Stephanie Carle - Der Zwillingsring

Здесь есть возможность читать онлайн «Stephanie Carle - Der Zwillingsring» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Zwillingsring: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Zwillingsring»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Nach dem letzten Weltkrieg ist auf der Erde nicht viel mehr übrig als ein kleiner Restkontinent, auf dem der selbst ernannte Herrscher King Lear archaische Verhältnisse wiederhergestellt hat. Dunkelhäutige Männer werden versklavt und zur Arbeit gezwungen, die Frauen im Land unterdrückt und gedemütigt. Das einzige, was seine Alleinherrschaft noch gefährden könnte, ist der mächtige Zwillingsring, der jedoch vor langer Zeit in zwei Hälften zerbrochen ist. Ringträgerin Anjella begibt sich in die Gefangenschaft der Soldaten unter Leutnant Hjundrash, um den zweiten Auserwählten zu finden, den sie unter den Sklaven vermutet. Doch aus dem anfänglichen Hass zu dem überheblichen Leutnant wächst nach und nach ein Gefühl, das Anjella nie zuvor gekannt hatte. Wird sie trotz allem das Abenteuer bestehen und den zweiten Ringträger finden, um dem Land den Frieden zu bringen?

Der Zwillingsring — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Zwillingsring», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Und das war nur eine sehr schwache Intensität der elektromagnetischen Wellen, die euer Schmerzzentrum angreifen und euch peinigen ohne irgendwelche sichtbaren Schäden zu hinterlassen. Und das so lange, bis ihr euch – erfahrungsgemäß eher früher als später – schließlich dem Willen eurer Herren fügt.“ Mit diesen Worten wandte er sich ab und salutierte vor seinem Vorgesetzten. „Hauptmann Troscer – wir können gehen.“

Kapitel 2

Hjundrash war wütend. Normalerweise gelang es ihm, seine Gefühle gut unter Kontrolle zu halten. Hervorragend sogar. Er stellte für gewöhnlich die Entscheidungen seines Hauptmanns nicht infrage. Er war ein guter Soldat. Ein guter Offizier und er würde verdammt nochmal auch ein guter Leutnant werden! Wütend kickte er einen Stein in Richtung See. Er landete mit einem leisen ‚Plopp‘ auf dem Wasser und versank.

Wütend. Schon wieder dieses Wort. Er hatte keinen Grund wütend zu sein. Und darüber hinaus erst recht kein Recht dazu. Wut gegenüber einem Vorgesetzten war schändlich und würde bestraft werden. Er musste sich beruhigen.

Das Mädchen war ihm egal. Es war nicht das erste, das er durch die Hand seines Hauptmanns sterben sah. Sie war eine Frau und es gab Tausende von ihnen. Ihr Leben war ohnehin nichts wert. Die Pferde genossen in dieser Welt mehr Respekt als die weibliche Lebensform der menschlichen Rasse.

Warum zum Teufel war er dann trotzdem wütend?

Irgendwo meldete ein Kauz sich zu Wort und läutete die Nacht in den Wäldern ein. Hier im Norden gab es zahlreiche Wälder und auch wenn Hjundrash keine Angst vor wilden Tieren hatte, sehnte er sich doch nach der ungehindert vom Himmel strahlenden Sonne, die hier kaum durch die hochverzweigten Tannen drang. Sie nahmen Wärme und Licht und er konnte sich nicht vorstellen, was die Menschen bewog, hier leben zu wollen, geschweige denn wofür die Männer kämpften, anstatt sich ihnen anzuschließen und im Süden zu leben. NeuAmerika war gigantisch. Stattdessen starben sie lieber einen ihrer Ansicht nach ehrenvollen Tod und entsagten einem feudalen Leben in Luxus.

Troscer wollte immer weiter in die Ferne ziehen. Noch ein Dorf aufspüren und zerstören. Das heutige war so schnell in Flammen aufgegangen, dass sie die Frauen noch nicht einmal alle auf die Beine gebracht hatten, als es nur noch Schutt und Asche gab. Die meisten hatten geheult und geschrien, wie sie es immer taten und Hjundrash war genervt vorausgeritten. Er hasste ihr Gejammer und Gewinsel. Wieso konnten sie sich nicht einfach damit abfinden, dass sie nun einmal von Natur aus den Männern untergeordnet waren und sich deren Willen fügen? Immerhin wussten sie besser, was für die Frauen gut war und wie sie behandelt werden mussten. Insgeheim sehnten sie sich doch nach einer starken Hand, die sie in ihre Schranken wies.

Hjundrash hob einen weiteren Stein auf. Er war flacher. Vielleicht würde er ein wenig über die Wasseroberfläche hüpfen. Hjundrash warf ihn weit von sich, doch auch dieser Stein sank sofort hinab in die Tiefe. Der Kauz rief ein weiteres Mal und Hjundrash wurde bewusst, dass er sich langsam auf den Rückweg zur Truppe machen sollte, bevor seine Abwesenheit irgendwelche Fragen aufwarf.

