Kaas Koop - Tage des Traders

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Kaas Koop wagt nach erfolgreichen Jahren in der volkswirtschaftlichen Abteilung einer Grossbank den Sprung in die pulsierende Finanzmarktwelt. Als Portfoliomanager festverzinslicher Anleihen lernt er schnell die Sonnen- und Schattenseite des aktiven Asset Managements kennen. Bonierguss, Finanzmarkt-Jetset hier, Performancedruck, Entscheidungsstress dort. Alsbald fühlt sich Kaas zunehmend von der Finanzmarktkultur abgestossen. Neue Ziele geraten in den Fokus, alte Ideale verblassen. Gelingt ihm der Ausstieg aus der Finanzmarktbranche oder verfängt er sich in ihrem Teufelskreis?
Das Buch bedient sich der literarischen Gattung des Briefes in Email-Form. Es ist in Form eines Briefromans, der erstmals im Zeitalter der Aufklärung angeregt durch Arbeiten von Goethe, Rousseau und Richardson weite Verbreitung fand, geschrieben. Kaas Emails an seinen alten Jungendfreund Wouter lassen den Leser unmittelbar Anteil nehmen an Kaas Sorgen, Zweifel, Hoffnungen, Freuden und Erfolgen, lassen den Leser unmittelbar Eintauchen in die vermeintlich elektrisierende Welt der Finanzmärkte.

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2. März: Jahrestag meines Einstiegs in das aktive Portfoliomanagement schlicht gefeiert.

GAU im TV

11. März: Du glaubst es kaum, bin auf dem Weg ins Büro auf interessanten Zeitschriftenartikel gestossen. So produziert unser Gehirn einen automatisch ablaufenden inneren Monolog, einen Strom aus Erinnerungen, Bewertungen und kleinen Geschichten, in dem wir uns viele Male am Tag verlieren und aus dem wir manchmal nur mit Mühe wieder herausfinden. Dieses innere Plappern wir u.a. mit Kreativität und der Verarbeitung von Erfahrungen in Verbindung gebracht. Doch es hat auch Kosten: Die Aufmerksamkeit wird gestört, die Leseleistung beeinträchtigt, das Konzentrationsvermögen geschmälert. Es ist, als riefen uns ständig halbfertige Gedankenfetzen zu: „Denk mich!“. Zur Mentalen Autonomie gehört es auch, einmal nein zu sagen, den Gedankenfetzen zu bescheiden: „Nein, dich denk‘ ich nicht!“. Konnte gestern leider meine innere Schwatzhaftigkeit nicht zähmen. Unkonzentriertheit war die Folge – zu meinem Leidwesen. Durfte bei Bloomberg-TV ein Kurzkommentar über die Marktverfassung und meinen Ausblick für die weitere Zinsentwicklung abgeben – und das „live“. Chef gab mir die Chance. Sollte endlich flügge werden und meine Marktvisibility erhöhen. Dies ist mir wahrlich gelungen! Interview fand zur frühabendlichen Stunde im fast leeren Handelsraum vor unserer Kameraeinheit statt. Wurde in das Bloomberg-TV-Studio zugeschaltet. War rechtzeitig dort. Zog das Headset an. Begab mich auf die markierte Position und blickte starr in die Kamera. Aufkommende Nervosität liess mich die zur Feier des Tages angelegte Krawatte zum x-ten Mal richten. Häufig huschte der Blick über die frisch polierten Manschetten. Glänzten sie wohl noch? Konnte nur mit Mühe ein ausuferndes Schlottern meiner Knie verhindern. Plötzlich durchbrach eine Stimme im Ohr die innere Unruhe – die Stimme der Interviewerin. Und was war das für eine Stimme – wie Joan Baez. Verlor ganz die Fassung. Anders ausgedrückt: Im Inneren begann eine rege Quatscherei. Auf dem TV-Bildschirm neben der Kamera flimmerte das Live-Bild aus dem Bloomberg-TV Studio. Musste kurz den Blick von der Kamera nehmen. Musste Interviewerin sehen. Wow! Erste Frage zur Markteinschätzung holte mich kurz zurück. Dumm nur, das lange Schachtelsätze, die im Nichts endeten, meinem Bestreben, eine klare, konzise Antwort zu geben, zu wieder liefen. Mitten in die Aufnahme und die zweite Interviewfrage hinein, drängelte sich plötzlich Putztruppen staubsaugend an mir vorbei, wodurch mir gänzlich der Konzentrationsfaden riss. Hatte die Frage auch in der ganzen Konfusion nicht ganz richtig verstanden. Verzweifelt nach einer Antwort suchend, handelte ich aktionistisch, löste mich vom rationalen Handelskalkül und sang einfach: „the answer, my friend, is blowin’ in the wind. The answer is blowin’ in the wind.” Mir ist weiter nur noch in Erinnerung geblieben, dass daraufhin der Bloomberg-TV-Bildschirm plötzlich schwarz wurde und aktuelle (Schluss-)stände diverser Aktienmärkte eingespielt wurden.

