Jon Keno - Lebensweisheiten eines Jugendlichen

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In Jon Kenos «Lebensweisheiten eines Jugendlichen» geht es nicht nur um kleine und große Lehren des Lebens, sondern auch um ganz alltägliche Gedanken, Fragen und Ideen des Autors.
Es enthält rund 90 Beiträge aus den Themenbereichen Philosophie, Wirtschaft, Selfmanagement, Kunst und Liebe.
Es tauchen Titel wie «Wie viele Bücher gibt es eigentlich?», «die Reise des Gollum» oder «das Schlafexperiment» auf.
(Beim Schlafexperiment bspw. ist Keno eine Woche lang um 20 Uhr ins Bett gegangen, um dann um 4 Uhr aufzustehen…)
Keno besucht die 12. Klasse eines Gymnasiums, sieht sich selbst jedoch bereits in seiner eigenen Zukunft.
Er hat das Ziel, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Hierfür setzt er sich für Umweltschutz, nachhaltige Geldanlage, Zukunftsforschung sowie Persönlichkeitsentwicklung ein.

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Letztendlich kam ich gestern Abend, gegen 20.30 Uhr in Dortmund an und suchte von da an gut 30 Mi­nuten nach meiner Unterkunft, dem A&O Hostel. Als ich diese schließlich fand und meine Zimmer­schlüssel erhielt, fiel mir tat­sächlich ein Stein vom Herzen.

Heute früh, Hemd an, Hose an, Anzugschu­he an – ab ging es zum Frühstück. Diverse Leute schauten mir in­teressiert nach, begut­achteten meinen erhabenen Klei­dungsstil und gewährten mir am Buffett sogar Vortritt, junge als auch sehr alte Leute. Anscheinend hatte sie mein wohlhabend erscheinendes Äu­ßeres be­einflusst. Und letztlich auch am Bahnhof (nun natür­lich auch mit Jackett) gehörte ich mit zu den paar Leu­ten, welche ab und an angesprochen wurden, um ein paar Cents zu er­betteln. Ich zog also mein Portmo­nee aus der Tasche und gab dem Mann mein ohne­hin störendes Kleingeld, welches ich am Fahrkarten­automat ein paar Minuten vorher erhalten hatte. Ich bat ihn, das Geld doch bitte sinnvoll zu investieren und es für ja keinen Scheiß auszugeben. Er versicherte mir dies und bedanke sich recht herzlich.

Schließlich im Zug, der Fahrkartenkontrol­leur bat um meinen Preisnach­weis, worauf­hin ich ihm meine vor­hin stolz erstande­ne Fahrkarte präsentierte, welche wohl bereits ent­wertet war. Und nicht nur das, es war der fal­sche Ta­rif! Statt Ver­bund hätte wohl DB der richtige sein sol­len, ich saß also streng genom­men falsch hier. Nichtsdestotrotz ver­ließ er mich ei­nem „Nein, kein Pro­blem, Sie steigen ja eh in Hamm aus - alles gut“. Wie­der einmal verhalf mir mein Äu­ßeres, anschei­nend or­dentlich wirkendes, Ausse­hen zu diversen Vorteile oder einfach nur den ein oder anderen Ignoranzvor­fall.

An der Stelle möchte ich nun ein bereits gestern entstande­nes Resultat meiner­seits einfügen:

Tag für Tag ist unser Leben reines Schau­spiel. Und die Leute, die die Kunst des Schauspiels am besten beherr­schen, sind letztendlich auch die Erfolgreichs­ten.“

