Jürgen Ruhr - Die Kestel Regression

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Die Fortsetzung des Romans 'Das Kestel Psychogramm'.
Tobias Kestel ist wieder zurück. Sein behandelnder Arzt in der Psychiatrie ging in den verdienten Ruhestand und wurde von einem jungen und ambitioniertem Arzt, Dr. Barters, abgelöst. Für Barters bedeutete Kestel die Chance, sich einen internationalen Ruf zu erarbeiten und es dauerte nicht lange, dann erklärte er Tobias Kestel für geheilt. Der muss sich lediglich dazu bereiterklären, bei Kongressen als Beispiel für die einzigartige Leistung Dr. Barters zur Verfügung zu stehen. Nach neun Jahren in der Psychiatrie wird Kestel aus dem Gewahrsam entlassen. Auf einem Kongress, zu dem Dr. Barters seinen 'geheilten' Patienten mitnimmt, lernt Kestel einen russischen Diplomaten kennen, der ihn fortan unterstützt und fördert. Aber ist Tobias Kestel wirklich geheilt?

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Er blickte erneut auf seine Uhr, die er günstig gekauft hatte. Eine original Chopard Imperiale, die er für zweihunderttausend Euro und damit gut fünfzigtausend günstiger, als normal, erworben hatte. Der Kampf mit seinem Vater, um das Geld zu erhalten, kostete ihn allerdings einige Nerven. Schließlich durfte er sich die Uhr zu seinem dreißigsten Geburtstag kaufen und sein Vater verlor auch nie wieder ein Wort darüber.

Jetzt wurde es allerdings Zeit, sich der Auseinandersetzung mit der Klinikleitung zu stellen. Als er am Dienstag - direkt nach dem Pfingstwochenende - von der Eingabe dieses Dr. Meunier und seiner Kollegen erfahren hatte, musste er Tobias Kestel auf die neuerliche Befragung vorbereiten. Das war ihm in den letzten beiden Tagen gut gelungen und würde Kestel heute keinen Fehler machen und war die Spende seines Vaters entsprechend großzügig ausgefallen, dann dürfte Kestel schon Anfang der kommenden Woche in Freiheit sein. Schließlich war alles schon vorbereitet: Barters Assistent hatte eine kleine Wohnung gemietet, Zivilkleidung in Kestels Größe besorgt und sogar für einen Job in einem Altenheim gesorgt. Kestel konnte dort als Aushilfe arbeiten und würde ihm bei Bedarf zur Verfügung stehen.

Heute war Donnerstag und der große Zeiger seiner Uhr rückte unentwegt auf die Sechs vor. Zehn Uhr dreißig und Barters durfte auf keinen Fall unpünktlich sein.

„Guten Morgen, meine Dame und Herren“, begrüßte er die Anwesenden, während er bewusst gutgelaunt zu seinem Stuhl trat. Sie befanden sich hier in einem kleinen Besprechungsraum, in dem um einen ovalen Tisch herum mehrere Stühle gruppiert waren. Der Klinikleiter saß mit seiner Sekretärin und einem jüngeren Kollegen an der Stirnseite des Tisches, hinter der sich auch die Leinwand für Bildprojektionen befand. Allerdings würden sie sie heute nicht benötigen und daher befand sie sich noch in dem Kasten an der Decke.

Barters stellte mit Genugtuung fest, dass der für den neutralen, externen Arzt vorgesehene Stuhl leer war. Eins zu null für Vaters ‚Spende‘. Er verbeugte sich leicht in Richtung der drei Personen und nahm auf seinem Stuhl Platz. Der Klinikleiter, Dr. Osslinger, sah ihn prüfend an, sagte aber nichts. Seine Sekretärin spielte an dem Laptop herum, auf dem sie wohl das Protokoll führen würde. Dem anderen Arzt war die ganze Sache anscheinend recht peinlich, denn er betrachtete angelegentlich die Tischplatte und schien sich in der Situation auch nicht recht wohlzufühlen. Barters wusste, dass der Kollege erst seit kurzer Zeit im Klinikum war. Dessen Anwesenheit konnte er gut akzeptieren, denn der Mann würde mit Sicherheit keinerlei Aussage entgegen den Wünschen der Klinikleitung äußern. Sie alle wussten, dass dies mehr oder weniger eine Farce darstellte, die ein Dr. Meunier unnötigerweise initiiert hatte. Barters wurde sich seiner Sache zunehmend sicherer.

Osslinger sah ungehalten auf seine Uhr, die nicht annähernd der Klasse von Barters Imperiale nahekam. Allerdings wurde es allmählich Zeit, dass Barters Assistent, Dr. Holger Friesgart, mit ihrem Patienten eintraf. Barters hatte beiden zuvor mehrere Male eingebläut, unbedingt pünktlich zu sein und jetzt war es schon fünf Minuten über der Zeit. Er nahm sich vor, seinen Assistenten später gehörig zusammenzuscheißen.

Plötzlich öffnete sich die Tür und Tobias Kestel, gefolgt von Dr. Friesgart, betrat den Raum. Kestel verbeugte sich - so wie es Barters ihm eingetrichtert hatte - und blieb demütig neben der Tür stehen.

