Ted Moré - Schneewittchen war beim CIA

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Schneewittchen war beim CIA: краткое содержание, описание и аннотация

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Sagenhafte, hysterische Tatsachen aus einer liebenswerten, kriminellen Märchenwelt von Grimm bis «Posemuckel»! «Memoriden» eines mittelprächtigen Marionetten-Mechanikers, Theater- und Filmemachers!

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Sie band das kleine Wesen sorgfältig in ihr goldenes Schultertuch, und schaffte es mit gebotener Heimlichkeit in ihre Gemächer.

Da zog sie ihre eigenen Domestiken dazu, ließ das kleine Wesen baden, Pudern, parfümieren und für den höfischen Gebrauch herrichten. Fortan wuchs Guiseppe fürstlich weiter. Die Dame umsorgte das kleine Wesen auf mit königlichen, feinsten und köstlichsten Speisen. Kleidete es kostspielig, verwöhnte es nach Strich und Faden, küsste und liebkoste es wie eine Puppe.

Es musste ihr großes Geheimnis bleiben. Sie vergatterte Amme, Butler, Kammerdiener, Kammerzofe, Erzieherin, Kindermädchen, Köchin, Kutscher und Putzmädchen und alles was man so braucht, wenn man es nicht gelernt hat sich die eigene Unterhose anzuziehen, zu strengstem Stillschweigen. Immerhin galt noch die Leibeigenschaft! Sie drohte im Falle eines Verrats mit drastischen Strafen. Sie ließ sich herab zu einem drastischen Beispiel und befahl, ihren Prügelknaben, der gerade in Mode kam und sich langsam zu einer bleibenden Einrichtung entwickelte, öffentlich zu malträtieren, zu enthaupten und zu verbrennen. Das gehört sich so und ist üblich in diesen ausgewählten Kreisen.

Das kleine Wesen wuchs demnach fantastisch auf, entwickelte sich zu einem hübschen Knaben und lernte leicht englisch, französisch, polnisch, spanisch, rumänisch und zusätzlich sizilianisch sprechen.

Als Spielzeug der Prinzessin lebte Giuseppe einfach in den Tag und in angenehme Entdeckungen hinein.

Da spielte eines Tages die Vorsehung nicht mehr mit.

Spielend bescherte das harte Schicksal dem kleinen Wesen und der adeligen Dame, seiner Ziehmutter und Gespielin, segnend Lust und Liebe, ein Kind. So was kann tödlich ausgehen. Auf der Stelle musste dieser Giuseppe Balsamo verschwinden, denn das Leben kann hart sein, zumal wenn zärtliche Spielereien von Erfolg gekrönt sind! Er packte ein Bündel mit Kleidern, nahm sich einen Beutel Goldstücke und ergriff das bekannte Hasenpanier.

Schnell brachte er mit Extrakutschen und seinem Gold eine Sicherheit zwischen sich und dieser Dame. Dann veränderte er seine Legitimation, legte er sich ein Pseudonym zu und nannte sich fortan Giuseppe Comte Cagliostro und Großkophta, weil diese Titel nach dem Gotha, der Domain des Adels, gerade nicht im Gebrauch und deshalb frei sind für den bedürftigen Hausgebrauch.

Die Dame musste aus ähnlichen Gründen wie Guiseppe flüchten, denn es stand das Damoklesschwert mit den Buchstaben „Das tut man nicht!“ im Raum und sehr konsequent über sie. Von einer Heirat, da spielte die Jungfräulichkeit noch eine Rolle, musste auch abgesehen werden!

Sie flüchtete bei Nacht und Nebel nach Oberitalien zu einer Engelmacherin. Die befand sich bedauerlicherweise gerade auf Dienstreisen. Da wurde ihre Not noch größer, denn ihre Niederkunft meldete sich drastisch. So legte sich die Dame in eine Scheune am Wegesrand, nahe dem großen Fluss Po, und gebar einen gesunden Knaben. Dann verstarb sie ohne jegliche medizinische Hilfe.

Ihre einzige Begleitung, der Kutscher, nahm sich das Kind, packte es in eine Reisedecke, verfrachtete den Schmuck der Dame und ihre diversen Geldstücke in seinen Hosensack und entfernte sich Pferde, Kutsche, Kleider und übriges Gepäck der Dame zu versilbern. Er ließ die Prinzessin einfach und spärlich bekleidet liegen. Tot ist sie ohnehin zu nichts mehr zu gebrauchen.

Den Knaben legte er unauffällig und geschickt einer Schauspielerbande, die zufällig seinen Weg kreuzte, in den Thespiskarren. Die lustigen Akteure bemerkten ihr Glück erst am nächsten Auftrittsort, und so konnten sie, nach der Entdeckung ihres „Himmelsgeschenks“, nichts mehr zurückverfolgen.

