Ted Moré - Kinderlandverschickung
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Der schlimmste Punkt auf dem Stundenplan hieß Turnen. Turnunterricht, so hatte mal Wer verlauten lassen, oder gesagt, oder es hatte sich herumgesprochen, erteilte der Schönling. Da er aber Rektor war, irgendwelche Verwaltungsaufgaben hatte, fiel der Turnunterricht aus, das heißt „Er wurde ersatzlos gestrichen“ und fand nie statt.
Zu Ostern gab es Versetzungszeugnisse, dann im Sommer so eine Art Vorwarnung auf Weihnachten, und manchmal verdarben, in verschiedenen Familien, die Weihnachtszeugnisse die Weihnachtsstimmung.
Da kommt doch der Schönling in die Klasse an einem regnerischen Novembertag und verkündet er müsse Noten für Turnen erstellen. Das ginge ganz leicht: Ein jeder Junge möge Hacken zusammenknallen und den deutschen Gruß offerieren oder zelebrieren und danach gäbe es Zeugnisnoten.
Donna Clara nahm den Stundenplan wörtlich und Junka musste an dem Tag, an dem es Turnen hieß mit schlabbrigem Trainingsanzug und Turnschuhen in die Schule, denn wo sollte er sich umziehen ohne seine körperlichen Intimitäten einer breiteren Öffentlichkeit Preis zu geben.
Da waren die mit den Lederschuhen besser daran als Junka mit seinen „Pitschen“ wie er zu den einfachen Turnschuhen sagte. Es war nichts mit Hacken zusammen und so. Das gab ein befriedigend und das blieb ihm während seiner gesamten Volksschulzeit. Wie gesagt: Turnunterricht fand nicht statt.
Das, Junkas Schulanfänge, fanden zu einer Zeit statt da man noch evangelische und katholische Schulen hatte und Jungen und Mädchen in einer Klasse Unterricht bekamen. Also besuchte Junka die evangelische Schule, hatte selbstverständlich Religions-Unterricht vom Start weg und sein Klassenlehrer betreute demnach Rechnen, Lesen und Schreiben, Malen, Religion und Musik. Es wird ja im Nachhinein viel „gequasselt“, aber der Klassenlehrer der ersten Stunde in Junkas Schulzeit gehörte der NSDA-Partei an, war im Kirchenvorstand und arbeitete nebenbei für die NSV, der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt. Er hatte also Beziehungen, wie der Volksmund in solchen Fällen behauptet in seiner Unwissenheit, und gehörte somit zu den Besseren. Doch er trug keine Uniform.
In einer gemischten Klasse ging es selbstverständlich gemischt zu und kleine Buben schätzen auch die Äußerlichkeiten kleiner Mädchen. Das reicht von der Kleidung bis zu den geflochtenen Zöpfen und dem Gehabe, und da schwärmt der eine für die Maria und der andere für die Elisabeth, und wenn sie dabei feststellen, dass der auch genau für die Maria und für die Elisabeth schwärmt, dann geschieht, dass was jeder Ziegenbock auf der Weide treibt: Man gerät aneinander.
Nun ist das ja nicht so, dass man als Junge schon für ein Mädchen schwärmt, aber man traut sich nicht einmal mit der zu sprechen, wenn es nicht unbedingt einen Anlass gibt. Auf dem Schulhof stehen Jungen für sich und Mädchen für sich. Das Ganze bezieht sich auf Distanzen.
Gut, im Kindergarten war das Zusammensein enger und da hätte Junka gerne mal bei irgendeiner Gelegenheit den Prinzen gespielt, dass aber mit einer schönen gepflegten Prinzessin am Arm. Nun, vielleicht gingen hier in der Schule, wo die Entfernungen zu den Mädchen sich vergrößerten, wahrscheinlich wollten die das auch so, Junka die gleichen Träume durch den Kopf. Vielleicht nahmen sie da auch realistische Formen an, was weiß man schon.
Von Ostern bis zum 1. Mai, dem Welttag der Arbeit, bleibt nicht viel Zeit, aber der Maibaum wird auf dem Albert-Leo-Schlageter-Platz in einem Loch verankert und gesichert. Die bunten Papierfetzen bekam er vor dem Aufrichten, und nun steht er da und wartet darauf besungen zu werden.
Da heißt es doch in der Schule man möge am 1. Mai morgens mit einer Kinderfahne an der Schule erscheinen. Gut. Junka besaß keine Fahne, und deshalb ging Donna Clara mit Junka in einen Laden eine solche zu kaufen. Junka wollte die mit dem schwarzen Schaft, dem goldenen Schaftaufsatz und dem lackierten Fahnentuch. Die kostet Einemarkundfünfzig. Das findet Donna Clara ist Zuviel. Nach einigem hin und her kommt die Verkäuferin mit einer größeren Fahne heraus an einer grüngefärbten Fahnenstange und die kostet fünfunddreißig Pfennig. Sie wird gekauft.
