Bernd Wolfgang Meyer - Immer über die Kimm

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Mit satirischem Grundtonwird der berufliche Werdegang eines Seemannes der Handelsmarine aufgezeichnet, der über die Meere und die Kontinente treibt. Zwanzig Schiffe, einige darunter wahre Seelenverkäufer, führen ihn durch Stürme und Havarien in den Süd- und Ostasiatischen Raum, wo er schließlich an Land verschlagen wird und den Lebensunterhalt durch Schmuggel zu bestreiten sucht.
Die Reisen führen die Romanfigur Bernd durch Südasien und schließlich in desperate und ausweglose Lagen, die nur mit gesundem Humor zu überstehen sind.
Witzig, spritzig, in verlässlich spannender Abfolge mit lakonischem Grundton. Fatalistisch und absurd. Urkomisch. Satirisch. SWcharfzüngig und atemberaubend unterhaltsam.
Das Buch, das der Leser nach der Lektüre griffbereit vorhält.
814 Seiten im gedrucktem Buch
Folgeroman DER SINN DES UNSINNS
628 Seiten im gedrucktem Buch
ISBN 978-3-8442-4083-2

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„Noch so ein Arschloch,“ sagte Tom Have verhalten und blickte sich in dem dunklen Gang um. „Wie eine Rumpelkammer. Schutt, Schrott und Sperrmüll. Gib acht, dass du nicht kleben bleibst.“

Bernds Kammer war die exakte Kopie der Kammer Toms und des Ganges. Fetzen einer alten Tapete hingen von den Wänden. Der Boden war kniehoch bedeckt mit Papier, Pappe, leeren Bierflaschen und alten Klamotten, sowie mit aufgeschlitzten Matratzenteilen. Von der Decke perlte die abgeplatzte Farbe in großen Placken. Sie fanden in dem Müll auf dem Gang brauchbare Werkzeuge und Eimer und machten sich, wie befohlen, unverzüglich an die Arbeit, die sich endlos bis in die Nacht erstreckte. Schließlich war das Werk vollbracht. Der Gang und beide Kammern waren sauber und sie waren beide ziemlich fertig, als sie in die Kojen krochen, wo Bernd von seiner Kojenlampe einen elektrischen Schlag bekam, dass ihm die Haare zuberge standen. Die Sache mit der Seefahrt fing gut an und Tom meinte laut, “ich muß mir das noch überlegen. So hab ich mir das alles nicht vorgestellt. Ich werde mir das noch überlegen.“

Am folgenden Tag wurde Bernd zum Messedienst eingeteilt und machte somit Backschaft. Geschirr war zu spülen, Nahrung von Mittschiffs, wo die Kombüse von einem ebenso wortkargem, wie grimmigem Koch betrieben wurde, zu holen. Kaffee musste gebrüht und bereitgestellt werden. Die Backen und der Fußboden waren zu wischen, die Kakerlaken, die die Brotlaibe in den großen Brotkästen an der einen Wand belagerten, mussten verscheucht werden, um an das Brot zu gelangen, das in Scheiben feilzubieten war. In der Messe hielten sich nur relativ wenige Kakerlaken auf, da sie dort nicht sehr viel Ruhe genießen konnten. Dagegen waren sie unten im Wohndeck, dem Flur, zahlreich und verschwanden rasch hinter den Heizungsrohren, die als Fußleisten überall verliefen. Die Masse aber wohnte in den Kammern und insbesondere in Bernds Bett, aus dem sie an und in die Wände und die Decke flüchteten, sobald er sich hinlegte und nach einer Weile zurückkamen, über ihm und seiner requirierten Wolldecke, die vor Dreck starrte und sich kaum noch falten ließ, auszuschwärmen.

„Das macht nichts,“ sagte Dieter, der Leichtmatrose, der in der Koje unter Bernd schlief. „Das hält warm. Wenn wir in die Arktis fahren, wollen wir die Kakerlaken nicht missen.“

Dieter, Bernds Kammerkamerad, war sein Vorgesetzter. Alle Matrosen waren auch seine Vorgesetzten. Selbst der Jungmann, der bereits die zweite Stufe der Karriere des Deckdienstes erklommen hatte und somit ein Jahr lang zur See fuhr, war ein Vorgesetzter. Sie begannen Freude zu entwickeln, ihn und Tom Have, der an Deck eingesetzt wurde, Schutt und Müll umherzuschaufeln, zu scheuchen, wo immer sie ihrer ansichtig wurden.

„Ich muß mir das noch überlegen,“ sagte Tom Have. „Gibt ruhigere Berufe an Land.“

„In zwei Tagen docken wir aus,“ brüllte der Bootsmann in die Messe.“ Bis dahin muß das alles hier blitz und blank sein. Such dir einen Feudel.“ „Ich bin jetzt auf einem Schiff,“ sagte Bernd durch das Telefon, das er auf dem Werftgelände gefunden hatte, als der Bootsmann ihm eine Freistunde genehmigte, “in zwei Tagen laufen wir aus.“

“Das ist schön,“ sagte Bernds Mutter, „dann wirst du viel von der Welt sehen.“

„So ein Scheiß auch,“ fluchte Harry, “ich bin Zuhälter. Ich bin Wiener. Aber Zuhälter bin ich auf der Reeperbahn. Ich bin Zuhälter und habe zwei Ponnys laufen. Zwei junge Pferde. Die wird jetzt jemand anders reiten. So ein Scheiß auch. Ich bin auf der Flucht. Ich muß Hamburg verlassen. Ich muß Deutschland verlassen. Man will mich in den Knast sperren. Weil ich so einen verdammten Zuhälter in das städtische Krankenhaus geprügelt habe. Grad jetzt, wo es mir so gut geht.“ Er schlürfte den Kaffee, den Bernd ihm ausgegeben hatte, als er die Messe betrat und fragte, wo er sein Köfferchen hinstellen sollte. Harry hatte als Maschinenjunge über den Heuerstall angemustert und befand sich auf der Flucht vor den Häschern des Gesetzes, die ihm auf den Fersen waren, um ihn anderthalb Jahre in Santa Fu einzukerkern. Harry begann in der Heizermesse am Ende des Ganges zu leben und wurde dort als Messejunge eingeteilt.

