Bernd Wolfgang Meyer - Immer über die Kimm

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Mit satirischem Grundtonwird der berufliche Werdegang eines Seemannes der Handelsmarine aufgezeichnet, der über die Meere und die Kontinente treibt. Zwanzig Schiffe, einige darunter wahre Seelenverkäufer, führen ihn durch Stürme und Havarien in den Süd- und Ostasiatischen Raum, wo er schließlich an Land verschlagen wird und den Lebensunterhalt durch Schmuggel zu bestreiten sucht.
Die Reisen führen die Romanfigur Bernd durch Südasien und schließlich in desperate und ausweglose Lagen, die nur mit gesundem Humor zu überstehen sind.
Witzig, spritzig, in verlässlich spannender Abfolge mit lakonischem Grundton. Fatalistisch und absurd. Urkomisch. Satirisch. SWcharfzüngig und atemberaubend unterhaltsam.
Das Buch, das der Leser nach der Lektüre griffbereit vorhält.
814 Seiten im gedrucktem Buch
Folgeroman DER SINN DES UNSINNS
628 Seiten im gedrucktem Buch
ISBN 978-3-8442-4083-2

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Einfacher war es, einen der Kähne zu klauen, die hier und da am Ufer der Krückau lagen und mit Teer auf einen Fetzen einen Totenkopf zu malen. So fuhren sie dann zur See auf der Krückau und hofften einen anderen Kahn zu erspähen, den man entern könnte, um die Mannschaft zu ertränken. Gleichwohl ertrank beinahe Bernd, weil die Lederhose sich voll Wasser sog, als er gerade an der tiefsten Stelle der Krückau, in der Biege, auf dem Bug stehend über Bord ging, als der Kahn ruckte und am Seil in zwei Meter Tiefe hing und nicht aufschwimmen wollte. Horst und Olaf zogen ihn nach einer Weile über Wasser und seine Mutter wollte so was dann auch nicht mehr haben, als er ihr erzählte, dass es stimmt, was man so hörte. „Und dann hab ich mein ganzes Leben in einem Film gesehen. In Farbe. Ganz klar. Richtig brilliant. In Farbe.“

Eines Tages, nach Schulschluß, begegnete ihm auf der Treppe in das Dachgeschoß ein unbekannter Mann mit einem Sack über der Schulter in der die Oma Achtzehn gefaltet treppab transportiert wurde. Man legte sie auf dem städtischen Friedhof in ein Loch neben den Opa und Bernd stellte fest, dass einerseits die Familie nun sehr geschrumpft war und andererseits das Geld knapp wurde, weil die Rente fehlte. Seine Mutter gab in einem der beiden Zimmer im Dachgeschoß, in dem Bernd schlief und in das kräftige Männer den Konzertflügel gewuchtet hatten, nunmehr regelmäßig Klavierunterricht und veranstaltete auch öffentliche Konzerte in der Aula des Gymnasiums. Der Vater Gustav eilte aus russischer Gefangenschaft heim, sagte Hallo, strich Bernd mit der Hand über das Haar und verschwand nach Hamburg Lokstedt, wo Bernds Oma Meyer in den Trümmern hausen sollte. Ein Herr Bank kam, sagte Hallo, wurde von seiner Mutter als Stiefvater vorgestellt und verstarb unversehens, weil er Krebs hatte. Bernd selbst ging in eine neue Schule, das Gymnasium, in der er wenig Erfolg hatte und begann Zigaretten in einem verlassenen Hühnerstall auf dem Nachbargrundstück zu rauchen, wo man ihn nicht sehen und erwischen konnte. Paul kam und gab bekannt, dass er Bernds Mutter zu heiraten gedachte, sobald Bernd aus dem Haus wäre. Ein paar Wochen später sagte die Mutter zu Bernd „Morgen, mein Sohn. Morgen kommt dein Vater und holt dich ab. Dann wird es dir gut gehen. Ich packe jetzt deine Sachen.“ Früh am nächsten Tag parkte ein VW Käfer vor der Villa und nahm das Köfferchen und Bernd auf, nachdem Bernd seiner Mutter die Hand geschüttelt und sie ihm alles Gute gewünscht hatte. Bernd nahm auf dem Rücksitz Platz, weil auf dem Beifahrersitz die Stiefmutter saß, die ihn freundlich empfing und auf ein auskömmliches Miteinander zu hoffen vorgab. Es wurde von einer langen

Reise geredet, und man eröffnete ihm, dass er von jetzt ab bei München wohnen würde. Horst, Dörte, Olaf, Gerd, Hartmut und Maren, seine erste Freundin, blieben unverabschiedet zurück und nach zehn Kilometern Fahrt hielt Bernds Vater am Straßenrand, damit Bernd in die Büsche kotzen konnte, da ihm bei jeder Fahrt, gleich ob Auto oder Zug seit jeher speiübel geworden war. Hätte es damals schon Plastiktüten gegeben, hätte er sicherlich eine gekauft, um die Fahrt in Ruhe ohne Unterbrechung fortsetzen zu können.

