Gerd Breitenbürger - Mobbing

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Mobbing ist so vielfältig in seinen Formen, dass man schlicht sagen kann, es entsteht aus Phantasie und Gemeinheit. Es ist ein kulturhistorisches Phänomen von entsprechender Wirkung und von entsprechendem Ausmaß. In der Tierwelt gibt es Mobbing nicht, die Gottesanbeterin frisst zwar ihren Geliebten nach dem Akt, das Raubtier seine Beute bei lebendigem Leib. Aber bös ist das nicht gemeint; denn die Tiere leben ohne Sitte und Moral. Der Mensch will die Kultur. Er hat nicht bedacht, dass er dabei einen Preis bezahlen muss, die Unkultur. Ohne sie hätte er das Paradies und eine vollkommene Utopie. Unkultur, was ist das. Sie kommt aus der Aggression, und aus ihr kommt das Mobbing.
Mobbing ist eine Krankheit, eine Plage wie Cholera und die Pest. Nur selten wird man sagen können, gut, dass es Mobbing gibt.

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Später ließ der Herrscher Hammurapi im 2. Jahrtausend v.Chr. immer noch in Keilschrift auf einer grau-schwarzen Stele auf dem Marktplatz jedem kundtun, dass er sich an Gesetze zu halten hat und nicht behaupten konnte, sie nicht zu kennen. Wer in räuberischer Manier seinen Nachbarn aus dem Leben manipuliert, indem er ihm heimlich oder auch nur geschickt das Wasser stiehlt, das, neben fruchtbarem Schlamm, der Getreideanbau nun einmal braucht, der sei des Todes. Die Stele, in ihrer Öffentlichkeit, war ein Bollwerk gegen das Chaotische, das Räuberische. Man wusste jetzt, was darunter zu verstehen war. Damit war der Tatbestand komplett eingegrenzt. Die Stele symbolisiert aber zugleich ein Dilemma, das bisher nicht gelöst werden konnte. Die Regeln und Gesetze, die schematischen Verhaltensgewohnheiten, nach denen wir uns richten sollen und in der Mehrzahl wohl auch richten, sind der Anzahl nach begrenzt. Sie haben auf einem Stein, wenn auch in minutiöser Keilschrift, Platz gefunden. Alle Verhaltensweisen, die wir entwickeln, entwickeln wir aber eher „natürlich“, aus unseren Bedürfnissen heraus, nicht unbedingt an einem Leitfaden von aufgestellten Regeln entlang. Man kann „rechts“ und „links“ in einem angemessenen Abstand von ihnen handeln, was man Risiko nennt, oft kalkulierbares Risiko. Den Abweichler, der Wasser auf Kosten eines anderen stiehlt und dessen Existenz aufs Spiel setzt, nennt man dann „Räuber“. Da es aber einen Übergang vom Chaotischen zum Zivilisierten gibt, vom heimtückischen Mord zum einfachen Totschlag, gibt es eine Grauzone von Anfang an, in der Handeln zum Schaden eines anderen schon immer möglich ist. Es kann ohne böse Absicht geschehen oder aus Berechnung.

So steht auch Mobbing unter Bedingungen, die wir benennen, aber häufig nicht in ihren Folgen bewerten können. Was ein Mord ist, entnehmen wir dem Strafgesetzbuch, wer ihn begeht, wird entsprechend bestraft. Werden Jagdszenen in einem Dorf veranstaltet, die aus vielen unauffälligen Einzelaktionen bestehen, aber zu einem bitterbösen Ende führen, wird man vor das Problem geführt, dass man wohl kaum eine Ursache benennen kann. Das ganze Dorf hat sie oder ihn lange Zeit gejagt. Wie bewerten wir das Flügelschlagen eines Schmetterlings, das zu einem Orkan auf einem anderen Kontinent sich hochschaukelt. Mobbing, das wie ein beiläufiges Piesacken daherkommt, kann aber diese Qualität haben, die sich auch rekonstruieren lässt. Es gibt Amokläufer, bei denen sich einige wenige kausale Bedingungen aufzählen lassen. Man kann den Suizid nahelegen wie bei der Fuchsjagd dem Fuchs und wie das Amokmorden. Schließlich, wenn alle Schützen eines Hinrichtungskommandos unschuldig am Tod des Delinquenten sind, kann sich dieser gemobbt fühlen, da er theoretisch ganz von selbst umfällt. Niemand weiß, wer die Platzpatrone geladen hat, jeder Schütze glaubt an seine Unschuld. Die Hinrichtung wird zu einer Illusion mit konkretem Ausgang.

Mobbing kann also so angelegt werden, dass es tödlich wirkt. Wer einem Verein angehört, der diese Methoden in seinem Arsenal hat, wird sogar noch viel eher mit Panik reagieren, als wenn er ein « unbeschriebenes Blatt » wäre. Weiß er doch nur zu gut, mit welcher konsequenten Unerbittlichkeit bis zum Ende er selbst eliminiert werden könnte. Intern wird wohl durchschaubar sein, mit welchen Strategien die Anpassung durchgesetzt wird. In allen Räuberhöhlen und in allen mafiosen Männerbünden bis zu extremen Parteien wird auch intern gemobbt. Das ist der Zwang, wider Willen zu handeln. Nicht der Mord aus Eifersucht zählt, sondern aus Parteiräson. Was nicht jedermanns Sache ist. Wer da scheitert, ist, nach Jean-Paul Sartre, « non récuperable. », nicht wieder verwendungsfähig (Les mains sales). Für die Partei nicht wieder und nicht weiter verwendungsfähig. Allen Fernsehzuschauern vor die Augen geführt: Dem auf dem Gesicht liegenden Polizisten tritt ein nicht provozierter Mensch in die Rippen, ohne abschätzen zu können, wie gefährlich das ist. Da gibt es ein Risiko des Täters und seine Angst, mit der ungesetzlichen Tat aufzufallen. Er muss sie aber auch mit der Tat beschwichtigen; denn er festigt seine Position in der Gruppe, aus der er nicht herausfallen will. Er ist nun kompromittiert, straffällig geworden, und er erhält Schutz und Wärme der Räuberbande im Austausch.