Er wollte nicht noch weiterziehen. Er wollte nach Hause. Noch weiter in den Norden, noch weitere Tage nur Bäume sehen und Schlachten schlagen. Seit sie die Hauptstadt verlassen hatten, waren fünf Monate vergangen und in der Zeit hatten sie zwölf Dörfer befreit und die Frauen nach NeuAmerika geschickt. Dadurch hatte sich ihre Zahl deutlich reduziert und langsam wurde es gefährlich, noch weitere Angriffe zu planen. Es konnten zwar nicht mehr viele Nordmänner am Leben sein, doch ganz genau konnte man das nie wissen.

Troscer wollte die Prinzessin des Nordlands finden und Hjundrash konnte diesen Ehrgeiz durchaus nachvollziehen, der den Hauptmann anspornte, immer weiter zu machen. Doch sie hatten die Auserwählte bis jetzt nicht ausfindig gemacht; warum sollte sie sich ausgerechnet im nächsten Dorf befinden? Und wenn sie sich dort aufhielt, war es nicht wahrscheinlich, dass sämtliche verbliebene Krieger sie bewachten?

Hjundrash war müde. Er wollte schlafen. Endlich einmal wieder in seinem bequemen Bett schlafen. Ausruhen. Die Freuden des Lebens genießen. Er vermisste das reichhaltige Essen, die Dienerinnen und die Anerkennung, die einem ‚Jäger‘ zu Hause zuteilwurden. Es wurde höchste Zeit, dass sie den Rückweg antraten. Er würde mit Troscer reden. Seine Argumente waren logisch und hatten Gewicht. Sie sollten mit dieser Gruppe Frauen zurückkehren. Den Sommer über die Sonne genießen, die die nördlichen Lande ebenso verschmähte wie er. Im Herbst konnten sie sich wieder auf den Weg machen. Über den Winter waren die Bewohner des Nordens unaufmerksamer, weil sie nicht mit Angriffen rechneten. Und den Pferden war es gleichgültig, ob sie durch den Schnee preschten oder über unausgetretene Waldwege galoppierten.

Zu Hause warteten Vergnügen und Anerkennung. Ganz zu schweigen von seiner längst überfälligen Beförderung zum Leutnant.

Ï Ð

Anjella fror. Die Nächte kamen hier im Norden früh und sie waren kalt. Daran konnte auch die am Tag Wärme verströmende Aprilsonne nichts ändern. Sobald sie untergegangen war und die Dunkelheit hereinbrach, war es kalt und ungemütlich. Den einzigen Mantel, den sie besaß und der ihr bisher stets gute Dienste geleistet hatte, war in der Hütte verbrannt, die sie so viele Jahre ihr Zuhause genannt hatte. Das gleißende Licht des Feuers hatte sich tief in ihre Erinnerung eingebrannt, während sie wie gebannt auf die alles zerstörenden Flammen gestarrt hatte, die alle Fröhlichkeit unter sich vergruben.

Sarinja war tot.

Auf Anweisung des Hauptmanns hatten zwei Soldaten sie einfach in das Feuer geworfen, welches sich begierig auf ihren kleinen Körper gestürzt und ihn verschlungen hatte.

„Sie ist tot“, schniefte Valessa unaufhörlich neben ihr. „Meine kleine Schwester ist tot. Und ich durfte sie nicht einmal anständig begraben.“

„Wir werden zurückkommen, Val“, versprach Anjella. „Und dann werden wir ihr einen Stein mit ihrem Namen setzen.“

Sie würden nicht zurückkommen. Und das falsche Versprechen vermochte Valessa nicht zu trösten. Trotzdem wiederholte Anjella es noch einmal. Sie konnte nicht sagen, weshalb, aber aus irgendeinem Grund konnte sie nicht anders, als an diesem Glauben festzuhalten. Die Wahrheit war einfach zu ungeheuerlich.

Das hatte man ihnen heute nachdrücklich vor Augen geführt. Die Wahrheit. Grausam, kalt und unbarmherzig. In Gestalt des Hauptmanns war sie gekommen, um ihr aller Leben zu zerstören.

„Schsch“, wisperte Anjella, als ein neuerlicher Heulkrampf sich Valessas bemächtigte. Die Soldaten hatten ihnen ausdrücklich verboten, miteinander zu sprechen und Anjella verspürte nicht den Wunsch, die Sonderfunktionen der Fußfessel am eigenen Leib zu erfahren. Magride war nach der angeblich ‚nicht sehr intensiven‘ Folter nur schleppend vorwärtsgekommen und hatte den ganzen Fußmarsch über leise vor sich hin geweint.

Um sie herum stellten sich die Frauen schlafend. Oder einige von ihnen waren tatsächlich eingeschlafen, was der erschöpfend langen Wanderung zuzuschreiben war. Anjella flehte insgeheim um Schlaf für Valessa, damit sie endlich aufhörte, geräuschvoll zu schluchzen und damit früher oder später die Aufmerksamkeit in ihre Richtung zog. Das Letzte was Anjella wollte, war erneute Aufmerksamkeit.

Der blonde Soldat kehrte zurück. Es war Anjella nicht entgangen, dass er bereits vor dem Abendessen, welches recht spärlich ausgefallen war, in das Dickicht des Waldes entschwunden war. Womöglich hatte der unausgesprochene Kampf zwischen ihm und seinem Vorgesetzten ihm doch mehr zugesetzt als er nach außen hin gezeigt hatte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Zwillingsring»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Zwillingsring» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Zwillingsring»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Zwillingsring» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x