„Guten Morgen“, begrüßte sie Dr. Friesgart, der neben Kestel stand. „Bitte entschuldigen sie unsere Verspätung, aber es gab in Abteilung fünf C einen Notfall. Es ist meine Schuld, dass wir nicht früher hier sein konnten.“

Dr. Osslinger hob wohlwollend die Hand und winkte die beiden zu sich heran. Dann zeigte er auf zwei freie Stühle. „Nun, das entschuldigt sie natürlich“, nickte er. „Bitte nehmen sie Platz und lassen sie uns beginnen.“ Er nickte der Sekretärin zu, die sich ihrem Laptop widmete und auf der Tastatur herumhämmerte.

„Ich gehe davon aus, dass sie alle wissen, warum wir uns heute hier zu einer außerplanmäßigen Anhörung eingefunden haben. Ich muss auf die Beweggründe trotzdem wegen des Protokolls eingehen. Zunächst einmal stelle ich die Anwesenheit fest: Im Raum befinden sich Herr Dr. Bernard Barters, sein Assistent Herr Dr. Friesgart, ferner Dr. Reinhard Gelsmann in seiner Eigenschaft als neutraler Beobachter, Frau Sabine Vornau die Sekretärin und Schriftführerin, sowie meine Wenigkeit, Dr. Dr. med. Osslinger, der Leiter der Klinik. Und zu guter Letzt befindet sich der Patient Tobias Kestel in dem Konferenzraum.“

Osslinger machte eine kurze Pause und wartete, bis die Sekretärin alles in ihren Computer getippt hatte. Dann fuhr er fort: „Auf Anliegen des Arztes Dr. Meunier und einiger anderer Kollegen treffen wir hier heute zu einer Anhörung des Patienten Tobias Kestel in der Angelegenheit seiner durch Dr. Barters diagnostizierten Heilung und der damit einhergehenden Entlassung aus der psychiatrischen Klinik. Dr. Meunier und seine Kollegen drängen in einem durch Boten zugestellten Schreiben darauf, die geplante Entlassung zu revidieren und Herrn Tobias Kestel in der Obhut und Behandlung der Klinik zu belassen. In den angeführten Argumenten bezweifelt Dr. Meunier den Erfolg der Therapie des Herrn Dr. Barters.“

Wieder folgte eine Pause. Barters hielt seinen Blick auf die Tischplatte gesenkt, beobachtete aber aus den Augenwinkeln abwechselnd seinen Patienten Tobias Kestel, sowie den Klinikleiter. Die Frage, die ihn beschäftigte, lautete, ob Osslinger gegen die Entlassung Kestels ebenfalls Bedenken hegte. Dr. Meunier konnte durch seinen Brief zweifellos in Osslinger eine gewisse Angst in Bezug auf das zukünftige Verhalten des Patienten geweckt haben. Dr. Osslinger befand sich in einer Zwickmühle, auf deren einen Seite das gute Geld von Barters Vater und auf der anderen Seite die Unsicherheit in Bezug auf die Person Kestel steckten. Wie würde Osslinger entscheiden?

Der Klinikleiter zog einen Aktenordner, der vor ihm auf dem Tisch lag, zu sich heran und blätterte darin. „Herr Kestel“, wandte er sich an den Patienten, der sofort von seinem Stuhl aufsprang und so etwas wie eine militärische Haltung annahm. ‚Übertreibe es nicht‘, warnte Barters ihn mit den Augen, doch Kestel blickte stoisch zu Boden.

„Herr Tobias Kestel, wie geht es ihnen, wie fühlen sie sich?“

„Gut, danke Herr Klinikleiter. Ich fühle mich ruhig und zufrieden, allerdings ein wenig unterfordert. Ich möchte arbeiten, etwas schaffen und mir meinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Dank der Therapie meines wundervollen Arztes bin ich ein vollkommen neuer Mensch geworden. Den alten Tobias Kestel gibt es nicht mehr.“

Osslinger nickte mit dem Kopf und Barters atmete ein wenig auf. Sie hatten Kestels Antwort zum Glück lange genug einstudiert.

„Sehr schön, Herr Kestel.“ Dr. Osslinger wandte sich an die Sekretärin: „Bitte nehmen sie ins Protokoll auf, dass wir jetzt hier nicht alle von Dr. Barters durchgeführten Therapien und Maßnahmen erläutern wollen, sondern dem Protokoll die Therapieunterlagen anheften werden. Ich fahre nunmehr mit der Befragung fort.“

Er wandte sich wieder dem Patienten zu, lächelte und meinte: „Herr Kestel, bitte erläutern sie mir, was sie denken, wenn sie ein Kind oder eine Gruppe Kinder sehen.“

Kestel schwieg einen Moment, so als würde er über die Frage angestrengt nachdenken. Doch auch diese Thematik hatten Barters und er eingehend besprochen. „Herr Vorsitzender, ich habe selbst zwei Kinder und meine Gedanken kreisen lediglich darum, dass es den Kindern - allen Kindern - gut gehen möge und ich hoffe, meine eigenen eines Tages einmal wiedersehen zu können. Falls sie darauf ansprechen, ob ich jemals wieder diese falschen Sachen machen möchte, so kann ich mit einem klaren ‚Nein‘ antworten. Das war ein anderer Tobias Kestel. Ein kranker Mensch, der ich heute nicht mehr bin. Dr. Barters hat mich geheilt.“

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