Ted Moré - Kinderlandverschickung
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Das treppauf und treppab mit den Umzugsteilen musste Junka aus dem Weg gehen, denn für ihn gab es nur hie und da was zu tun so mit: „Bring das mal schnell nach Oben!“ Leichte Sachen die ein Fünfjähriger leicht transportieren konnte. Junka kannte Umzüge nur von der Ruhrstraße her und da ging man „Gucken“. Hier aber tat man das nicht. Hier wohnten, im Gegensatz zur Ruhrstraße Untere Beamte, Handwerker, Lehrer, Polizeibeamte, ein Architekt, ein Schneidermeister, ein Homöopath, ein Arzt, ein Organist und auch ein Steiger. Im Gegenteil zur Ruhrstraße mit einem einzigen eleganten Haus und einem Zahnarzt, wohnten da nur Bergleute, aber nicht ein Steiger.
Zu Junka gesellte sich ein drei Jahre jüngerer Junge und sie hatten Muße sich zu beriechen. Der erste Anlauf mit „Wie heißt du!“ war bald erledigt. Der Nachbarsjunge besaß einen Roller und fragte offen heraus: „Willze ma fahrn?“ Junka wollte, und fühlte sich königlich.
Vorbeigehende Leute nahmen wahrscheinlich wahr, zeigten aber sonst kein Interesse an den neuen Mietern die hier einzogen. Junka stellte fest: Hier war man für sich.
Dann kam ein besonderer Mann der die Lampen anschloss. Das ist für Junka neu, und er bekam auch gleich von Donna Clara Verhaltensmaßregeln sparsam mi dem Licht zu sein, denn das kostet Geld. Im Laufe des Tages brachte ein Mann das frisch bezogene Sofa mit einem Handkarren an.
Junka schlief in Zukunft mit Opa in dem Zimmer eine Treppe höher. Das Zimmer heizte Opa manchmal mit einem eigenen Zimmerofen. Kohle von der Zeche, das Deputat, bekam er nicht mehr. Junka musste sich nur vorsehen, wenn er im Schlafanzug die Treppe hinauf- und herabstieg. Man durfte doch nicht im Schlafanzug von Leuten gesehen werden. Dabei trug Junka gute und passende Schlafanzüge die regelmäßig gewechselt wurden.
Junka bekam auch gleich die Anweisung am Haus zu bleiben und nicht wegzulaufen, denn die Nähe der Bochumer Straße konnte für einen kleinen Jungen sehr gefährlich sein, weil da Autos fuhren und obendrein die Straßenbahn.
So stand Junka mit Achim vor der Tür und ab und zu grüßte Achim wen und erklärte Junka wer das ist. Junka fragte nach anderen Kindern und das war ja wohl Gesprächsstoff. So erfuhr er das im Nachbarhaus ein Schulkind wohne. In dem anderen Wohnhaus ein Junge im Alter von Achim und dessen Vater sei in der katholischen Kirche Organist und gebe wohl Musikstunden. Er Achim gehe mit Peter, so hieß der Nachbarsjunge, er ginge mit dem in den Kindergarten. Schräg gegenüber wohne dann noch ein Menne mit einer Schwester namens Ingrid. Und da unten wohne Fuhrmann Strauß. Er kenne nur Trudi Melart die etwas schielt.
Ja, und dann war ja auch bald der Tag mit dem Umzug zu Ende und Junka kam zum ersten Mal in der neuen Wohnung ins Bett. Es dauerte eine Zeit bis er einschlief, aber dann schlief er richtig und höchstwahrscheinlich auch einer neuen Zukunft entgegen.
Am nächsten Tag war sicherheitshalber Freitag und Markttag vor der Tür. Da gab es ja allerhand zu sehen, denn schon um sechs Uhr strömten die ersten Händler herbei und bauten ihre Marktstände auf. Süd hatte und hat immer einen großen Markt, denn Markt ist so eine Sache die eingebürgert sein muss, und wenn es denn mal läuft dann muss der Händler aufpassen, dass er am Ball bleibt, denn die Kunden können existenzgefährdend sein. Ob das an seinem Ponem, seinem Gesichtsausdruck, auf seine Redensarten oder gar auf seine Waren hinausläuft, das steht in den Sternen. Und eigentlich gibt es da so ein geheimes Wissen das angeboren ist, und dass man kaum erlernen kann. Zum Markthandel gehört auch der tägliche Einkauf auf dem Großmarkt und da beginnt schon der gesamte Handel. Da wird gehandelt, geschmust, weggegangen, zurückgekommen: „Was hast du mich für einen Kurs abgefragt?“ Da heißt es auch derb: „Sag Bloß für den Gammel willst du noch Geld haben?“
Und wenn die Geschäfte gut gehen, auch wenn gerade ein Lohnzahltag dazu kommt, dann ist Friede, Freude, Eierkuchen! Dann geht man sogar zu einem Bier in eine der beiden Kneipen am Markt, und manchmal bleibt man auch schon mal hängen. Manche Leute sagen, wenn der und der einen Schlag gemacht hat, dann lässt der seine Kumpels nicht im Stich. Das sind dann die schönsten Feiertage.
