Jürgen Ruhr - Die Kestel Regression

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Die Fortsetzung des Romans 'Das Kestel Psychogramm'.
Tobias Kestel ist wieder zurück. Sein behandelnder Arzt in der Psychiatrie ging in den verdienten Ruhestand und wurde von einem jungen und ambitioniertem Arzt, Dr. Barters, abgelöst. Für Barters bedeutete Kestel die Chance, sich einen internationalen Ruf zu erarbeiten und es dauerte nicht lange, dann erklärte er Tobias Kestel für geheilt. Der muss sich lediglich dazu bereiterklären, bei Kongressen als Beispiel für die einzigartige Leistung Dr. Barters zur Verfügung zu stehen. Nach neun Jahren in der Psychiatrie wird Kestel aus dem Gewahrsam entlassen. Auf einem Kongress, zu dem Dr. Barters seinen 'geheilten' Patienten mitnimmt, lernt Kestel einen russischen Diplomaten kennen, der ihn fortan unterstützt und fördert. Aber ist Tobias Kestel wirklich geheilt?

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„GAR?“ Barters sah den Kollegen fragend an.

„Eine größte anzunehmende Regression“, erklärte Meunier.

„Sie verkennen die Situation, Herr Meunier. Und sie reden Blödsinn, wenn sie von ‚GAR‘ reden. Meine Therapiemethode ist sicher und es wird keinen Rückfall Tobias Kestels geben.“

Meunier schüttelte den Kopf: „Nein, Herr Dr. Barters, sie verkennen die Situation. Sie verrennen sich da in etwas, das nicht kontrollierbar sein wird. Tobias Kestel ist nicht geheilt, er kann gar nicht geheilt sein. Sie sollten wenigstens noch die Meinung von mehreren Experten einholen, bevor sie solch einen schwerwiegenden Schritt tun und Kestel entlassen.“

Barters stellte das Weinglas abrupt auf den Tisch und warf den kleinen Löffel daneben. Dann richtete er seinen Zeigefinger auf Meunier. „Und einer dieser ‚Experten‘ wollen sie sein, richtig? Nein, nein mein Lieber. Meine Versuche und Beobachtungen sind abgeschlossen, Tobias Kestel ist geheilt. Das können selbst sie mit ihrem angeborenen Pessimismus nicht ins Negative wenden. Kann es nicht einfach nur sein, dass sie mir den Erfolg neiden? Selbst ein Stück vom Kuchen abhaben wollen? Dar...“

Wieder unterbrach ihn der ältere Kollege. Kopfschüttelnd meinte er: „Darüber sollten sie sich keine Sorgen machen, Herr Dr. Barters. Aber bedenken sie bitte auch, dass eine Regression des Patienten ihnen angelastet wird. Wollen sie solch ein Risiko eingehen? Wollen sie riskieren, dass Tobias Kestel erneut mordet? Erneut kleine Kinder zu Tode quält? Denken sie darüber einmal nach!“

„Tobias Kestel ist geheilt. In dieser Hinsicht brauche ich mir keine Sorgen zu machen. Dies ist ein Fall, den sie nicht beurteilen können, denn ich habe den Patienten nun über ein Jahr therapiert. Ja, ich weiß: Ein Jahr und zwei Monate. Aber das war ich und nicht sie!“

Jetzt meldete sich ein anderer Kollege zu Wort und Barters überlegte, wie der Mann hieß. Es war unwichtig und der Name fiel ihm auch nicht ein. Unwichtig.

„Herr Dr. Barters“, begann der Arzt, dessen Namen mit ‚H‘ anfangen musste. Barters hörte ihm kaum zu. Wie kam es, dass sich plötzlich alle gegen ihn wandten? War es wirklich der pure Neid? Gönnte ihm denn niemand diesen bahnbrechenden Erfolg?

„Herr Dr. Barters. Ich glaube im Namen aller Kollegen hier zu sprechen, wenn ich sie dringend bitten muss, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. Lassen sie Tobias Kestel wenigstens von einer unabhängigen Kommission begutachten. Alle unsere Patienten sind Schauspieler. Der eine besser, der andere schlechter. Aber es gibt zahlreiche Methoden ihnen auf den Zahn zu fühlen. Eine so schwerwiegende Entscheidung, wie die Entlassung des Patienten Kestel, sollte nicht ein einziger Arzt treffen.“

Barters wurde zusehends wütender. Was bildeten diese Leute sich eigentlich ein? Wieso maßten sie sich an, seine Entscheidungen in Frage zu stellen und zu kritisieren? „Herr Kollege“, fuhr er den Mann scharf an, „die Entscheidung ist getroffen. Die Klinikleitung hat meiner Empfehlung zugestimmt und mein Assistent, der Tobias Kestel auf seinen Freigängen beobachtet und analysiert hat, geht mit meiner Meinung konform. Sie alle kennen den Fall Tobias Kestel höchstens vom Hörensagen oder von Gerüchten her und können sich daher kein neutrales Urteil bilden. Glauben sie mir, ich weiß was ich tue!“

Meunier meldete sich wieder zu Wort und seine Stimme klang pessimistisch und resigniert: „Hat ihr Herr Vater wieder an die Klinikleitung gespendet? Kein vernünftiger Mensch würde den Patienten Tobias Kestel nur auf das Wort seines behandelnden Arztes entlassen.“

„Was fällt ihnen ein, Herr Meunier!“, brüllte Barters. „Sie deuten damit an, dass die Klinikleitung bestechlich wäre. Ich hätte mir eine sachlichere Diskussion gewünscht, aber nicht diese haltlosen Anschuldigungen! Guten Tag, meine Herren!“

Barters hieb mit der Faust auf den Tisch, so dass sein Weinglas umfiel und einen roten Fleck auf der weißen Tischdecke hinterließ. Dann stürmte er wutentbrannt aus dem Raum.

