Cornelia Nolte - Big Brother 5.0
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Ganz so intelligent waren die Geräte doch noch nicht. Sonst hätte mir die Uhr eher ein langsames Lied auf die Ohrstöpsel gelegt. Immerhin gaben sie aber auch kein präventives Beruhigungsmittel ab. Wenigstens das konnte ich gut heißen, damit die Weltbevölkerung nicht den halben Tag wie Zombies durch die Gegend lief. Wobei das sicher nur eine Frage der Zeit war, denn dieses Szenario wäre für die Pharmaindustrie absolut lukrativ. Ich entschied, lieber nicht weiter darüber nachzudenken, und passierte wenige Minuten später die Kasse. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wurden meine Einkäufe erfasst und mit einem Piepen die erfolgte Abbuchung quittiert.
Draußen auf der Straße registrierte meine Hausregelung aus der Kombination Uhrzeit und Standort, dass ich auf dem Heimweg war. So konnte sich die Heizung einen Vorsprung verschaffen, damit meine Wohnung mollig warm war, wenn ich zu Hause eintraf. Selbstverständlich wurde der Energiebedarf zum Erreichen der vorgegebenen Temperatur präzise von meinem aktuellen Standort und der daraus errechneten Dauer bis zu meiner Ankunft kalkuliert. Theoretisch hätte ich das auch per Knopfdruck von unterwegs einstellen können, aber die Mühe musste ich mir nicht machen, da mein Tagesablauf gleichförmig genug war, so dass das Smart Home eine riesige Arbeitsersparnis darstellte.
Ein leichtes Vibrieren am Handgelenk bedeutete mir, eine Mail erhalten zu haben. Mein Kühlschrank trug mir auf, Eier einzukaufen. Das hätte er mal früher melden können! Vielleicht sollte ich ihm doch erlauben, direkt einzukaufen. Allerdings brauchte man dazu ein Depot vor der Wohnung, in das der Lieferservice die Lebensmittel ablegen konnte, das hygienisch genug war und gleichzeitig nicht von Dritten geplündert werden konnte. War mir zu kompliziert. Alternativ könnte ich die Bestellung meines Kühlschranks auch in der Filiale meiner Wahl abholen, aber dann wäre ich dem Rhythmus meines Mobiliars unterworfen. Es sei denn, ich würde Regeln für den Onlineeinkauf aufstellen, die mir eine Synchronisierung mit meinem Tagesablauf erlaubten. Auch das war mir zu aufwändig. D.h. also kein Rührei, zumindest nicht heute.
Im Treppenhaus beleuchteten die Lampen nach einem ausgeklügelten System meinen Weg zur Wohnung im zweiten Stock, wobei die Sensoren die Lampen vor mir ein- und hinter mir wieder ausschalteten. Eine Weile hatte ich ein ähnliches System in meiner Wohnung installiert, aber nach einiger Zeit störte mich das ständige Aus und An dermaßen, dass ich lieber wieder zur manuellen Schaltung überging. Auch wenn die Automatik bei vollen Händen ganz praktisch war, wie ich zugeben muss.
Ich machte mir also eigenständig Licht, räumte meine Sachen in den Kühlschrank und setzte mich auf die Couch. Einen kurzen Moment des Innehaltens gönnte ich mir dann immer, um den Stress des Tages von mir abzuschütteln, wenn ich nach Hause kam. Freunde hatten mit dem Licht im Flur sofort Musik dudeln, ich dagegen brauchte meine Ruhe, ein kleines Ritual zum Ankommen. Erst danach griff ich zur Fernbedienung und schaltete die Nachrichten ein.
Dort hörte ich zum ersten Mal von der neuen Erfindung, deren Prototyp nun zum ersten Mal einer ausgesuchten Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte.
In dem Beitrag wurde der „große Durchbruch“ des ortsansässigen Technologie-Unternehmens gefeiert. Ein neues Gerät, mit dem es nun auf unkomplizierte Weise möglich sein sollte, die Gefühle von Personen zu analysieren und ihnen entsprechend das zu geben, was eine Person zu einem konkreten Moment wirklich braucht. Selbstverständlich, und wie könnte es anders sein, versprach sich der Hersteller eine Revolution des Marktes, insbesondere im Einzelhandel. Inklusive der Sicherung bzw. Schaffung tausender Arbeitsplätze.
Meine Neugier als Wissenschaftler war geweckt und ich beschloss, mir eine Einladung zu der semi-öffentlichen Demonstration der neuen Erfindung zu verschaffen. Zwar war mein Fachgebiet im Bereich Soziologie der geschichts- und gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät nicht die Auswirkung der Technik auf die Gesellschaft, wohl aber die Modelle gesellschaftlichen Zusammenlebens im Allgemeinen, und das greift in gewisser Weise schließlich ineinander. Wenn dieses Gerät tatsächlich Strukturen revolutionieren sollte, beträfe das auch meine Forschungen. Ich hoffte, das wäre Argument genug.