Einige Wochen lebte die neue Familie in Gauting neben einem gewaltigen Tannenwald, in dem es auch am Tag finster war und der sich unendlich erstreckte, so dass es Bernd nicht gelang, ihn zu durchqueren. Dann zogen sie überraschend nach Unterpfaffenhofen, wo die neue Eigentumswohnung bezogen wurde und wo ein Keller sich als praktisch erwies, in dem sein Vater Bernd regelmäßig zu verprügeln begann, weil die Tante Annemarie, die neue Stiefmutter, sich zu dem Entschluß durchgerungen hatte, den plötzlichen Sohn nicht mögen zu wollen und fantasievolle Beschuldigungen vielfältiger Art entwickelte und verbreitete. Gleichwohl verblieb Bernd nicht sehr lange, denn seinem Vater gelang es, eine passende Schule für die Bildung zu entdecken, die zu erreichen Bernd alsbald in den VW geladen und nach Donauwörth gefahren wurde, nicht ohne die üblichen Unterbrechungen an den Straßenrändern, an denen er das Frühstück und dann die Galle hinterließ. Bei einer Frau Rossmann, die ein Hospiz für Studenten auf der ersten Etage in drei Zimmern betrieb, wurde er mit seinem Köfferchen abgeladen und ermahnt, ihr in allen Anliegen fortan Folge zu leisten. Sie wies ein Bett in einer Ecke eines der Zimmer zu, auf dem er rasten und die beiden anderen Zöglinge, die vor der gegenüberliegenden Wand lebten, beobachten konnte. Eine Kommode reichte aus, die Habe aufzunehmen. Zwei weitere, etwas ältere Studenten, Bernd war gerade dreizehneinhalb geworden, bewohnten das zweite Zimmer, während die Frau Rossmann sich in dem dritten Zimmer aufzuhalten pflegte und in der Küche das Frühstück und die anderen Mahlzeiten kochte, die alle dort gemeinsam einzunehmen hatten. Die Toilette fand Bernd entlang eines unverglasten Ganges, in dem im Winter der Wind pfiff und der Altane hieß, in einem Verschlag, in dem ein Sitz aus Holz in einer Kiste war und unter dem ein Schacht bis in den Keller führte, unter dem in einer Grube die Fäkalien schwappten. Man durfte keine brennende Zigarettenkippe hinunterfallen lassen, da alles brennen mochte. Aber sie durften ja ohnehin nicht rauchen, wo man sie hätte überraschen können. Die weitergehenden Aufgaben der Frau Rossmann waren das pünktliche frühmorgendliche Wecken, das Achten darauf, dass die anvertrauten Schüler sich auch mal wuschen, wofür die Küche vorübergehend zweckentfremdet wurde und die Ausübung der Aufsicht hinsichtlich der Bemühungen, die Hausaufgaben zu lösen.

Am ersten Morgen nach Bernds Ankunft, er hatte wieder Farbe bekommen, die er während der Fahrt verloren hatte, führten ihn seine Mitschüler durch die Kleinstadt und auf den Hügel, auf dem das Internat Heilig Kreuz, angelehnt an eine pompöse Kirche sich eindrucksvoll erhob. Hier war seine neue Schulheimat, in der er die Mittlere Reife zu erringen hatte und in der man aus ihm einen anständigen Menschen machen würde, wie der Vater während der Fahrt nicht müde wurde zu betonen. Bernd wurde einem in katholischer Sackkluft gekleideten Mönch mit kahler Stelle über dem Hinterkopf vorgestellt, der ihn in ein Klassenzimmer führte, wo Gleichaltrige von einem identischen

Priester unterrichtet werden würden und wo er sich zwangsläufig rasch einzuleben hatte und auf der Holzbank Platz nahm.

