Cornelia Nolte - Big Brother 5.0
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Alles in allem ein mauer Start in den Tag.
Endlich im Büro überflog ich meine Post, sowohl die elektronische als auch jene auf Papier. Ja, die gab es immer noch, auch wenn sie immer weniger wurde und ihr Untergang schon oft prognostiziert wurde. Nun ja, die Mühlen einer Behörde mahlen ohnehin langsamer. Aber ein hippes, junges Unternehmen konnte mit Sicherheit bereits ohne Papier auskommen. Ich hatte Studien dazu gelesen, aber das ist ein anderes Thema und ich hatte Wichtigeres zu tun, als mich ablenken zu lassen.
Zunächst suchte ich im Internet nach passenden Artikeln und dem Nachrichtenbeitrag, in der Hoffnung, dort vielleicht weitere Informationen oder Kontaktdaten zu finden. Allerdings beschränkte sich das Suchergebnis auf den Sender, der den Beitrag in dem Abendmagazin verbreitet hatte, und das Video war für Nicht-Abonnenten mit einer Bezahlschranke versehen. Da ich davon ausging, hier keine Zusatzinformationen zu erhalten, sparte ich mir das und verlegte meine Suche auf den Hersteller und das Produkt im Allgemeinen.
Auf seiner Website hielt sich der Hersteller erstaunlich bedeckt. Ich hätte eine offensivere Werbung für das neue Produkt erwartet, aber dazu war nichts weiter zu finden. Lediglich auf der News-Seite war ein Verweis auf den Nachrichtenbeitrag zu finden. So erfuhr ich aber nebenbei, dass es sich um ein etabliertes Hightech-Unternehmen handelte, das für seine Produkte bereits mehrfach Innovationspreise gewonnen hatte und offensichtlich in Geld schwamm. Jedenfalls war es finanzstark genug, um kostspielige Forschung zu betreiben. Andererseits muss der Erfolg irgendwo begründet sein, nicht wahr?
Prinzipiell half mir das aber auch nicht weiter, schließlich gab es keinerlei Hinweise auf die Produktvorstellung, zu der ich unbedingt wollte. Also griff ich zum guten alten Telefon.
Mir blieb nichts anderes übrig, als zuerst den allgemeinen Kontakt anzurufen. Die freundliche Dame am anderen Ende der Leitung hörte sich meine Anfrage an und verband mich in die Pressestelle. Nach wie vor freundlich, aber bestimmt, musste ich ausführlich erklären, wie ich dazu kam, mich für diese Veranstaltung zu interessieren und darüber hinaus die Frechheit zu besitzen, mich selbst einladen zu wollen (auch wenn sie es höflicher ausdrückte, sagte sie mir genau das).
Irgendwie schien Frechheit aber zu siegen, denn sie leitete mich in das Eventmanagement weiter. Während ich in der Warteschleife flotter instrumenteller Musik lauschte, rutschte ich auf meinem Stuhl unbequem hin und her. Ich fühlte mich wie in einem Bewerbungsgespräch, bei dem man merkt, dass die Chemie überhaupt nicht stimmt, man aber mit wachsender Verzweiflung den idealen Kandidaten spielt, weil man den Job unbedingt braucht. Was üblicherweise kein gutes Ende nimmt.
Als das Gespräch angenommen wurde, hatte ich eine Frau dran, die den Namen „Manager“ wirklich verdient. Resolut, aber lösungsorientiert. Und wie alle Manager hellhörig bei Hierarchien. Ich betonte meine Position als Wissenschaftler am Lehrstuhl, überhöhte die Bedeutung unserer Forschung und reizte die Grenzen dessen aus, was mein Chef bestätigen würde, sollte jemand bei ihm nachfragen. Die Managerin notierte sich meinen Namen und meine Kontaktdaten. Sie versprach alles zu prüfen und wieder auf mich zuzukommen.
Es dauerte zwei volle Tage, bis ich die Rückmeldung erhielt, dass man grundsätzlich nicht abgeneigt wäre, mich einzuladen. Allerdings gelten unter dem Siegel des Betriebsgeheimnisses verschärfte Regeln. Innovation sei das kostbarste Unternehmensgut (d.h. teuer) und als solches bedürfe es besonderer Schutzmaßnahmen (d.h. Bedingungen), um bei der Veranstaltung die Wahrung des geistigen Eigentums sicherzustellen (d.h. wir trauen Dir nicht). Ich müsse daher die Erlaubnis zu einem Backgroundcheck meiner Person geben, inklusive eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses, sonst sei man leider schon aus formalen Gründen gezwungen, von einer Einladung abzusehen.
