Walter K. Ludwig - Die Wandlitz-Papiere

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Moritz Lenz liebt sein ruhiges Leben als Bibliothekar in Hamburg. Ein Ärmelschoner-Typ mit Hornbrille, Thermoskanne und Bleistiftspitzer. Alles geht seinen geregelten Gang. Bis auf seine Kollegin Angelika Maiwald plötzlich ein Mordanschlag verübt wird. Ein Profikiller versucht, sie zu töten. Zum Glück ist Lenz zur Stelle und kann sie retten, gerade noch rechtzeitig. Doch was er nun erlebt, ist so gar nicht nach seinem Geschmack, denn der Langweiler hat versehentlich eine Lawine losgetreten. Angelikas Leben ist noch immer in Gefahr. Und nicht nur ihres. Doch wer steckt hinter dem Anschlag? Die Spur führt viele Jahre zurück in eine Zeit, in der Deutschland durch einen Zaun geteilt wurde. Aber auch Lenz hat ein Geheimnis, dem er sich nun stellen muss. Pressestimmen zur Printausgabe: «Ein sehr gut gelungenes Debüt», (Main-Post), «Eine eindeutige Empfehlung, dieses Buch zu lesen», (Media-Mania), «Gut konstruiertes Puzzle-Spiel», (Heidelberg aktuell), «Ein Hoffnungsstreifen am deutschen Krimihorizont», («Anna Bella» bei amazon)

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Er fuhr mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof. Dort das übliche Bild: es wimmelte von Polizisten. Nachdem der Hamburger Hauptbahnhof über viele Jahre hinweg einer der größten Drogenumschlagplätze Europas gewesen war, hatte sich, seit neue Herren die Stadt regierten, das Bild total gewandelt. Jetzt glich der Platz fast einem Hochsicherheitstrakt. Ein paar hundert Meter durch die Innenstadt und Lenz hatte sein Ziel erreicht: Ein großes Kaufhaus, in dem in einer der hinteren Ecken eine kleine Sushi-Bar eingerichtet war. Lenz' Stammlokal. Einmal die Woche war er mindestens hier, manchmal auch zweimal, wenn es sich einrichten ließ. Er liebte japanisches Essen und überhaupt alles, was mit Japan zu tun hatte.

Ja, sie war da. Wanvalai. Seine Lieblingsbedienung, eine junge Thailänderin. „Lange nicht gesehen“, sagte sie zur Begrüßung und lächelte ihn an. Lenz freute sich und fasste ihre Worte als fernöstlich verklausulierten Hinweis darauf auf, dass sie ihn vermisst hatte. Er war gerade mal seit einer Woche nicht mehr hier gewesen.

„Viel zu tun, im Moment“, murmelte er und gab seine übliche Bestellung auf: eine Maki-Selektion und ein Alsterwasser. Wie immer packte ihm Wanvalai viel mehr auf den Teller, als dort laut Speisekarte hätte sein müssen. Auch das wertete Lenz als Sympathiebeweis. Seine Stimmung besserte sich schlagartig.

Er war der einzige Gast und so konnten sie ein wenig plaudern. Wanvalai musste den Laden heute ganz alleine schmeißen, also Essen zubereiten und die Gäste bedienen. Sie arbeitete elf Stunden pro Tag, sechs Tage die Woche und sparte für einen Flug in ihre Heimat, die sie seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sie hatte Heimweh. Sie erzählte, dass sie von ihrer Oma träumte. Wanvalai war zwanzig Jahre alt und bildhübsch. Nebenbei brutzelte sie in einer Pfanne ihr eigenes Mittagessen. Nudeln, Shrimps und noch ein paar andere Leckereien. Lenz´ interessierten Blick verstand sie genau richtig: Als das Essen fertig war, gab sie ihm einen ganzen Teller davon ab. Lenz war gerührt. Nach dem ärgerlichen Wochenauftakt vorhin war er jetzt allerbester Laune. Ein Milchkaffee in einem nahegelegenen Bistro, die Lektüre der Tagespresse und das flüchtige Durchblättern des SPIEGEL sowie ein anschließender Stadtbummel rundeten den gelungenen Nachmittag ab, der so ganz nach Lenz' Geschmack war. Es war ein sonniger, milder Junitag. Und Hamburg war einfach seine Stadt.

Am frühen Abend war er zurück in seiner Wohnung. Den Rest des Tages wollte er geruhsam gestalten. Was nicht weiter überraschend war. Denn eigentlich sah fast jeder seiner Abende so aus. Zu Hause bleiben. Lesen. Musik hören. Nach den Bonsais gucken. Vielleicht noch ein wenig im Internet surfen. Etwas Abwechslung in seinen Alltag brachten gelegentliche Opern-, Konzert- und Theaterbesuche. Früher hatte er selber mal Musik gemacht, hatte ganz passabel Querflöte gespielt, eine Zeit lang sogar in einem Orchester. Aber das war lange her. Einen Fernseher besaß Lenz nicht. Nach einem ausführlichen Bericht über „Hitlers Lieblingsrezepte“ hatte er ihn abgeschafft. Davor hatten ihm über längere Zeit hinweg schon allerlei dubiose Sendungen über den aufregenden Alltag von Friseuren, am Herd dilettierende Pseudo-Promis und abgehalfterte Fußball-Präsidenten regelrecht körperliche Übelkeit bereitet. Er vermisste das Gerät kein bisschen. Lieber hörte er Radio, am liebsten NDR Kultur und den Deutschlandfunk. Aber noch lieber las er. Vor allem Schöngeistiges oder Historisches.