Zuhause bei der korpulenten Frau Rossmann, die seine Sympathie gewann, nachdem sie erzählte, wie ihre beiden Pferde während des Krieges zwangsverpflichtet wurden, was sie auch heute, 1956, noch nicht verkraften konnte, und die nie wieder kamen, wurde Bernd von den beiden älteren Studenten spontan tyrannisiert, da er als einziger weit und breit, Norddeutscher, mithin Preuße, war, die beide vor Ort nicht gut gelitten wurden. Sie amüsierten sich dahingehend, dass sie ihm unentwegt, so die Frau Rossmann abwesend war, Kopfnüsse gaben, die ihm bald leid wurden und derer er sich zunehmend aggressiv zur Wehr zu setzen begann. So traf er den einen auf seinem Auge, das blau anschwoll und der Aufmerksamkeit der gütigen Frau Rossmann nicht entgehen konnte. Nachdem auch die beiden Gleichaltrigen auf den Geschmack der Vorherrschaft gekommen waren, gab es mit diesen wiederholte Rangeleien und als Bernd eine brennende Kippe auf der Toilette in dem Schacht verlor, worauf es unten blau züngelte, kam er nicht umhin einen Brand zu melden, der sich gottseidank nicht entwickelte, und wurde unverzüglich darauf mit seinem herbeieilendem Vater konfrontiert, der sich ein Zimmer auslieh und ihn fürchterlich verdrosch, um hernach zu eröffnen, dass Bernd umziehen würde. „Du wirst umziehen,“ sagte er, „du wirst in das Internat umziehen. Pack deinen Koffer. Und wenn du mir in das Auto kotzt, werde ich dich gleich erneut in dem Park verdreschen.“ „Ich habe alles schon telefonisch arrangiert,“ setzte er fort, während er Bernd nicht aus den Augen ließ und die Miniaturpanzer bemerkte, die er zwischen einem Handtuch in das Köfferchen zu schieben suchte. „Was ist das.“ „Das sind Spielzeugpanzer.“ „Das sehe ich. Halte mich nicht für dumm. Woher hast du die.“„Ich habe sie gekauft.“ „Von dem Taschengeld das ich dir regelmäßig von Frau Rossman auszahlen lasse?“ „Ja.“ „Du veruntreust dein Taschengeld? Das Geld ist ausschließlich für den Erwerb von Schulheften und Bleistiften gedacht. Ich werde andere Seiten aufziehen müssen. Ich fahre dich jetzt ins Internat. Der Pater Direktor wartet schon. Wenn dir wieder schlecht wird kannst du zu Fuß gehen.“ Der Pater Direktor hatte sie schon erwartet und stand erwartungsvoll in der Tür des Direktorenzimmers im ersten Stock. „Mein Sohn vermag nicht mit Geld umzugehen,“ sagte Bernds Vater, nachdem beide sich die Hände geschüttelt und Bernd mißmutig einen Augenblick angestarrt hatten. „Er veruntreut sein Taschengeld. Ich habe ihm all die drei Monate fünf Mark Taschengeld auszahlen lassen. Aber er kauft sich Spielzeug und Rauchwaren davon.“ „Ich verstehe,“ sagte der Pater Direktor und warf mit gefurchter Stirn einen zweifelnden Blick auf Bernd. „Ich verstehe. Hier sind Rauchwaren strikt verboten. Wir werden keine Schüler dulden, die Rauchwaren haben. Der Besitz von Spielzeug ist streng verboten.“ „Mein Sohn vermag nicht mit Geld umzugehen.“ „Es gehört zu unseren Idealen, den Kindern den Umgang mit Geld zu vermitteln.“ „Ich verstehe,“ sagte Bernds Vater Gustav, „ich möchte Sie bitten ihm nur dann Geld zu geben, wenn er nachweisen kann, dass er dieses zum Kauf von Schulheften benötigt. Ich deponiere fünfzig Mark für diese Verwendung.“ Bernds Vater langte in die Innentasche des Anzuges und brachte seine Brieftasche hervor. „Ich werde ein strenges Auge auf Ihren Sohn werfen,“ verabschiedete der Herr Pater Direktor Bernds Vater und geleitete ihn auf den großen Flur. „Ein strenges Auge.“ „Ich danke Ihnen. Meine Frau, seine Stiefmutter, hat ihn frühzeitig erkannt. Er ist ein unerzogener Rüpel. Er kommt nach seiner leiblichen Mutter.“

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