu üben war nicht einfach. Aber hey, wenn man hinterher direkter und schneller sein Ziel erreichte, war es die Mühe doch wert.

Als die ersten Gäste eintrafen, durch die Stuhlreihen schlenderten und sich einen Platz suchten, fuhr sich Karsten immer öfter durch die kurzen, halb nassen Haare. Trotz seiner Nervosität würde er die Sensoren erst aktivieren, wenn die Rede begann, damit kein Hin und Her im Zuschauerraum mehr die Messungen störte. Wenn alle saßen, würden durch den gleichzeitigen Start der Messreihe die Ergebnisse vergleichbar sein und grob konnte jeder Sensor einer konkreten Person zugeordnet werden.

Dies war mit ein Grund für das penible Akkreditierungsverfahren im Vorfeld der Vorführung. Ausgewählte, man konnte fast sagen auserwählte, in jedem Fall aber handverlesene Persönlichkeiten gehörten zu dem exklusiven Publikum. Jeder Gast bekleidete eine von vielen Schlüsselpositionen und repräsentierte eine bestimmte Funktion in der Gesellschaft. Es waren Wirtschaftsbosse anwesend (insbesondere Großunternehmer aus diversen Einzelhandelsbranchen), Wissenschaftler, Politiker und natürlich die Presse. Beim Auswahlverfahren wurde im Verborgenen sorgfältig darauf geachtet, dass die Teilnehmer nicht nur strategisch wichtige Stellen besetzten, sondern sie in der Vergangenheit zudem nicht sehr negativ aufgefallen waren, was ihre Einstellung zu moderner Technik betraf. Ein paar Journalisten fielen zwar in die Kategorie der Skeptiker, aber das war vertretbar und beugte einer extrem positiven Berichterstattung vor, was in der öffentlichen Meinung ohnehin unglaubwürdig erschienen wäre.

Das Scannen der Reaktionen hatte darüber hinaus noch ein weiteren Vorteil; es stellte nämlich ein Radar der Befürworter und Gegner des Projekts dar. Auf diese Weise war es im Nachhinein ohne Probleme möglich, gezielt die Gegner zu bearbeiten, um mittel- bis langfristig ausschließlich positive Beurteilungen des Produkts zu erreichen und damit eine reibungslose Markteinführung. Lobbyeismus war noch nie effizienter...

Langsam dimmte der Lichttechniker das Licht, um den Beginn der Veranstaltung sanft anzukündigen. Karsten atmete tief ein. Die Vorstellung konnte beginnen!

Gleich nachdem Karsten die Sensoren aktiviert und mit einem fachkundigen Blick die Monitore gecheckt hatte, hatte er es gesehen. Ein schwarzer Punkt in Reihe 12, Platz 27. Ein schwarzer Punkt bedeutete keine Daten. Dabei hatte er doch alles zig Mal geprüft, und immer hatte alles einwandfrei funktioniert!

„Verfluchter Mist!“ schimpfte Karsten leise vor sich hin, als er sich erneut daran machte, diesen einen widerspenstigen Sensor zum Laufen zu bringen.

Zuerst startete er den Sensor neu. Gleiches Ergebnis. Er gab den Befehl zum Mitschreiben der Logfiles und rebootete wiederholt. Keine Fehlermeldung. Aber nach wie vor ein schwarzer Punkt! Er gab verschiedene Befehle in die Kommandozeile ein. Der betroffene Sensor reagierte prompt, ließ sich also ansteuern. In der Einzelansicht des Sensors bildeten sich die Veränderungen auf dem Monitor ab. Die Kommunikation der Geräte schien zu funktionieren; die Verkabelung war unangetastet. Stimmte etwas mit den Rezeptoren nicht? Testweise bewegte Karsten den Sensor ein wenig. Wie durch ein Wunder erhielt er ein Signal, als der Sensor in den Einzugsbereich der nächsten Person einschwenkte. Karsten stockte. Unmöglich!