Langsam ungeduldig, war ich zum einen enttäuscht, dass ich noch nicht am Ziel war. Zum anderen war ich fassungslos ob des Umfangs der geforderten Daten. Aber ich hatte ja „nichts zu verbergen“, die Standardausflucht des normalen Bürgers, wenn er sich nicht tiefer mit der Abwägung zwischen Sicherheit und Freiheit und der Implikation für Datenschutz auseinandersetzen will.
Ich ließ mich darauf ein. Im Grunde mein Fehler Nummer eins.
Vierzehn Arbeitstage später sowie nach etlichen Formularen, Stempeln und Prüfungen war es dann soweit: ich hielt meine Einladung in den Händen. Geschafft! Solch harte Arbeit für eine Eintrittskarte zu einer Werbeveranstaltung. Man sollte meinen, der Firma wäre mehr an Publicity für ein neues Produkt gelegen als es mit diesen Hürden den Anschein machte. Trotzdem war ich gespannt und fieberte der Vorführung entgegen, erst recht nach meiner kleinen Odyssee. Irgendwie fühlte es sich auch sehr elitär an, als einer der wenigen Auserwählten dieser exklusiven Show beiwohnen zu können. Nächste Woche sollte es soweit sein. Bis dahin wollte ich mich noch ein wenig vorbereiten.
Wussten Sie, dass die Forschung von „Gehirn-zu-Maschine-Schnittstellen“, wie der Fachausdruck lautet, ihren Ursprung in der klinischen Behandlung von gelähmten Personen hatte, nun aber der Innovationstreiber in der Computerspiele-Industrie war? Nein? Ich auch nicht.
Hier die Zwei-Minuten-Geschichtsstunde: Die Anfänge dieser Forschung datieren auf die 1970er Jahre, als die Computertechnik für solche Zwecke anwendungsreif wurde. Ziel war es, durch Unfall oder Krankheit körperlich behinderten Menschen ihre Ausdrucksfähigkeit zurückzugeben. In erster Linie galt das für die Kommunikation, wenn Sprechen, Schreiben, Zeigen nicht möglich war. Ein berühmtes Beispiel dafür war Stephen Hawking, der sich nur noch über seinen Computer mit seiner Umwelt verständigen konnte. Später erfolgte dann auch die Bedienung von Prothesen durch Gehirnströme.
Seit damals hat die Entwicklung dieser Technik die Schublade der medizinischen Assistenz längst verlassen. Erst recht, nachdem zuverlässigere, nicht-invasive Methoden den operativen Einsatz eines Chips oder der Elektroden überflüssig machten. Dieser Schritt öffnete die Tür für die Verwendung an der normalen Bevölkerung. Mit Gedanken einen Computer steuern – wer hat noch nie von Telepathie geträumt, wenn die verflixte Kiste einfach nicht macht, was man will? Naja, diese Art von Verständigungsproblemen wird es sicher weiterhin geben. Und der Computer wird sich auch nicht selbst aus dem Fenster werfen. Aber immerhin müssten keine Mäuse mehr unter unserer Klickwut leiden. Für Computerspiele ist das bereits Realität; das notwendige Zubehör gibt es für die speziell aufbereiteten Spiele überall zu kaufen.
Viel interessanter als der Hausgebrauch sind da die industriellen Anwendungsbereiche, z.B. die Steuerung von Flugzeugen oder anderer Gerätschaften mithilfe der Gedankenübertragung. Anders als bei Computerspielen sind hier die Konsequenzen einer Fehlinterpretation der Befehle natürlich wesentlich schwerwiegender. Deshalb waren die bürokratischen Hürden in Fragen Sicherheit und Kontrolle entsprechend umfangreich. Aber die Vorteile, zum Beispiel dass neben dem Mensch, der die Steuerung bedient, umgekehrt gleichzeitig die Maschine das Konzentrations- und Aufmerksamkeitslevel des Menschen im Blick hat, dürfte bei der Genehmigung eine entscheidende Rolle gespielt haben.
Und selbstverständlich mischt auch – wie könnte es anders sein – das Militär mit. Wer weiß, vielleicht hat die Technik die praktische Testphase bereits erreicht, ohne dass wir Verbraucher davon in Kenntnis gesetzt wurden? Unnötige Panikmache war noch nie ein Ziel dieser Industrie...
Inzwischen ist die Wissenschaft sogar so weit, die Inputkette umzukehren. Das heißt nicht das Gehirn gibt die Befehle, sondern es empfängt sie. Einfache Bewegungsaufforderungen sind dabei das Eine. Das Andere sind komplexere Manipulationen, zum Beispiel Erinnerungen emotional aufzuladen und somit zu verändern. An einem ganzen „Upload“ neuer Gedächtnismuster, die zum Beispiel Wissen oder Fähigkeiten darstellen, wird intensiv gearbeitet.
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