Stephan Franke - Der Kenner stirbt im Frühling

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Wie schon in seinen Kabarettprogrammen «Ruhe sanft!», «Schöner Sterben» und «Nur über Deine Leiche» beschäftigt sich Stephan Franke auch in diesem Buch auf satirische Weise mit dem Thema Tod.
Günther und Helga Schmidter versuchen ihr niederrheinisches Bestattungsinstitut durch unkonventionelle Geschäftsideen wieder auf die Erfolgsspur zu führen. Beflügelt durch ihre ungebremste Experimentierfreude bieten sie ihren Kunden finale Dienstleistungen an, die regelmäßig im Chaos enden. So offerieren sie z.B. für den trend- und modebewussten Leichnam eine letzte Typberatung … weiterlesen "oder entwickeln ganz im Geist unserer Spaßgesellschaft sogenannte Erlebnisbestattungen mit echtem Eventcharakter. Unfreiwillig kommen die Schmidters auf ihren neuen Wege im Bestattungsgewerbe auch in Kontakt mit der Mafia und einer männermordenden Domina, und plötzlich gibt es mehr Tote, als ein rechtschaffener niederrheinischer Bestatter verkraften kann.
Dem Liebhaber des schwarzen Humors und der skurrilen Pointe bietet Der Kenner stirbt im Frühling ein abgründig-lustvolles Lesevergnügen.

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Herr Lampe stellte sich nun im Seminarraum auf ein kleines Podest vor die Teilnehmer und erklärte die nächste Aufgabenstellung:

„Ich möchte Sie nun bitten, ein Rollenspiel vorzubereiten. Überlegen Sie sich bitte, wie Sie einen neuen Kunden oder Gast, der ihr Geschäft zum ersten Mal betritt, mit unkonventionellen Argumenten oder ungewöhnlichen Dienstleistungsangeboten überzeugen können.“

An den zweifelnden Blicken der Teilnehmer erkannte Herr Lampe, dass er die ihm anvertrauten Kleingewerbetreibenden nun offenbar an ihre kreative Grenze geführt hatte. Das war gut so, Grenzerfahrungen stärkten nach Herrn Lampes Meinung die visionären Potenziale. Außerdem gab ihm diese Situation wieder einmal die Möglichkeit unterstützend einzugreifen und seine kreativen Ressourcen unter Beweis zu stellen – die Teilnehmer sollten hier schließlich mit dem guten Gefühl sitzen, dass ihr Coach jeden Euro der stattlichen Kursgebühren wert war.

„Ich will Ihnen helfen und möchte Ihnen ein Beispiel geben“, Herr Lampe wandte sich an Frau Pehlworm, die Inhaberin eines Geschäfts für Bastelbedarf.

„Sie z. B. könnten einen Kunden durch eine ungewöhnliche neue Geschenkverpackung überzeugen. Fällt Ihnen da was ein?“

„Die meisten meiner Kunden kaufen bei mir kein Geschenk, sondern nur für sich selbst“, erwiderte Frau Pehlworm verunsichert.

Der Seminarleiter wurde leicht ungehalten. Diese übergewichtige Basteltante sollte ihm jetzt bloß nicht seinen Auftritt vermasseln.

„Nun seien Sie doch mal nicht so blockiert. Kommen Sie jetzt mal zu mir hoch und überzeugen Sie mich als Kunden durch eine originelle Verpackungsidee.“

Widerwillig und begleitet von einem leichten Schweißausbruch betrat Frau Pehlworm das Podest. Herr Lampe legte sofort rollenspielend los: „Guten Tag, ich suche ein Geschenk für eine Bekannte, etwas Originelles.“