Nun stellte sich die Frage: „Wer war das?“

Die komische Alte der Schauspielerbande, die auch junge Heldinnen spielte, schob das Kind der Naiven zu. Die verdächtigte daraufhin den Prinzipal als Vater. Er bewies ihr auf der Stelle, dass er überhaupt nicht zeugungsfähig sei. „Außerdem bin ich schwul! Das solltest du nicht übersehen haben!“ brüllte und töhlte er sie an!

Der jugendliche Held wollte sich hervortun und warf seine Worte in die Runde: „Das Wesen habe ich mit der Frau Prinzipalin gezeugt! Seht die römische Nase!“

Da entstand eine mächtige Prügelei, und die Leute eilten herbei, um zu gaffen. Der Hanswurst der Truppe begriff geistesgegenwärtig die Situation, griff sich schnell ein geleertes Poschamperl, hier ein Mehrzweckgerät, und sammelte von den zahlreich herbeieilenden „Gaffern“ kleine Geldmünzen ein. Marktschreierisch und lautstark verkündete er die neue Form des realistischen Straßentheaters.

Die Büttel eilten auch diensteifrig herbei und sahen sich die neue Form des Theaters genau und fachmännisch interessiert an. Sie zahlten gerne für den Anblick dieser Art moderne Darstellung menschlicher Tragödien. Sie fanden alles verständlich, volkstümlich und lehrreich. Zumal im Detail durchaus gekonnt. So stellten sie fest: „Umsatz steigernd für handwerkliche Industrien, weil die spärlichen Requisiten und Kulissen der Truppe zu Bruch gingen!“

Das änderte für die Schauspieler den stereotypischen, dramaturgischen Ablauf der praktischen anschaulichen Sexualkunde auf ihren erhöhten Bühnenpodesten, „coram Publikum“, mit den Damen des Theaters zu produzieren. Zu Deutsch: „Begüterte Kavaliere konnten nun nicht mehr, gegen Obolus, Schauspielerinnen öffentlich berammeln oder begatten!“ Sie mussten zurück ins stille Kämmerlein, weil und nicht zuletzt wegen der angeborenen, mädchenhaften Schamhaftigkeit die von da an zunehmend in Mode kam.

Prüderie? Die ist noch nicht in Mode. Noch herrscht die barocke Zeit! Gehemmte Teile des Publikums bedauerten die Änderung des Spielplans sehr, denn zu den öffentlichen Begattungen lud man Urahne, Großmutter, Mutter und Kind und sparte so an peinlichen Worten bei der kindlichen und kindgemäßen, anschaulichen Aufklärung zum geschlechtlichen Verhalten nach dem Vorbild des Viehzeugs, dass es auch immer auf der Straße trieb.

Auf der Bühne geschah lustiges Hauen, mit Treten und an den Haaren zausen und zerren. Daraus machten geschickte Leute später die bekannte Überschrift: „Ein Trauerspiel zum Totlachen, mit Tanz und Schlägerei!“ Ja, Kavaliere schlossen Wetten ab „Wer denn als Sieger bei den Hauereien hervorgehen sollte!“

Eine gute Zeit mit Essen und Trinken bis zum Übermut verging für diese Schauspieltruppe. Doch Das Besondere verwässerte bald wie bei allem was neu ist. Abkupferer sorgten dafür. Die Schauspieler alterten schnell infolge der harten Bühnenarbeit. Da boten die Schlägereien bald den Anblick der wortlosen Zeitlupe und Pantomime und erstarrten zu lebenden Bildern. Auch starben bald die Mitglieder der Truppe dahin.

Da ersetzte der Schauspieldirektor die Schauspieler durch leichte, hohle Holzköpfe, die er sich auf die Finger setzte. Seine alten Hände verdeckte er durch bunte, geflickte Handschuhe aus dem Fundus. Das gab einen lustigen Anblick, wenn sich die Handpuppen hauten. Sonst konnten sie ja nichts! Gut, er unterlegte ihnen lustige Redensarten.

Doch es tauchten in den Köpfen der Zuschauer wieder und wieder die Gedanken der umstrittenen Neuberin auf. Die sammelte nämlich auch keine Reichtümer und strampelte sich was zusammen mit ihren Theaterstücken von ernsten, tiefschürfenden Geschichten für ausgesuchte Schöngeister.

Manche Ergebnisse sind frappierend, denn obgleich sie den Hanswurst mit seinen unflätigen Redensarten von der Bühne des Schauspiels verbannte, machte der, trotz seiner Verbannung aus der Stadt Wien, prächtige Geschäfte vor der Stadt. Thalia, die Muse des Theaters, lächelte dazu.

Es gibt gar nicht so viele neue Ideen für das Theater. Es gibt nämlich gar keine! Es gibt nur Wiederholungen der Dramaturgie mit den festgelegten Möglichkeiten.

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