- Jon Keno -

Im Laufe des gestrigen Tages ist mir einfach bewusst geworden, wie viel Irrealität in die­ser eigentlich so real erscheinenden Welt doch steckt. Die Vor­stände, die Geschäftsführer, die Redner, die Hel­fer, die Übertragung der Vorstände auf die Leinwän­de, ja die Zuschauer selbst – alle mussten schauspie­lern. Und zwar gut. Gut, um nicht durchzufallen. Durchzufallen, durch die Prü­fung des Lebens. Denn stellt man sich vor, einer der Vorstände hätte plötz­lich angefan­gen zu lachen, weil er den aktuellen Red­ner einfach nur zum Schlapplachen findet (was durchaus der Fall hätte sein können, bei dem Niveau des einen oder anderen, der dort so die Bühne betrat). Oder noch schlim­mer, einer der Vorstän­de hätte plötzlich an­gefangen zu weinen, weil vor Kurzem seine Mutter verstorben ist und er ein­fach nicht anders konnte, als nun daran zu denken. In bei­den Situatio­nen hätten die Menschen um ihn herum (vor allem diejenigen, die überre­det werden sollen, wei­terhin seine Aktien zu kaufen) ihn nicht mehr ernst nehmen kön­nen. Ich meine, welche professio­nell ausge­bildete Führungskraft zeigt offen seine Emo­tionen, wenn er/sie vor einer öffentlichen Menge spricht? Und jetzt kommt der sprin­gende Punkt. Wenn wir hier von ei­ner pro­fessionell ausgebildeten Führungskraft spre­chen, dann meinen wir Leute, die es zu etwas gebracht haben. Und weshalb haben diese Leute es zu etwas gebracht?

Entweder weil sie sich in ihrem Fach einfach beson­ders gut ausken­nen und sich damit der Masse abhe­ben – oder einfach weil es verdammt gute Schau­spieler sind. In diversen Praxis­büchern lernt man, dass erfolg­reiches Auftre­ten be­deutet, sein Inneres (Gefühle) mit dem Äuße­ren (sachliches Ziel) in Ein­klang zu bringen und das Ganze authen­tisch zu ver­mitteln. Dem Ganzen kann ich nur halb zustimmen, wobei solche Fähigkeit natürlich einen ehrlichen Ver­käufer aus­zeichnen würde. Nun allerdings wer­den die meis­ten Leute nicht erfolgreich weil sie ehr­lich sind, son­dern weil sie es eben nicht sind. So ist es doch. Also sind es eben jene Schauspieler, die vor allem gut dar­in sind, ihr Äußeres möglichst gut in Schale zu wer­fen, sich und ihr Produkt möglichst toll zu bepreisen und letztendlich einfach gut aus­sehen. Worauf will ich hin­aus? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist mir klar gewor­den, dass nichts auf dieser Welt wirklich echt ist, vieles gar nicht echt sein kann und letztlich die Leute es am einfachsten haben, die die besten Schauspieler sind. Leider.

6. Wachstum, Ignoranz und Vogelfüße

So, 11.10.15

Dieser Beitrag dient dazu, einen anderen, meiner per­sönlichen Arbeit zuzuschreiben­den, Artikel zu publi­zieren. Er behandelt die Themen Wirtschaft, Wachs­tum, Ignoranz und abgerissene Vogelfüße.

Aber zurück zum Anfang – Stuttgart, den X. Oktober 2015 – eine Deutschlehrerin gibt ihrer zehnten Klas­se des Gymnasiums eine nicht sehr ungewöhnliche Aufga­be mit ins Wochenende: „Lest die Kurzge­schichte noch­mal gründlich und schreibt schließlich eine Interpretati­on dazu!“ - für die Schüler schnell verständlich, den­noch mit viel Arbeit verbunden. Sie packen ihr Zeug und ver­schwinden in die Pause. Al­les ist geklärt, die Geschichte ist ja bereits gelesen, mehrmals und in der Klasse, interpretiert wurde eben­falls, seitenweise Mus­terlösungen und Randnoti­zen wurden ausgeteilt – nun muss eben nur noch ausformuliert werden. Für viele ein Berg Arbeit, den man sich nicht mal zu besteigen im Stande fühlt. „Flug durch Zürich“ nennt sich die Sto­ry. Geschrie­ben von Thomas Hürlimann. Hm, und jetzt? In der Ge­schichte geht es um eine verwirrt scheinende Frau, die ei­nen wenig interes­sierten Mann auf das Schicksal ih­rer Taube anspricht. Sie meint, ihrer Tau­be würden die Beine fehlen, ohne Beine kann die Taube nicht lan­den und somit braucht sie dringend Hilfe dieses Man­nes. Dieser begreift nicht, will weiter, lässt sich schließ­lich doch aber in all den geistlichen Wirrwarr verwi­ckeln. Die Geschichte ist kurz, eben eine typi­sche Kurz­geschichte. Verstehen kann man sie erst nach mehr­maligem Lesen, wenn über­haupt. Deshalb lest am bes­ten vorher – an­schließend viel Spaß und ein Stück weit auch Erfolg an meiner Inter­pretation des Ganzen.