Gleich am nächsten Morgen wollte ich mich um die Teilnahme kümmern. Dass es schwierig werden würde, hätte mir dabei schon beim Aufstehen klar sein können. Ich erwachte nach einer äußerst unruhigen Nacht. Mein Schlaf-Tracker fasste das Offensichtliche zusammen, indem er mir das Verhältnis von Tiefschlafphase zu Wach- und Leichtschlafphasen mit einem roten Warnsignal markierte. Den Daten entsprechend hatte der Tracker dem Wecker erst zum allerletzten Zeitpunkt das Klingeln erlaubt. Normalerweise hätte ich innerhalb einer definierten Zeitspanne geweckt werden sollen, wenn mein Schlafrhythmus ohnehin auf eine Wachphase zusteuert. Nur war das heute nicht möglich, ohne dass ich verschlafen hätte. Der zweite Punkt, weswegen ich mich wie gerädert fühlte.
Ich schlurfte ins Bad unter die Dusche. Um meine Lebensgeister zu wecken, entschied ich mich für die radikale Lösung – kaltes Wasser. Grundsätzlich eine schöne Idee, wenn nicht die Dusche schon gewohnheitsmäßig das Wasser erhitzt hätte. Schicksalsergeben seufzte ich und ließ das warme Wasser sowie den Schaum an mir herunterrinnen, bevor ich länger als sonst das Wasser strömen ließ. Wenn der Wechsel langsam vonstattengeht, ist es mit der Kneippkur zwar nicht so weit her, aber immerhin gab mir das nun kalte Wasser einen Kick. 20 Liter mehr als üblich verbrauchte ich auf diese Art und Weise. Aus Umweltgesichtspunkten reine Verschwendung, aber andererseits sparte ich sonst mit der genau abgemessenen Menge aufbereiteten Wassers. Insofern konnte man das eine Mal vertreten, fand ich.
In der Küche hatte sich meine Kaffeemaschine ebenfalls schon aufgewärmt und war bereit, mich mit dem köstlichen Duft von frisch gebrühtem Kaffee und dem heißen Koffein zu verwöhnen. Ich ließ mir eine Tasse durchlaufen und scrollte mich nebenbei durch den News-Ticker auf meinem Tablet. Der „große Durchbruch“ schien doch eher lokal begrenzt zu sein, da die überregionalen Medien keine Notiz davon nahmen. Lag vielleicht daran, dass es noch nichts zu sehen gab. Ohne Bilder ist die Aufmerksamkeitsspanne der Leser nicht groß genug. Die meisten Klicks haben nun einmal Artikel mit spektakulären Bildern, also warum kostbaren Platz mit wenig lukrativen Nachrichten verschwenden, die sowieso nur wenige lesen? Soviel zur Informationsrelevanz im ehemaligen Qualitätsjournalismus...
Wie gerne wäre ich jetzt mit dem Rad zur Uni gesprintet! Das macht mir immer den Kopf frei und regt meinen Kreislauf an. Ich will zwar nicht wissen, was ein Arzt zum Adrenalinausstoß sagen würde, könnte er mich durch den Stadtverkehr kurven sehen. Für Menschen, die sich zu sehr auf ihre kleinen Helferlein verlassen, wäre es vermutlich Stress pur. Aber ich bin hier aufgewachsen und brauche weder Navi noch Abstandsmesser, automatische Bremsen oder Informationen zur Straßenlage der Autos zwei Blocks weiter. Ich freue mich immer über die verdutzten Gesichter jüngerer Mitbürger, die solch einen Anblick nicht mehr häufig zu sehen bekommen. Außerdem bin ich wesentlich schneller dort, wo ich hin will, und bin auch nicht aufgeschmissen, wenn die Elektronik eine Macke hat. Was nicht selten vorkommt, da inzwischen alles damit vollgestopft ist.
Heute jedenfalls vermeldete meine Uhr eine Regenwahrscheinlichkeit von 75% bei kühlen acht Grad Außentemperatur. Da ich ungern nass auf der Arbeit ankommen wollte, würde ich das Fahrrad zugunsten der U-Bahn stehen lassen. Ganze Menschenströme schoben sich über die Treppen in den Untergrund, viele vorsorglich mit einem Regenschirm bewaffnet. Unwillkürlich musste ich daran denken, dass das von oben wahrscheinlich so aussah, als würden sich Ameisen über die diversen Zugänge in ihren Heimathaufen drängen. Nur dass die Ameisen nicht maschinell weiter transportiert wurden und sicher auch nicht dafür bezahlen mussten. Ein vertrautes Piepen verkündete mir beim Eintritt in die Fahrkartenzone, dass mein Smartphone ein Ticket gelöst hatte. Beziehungsweise den Startpunkt markiert hatte, denn über den endgültigen Kartenpreis würde das System entscheiden, je nach dem, wo ich ausstieg. Während ich darüber nachdachte, wie ich meinen Plan in die Tat umsetzen könnte, quetschte ich mich neben die anderen Pendler in die Bahn.
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