Derzeit hatte es ihm ein Buch über die Geschichte der Schweizer Garde angetan. Davor hatte er sich wochenlang in eine Maria-Callas-Biografie vertieft. Als Nächstes hatte er eine umfangreiche Abhandlung über das Japan den 16. Jahrhunderts ins Auge gefasst. Hochinteressant! Lenz war das, was man einen klassischen Bildungsbürger nannte. Ein Schöngeist. Zu früheren Zeiten hätte man ihn vielleicht als „homme de lettres“ bezeichnet. Heute galt einer wie er dagegen eher als Sonderling. Kein Wunder, dass er seinen Beruf als Traumberuf ansah. Ein Beruf, der zum ihm passte wie kein zweiter: Er war Bibliothekar. Diplom-Bibliothekar in der Hamburger Zentralbibliothek am Hühnerposten. Abteilung Literatur, Theater, Kunst. Dort durfte er sich den ganzen Tag mit Dingen beschäftigen, die ihn sowieso interessierten und er bekam auch noch Geld dafür. Einen schöneren Beruf konnte Lenz sich nicht vorstellen.

* * *

Schröder nervte. Er ließ einfach nicht locker. Schröder von „Naturwissenschaften/Technik“. Es war Lenz´erster Arbeitstag in der Woche, und seine Geduld wurde bereits auf das Äußerste strapaziert. Am frühen Morgen. Er hätte jetzt eigentlich Wichtigeres zu tun gehabt. Und Schröder auch. Die Verlage hatte die Vorschauen ihrer Herbstprogramme verschickt, und die Bibliothekare durchforsteten diese nach den für ihre jeweiligen Abteilungen interessantesten Neuerscheinungen. Ein Gesamtbestand von über einer Million Büchern wollte schließlich gepflegt und ständig auf den neuesten Stand gebracht sein. Unerlässlich bei siebenhundert tausend Benutzern jährlich. Doch Schröder machte ich Gedanken über den nächsten Betriebsausflug.

„Ich müsste das diese Woche schon noch definitiv wissen, Herr Kollege“, bohrte er penetrant, „so ein Betriebsausflug muss schließlich vorbereitet werden.“

„Ich kann Ihnen beim besten Willen noch nicht sagen, ob ich mitfahre“, wehrte sich Lenz matt, „ich meine … der Ausflug ist doch erst Ende Juli, und jetzt haben wir gerade mal Anfang Juni. Das sind doch noch fast acht Wochen ...“

„Fünfundfünfzig Tage“, präzisierte Schröder und wies darauf hin, dass die genaue Kenntnis der exakten Teilnehmerzahl eines solchen Vorhabens von enormer Wichtigkeit war. Schließlich hingen davon die Größe des zu mietenden Busses und davon die Kosten für den Einzelnen ab, und schließlich wüsste der Wirt des Ziellokals gerne vorher Bescheid, mit wie viel Leuten er denn zu rechnen habe.

„Was spricht denn dagegen, dass Sie sich schon mal anmelden?“, wollte Schröder wissen.

Alles, dachte Lenz. Er war alles andere als ein geselliger Mensch. Und ein Ausflug mit den Kollegen an die Ostsee und nach Lübeck, nebst Besuch der dortigen Bibliothekskollegen, verbunden mit einem Abstecher in eine Aal-Räucherei und der Besichtigung einer örtlichen Marzipan-Fabrik, überstieg einfach seine Kräfte. Eindeutig.

Mit Grauen dachte er an den bisher einzigen Betriebsausflug zurück, zu dessen Teilnahme er sich hatte breitschlagen lassen. Ziel war der Heide-Park Soltau gewesen, und Lenz war den ganzen Tag von notorisch gut gelaunten, witzigen, plappernden Kollegen und Kolleginnen umgeben. Verschärfend kam hinzu, dass sich offenbar sämtliche schwer erziehbaren, verhaltensgestörten Kinder Niedersachsens, Hamburgs und Bremens untereinander verabredet hatten, just an besagtem Tag den Park ebenfalls heimzusuchen. Da sie außerdem anscheinend alle ausnahmslos extrem schwerhörig waren verständigten sie sich untereinander und mit ihren Eltern grundsätzlich brüllend. Lenz war restlos bedient gewesen, hatte rasende Kopfschmerzen gehabt und war am Abend zutiefst deprimiert in seine Wohnung zurückgekehrt. Einzig Mozarts Zauberflöte hatte seiner gequälten Seele etwas Linderung verschafft. Dieses Horror-Szenario vor Augen, arbeitete sein Verstand jetzt auf Hochtouren: Blitzartig schoss ihm das Repertoire an Ausreden durch den Kopf, das er sich für solche Fälle zurecht gelegt hatte. Nachdem die letzten Male „Opernkarten“ und „Geburtstag des Vaters“ hatten herhalten müssen, entschiede er sich diesmal für „Besuch von der Schwester“. Ein Argument immerhin, dem Schröder nichts entgegensetzen konnte. Vorerst. Endlich konnte er weiterarbeiten. Allerhand, was die Verlage wieder auf den Markt gebracht hatten. Viel Historisches dabei diesmal. Viele Ratgeber. Im Belletristik-Bereich vor allem frustrierte Mittdreißigerinnen, die ihr tristes Sexualleben literarisch verarbeiteten.

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