Cornelia Nolte - Big Brother 5.0
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Ganz und gar unspektakulär holte er sein Publikum mit einer kleinen Vorstellung von sich und seiner Firma ab. 56 Jahre war er alt, und 22 davon waren seinem Baby gewidmet: Network Solutions. Begonnen als Start-up, hatte er das Unternehmen mit dem richtigen Näschen fürs Geschäft an die Spitze der deutschen Wirtschaft gebracht. Der Name Network Solutions stand für beständigen Fortschritt und Innovation im Technologie-Zeitalter. Effektiv träumte er den Traum einer Hightech-Welt, in der er mit seinen Erfindungen das Leben aller Menschen verbessert. Als hätte ich das nicht schon hundertmal gehört… Dennoch, der Werdegang war beeindruckend.
Was folgte war die AIDA-Formel in ihrer schönsten Ausprägung. Unsere Aufmerksamkeit hatte er längst, trotzdem lenkte er den Blick auf die Herausforderungen des modernen und hoch-digitalen Lebens, auf den Einzelhandel, je nach dem bedroht oder unterstützt durch Onlineshops, auf den überforderten und zugespammten Kunden. Das Bedürfnis war klar umrissen: Qualität statt Quantität, auf beiden Seiten. Stärkere Kundenbeziehungen durch Vertrauen, besserer, maßgeschneiderter Service. Auch das war kein neues Rezept.
Die Lösung ließ nicht lange auf sich warten: „imachine“. Die Wortschöpfung war als Verschmelzung von „imagine“ und „machine“ wenig kreativ, dafür aber eingängig und lehnte sich an den Klang alter Apple-Zeiten an, auch wenn man aus Vorsicht auf Markenrechte darauf verzichtet hatte, das M in der Mitte groß zu schreiben.
Mit einer Kombination aus Zoom und ultrasensiblen Mini-Messgeräten war es Network Solutions gelungen, bei der Messung von Hirnströmen auf Kontakt und Elektroden verzichten zu können. Man wolle uns nicht mit technischen Details langweilen, (zumal mehr dann ohnehin unter das Betriebsgeheimnis fiele, aber das sagte er natürlich nicht), daher nur soviel: Die Frequenz der Hirnströme ließe sich mit der technischen Ausstattung von Network Solutions aus den Alltagsgeräuschen gut herausfiltern und in den Testreihen den Probanden auch korrekt zuordnen. Somit sei die Zuverlässigkeit der Methode bewiesen und Marktreife erreicht.
Um eine flächendeckende, vernetzte Nutzung zu ermöglichen, sollte es zu der kontaktfreien Anwendung zusätzlich die Option der Einbindung in Datenbrillen geben. Die aktuellen Nachfolger von Google Glas wären dann in der Lage, die Augmented Reality-Angebote oder auch Beacon-Einspielungen der emotionalen Verfassung der Träger anzupassen.
Win-win, wohin man schaute. Das Auditorium war begeistert und honorierte die Darbietung mit Standing Ovations. Versprach dieses Produkt doch vielen unter ihnen neue Absatzmöglichkeiten und damit steigenden Umsatz. Was mich betraf, so würde ich als Verbraucher nur noch das angeboten bekommen, was ich wirklich brauchte. Und wirklich nur das.
Trotzdem blieb ich skeptisch. Ich würde darüber schlafen und mich später mit den Folgen für das gesellschaftliche Gefüge im Allgemeinen und dem einzelnen Menschen im Speziellen auseinandersetzen. Schließlich war ich auch in meiner Funktion als Wissenschaftler hier und schuldete meinem Chef ein Paper zur Veröffentlichung in den Fachzeitschriften, wenn mein Ausflug hierher als Arbeitszeit durchgehen sollte.
Was ich noch nicht wusste, war, dass ich schon zu diesem Zeitpunkt die Führungsriege des Produktmanagements in helle Aufregung versetzt hatte und mich von nun an in ihrem Fadenkreuz befand. Absolut ahnungslos und unbekümmert setzte ich daher die nächsten Tage mein Leben fort.
3
Der große Tag war gekommen, auch für Dr. Karsten Reinheimer, Leiter der Entwicklungsabteilungen von Network Solutions. Seit sieben Jahren arbeitete er auf diesen Moment hin, und deshalb musste er perfekt sein.
Schon während seines Studiums hatte ihn die Neuroinformatik fasziniert und ihm war klar, dass für ihn kein anderes Forschungsgebiet in Frage kam. Nach seiner Promotion stellte sich allerdings schnell die Ernüchterung über die Mittel und die Prozesse an der Universität ein. Mehrfach hatte er bei den Professoren seines Fachbereichs, in den zuständigen Ausschüssen, ja sogar bei der präsidialen Leitung selbst für seine Vision geworben. Regelrecht gebettelt, um genau zu sein. Welche Erniedrigung. Er ballte die Faust. Er wurde noch immer wütend, wenn er daran dachte.