EINE EPISODE!
Einen Unterschied zu der Düppelstraße lernte Junka vom Start weg kennen: Er setzte sich gerne auf die zwei Steinstufen die zu der Haustür hoch führten. Manchmal setzte sich sein Kumpel und Nachbarsjunge dazu und sie schauten in die Gegend, grüßten hie und da einen Vorübergehenden und, da Junka anfangs neu war, erfuhr er was über Land und Leute, wie man so schön sagt. Auf Fragen bekommt man Antworten, nicht immer gescheite, manchmal sogar doofe, aber wenn man nicht fragt, kann es einem geschehen, dass man blöd stirbt.
Also; „Dat is Tante Hetty Motzeck, die kommt manchmal bei meine Mamma und dann kladusen die!“ - Und: „Und jetzt kommt Jupp mit die Gummi-Fourt! Der muss beim Pastor immer dat Kreuz vore Beerdigungen hertragen!“ Jupp ging mit einem ziemlich ondulierten Gang, denn er wuchs nur so eben aus dem zehnjährigen Buben heraus und bekam von Geburt an ein paar runde O-Beine mit auf seinen Lebensweg. - Später erzählte man, dass der im Krankenhaus immer die Toten in die Leichenhalle fuhr. - Da soll mal was gewesen sein! - Pilo wusste was ganz Böses. - Plötzlich gab es keinen Jupp mehr.
Und dann kam einer daher den grüßte Achim mit: „Heil Hitler Bernhard!“ - Die Antwort kam: „Gelobt sei Jesus Christus!“
„Das ist der heilige Bernhard! Der wohnt da woirgends inne Tannenstraße und morgens, bevor der zur Arbeit geht, geht er erst in die Kirche und dann dreimal um die Kirche rummerum mit Rosenkranz und dann geht er arbeiten!“
Nun, so erfuhr Junka, später zwang man ihn, den heiligen Bernhard, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen und man steckte ihn nach Stuckenbusch ins Arbeitslager zu den „Blauen Dragonern!“ Die bekamen den Titel, weil sie mit blauem Arbeitszeug und einem Essnapf mit Strick an der Hüfte durch die Straßen marschierten, eskortiert von einem Schutzmann mit Tschako und Karabiner. Die Polizei hatte längst die graugrüne Uniform, aber Anfang des Krieges zog man ältere Männer zur Hilfspolizei und die steckte man in die alten, dunkelblauen Uniformen mit Gamaschen und hohen Schnürschuhen,
Markt heißt demnach gesundes Geschäftsstreben.
Junka kannte bereits den Markt, und jetzt, da er weder in den Kindergarten noch in die Schule musste stand er gerne an einem Stand wo Reklame gemacht wurde für gesunden Tee, denn das Tee gesund war wusste ein Jeder, doch der ihn kaufte bekam kostenlos auf raffinierte Art und Weise eine Krankheit eingeredet. Der Tee schadete bestimmt nicht, sonst wäre der Marktmeister gekommen und hätte verboten. Da konnte man ganz sicher sein.
Es gab auch Spezialisten die Chromputzmittel verkauften und Hochglanz versprachen. Den Glanz offerierten sie kräftig reibend und wienernd koram Publikum. Auch würzten sie ihre Redensarten mit gemäßigten Witzen, weshalb sie immer reichlich Zuhörer bekamen.
Junka kannte den Markt Platz, denn einmal kam Wadeck nach Hause und brachte ein Kinderfahrrad mit auf dem Junka Radfahren üben musste, und dazu gingen sie auf den Marktplatz der Albert-Leo-Schlageter-Platz heißt. Da fuhr Junka einige Runden um einen Baum der mitten auf dem Platz stand und von einem runden Blumengarten mit Sträuchern hinter einem runden Eisengitter Irgendwas andeutete. Wenn nun kein Markt stattfand, dann spielten die Kinder auf dem Platz Fußball, Handball, Brennball, Hockey und mit den kleinen Kugeln aus Ton die sie Knicker nannten und die es zehn Stück zu einem Pfennig zu kaufen gab. Da grub man ein kleines Loch in den Boden und schnippte mit dem Finger die Kugeln hinein und wer die meisten per Schnibbel hineinschob der war Sieger.
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