Vielleicht noch ein kleiner Gedanke… habe letztens von einem japanischen Professoren gelesen, der vehement die Meinung vertritt, Sauerstoff sei das Unerlässlichste für den Menschen und sein Leben (und dass man mit ordentlichem Sauerstoff die Lebensqualität immens erhöhen könne). Auf jeden Fall frage ich mich, wenn wir ohne etwas zu essen nach 1-2 Wochen sterben, wenn wir ohne Wasser nach 1-2 Tagen sterben, und wenn wir ohne Sauerstoff sogar schon nach wenigen Minuten umkommen – warum ist der Sauerstoff dann kein offizielles Grundrecht des Menschen? Bezogen nun vor allem auf die SAUBERE Luft UM und letztlich IN uns wäre es doch wichtig, das für alle garantiert zu haben. Vielleicht gibt das zumindest mal Anstoß zum Nachdenken, das Recht auf Sauerstoff bzw. saubere Luft.
Zusammenfassend: Lasst uns Einsicht zeigen, Einsicht schaffen. Lasst uns die jungen Leute fragen. Lasst uns wiederverwenden und teilen. Und lasst uns zusammenkommen, so wie heute hier!
Eigentlich ein schönes Schlusswort, das ich dennoch gern um einen Gedanken ergänzen würde.
Bald ist Weihnachten, dann Silvester, dann Neujahr. Und klar, dann kommen wieder die guten Vorsätze. Und selbst wenn es nur ein kleiner Teil der Leute ist, der so konsequent ist und das umsetzen, was sie sich vorgenommen haben – wenn wir uns für das nächste Jahr allesamt vornehmen, ein Stück nachhaltiger zu denken und zu leben – und uns das Tag für Tag vor Augen führen – dann denke ich, sind wir schon auf dem richtigen Weg. Denn glaubt mir, liebe Leute, das mit dem „mehr Sport“ und so – das wird auch nächstes Jahr noch schwierig sein. ;-)
8. Das erste Mal
Mo, 21.12.15
Mein Fräulein meinte einmal, es gäbe unzählige erste Male. So ist es, ich kann ihr da nur Recht geben. Da gibt es dann mal weniger, mal weitaus spektakulärere erste Male. Das erste Mal einen Schritt durchs Zimmer wagen, kaum ein paar Jahre alt, das erste Mal ohne Stützräder Fahrrad fahren, das erste Mal alleine mit dem Bus in die Stadt fahren, das erste Mal ins Kino gehen, das erste Mal alleine fliegen, das erste Mal ein Mädchen küssen, das erste Mal den Weihnachtsbaum schmücken, das erste Mal eine Beerdigung besuchen, das erste Mal weinen, das erste Mal stärker als wer anders sein, das erste Mal sein erstes Mal haben. All das sind erste Male. Und sie sind nur ein paar wenige Beispiele für unzählige erste Male. Meistens ändert sich vieles, wenn man das erste Mal dann schon erlebt hat, manchmal ändert sich aber auch sehr wenig. Wenn es um Überwindungssachen geht, hilft einem das erste Mal, sich leichter mal, für ein erneutes erstes Mal zu überwinden. Warum denn ein 'erneutes erstes Mal' ? Weil im Prinzip jedes Mal ein 'erstes Mal' ist. Man kann immer etwas finden, was das jeweilige erste Mal besonders macht. So auch meine Freundin gestern: „Wir haben schon so oft zusammen gesungen, doch jedes Mal ist es etwas Besonderes, jedes Mal ist da so etwas *schnipps* anderes dabei.“ - So ist es und ja, so soll es sein. Das ist es, was das Leben mit Glück erfüllt: in jeder Handlung das besondere, neue, erste Mal zu finden - und es wertzuschätzen.
9. Lebe dein Leben
So, 10.01.16
Mensch, doch schon wieder 22 Uhr, wollt‘ eigentlich schon vor `ner Stunde anfangen, hier zu schreiben, aber dann kam noch dies und jenes dazwischen, dann lieber doch noch dort was gelesen, hier was geschrieben, schwups, Zeit und Kraft weg – egal, jetzt will ich das noch tun! Heut früh noch meinte ich zu meinem besten Kumpel, wie die Zeit doch schon wieder verrennt. Dort allerdings habe ich mich mehr darüber beschwert. Jetzt wiederum find‘ ich es gar nicht so schlecht. Einfach, weil ich mich auf die Zukunft freu‘ und stolz bin, was in der Vergangenheit geschah. Nun sind die Weihnachtsferien auch hier in Baden-Württemberg schon wieder rum, ich hab von den vorgenommenen 7 Büchern nur 1,5 gelesen, aber gelernt daraus habe ich: rechne realistisch und packe deinen Koffer entsprechend! Selbst wenn rechnerisch nun 5,5 Bücher ungelesen wieder in den Schrank gewandert sind, ja, die letzten Tage und Wochen haben mich definitiv wieder schlauer gemacht. Klar, da kommt das Weihnachtsfest, der Jahreswechsel und jetzt dann noch der Skiurlaub hoch in den Bergen – überall, wo man mehr oder weniger zum Denken kommt. Bis vor kurzem noch wusste ich irgendwie nur so halb, was ich denn eigentlich will. Irgendwann dann war ich so weit, dass ich anderen sogar davon erzählen konnte, wie gut es mir doch geht.