1. Die Anhörung

Dr. med. Bernard Christian Barters betrachtete sich in dem kleinen Wandspiegel im Badezimmer seines Büros. Was er sah gefiel ihm: Ein Achtunddreißigjähriger mit einem gepflegten Drei-Tage-Bart, einer zurzeit äußerst angesagten, modischen Brille und dem vollen Haarschopf, der ihn bei den Frauen so begehrt machte. Der Maßanzug kleidete ihn ausgezeichnet und die sechstausend Euro waren gut angelegt. Barters fragte sich kurz, ob er mit dem Anzug nicht übertrieben hatte, doch das war sein Markenzeichen: gute und teure Kleidung. Die Lederschuhe kamen auf gut und gerne noch einmal sechshundert Euro, doch auch sie waren Maßanfertigung und er fühlte sich äußerst wohl darin. Ein guter Schneider, ein guter Schuster und natürlich ein guter Coiffeur waren schließlich mit das Wichtigste im Leben. Und gutes Essen, aber das verstand sich ja von selbst.

Barters kontrollierte den Sitz seiner Krawatte, dann blickte er auf die sündhaft teure Uhr an seinem Handgelenk. Noch zwanzig Minuten bis zu der Sitzung, die ihm dieser dämliche Franzose eingebrockt hatte. Barters verdrängte absichtlich, dass Dr. Meunier schon einen Großteil seines Lebens in Deutschland verbrachte und auch die deutsche Staatsangehörigkeit besaß. Für ihn war der Mann nur der ‚kleine dicke Franzose‘. Und der hatte es schließlich doch noch geschafft, dass eine erneute Anhörung des Patienten Tobias Kestel erfolgen sollte. Ursprünglich war auch die Anwesenheit eines neutralen Kollegen geplant gewesen, doch eine weitere ‚Spende‘ seines Vaters hatte dies in letzter Sekunde abwenden können. Barters hasste den Kollegen Meunier umso mehr und dachte jetzt schon darüber nach, wie er es ihm heimzahlen konnte. Aber zunächst galt es, die Anhörung zu seinen - und Tobias Kestels - Gunsten zu überstehen. Trotz der großzügigen Spende war sich Bernard Barters über den Ausgang der Befragung nicht mehr so sicher.

Und zu allem Überdruss hatte ihm sein Vater klargemacht, dass er nicht ewig die Karriere seines Sohnes mit ‚Spenden‘ unterstützen würde. „Bernard“, hatte er gesagt und dabei sehr ernst geblickt, „einmal muss Schluss sein. Ich habe deinen Abschluss als Arzt mit Unsummen unterstützt und dafür gesorgt, dass du eine Anstellung in der psychiatrischen Praxis bekamst. Für die ‚Spende‘ hätte ich dir fast auch eine eigene Praxis einrichten können. Und dann der Wechsel zur Klinik. Ebenfalls eine unverschämt hohe Summe. Und nun dies hier. Was liegt dir eigentlich daran, diesen Tobias Kestel wieder in Freiheit zu sehen? Bist du wirklich sicher, dass der Mann zukünftig seine Finger von kleinen Kindern lassen wird?“

„Vater“, Barters gab sich reumütig. Er wusste, dass er so am meisten bei seinem alten Herrn erreichen konnte. „Es ist meine Berufung. Ich will doch dir und der Familie Ehre machen, aber leider zeigen sich die Menschen allzu verbohrt. Tobias Kestel wurde durch meine Therapie geheilt und die Anerkennung der Fachwelt wird nicht nur mein Image, nein unser Image, steigern und in unermessliche Höhen befördern, sondern mir auch eine Menge Geld einbringen. Du wirst sehen, dass ich dir deine Auslagen doppelt und dreifach zurückzahlen kann.“

Sein Vater schüttelte den Kopf, so als wollte er sagen: ‚Na, wer’s glaubt‘ und knurrte: „Das werden wir noch sehen. Bisher hast du mich lediglich eine Menge Geld gekostet und kaum etwas erreicht. Beweise mir, dass du meine Mühen auch wert bist!“

Barters wischte einige imaginäre Stäubchen von seiner Schulter. Seine Arbeit in der Praxis war seiner Meinung nach sehr gut gewesen. Leider dachten die Kollegen dort anders und als er in die Klinik wechselte, sah Bernard Barters manch erleichtertes Gesicht. Aber auch Tränen, denn als die Sprechstundenhilfe ihn fragte, ob sie sich weiter treffen würden, schüttelte er damals nur stumm den Kopf. Dass er des Mädchens überdrüssig war und der Sex mit ihr langsam fad wurde, hatte er verschwiegen. Er wollte die Kleine ja nicht vor den Kopf stoßen und vielleicht würde er sie ja noch einmal brauchen. Jedenfalls konnte ihm niemand schlechte Arbeit vorwerfen. Zahlreiche Alkoholiker waren innerhalb kürzester Zeit von ihm geheilt worden und kamen lediglich noch regelmäßig zu ihm, um sich Tabletten verschreiben zu lassen. Besonders bewährte sich dabei in der Therapie das Mittel Fentanyl, das er als Pflaster verabreichte. Es dauerte nie lange, bis die Patienten auf ihren Alkoholkonsum verzichten konnten oder diesen wenigstens reduzierten. Eine hervorragende Therapie, die er auch bei Tobias Kestel angewendet hatte. Und der Erfolg gab ihm schließlich Recht!

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