Bernd Wolfgang Meyer - Immer über die Kimm

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Immer über die Kimm: краткое содержание, описание и аннотация

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Mit satirischem Grundtonwird der berufliche Werdegang eines Seemannes der Handelsmarine aufgezeichnet, der über die Meere und die Kontinente treibt. Zwanzig Schiffe, einige darunter wahre Seelenverkäufer, führen ihn durch Stürme und Havarien in den Süd- und Ostasiatischen Raum, wo er schließlich an Land verschlagen wird und den Lebensunterhalt durch Schmuggel zu bestreiten sucht.
Die Reisen führen die Romanfigur Bernd durch Südasien und schließlich in desperate und ausweglose Lagen, die nur mit gesundem Humor zu überstehen sind.
Witzig, spritzig, in verlässlich spannender Abfolge mit lakonischem Grundton. Fatalistisch und absurd. Urkomisch. Satirisch. SWcharfzüngig und atemberaubend unterhaltsam.
Das Buch, das der Leser nach der Lektüre griffbereit vorhält.
814 Seiten im gedrucktem Buch
Folgeroman DER SINN DES UNSINNS
628 Seiten im gedrucktem Buch
ISBN 978-3-8442-4083-2

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Bernd wurde Schlosser. Ein oder zweimal die Woche fuhr er mit dem geliehenen Fahrrad der Tante nach Fürstenfeldbruck und besuchte die Berufsschule, in der er mit seinem Norddeutschen Akzent als Saupreuße auffiel; die anderen Werktage verbrachte er in der Schlosserei und lernte, wie man die große Trennscheibe richtig hielt, nachdem er beim ersten Versuch in die Scheibe gegriffen und beinahe einen seiner Zeigefinger verloren hatte. Bernd verdiente eigenes Geld und begann Überstunden zu machen, was ihm verboten wurde, da er nicht aus armer Familie stammte. An den Wochenenden radelte er in den Wald und streifte umher. Die Versuche bei dem Amtsarzt in München verliefen zufriedenstellend. Die Versuche in der Augenklinik ebenfalls, obwohl der Augenamtsarzt die konkreten Ergebnisse bezweifelte, mit der Bemerkung, dass Bernd keinesfalls so gut sehen würde können, als die Geräte anzeigten. Der Termin zur Aufnahme in der Seemannsschule Bremervörde rückte näher und dann fuhr sein Vater ihn mit dem VW und in Begleitung seiner Stiefmutter, die sichergehen wollte, ihn mit eigenen Augen abreisen zu sehen, zum Münchener Hauptbahnhof, wo Bernd in den Zug nach Bremen stieg. „Laß es dir gut gehen. Sieh dir die Welt an. Komm nicht wieder ohne saubere Kleidung.“ Sagte er und schüttelte Bernd bewegt die Hand. Die behütete Kindheit hatte nunmehr ein definitives Ende genommen.

In Bremervörde fand Bernd rasch den Weg zu der Seemannsschule, die jedermann kannte und die mit ihrem Wahrzeichen, einem hohen Mast mit Wanten, weit sichtbar war. Er wurde in einem Schlafsaal einquartiert und reihte sich in eine Schar von wohl etwa neunzig Jungen ein, die alle herbeigeeilt waren, das Handwerk des Seefahrers zu erlernen und es als Moses zu beginnen. Es herrschte strikte Disziplin und die ersten sechs Wochen Ausgangssperre. Sie wurden in drei Wachen eingeteilt und von dem wachhabenden Bootsmann umhergescheucht. Bernd gehörte der Mittelwache an. Sie lernten den Kompaß auswendig. Vorwärts und rückwärts. Man musste den Kompaß kennen, damit man wusste, wohin man sich bewegte. Sie erlernten morsen, winken mit Flaggen, die Seestraßenordnung, Knoten, Spleißen, Feuerbekämpfung und Feuerverhinderung, Kuttersegeln und pullen auf der Oste bis Eingang Elbe, Segelnähen, wriggen, Seesackpacken, Marmeladenbrote für Alle schmieren, Kartoffelschälen, in Reih und Glied antreten, Jawoll vernehmbar brüllen, Wache stehen, scheuern und putzen, die Kleidung waschen und pflegen, sie wurden eingekleidet mit Pudelmütze, Latznietenhose und Khakihemd und hatten, als sie im zweiten Monat Landgang bekamen, großen Schlag bei den Mädchen in den Tanzdielen der Stadt, die sie nur nüchtern zu verlassen hatten, nüchtern verlassen mussten, da das Taschengeld knapp bemessen wurde und die sie pünktlich zu verlassen hatten, da um zweiundzwanzig Uhr antreten auf dem langen Flur und Meldung befohlen worden war. Nur am Sonnabend und nur nach fehlerfreier Weiterzählung einer von dem wachhabenden Bootsmann willkürlich genannten Stellung der Kompassrose, zu welcher Prozedur sich alle Landgänger auf dem Flur nach dem Abendessen um achtzehn Uhr in Reihe aufzustellen hatten, wurde der Landgang auch tatsächlich erlaubt.