Drei von drei meiner großen Ziele, Wünsche und Erwartungen des letzten Jahres (Schule, Fitness, Freundin) wurden schon längst erfüllt und ich kann stolz und glücklich damit sein. Nun allerdings, lange nachdem all das erreicht ist, gibt es wenig, was mich antreibt, weiterzumachen. Mir fehlt es an Zielen, an Motivation, an einer Richtung, einer neuen, großen Herausforderung. So meinte ich. Ein paar Leuten teilte ich dies mit, meinen Eltern, meiner Freundin, einer Schulfreundin, einem Kumpel, noch einem Kumpel – und natürlich dachte ich auch selbst darüber nach. Mit der Zeit halfen alle diese Leute, mir meinen „Ideenkorb“ zu füllen, mal mehr, mal weniger. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, was ich möchte. Mit diesem Satz begann ich nun auch meine Bewerbung an Warren Buffet, Chef der Investmentfirma Berkshire Hathaway mit Sitz in den USA, zum Praktikum in den kommenden Sommerferien.
Okay, alles schön und gut, doch was ist es denn, was ich nun will – und wie kam ich dazu? Ich will weitermachen, anfangen und aufhören. Im Prinzip das, was jeder will. Ich will weitermachen mit Dingen, die Spaß machen, die weiterbringen und die meiner Leidenschaft entsprechen. Das sind für dieses Jahr beispielsweise das Organisieren und Austragen von ein paar Partys, gemeinsam mit meinem Kumpel. Ich will anfangen, wieder ein wenig Sicherheit (Gewohnheit) in mein Leben zu bringen. Beschlossen habe ich, ab jetzt jeden Tag - egal was ist - kurz rauszugehen, früh am Morgen, noch vor allem anderen. Außerdem möchte ich jeden Tag 15 Minuten lesen, irgendetwas. Das sind zwei Dinge, die sich zeitlich locker machen lassen, einerseits aber einfach Spaß machen und meinen Geist stärken, andererseits eben auch dafür sorgen, ein wenig Regelmäßigkeit und Disziplin in meinen Tag zu bringen. In letzter Zeit ging doch sehr viel nach dem „Ich-entscheide-spontan-Prinzip“, was zwar kurzfristig glücklich machen kann, langfristig aber einfach nicht zu Zufriedenheit und Glück verhilft. Dadurch lässt sich eigentlich auch schon fast Punkt drei beschreiben 'etwas aufhören'.
Ich will aufhören, einfach in den Tag zu leben und stur das zu machen, was zu machen ist. Ein Tag hat mindestens 6 Stunden frei verfügbare Zeit. 6 Stunden voller Möglichkeiten, reich an Platz für Kreativität, reich an Platz für Freiheit und reich an Platz für Leben, für Entfaltung, für Erfüllung. Ein Tag ist wertvoll, ich möchte aufhören, ihn nicht richtig wertzuschätzen und damit anfangen, ihn tagtäglich zu ehren, schließlich ist es MEIN Tag, mein Leben, meine Zeit und ich bestimme, was ich damit mache!
Tolle Überleitung, um nochmal zur Überschrift zu komme n: „Lebe dein Leben“ - ist mir schon klar, das sagen doch mittlerweile genug Leute, was das aber nun konkret bedeutet, keine Ahnung. So schwer ist das nicht, eigentlich geht es nur d a rum, mal in sich selbst zu gehen, rauszufinden, was einen WIRKLICH glücklich macht, wofür man wirklich brenn t und worin man wirklich gut sein kann – und das dann auch nach außen hin umzusetzen. Vielleicht tatsächlich mal einen Tag oder gar ei ne Woche aktiv erleben, notieren was man denn den ganzen Tag über so macht und jeweils dazu notieren, was einem persönlich Spaß gemacht hat, wo man sich gut gefühlt hat und wo nicht. Ganz bewusst, nur mit sich selbst, nur für sich selbst. Und dann das Leben aufschreiben, umdenken und neu anfangen !
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