Nachdem er den Test mit weiteren Sensoren wiederholt hatte, kam er zu keinem anderen Schluss, als dass zwar alle Sensoren tadellos ihre Arbeit verrichteten, aber nicht fähig waren, diesen einen Gast dort unten zu „lesen“. Einer von 250. Bei derart komplexen Analysen an sich eine Fehlerquote im Toleranzbereich, nur dass es für diesen Fehler keine logische Erklärung gab. Die menschliche Anatomie war ohne große Abweichungen und den menschlichen Gehirnen lagen alle dieselben biochemischen Prozesse zugrunde, deren sich die Sensoren bedienten. Karsten kam zu keinem anderen Ergebnis, als dass es eigentlich unmöglich war.

Der Fehler bestand zudem nicht in falschen Daten, sondern in schlicht nicht vorhandenen Daten. Das war ein riesiger Unterschied, und ein äußerst fataler noch hinzu. Gab es ein Schlupfloch, sich dem Scannen zu verweigern? Wenn dem so war, hätte dies weitreichende Konsequenzen. Erst recht, wenn der Ausweg einfach herauszufinden sein sollte. Seine Geldgeber würden nicht begeistert sein.

Mit der Kamera über der Leinwand zoomte Karsten in den Zuschauerraum auf den entsprechenden Platz. Es war zwar relativ dunkel, aber die Kameraausstattung war erstklassig, und so konnte er selbst in diesem diffusen Licht das Gesicht des Mannes, der dort saß, klar erkennen. Kein Gesicht, das Karsten bekannt war. Deshalb ließ er die Gesichtserkennungssoftware einen Abgleich mit den Personaldaten des Akkreditierungsverfahrens erstellen. Es gab einen Treffer für Steffen Hartwig, Soziologe. Bei diesem Namen klingelte bei Karsten ebenfalls – nichts. Ein Wissenschaftler, eingestuft als neutrale Person. Wie konnte das sein?

„Wer zum Kuckuck bist Du?“ fragte Karsten irritiert, während er aus dem Fenster hinunter auf jenen Mann in Reihe 12, Platz 27, starrte, der ihm das Rätsel des Tages aufgab.

Auf der Party im Anschluss an die Präsentation war Karsten nicht hundertprozentig zum Feiern zumute. Dabei hätte das sein Augenblick des Triumphs sein sollen! Immer wieder kreisten seine Gedanken um den geheimnisvollen Kerl, der es schaffte, sich dem Scannen zu entziehen. Hin und wieder schweifte sein Blick durch den Saal und klebte an dem Mann, der sich völlig normal gab und vielleicht gar keine Ahnung hatte, was für ein Mysterium er aktuell darstellte.

Wie gerne hätte Karsten den Mann an Ort und Stelle befragt, aber das ging aus zweierlei Gründen nicht. Erstens: Karsten konnte sich nicht in aller Öffentlichkeit mit einem drittklassigen Wissenschaftler abgeben, den niemand kannte, ohne Skepsis und unangenehme Fragen heraufzubeschwören. Viel schwerwiegender war jedoch, zweitens, dass die Gäste von dem Scannen nichts wussten und er mit dem Fremden deshalb nicht darüber sprechen konnte, ohne dieses Geheimnis Preis zu geben. Karsten würde sich gedulden müssen.

Äußerlich ließ er sich seine innere Unruhe nicht anmerken. Pflichtbewusst tingelte er mit seinem Chef durch die Reihen der wichtigen Leute, schüttelte Hände und lächelte sein Siegerlächeln, das den Investoren die Selbstsicherheit gab, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben.

Endlich war auch der letzte Gast freundlich hinauskomplementiert worden, und Karsten konnte sich mit seinem Chef und seinen engsten Vertrauten an die Analyse machen. Es war Karsten sichtlich peinlich, die Hochstimmung seiner Kollegen dämpfen zu müssen, aber um den heißen Brei herumzureden war keine Option. Sie hatten offensichtlich ein Problem, und es galt es zu lösen.

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