Zürich, hinterm Bahnhof, ein Morgen im Februar. Die junge Frau zeigt in die Luft, weinend, sie haben ihr, sagt sie, die Füsse ausge­rissen. Ihr? die Füsse?

Ja, sagt sie schniefend, dort, dort oben, dort fliegt sie, wo, was, ich verstehe kein Wort, bin verkatert, will weiter, bloss weg hier, aber die Frau, mich einholend, packt mich am Ärmel. Sie ist bleich, schmal, fast noch ein Kind. Hilf mir, sagt sie, so hilf mir doch, siehst du, dort stirbt sie, hoch in der Luft. Ich riskiere ein Grinsen. Du Arsch, schreit sie, meiner Taube fehlen die Füsse, ohne Füsse kann sie nicht landen, kapiert. Ein Reflex: Meine Hand greift zum Gesäss, kontrolliert das Portemonnaie. Oder will ich ihr Geld ge­ben, mich loskaufen? Die Frau sieht plötzlich alt aus, ein keifendes Weib, trotzdem tut sie mir Leid in ihren abgewetzten, löchrig dün­nen Jeansklamotten, das T-Shirt voller Rotz, am Hals ein paar Sti­che, Schwären, sie ist alt, ein altes Kind. Hilfst du mir? betteln die grossen, nassen Augen. Auf der Tramhaltestelle stehen die Je­mands in einer Reihe. Jemand beisst die Zähne zusammen, je­mand hört hin, jemand sieht weg, jemand trägt Schlaf im Gesicht, und jemand blickt in den Abgrund seiner Zeitung, jetzt eine Klin­gel, schrill naht das Tram, pass doch auf, Idiot, meine Nerven. Mei­ne Nerven! Die Jemands drängen sich zum Pulk, und der Mann, der die Zeitung gelesen hat, klemmt sich den Abgrund unter den Arm, sauber gefaltet. Die Kindfrau glotzt vor sich hin, dann zeigt sie ein scheues Lächeln, und dann, als wolle sie mir eine verbote­ne Ware verkaufen, tut sich ihre Hand langsam auf. Stoff? Nein, auf ihrem Handteller liegen zwei Vogelfüsse, graudünne Läufe mit vier Zehen. Begreifst du jetzt, fragt sie leise, fast flüsternd, glaubst du mir? Verkehr, es ist kalt, bitterkalt, aber dort oben er­scheint nun die Sonne, ein Teich aus Licht, aus Eis, auch der Him­mel friert zu. Vielleicht, denke ich, hat sie tatsächlich Recht, ver­schatte die Augen, suche den Himmel ab, aber meiner ist leer. Ich lüpfe die Achseln. Nichts, sage ich. Aber die Füsse, sagt sie, hier sind die Füsse! Soviel hätte ich verstanden, sage ich, die Taube habe ihre Füsse verloren, so dass sie nun fliegen müsse, immerzu fliegen, kreisen und steigen, ja! schreit sie, ja, und wieder starrt sie nach oben, verzweifelt, entsetzt, nur sie, die Ermattete, hat die Augen, um den sterbenden Vogel zu sehen und das Grauen um ihn herum, Himmelsfetzen, Häuserzeilen, Kamine, Antennen. Ver­schwunden, sagt sie plötzlich, fort, und schliesst, als möchte sie den Vogel liebkosen, ihre Hand. Wieder haben die Jemands unsere Insel erobert. Wieder blickt jemand in die Zeitung, riecht jemand nach Unglück, drängen sich alle zum Pulk, lautlos, und jemand, der seine Mappe umklammert, hat seinen Gummischuh als erster auf dem Trittgitter. Was soll ich ihr sagen? Sie wird sich, sobald es geht, in die nächste Spritze stürzen, aber den zum Fliegen ver­dammten Vogel lässt sie nicht aus den Augen, heute nicht, mor­gen nicht, sie gehören zusammen, die sterbende Taube und das Mädchen, ein Flug, ein Tanz durch die Stadt. Als das nächste Tram naht, trete ich unter meinesgleichen, die Türen flappen zu, wir rol­len davon. Jemand hört hin, jemand sieht weg. Hin und wieder fla­ckert die Sonne durch die Scheiben, und irgendwo da oben fliegt dieser Vogel, der sich ein Mädchen hinterherzieht, von Wolke zu Wolke, durch den Nebel, in die Sonne.

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