„Ja da könnte ich Ihnen z. B. ein Set Malen nach Zahlen empfehlen. Vielleicht das Einsteigerset Rembrandt oder das Set Picasso für Fortgeschrittene. Zum Picasso gibt’s noch einen Schwanz“, Frau Pehlworm verhaspelte sich, ihre Schweißflecken wuchsen, „ich meine natürlich einen Pinsel mit Schwanz, also einen Pinsel mit Haaren vom Marderschwanz dazu. Gratis.“ „Nein, nein so geht das nicht“, unterbrach Herr Lampe. „Sie müssen den Kunden erstmal durch eine innovative Dienstleistung verblüffen, danach können Sie ihm dann alles verkaufen. Also bitte zuerst die neuartige Verpackung!“ Angeregt durch die holprige Rollenspielvorführung dachte auch Günther Schmidter über eine neue Verpackungsidee nach. Gar nicht so einfach, Särge und Urnen gab es schon in allen möglichen Variationen, da noch etwas Neues zu finden war schwierig. Vielleicht ein stabiles Geschenkpapier? Evtl. je nach Jahreszeit mit unterschiedlichen Dekors: Sommerblumen, Osterhasen, Christbaumkugeln oder auch stimmungsvolle Winterlandschaften. So verpackt müsste sich der Leichnam doch ganz ansprechend aufbahren lassen – oder wie Helga Schmidter immer sagte: „Das Auge trauert mit.“ Wenn der Verstorbene vorher noch mit ein wenig Make-up aufgefrischt würde, käme auch eine Klarsichtfolie in Frage. Die Enden könnte man wie bei einem Blumenstrauß sehr ansprechend mit einer bunten Schleife zusammenbinden. Könnte als Posten Leichenpräsentverpackung im Katalog der Trauerhilfe Abendfrieden aufgeführt werden. Am liebsten würde er Herrn Lampe sofort seine bahnbrechende Verpackungsidee vorstellen, doch nun galt es zunächst, Frau Pehlworms Kreativschub zu lauschen. Auf dem Podest startete eine sichtlich verunsicherte Bastelbedarfsexpertin ihren zweiten Rollenspielversuch: „Ach ja, ein Geschenk für Ihre Bekannte, da haben wir so einiges.“ Der Seminarleiter schaute sie scharf an. „Da kann ich Ihnen gleich mal was zeigen und natürlich kann ich Ihnen das dann auch schön verpacken.“ „Ja, eine originelle Verpackung wäre natürlich toll“, Herr Lampe versuchte Frau Pehlworm zu unterstützen. Mittlerweile war sie jedoch derart blockiert, dass sie ihren Coach nur noch mit großen Augen anstarrte und an Hals und Dekolleté tiefrote Flecken produzierte, die auf Geschenkpapier ein aufregendes Muster abgegeben hätten, so aber nur peinlich wirkten. „Ja wir haben da so einige Verpackungen“, startete Frau Pehlworm einen neuen Anlauf, ihre Bluse wies im Achselbereich handtellergroße Schweißflecken auf, die sich dramatisch ausweiteten. „Was würden Sie mir denn da besonders empfehlen?“ Herr Lampe wurde wieder strenger. „Eine handgetöpferte Geschenktüte.“ In ihrer Verzweiflung fiel Frau Pehlworm nichts Besseres ein. Herr Lampe schaute sie ungläubig an, war letzten Endes aber froh, dass die Basteltante überhaupt irgendeine Idee zustande gebracht hatte und spulte ohne zu zögern wieder seine Positiv-Denken-Masche ab: „Ja Frau Pehlworm, ich denke das war doch schon mal ein super Anfang für ein gewinnbringendes Verkaufsgespräch. Ich muss sagen, Sie hatten das ganz toll drauf, mich als Kunden voll zu begeistern. Am liebsten hätte ich Ihnen Ihren Laden ratzeputz leer gekauft. Ich bitte um einen Applaus für Frau Pehlworm.“ Günther Schmidter konnte den Enthusiasmus des Seminarleiters nicht ganz nachvollziehen. Eine handgetöpferte Geschenktüte schien ihm als Verpackungsmaterial reichlich unpraktisch. Seine Vorbehalte gegenüber keramischen Verpackungen hatten einen ernsten Hintergrund: mindestens einmal pro Monat zerdepperte der reichlich ungeschickte Siggi Senkelbach eine Urne. Einmal sogar samt der ascheförmigen Überreste von Notar Rehbein. Trotz seiner Zweifel beteiligte er sich am allgemeinen Applaus für die erschöpfte Rollenspielerin. Deren nun komplett schweißdurchtränkte Bluse ging in einen transparenten Zustand über und konnte ihre üppigen Brüste deshalb nur noch unvollständig verbergen. Dieser Teil der Vorstellung gefiel Siggi Senkelbach. „Isch würd sagen, da täte ein handjetöpferter BH jetzt jute Dienste“, raunte er lachend in Günther Schmidters Richtung. „So, jetzt haben Sie alle mit eigenen Augen gesehen, wie einfach es ist, einen Kunden durch ein unkonventionelles Verkaufsargument oder ein ungewöhnliches Dienstleistungsangebot in seinen Bann zu ziehen“, Herr Lampe lief erneut zu Hochform auf. Siggi Senkelbach war immer noch von der transparenten Bluse gefangen und bezog deshalb Lampes Ausführungen auf Frau Pehlworms Blusennummer. Obwohl er eigentlich keinen Bezug zu kunsthandwerklichem Schaffen hatte, beschloss er, in den nächsten Tagen mal im Pehlwormschen Bastelgeschäft vorbeizuschauen und sich dort intensiv beraten zu lassen. Unsanft wurde Siggi Senkelbach aus seinen Träumen gerissen, der Seminarleiter klatschte aufmunternd in die Hände und motivierte zur Weiterarbeit: „Ich bin mir sicher, so wie Frau Pehlworm können Sie das alle. Entwickeln Sie jetzt also Ideen, in einer halben Stunde machen wir dann weiter mit den Rollenspielen.