Am nächsten Morgen geht Junka pünktlich zur Schule. Wie üblich vor acht Uhr. Vor der Schule ist alles leer. Kein Mensch da. Dann kommt das schönste Mädchen aus seiner Klasse. Die Ruth. Dunkle Zöpfe. Schickes Kleidchen. Schwarze Lacklederschuhe. Weiße Strümpfe. Eine Fahne nach seinem Geschmack, doch die ist bereits etwas eingerissen.
Sie warten. Schließlich sagt sie: „Sind wir zu spät?“
„Nein, bestimmt nicht. Ist noch nicht acht Uhr.“
Die Uhr der katholischen Kirche ist gut zu sehen.
Es wird acht Uhr. Es kommt niemand.
Das Mädchen muss was loswerden: „Du hast eine schöne Fahne, wo hast du die her?“
Junka nennt den Laden. Es haut ihn fast um. Er hat die schönere Fahne! Nach einiger Zeit kommt eine Frau die immer mit einem Kleppermantel herumläuft und einen Rauhaardackel an der Leine spazieren führt und die Freundin einer Lehrerin ist mit der sie zusammenwohnt. Zusammen wohnt und lebt. Die sagt zu den beiden Kindern: „Ihr könnt nach Hause gehen!“ Weiter nichts. Kein Kommentar. Sie trennen sich, weil sie getrennte Wege haben. Aber in Zukunft sagen sie sich wenigstens „Guten Tag!“ Das macht Junka bei den anderen Buben etwas unbeliebt, denn ausgerechnet die schöne Ruth? Das bringt ihm in Zukunft Sprüche: „Der poussiert mit der Ruth! Die Ruth, die Ruth, die pudert sich vor Wut!“
Junka geht an diesem 1. Mai mit seiner Fahne nach Hause und findet zu den Maifeierlichkeiten auf dem Albert-Leo-Schlageter-Platz den angekommenen Mai mit Birken und Fahnen, Uniformen, einem Spielmannszug und dann singen alle Menschen „Der Mai ist gekommen!“
Die Fahne aber findet einen Platz in der Ecke des Korridors der Wohnung wo sie für immer bleibt, denn sie wird nicht mehr gebraucht. Von der Aufforderung am ersten Mai vor der Schule zu erscheinen redet keiner mehr. Es bleibt ein Geheimnis. Quintessenz: Man sieht in vielen Filmen Kinder die mit Fahnen winken. Sie winken irgendwie immer und überall, aber nicht da wo Junka ist oder sich ansonsten aufhielt. Das muss in einer anderen Welt gewesen sein. Oder aber: Es hat einer soundso viel Kinder auf einen Klumpen befohlen und dann haben die auf Vorrat für alle Propaganda-Filme gewinkt, so ähnlich wie Opa Witten behauptete, dass bei rauschendem Beifall im „Radio“ Pottdeckel aneinander gekloppt werden. Da kamen Junka Bedenken in verschiedenen Richtungen.
Es gibt Unterschiede an Menschen so erfuhr Junka in seiner neuen Umgebung. Und etwas ganz Neues kam auf den kleinen Jungen zu, denn in dieser Umgebung am Albert-Leo-Schlageter-Platz gab es die eine oder andere Hausfrau die ihn befragte ob er für sie mal eben nach „Otto Mess“ laufen würde ein halbes Pfund Zucker und ein Pfund Mehl zu kaufen. Das tat er dann auch. Zur Belohnung gab es einen oder zwei Pfennige, und das war für einen kleinen Jungen ein Vermögen. Geld an und für sich. Geld von dem niemand wusste bis auf den Geber, und er konnte darüber verfügen und sich in der Drogerie Salmiakpastillen kaufen, oder „Bömbskes“ an der „Bude“ oder beim Bäcker, wo es die „meisten“ gab. So etwas sprach sich bei den Kindern herum. Fünf Pfennig war die billigste Portion Eis im Hörnchen.
Und auf dem Wochenmarkt?
Die Händler lernten ihn im Laufe der Zeit kennen und schenkten ihm einen Apfel, eine Birne, eine Apfelsine. In dieser Richtung verwöhnte man Junka, An Obst mangelte es nie. Für Vorräte im Haushalt sorgte Donna Clara.
Und es kommt eine Neuerung ins Haus: Ein Radio. In einem Kasten sind die Röhren und vorne ist eine Skala, wo man mit einem Knopf Sender suchen kann und laut und leise einstellen soll. Davon führt ein Draht zu einem anderen Kasten in dem der Lautsprecher ist. Für die Erdung schließt man einen dünnen Antennendraht an den Wasserhahn an. Es kommt noch eine Art Antenne dazu die vom Fensterkreuz zu einem Pfirsichbaum führt und einen weiteren Empfang verspricht.
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