Nach Erwerb des Kutter-, Feuer- und Rettungsscheins, sowie des Erste Hilfe Kurses, waren drei Monate vergangen und die Schlußprüfung stand bevor, die mit einer Mutprobe verbunden war und dem Nachweis der Fähigkeit, in großer Höhe unbeschwert zu arbeiten in der Lage zu sein, diente. Der große Mast, vor dem alle nach der theoretischen und der praktischen Prüfung in Reihe antraten, war über die Wanten auf der Backbordseite zu ersteigen und nach Querung der Saling in etwa fünfundzwanzig Meter Höhe, bei der es keinen Halt gab, auf der Steuerbordseite abzuentern. Diese Prüfung war obligatorisch und an ihr scheiterten nach Bernds Erinnerung vier oder fünf Leute, die die Heimfahrt antraten und sich auf einen weniger fordernden Beruf vorzubereiten begannen. Bernd hatte die Schlußprüfung bestanden und verweilte ein paar Tage müßig in der Schule, um dann zusammen mit einem Kameraden einen Dampfer zugewiesen zu bekommen, der in Hamburg in einem Trockendock liegen sollte und bei dessem wachhabendem Offizier beide sich umgehend zum Dienstantritt als Decksjungen zu melden hatten. Ohne Verzug und auf dem direkten Weg; wie der Bootsmann betonte, bevor er ihnen die Hände schüttelte und alles Gute wünschte. Das Berufsleben hatte begonnen.

Kapitel II

ENDLOSE WEITEN

An den Landungsbrücken in Hamburg Sankt Pauli angekommen, bestiegen beide, Tom Have, sein Kamerad aus der Schule und Bernd, mit ihren standesgemäßen Seesäcken, die von der Schule zugeteilt worden waren, auf der Schulter, eine Barkasse, die sie um etliche Docks herum zu einer Werft tuckerte, in deren Trockendock ihr Frachter liegen sollte und den sie alsbald als steil aufragenden, verrosteten Kasten in gewaltiger Größe und Höhe vorfanden. Ein steiles Fallreep mit unendlichen Stufen führte an Deck, wo sie niemanden vorfanden und zunächst ratlos umherstanden. Niemand war zu sehen und das ganze Deck war zugestellt und übersät mit Gerätschaften, Materialien, Schläuchen und Maschinen der Werftarbeiter, die wohl gerade Pause machten, oder deren Schicht beendet war. In einer Kammer mittschiffs, an deren Tür sie anhaltend pochten, riet ihnen ein Mann, den wachhabenden Offizier, der unter Umständen auf der Brücke zu finden sein würde, aufzusuchen und um Rat zu fragen.

„Kommt ihr von der Seemannsschule?“ Fragte dieser, als er oben auf der Brücke in dem Kartenraum, einen Schmöker lesend, vorgefunden wurde. „Wir haben euch schon erwartet. Geht nach achtern und meldet euch bei der Deckmannschaft. Die werden jetzt in der Messe hocken. Die weisen euch eine Koje zu und teilen euch ein. Ihr wisst doch wo achtern ist? Das ist der Aufbau am Arsch des Schlurrens. Da hinten.“ Er zeigte, wo dahinten wäre.

„Noch so ein Arschloch,“ bemerkte Tom Have leise, als sie mit Ihren Seesäcken die Niedergänge hinabstiegen, um einen Weg über das Gerümpel auf dem Hauptdeck zu finden, das Achterschiff zu erreichen.

„So verrottet hab ich noch nie ein Schiff gesehen. Hoffentlich schwimmt der Kasten auch.“ Tom mußte es wissen. Er wohnte am Elbufer und hatte viele Schiffe gesehen.

Achtern fanden sie einen kleinen Aufbau und ein Schott, das auf einen dunklen Gang führte, hinter dessen erster Tür Stimmengewirr zu vernehmen war. Sie klopften laut, dass man hören möge und öffneten die Tür, um in einen verqualmten Raum zu starren, in dem sich allmählich viele Personen zu materialisieren begannen, die um zwei lange Tische, Backen genannt, auf parallelen Bänken saßen und Wolken von Tabaksrauch ausstießen, die sich durch die nun geöffnete Tür zu lichten begannen. Alle verstummten und musterten sie misstrauisch und erwartungsvoll.

„Zwei Deckjungen vom Heuerstall zur Anmusterung.“ Sagte Bernd laut. “Jemand zuständig?“ Aber keiner fühlte sich zuständig. „Bernd Meyer und Tom Have. Jemand soll hier sein und uns einweisen. Sagt der Wachhabende auf der Brücke.“

„Fritz,“ sagte ein älterer Mann,“ erheb dich und zeig denen die beiden leeren Kojen. Sie sollen sich umziehen und unten den Gang saubermachen.“

Fritz erhob sich, kam durch die Tür und bedeutete Tom und Bernd, ihm nach unten in das nächste Deck zu folgen, riß eine Kammertür auf und sagte, „einer hier,“ riß an einer weiteren Tür und sagte, „und einer hier. Ihr habts gehört. Was der Bootsmann gesagt hat. Zieht euch um und macht den Gang hier sauber. Wischen und so. Sucht euch Werkzeug. Liegt hier irgendwo rum. Und schmeißt den Dreck nicht über Bord, die Werftarbeiter mögen das nicht. Wenn es ihnen auf den Kopf regnet. Schmeißt den Dreck an Deck. Dann könnt ihr den Dreck über Bord schmeißen wenn wir auf See sind.“ Er ging und rief zum Abschied, „und beeilt euch. wir haben noch mehr Arbeit.“

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