2.2 Ein System regelt sich intern mit Mobbing

Die Pressezensur in Spanien wirkte in den vierziger und fünfziger Jahren so, wie man sich Zensur vorstellt. Die Redakteure mussten bis zu einer bestimmten Uhrzeit am Nachmittag ihre Artikel der Zensurbehörde vorlegen, die sie dann zensiert freigab für den Druck. Die Spielregeln waren bekannt und der ganze Vorgang war zwar belastend für den Journalisten, aber relativ unproblematisch, was die zahlreichen Einzelbewertungen anging. Den Rest besorgte ja der Zensor. Nun gab es wohl zwei Gründe, die zu einer neuen Konzeption der Zensur und damit zu einer neuen Mobbing-Situation führten. Die Zensurbehörde wollte man entlasten und die Journalisten sollten strenge Selbstkritik üben, um weiterhin das Niveau erwünschter Sinnstrangulierung einzuhalten.

Da war es günstiger, wenn die Zensur in das Innere des Journalisten verlegt wird. Ihre Texte wurden nun erst nach der Veröffentlichung zensiert, was schon mal leicht zu einem Höllentrip wurde. Der Journalist bekam nun Zensuren, die schließlich darüber entschieden, ob er noch Frau und Kind in der nächsten Zeit ernähren konnte. Man kann durchaus sagen, dass der Anpassungsdruck der Journalisten in diesem Fall dazu führt, dass die Selbstkontrolle in die Richtung läuft, „bloß nichts falsch machen.“ Das führt zu ganz anderen sprachlichen und geistigen Ausdrucksstrategien bei den betroffenen Vertretern der öffentlichen Meinung. Wenn die Presse mit ihren z. T. bekannten Vertretern anfängt, aufgrund dieser Nötigung, die ein indirektes Mobbing ist, den eigenen Denk- und Sprachstil fremdbestimmen zu lassen, spielt sie, ohne es zu wollen, einer Ideologie in die Hände, die sie eigentlich, ihrer Funktion nach, kritisch begleiten soll.

2.3 Frustration ins Unerträgliche

Der Sozialstraftäter im Bereich Mobbing muss Wert darauf legen, sein Opfer in einer alternativlosen Lage zu sehen oder selbst in eine solche zu bringen. Es genügt, wenn es glaubt, in einer Sackgasse zu sein oder nur mit großen Schwierigkeiten sich aus der problematischen Situation ziehen zu können. Entweder findet der Täter heraus, wie es um sein Opfer steht, welche Lebensumstände er hat, oder es gelingt ihm, ihn allmählich in diese Lage zu manövrieren. Es ist möglich, einem Menschen sämtliche Sozialbezüge wegzunehmen, ohne ihn einzusperren. Durch Verleumdung oder durch Bestechung vergrault er ihm die sozial wichtigen Kontakte, auf die er sich eben noch verlassen konnte. Er kann es erreichen, ihm den gesamten Lebenskreis abspenstig zu machen. Wenn die Mutter eines Mannes, den dessen Freundin für einen anderen Mann verlassen hat, sie heimlich aufsucht, um sie zurückzuholen, wird daraus schnell Mobbing gegen den Ehemann. Erst recht, wenn in der Folgezeit immer wieder versucht wird, ihm die weiteren sozialen Kontakte in seinem Städtchen zu verleiden, kann er da eine planvoll durchgezogene Strategie vermuten. Über die Qualitäten ihres Sohnes muss die Mutter ja nicht reden, die kennt die Frau zur Genüge, deswegen hat sie ihn ja verlassen. Es geht nur, wenn mit übler Nachrede gearbeitet wird, den jetzigen Mann mies zu machen. Man soll nicht denken, das mache ein anständiger Mensch nicht. Auch der, der gleich neben der Kirche wohnt und das Neue Testament in Auszügen kennt, kann nicht widerstehen, wenn es ums Opportune geht.

2.3.1 Das Leben in der Sackgasse

In der modernen Soziologie wird betont, wie der moderne Mensch mit seinen Freiheiten, die er gesetzlich und individuell sich erobert hat, seine gesellschaftliche und berufliche Position schafft. Aber diese Freiheiten belasten ihn auch. Wo früher eine soziale und familiäre Einbettung ihn stützte, muss er nun auf sich gestellt Entscheidungen fällen, mit erhöhtem Risiko. Es ist verständlich, dass es ihm nicht gefallen wird, in dieser Situation sein Leben immer wieder neu zu erfinden, wiederholte Male sich eine neue Stelle zu suchen und sich einer neuen Umgebung anzupassen. Auch ist es möglich, dass er bald seine Chancen längst ausgereizt hat. Ein Assistent für frühmykenische Archäologie weiß kaum, wie er eine vergleichbare Stellung finden sollte. Der ehemalige Politiker, heute in Brüssel, ging nicht gleich von der einen in die andere Volkspartei. In beiden musste er sich dem Mobbing stellen. Er konnte nicht gleich in die Spitze gehen wie beim Shifting in den USA. Dort wird der Hochschullehrer Vorstandsvorsitzender, dann Botschafter.

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