„Noch so ein Arschloch,“ moserte Tom, als es ihm gelang, sich für eine Zigarette von Deck in die Messe zu stehlen. “Du hast hier einen guten Job.“ „Ich habe hier einen Scheißjob. Ich soll zusätzlich zu diesem Mist auch noch die Kammern der Decksmannschaft säubern.“

„Einer wird es machen müssen. Morgen laufen wir aus. Der Bootsmann sagt, wir fahren erst mal nach Kiel. Ich war noch nie in Kiel.“

„Du warst noch nie aus deinem Kaff irgendwo an der Elbe.“

„Meyer,“ brüllte ein Matrose und streckte den Kopf durch das Messeschott, “Heißt jemand hier Meyer? Haben wir einen Meyer?“

„Ich heiße Meyer,“ sagte Bernd überrascht.

„Wirklich? Hast du Eltern? Da stehen zwei Leutchen unten im Dock und wollen Meyer sehen. Was es so alles gibt. Melde dich beim Bootsmann ab, wenn du abentern willst. Sonst tritt er dir in den Arsch wenn du wieder aufgeentert bist.“

Mami und Stiefvater Paul standen als kleine Figuren ganz unten auf dem Deck des Schwimmdocks und ruderten wild mit den Armen als Bernd sich über die Reling beugte und sie seiner gewahr wurden. Oder seiner gewahr zu werden glaubten.

„Das ist ein riesiges Schiff,“ sagte Paul anerkennend,“ etwas verrostet.“

„Das ist alles Rost, Paul.“

„Mein Sohn fährt zur See,“ sagte Mami bewegt. „Ein tolles Schiff.“ „Sieh dir die Welt an.“

„Wie gern würde ich mitfahren.“

„Wir laufen morgen aus. Nach Kiel.“

„Nach Kiel. Wie gern würde ich mitfahren.“

„Ich muß jetzt gehen. Wir haben Kaffezeit. Die Leute wollen heißen Kaffee.“ „Laß es dir gut gehen. Und schreibe mal. Sieh dir die Welt an.“

Es wurden die Hände geschüttelt und sie winkten immer noch, als Bernd hoch oben wieder an Deck stand. Es war ein Abschied für zwölf anstehende Jahre.

Das Schiff dockte aus und wurde von einem Schlepper im Hafenbecken gedreht. Dann nahm es mit eigener Kraft Fahrt auf und dampfte langsam die Elbe flussabwärts.

Die Solveig war ein Motorschiff mit 5 859 Bruttoregistertonnen. Ein Frachter mit 5 Luken, 2 Masten und 10 Pfahlmasten. Er sollte 10 Knoten laufen können und wurde von 44 Mann Besatzung bedient. Neben Deck- und Maschinenpersonal führte es einen Funker, einen Zimmermann und einen Elektriker an Bord, der sich aber nicht um Bernds schadhafte Kojenlampe kümmern wollte. Das Schiff wurde von der Reederei Rickmersen im Stückgut und Trampverkehr eingesetzt.

Brunsbüttelkoog wurde erreicht. Die Solveig drehte an Steuerbord in den Kaiser Wilhelm Kanal ein. Morgens, am folgenden Tag, als Bernd von der Wache geweckt wurde, den Dienst in der Messe anzutreten, schwoite der Dampfer in kräftiger Dünung vor Anker in der Kieler Förde. Eine Stunde später traf Bernd auf Tom an der Reling Steuerbordseite und leistete ihm beim Kotzen Gesellschaft. Harry hatte es arger erwischt. Aus seiner Heizermesse war er an die Luvreling auf Backbordseite gerannt und hatte gegen den starken Wind gekotzt.

„Unglaublich,“ keuchte er in einer Würgepause, “die ganzen Fressalien standen waagerecht in der Luft. Dann kam das plötzlich alles zurück. Alles. Ich muß duschen gehen.“

Er stellte sich mit seinen Arbeitsklamotten unter die Dusche. Tom verschwand mit dem Kopf in der Toilette. Ein Leicht- und ein Vollmatrose halfen ihm dabei, während der Leichtmatrose zusätzlich die Wasserspülung bediente. „Das wird ihn erfrischen und ihm die Gesichtsfarbe zurückgeben,“ grinste er.

Ein anderer Matrose setzte sich in die Messe und zündete sich eine an. „Du musst dir Speck aus der Kombüse besorgen,“ sagte er geläufig und grinste. “Dann machst du einen Faden dran und schluckst das runter. Nicht ganz. Nur bis unterhalb der Klappe. Dann ziehst du an dem Faden und verschließt die Klappe. Dann brauchst du nicht mehr kotzen, weil du nicht mehr kotzen kannst, weil die Klappe zu ist.“

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