“ Günther Schmidter zog sich mit seiner Frau und Siggi Senkelbach an einen kleinen Ecktisch zurück, um zu beratschlagen, wie man das drohende Rollenspiel halbwegs passabel über die Bühne bringen könnte. Es ist eben schon verdammt schwer, sich originelle Verkaufsargumente oder innovative Dienstleistungen auszudenken, wenn man im Bestattungsgewerbe tätig ist. Die Idee mit dem Geschenkpapier fand Günther Schmidter zwar immer noch gut, aber irgendwie noch nicht ausgereift genug. Nach quälend langen Minuten des Nachdenkens entwickelte sich bei Helga Schmidter aus der Erinnerung an eine Typberatung ganz allmählich eine brauchbare Idee: wie viele Bestattergattinnen hatte sie stets das Bedürfnis, dem eher tristen Image, das ihrem Berufsstand anhaftete, einen Gegenpol durch besonders farbenfrohe Kleidung entgegen zu setzen. Um sich konfektionsmäßig noch vorteilhafter zu präsentieren, hatte sie unlängst eine Typberaterin aufgesucht. Nach eingehender Prüfung klassifizierte diese sie als Herbst- bis Wintertyp. Helga Schmidter war entsetzt. Da gab sie eine schöne Stange Geld aus, nur um sich von dieser dummen Kuh solche trüben Jahreszeiten andrehen zu lassen! Doch die Bestatterin war resolute Geschäftsfrau genug, um hier noch nachzuverhandeln und ein besseres Ergebnis rauszuschinden. Nach einigen sehr klaren Worten von Frau Schmidter räumte die Typberaterin ein, dass man bei ihr durchaus noch einen Frühlingstyp durchgehen lassen könnte. In Erinnerung an diese ebenso professionelle wie im Ergebnis erfreuliche Typberatung schlug Helga Schmidter nun vor: „Ich denke, eine Typberatung wäre was Originelles.“ Günther Schmidter und Siggi Senkelbach schauten sie verständnislos an. „Also ich stelle mir das so vor“, fuhr sie fort, „wir bieten für den Verstorbenen eine letzte jahreszeitliche Typberatung an und können dann dazu ein individuelles Sargmodell samt passender Decke, Kissen und Leichenhemd verkaufen.“ Günther Schmidter und Siggi Senkelbach schienen dieser Idee gegenüber immer noch etwas ratlos. Das hatte weniger mit dem Umstand zu tun, dass sie Bestatter waren, als vielmehr mit dem, dass sie Männer waren. Für einen Mann ist eine Typberatung etwas vollkommen Sinnloses – er weiß von sich selbst ohnehin, dass er ein sympathischer Typ ist und welchen Typ Frau er attraktiv findet, braucht ihm auch niemand zu sagen. Ein Mann findet eine Frau entweder sexuell anziehend oder nicht, mit diesem Jahreszeitentypgetue kann er nichts anfangen. Sollte man denn, nur weil man ein begeisterter Skifahrer ist, ein knackiges Sommertypmäuschen links liegen lassen? Oder durfte ein eingefleischter Mallorca-Fan ein winterliches Skihaserl, das sich in den Ballermann verirrt hatte, keines anzüglichen Blickes würdigen? Helga Schmidter redete weiter auf die Beiden ein, um sie von den Vorteilen ihrer innovativen Geschäftsidee zu begeistern. Allmählich konnte sich Günther Schmidter doch für den Vorschlag seiner Frau begeistern. Mochte dieser Jahreszeitentypenhokuspokus nach seiner Meinung auch der reine Humbug sein, überzeugten ihn aber letzten Endes doch die finanziellen Perspektiven, die sich hier auftaten. Es verstand sich von selbst, dass sich ein Frühlings-, Sommer- oder Herbstsarg als Sondermodell im hochpreisigen Premiumsegment vermarkten ließen – ganz zu schweigen von einem Wintertypmodell, das schon allein wegen einer extra dicken Polsterung einen saftigen Preisaufschlag rechtfertigte. Seine Berufserfahrung sagte Günther Schmidter, dass sich die meisten seiner Gäste wegen ihrer bleichen Erscheinung zweifelsfrei dem Wintertyp zuordnen ließen. Günther Schmidter träumte von rasant steigenden Umsatzzahlen.

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