24. April: Habe Blamage noch immer nicht ganz verdaut. Bin zudem zum Gespött der Kollegen geworden, die mich nur noch Caruso nennen. Schlimmer noch, Wouter: Chef entzog mir vorerst die Erlaubnis, in öffentlichen Medien für die Firma in Erscheinung zu treten. Soll mich stattdessen stärker intern engagieren. Hierzu übergab er mir – auch als Rehabilitierungschance – noch das griechische High-Yield-Portfolio. Meinem Vater fiel dazu als Kommentar nur ein legendärer Satz des österreichischen Kaisers Franz I. ein. Dieser hatte den 1832 vollzogenen Karrieresprung des Wittelsbacher Verwandten Otto – Sohn des bayrischen Königs Ludwig I. –, der erst siebzehnjährig von den europäischen Grossmächten Grossbritannien, Frankreich und Russland im Anschluss an den griechischen Freiheitskampf zum König Griechenlands bestimmt wurde, mit den Worten kommentiert: „Mei, der arme Bua!“. Hoffe inständige darauf, dass er nicht so hellseherisch begabt ist, wie Kaiser Franz damals war.

27. April: Habe mich in emotional aufgewühlter Gefühlslage kurzentschlossen für hiesigen Sommer-Triathlon angemeldet. Dank Dir, Wouter, für den Tipp. Neue Reize gesetzt, sportliche Ablenkung gesucht. Hoffe fest, dass Mukibuden-Abo Früchte trägt. Gleichwohl Trainingsplan für ambitionierte Triathlonisten aus dem Netz heruntergeladen. Zudem mehrfachen Triathlonfinisher als Coach engagiert. Spiel mit Gedanken später noch Mentaltrainer hinzunehmen. Bin ganz euphorisch und berste voller Elan für das neue Projekt. Spüre bei Susi hingegen wenig Begeisterung wegen bevorstehender Vernachlässigung. Auch stösst die erforderliche Zubereitung des auf mich individuell zugeschnittenen Ernährungsplans, aufgrund der bei ihr dadurch entstehenden Mehrbelastung, auf wenig Verständnis.

1. Mai: Feiertag gleich zum Einstieg in mein Triathlon-Training genutzt – am Morgen 15 Minuten Schwimmen, über Mittag 90 Minuten Radfahren, am Nachmittag dann nochmals 20 Minuten Joggen. Bin völlig am Ende, jedoch – Adrenalinschub sei Dank – glücklich über das Geleistete. Der Anfang ist gemacht. Susi erneut etwas böse wegen fehlender Bereitschaft mit ihr zur 1.Mai-Demo zu gehen.