Unermüdlich hatte er seine Beweggründe skizziert, Paper und sonstige Unterlagen vorgelegt, die man von ihm verlangt hatte, getrieben von der Hoffnung, dass es diesmal endlich angenommen werden würde. Aber sie hatten ihn zum Narren gehalten. Also hatte er sich der Wirtschaft verschrieben, die wesentlich mehr Interesse an seinen Ideen zeigte. Und um es nicht zu verachten: wesentlich mehr zahlte!
Die Network Solutions AG hatte schon damals eine beeindruckende Firmengeschichte vorzuweisen. Ihren Führungsanspruch eines modernen, innovativen Technologie-Unternehmens untermauerte sie mit einer Reihe von Erfindungen, die als Vorreiter neuer Produktkategorien galten und neue Maßstäbe in ganzen Branchen setzten. Als derartiges Schwergewicht hatte sie Zugang zu quasi unerschöpflichen Geldquellen, sofern es einem gelang, die Investoren zu überzeugen. Meistens genügte allerdings bereits der gute Name und die Versicherung des Geschäftsführers, dass er an ein Projekt glaubte.
Das Wichtigste war aber, dass Network Solutions Karstens Vision sehr ernst nahm und äußerst großzügig seine Arbeiten honorierte. In einem Stadium, das andere sicher belächelt hätten, verstand der Geschäftsführer das Potenzial hinter den nüchternen Fakten des Vortrags und war bereit, in das Projekt zu investieren. Schnell zeichnete sich ab, wo die Reise hingehen könnte, wenn sich aus der Idee ein kommerzielles Produkt entwickeln ließe, und die Tragweite warf selbst Karsten um. Diese Art unternehmerischen Denkens war ihm damals noch fremd, aber er begriff sehr gut, dass er in dieser Firma richtig war.
Nach und nach hatte Karsten Erfolge mit seinen Milestones erzielt und darüber hinaus auch dazu beigetragen, anderen Projekten zum Durchbruch zu verhelfen. Was sollte er sagen, er war halt brillant! So kam es, dass er nebenbei die Karriereleiter hinaufkletterte, ohne dabei sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Selbst wenn er kaum noch Zeit hatte, persönlich an seinem Lieblingsprojekt zu arbeiten, hielt er sich dennoch auf dem Laufenden und genoss es, hier und da einmal mit den Technikern über kleinere Herausforderungen zu diskutieren. Sein Rat war gerne gehört und inzwischen waren auch alle Hindernisse dieses so speziellen Projekts ausgeräumt.
Heute also würde er es ihnen allen beweisen. Sicher, es war noch nicht die große Öffentlichkeit, aber es war ein Anfang. Still grinste er in sich hinein, als er sich die staunenden Gesichter der alten Herren seiner ehemaligen, feinen Universität vorstellte, ihre weit aufgerissenen Augen und die aufgeklappten Münder. Geschah ihnen recht, diesen heuchlerischen Taugenichtsen!
Noch einmal prüfte er die Verkabelung seines „Babys“, ging die Sensoren durch, die ihm einzeln grüne Lichtchen erleuchten ließen, sprach per Funk mit den Mitarbeitern im Saal. Ein paar Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn, die er sich mit einem Taschentuch abwischte. Himmel, war er auf einmal nervös! Sehnsüchtig hatte er auf diesen Tag gewartet, und jetzt war er kurz davor, es sich selbst zu vermasseln. Er rüttelte an seinem Krawattenknoten, ohne ihn wirklich zu lockern. Vielleicht ginge es doch ohne Krawatte?
Oder war es die Hitze in dem kleinen Regieraum? Vollgestopft mit Elektronik, leise schnurrenden Computern und aneinandergereihten Monitoren war dieses Kabuff prädestiniert für schlechte, abgestandene Luft. Dass noch niemand über die Kabel gefallen war, glich einem Wunder. Der einzige Grund, warum ihm dieser Raum von Anfang an gefallen hatte, war seine Lage. Wie in einem Regieraum im Theater ließ sich von hier das komplette Auditorium überblicken, da sich der Raum auf einer höheren Etage befand und Fenster eingelassen waren. Diese gestatteten zudem direkten Sichtkontakt zum Podium. Von unten, von den Zuschauerrängen, konnte man dagegen nur gesehen werden, wenn sich die Gäste die Hälse verrenkten. Und selbst wenn die Gäste das täten, würden sie doch nur den Tontechniker hinter dem Glas vermuten.
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