CFA-Prüfung

31. Mai: CFA-Prüfungstag. Zuversichtlich in den Tag gestartet. Magen mit leichtem Frühstück an starkem Kaffee, Kurzzeitgedächtnis mit Lernstoff gefüllt. Nervosität stieg langsam, aber gewaltig. Mehrmals vor Abfahrt zum Prüfungsort Tascheninhalt überprüft: Habe ich wirklich nichts vergessen? Bleistifte, programmierbarer Taschenrechner, Taschentücher, Energieriegel, Traubenzucker, Spitzzettel, Notmedikamente, Glücksbringer. Letzter aufmunternder Kuss und Bekundungen des Daumendrückens von Susi, dann ging’s los. Auf der Fahrt zur Prüfung, kam es über mich: Habe Prüfungseinladung und Ausweis vergessen! In rasanter, aber kontrollierter Fahrt umgekehrt, fehlende Dokumente geholt. Prüfungsort gerade noch rechtzeitig erreicht. Im Prüfungsraum in grosser Hetze meinen Sitzplatz nicht unmittelbar gefunden. Schweiss lief in Strömen. Straffe Anweisung der Prüfungsleitung kaum wahrgenommen. Plötzlich lag Prüfungsbogen vor mir. Zeit lief. Fand nach nervöser Anfangsphase indes schnell Sicherheit und schloss den Vormittagsteil mit gutem Gefühl ab. In der Mittagspause zur Feier des bereits Erreichten und zur Aufmunterung ein Gläschen Schampus genossen. Traf auf Arbeitskollegen – einen Schweizer. Er sprühte vor Zuversicht („Das war ja einfach. Kinderleicht, oder!“). Verwickelte mich in eine Ausfragerunde über den bisherigen Prüfungsverlauf („Hast Du das auch so? Das war doch offensichtlich, oder!“). Wie seine Zuversicht zunahm, schwand die meinige. Konnte erneut ansteigende Nervosität nicht mehr abschütteln. Realisierte im Verlauf der Nachmittagssitzung, dass ich Zeitbudget nicht einhalten kann. Plötzlich wurde aus nervöser Ruhe Panik, aus Kontrolle Hektik, aus Ruhepuls Rasen. Die restlichen Antworten Sekunden vor Prüfungsschluss einfach immer mit der Lösungsvariante B beantwortet. Oh, Wouter, bin fertig – im wahrsten Sinne des Wortes.

15. Juni: Hochzeit mit Susi – wirklich ein Jammer, dass Ihr nicht kommen konntet. Kurzer Flitterwochenurlaub im Anschluss.

19. Juli: Lieber Wouter, sind es nicht meistens die grossen, sondern die kleinen Dinge, die einen auf die Nerven fallen. Wer sich im Sommer in der Dämmerung an einem See aufhält, weiss wovon die Rede ist. Leider gilt das auch für andere kleine Dinge, wie die Anwesenheitspflicht am Desk während der Handelsstunden. Habe immer noch Mühe damit – insbesondere zur Mittagszeit. Vermisse in gemütlicher Runde über diverse Themen zu sinnieren und zu schwadronieren und dabei in lukullischen Genüssen zu baden und somit die Alltagssorgen für einen Moment vergessen zu lassen. Jetzt wird hastig herbeigeholte Fast Food-Kost lauwarm über Tastatur und Maus konsumiert. Blick bleibt streng auf dem Bildschirm gerichtet. Nebenan beim Kollegen dampft aus Tupperdosen die mitgebrachte Heimküche. Über allem vermischt sich der Duft frischer Bolognese, altem Fett, zerlaufenem Käse und frischen Knoblauchzehen. Das monotone Schmatzgeräusch raubt einem den letzten Nerv, nur noch übertroffen von den schrillen Aufschreien, falls sich wieder einmal irgendwo eine Cola- oder Red-Bull-Dose unbeabsichtigt über den Tisch entleert. Habe auch auf diesem Weg schon drei Tastaturen irreparabel verklebt. Was für eine verkommene Esskultur. Zumindest gehen wir abends noch zusammen einen Trinken.

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