Ingo Gach - Tote schweigen für immer

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Tote schweigen für immer: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Unheil bricht über ein idyllisches Eifeldorf herein, als die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Zunächst wollen es die Einwohner nicht wahrhaben, aber der Mörder muss unter ihnen sein. Der vor kurzem zugezogene Marcus Junker trägt ebenfalls ein Geheimnis mit sich. Er war einst erfolgreicher Kommissar bei der Mordkommission in Köln, bis er einen folgenschweren Fehler beging. Psychisch angeschlagen quittierte er den Dienst und suchte einen anonymen Neuanfang. Doch nun holen ihn seine Albträume wieder ein. Als einzige Möglichkeit bleibt ihm, den Mord auf eigene Faust aufzuklären. Widerwillig macht er sich ans Werk, doch trifft er auf eine Mauer des Schweigens und des Misstrauens. Das Dorf birgt ein schreckliches Geheimnis.

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Sonja war einen Kopf größer als ihre Freundin, Gerten schlank und mit einem ebenmäßigen Gesicht gesegnet, wie man es sonst nur in Hochglanz-Magazinen zu sehen bekam. Sie entsprach mit einem gelben Top und engen Bluejeans der gängigen Modevorstellung des Mainstreams. Ihre schulterlangen, blonden Haare wurden von einem Haarreifen zurückgehalten, ihr Make-up war dezent, lediglich der Lipgloss fiel auf. Sie gab sich auch an diesem Abend wie üblich ernst und fast schon distanziert den Gästen gegenüber.

Es erstaunte mich, dass die beiden jungen Frauen, obwohl sie so verschieden erschienen, eine enge Freundschaft verband. Wenn die zwei kurzzeitig an der Theke zusammen standen und auf die nächste Ladung Bier warteten, tuschelten sie kichernd miteinander und bildeten dabei für den Betrachter einen merkwürdigen Kontrast.

Als Melanie an unseren Tisch kam und die leeren Biergläser auf ihr Tablett stellte, musterte sie mich neugierig. „Sie wohnen jetzt im Haus von der alten Martha?“

„Ja, ich glaube so hat die Vorbesitzerin geheißen.“

„Dann haben sie ganz schön viel zu tun, um die Ruine wieder in Schuss zu bekommen. Sie steht doch schon seit Jahren leer. Ich weiß noch, dass unsere Eltern uns schon als Kinder verboten hatten, dort zu spielen, wegen der Einsturzgefahr.“

„Ich gebe mir Mühe, das Haus wieder halbwegs bewohnbar zu machen. Sonst muss ich wohl weiter als Höhlenmensch vor mich hin vegetieren.“

Sie lachte über den Witz. „Wo kommen Sie her?“

„Aus Köln.“

„Da studiere ich seit dem Sommer“, strahlte sie. „Ich habe eine kleine Bude in Köln-Sülz, nahe bei der Uni. Wo haben Sie gewohnt?“

„In der Südstadt“, antwortete ich vage und lenkte das Gespräch rasch auf ein anderes Thema. „Was studierst du?“

„Deutsch und Englisch. Ich möchte Lehrerin werden.“

„Melanie, sei so gut und hol uns noch zwei Bier!“, unterbrach Hannes sie. „Deine Lebensgeschichte kannst du Marcus später erzählen.“

Dazu war es an dem Abend jedoch nicht mehr gekommen, da Melanie zu viel zu tun hatte. Ich traf sie in den folgenden Monaten noch zwei- oder dreimal in der Wirtschaft, weil sie nur in den Semesterferien oder an Wochenenden gelegentlich nach Halsterbach kam. Außer ein paar belanglosen Sätzen hatte ich mich nie näher mit ihr unterhalten. Etwas, das ich später sehr bedauerte.

Das Einzige, woran ich mich in Zusammenhang mit Melanie noch erinnerte, war, dass an jenem ersten Abend im ‚Dorfkrug’ ein junger Mann von vielleicht achtzehn Jahren auftauchte, dessen Ähnlichkeit mit Melanie keinen Zweifel daran ließ, dass es sich um ihren Bruder handeln musste. Er hatte schulterlange Haare, die ihm vorne fast über die Augen fielen. Seine Jeans war an den Knien zerlöchert, und er trug ein schwarzes „AC/DC“-T-Shirt.

Der Junge sprach kurz mit Melanie, verschwendete keinen Blick an die übrigen Gäste und ging dann rasch wieder. Ihm schien die Umgebung nicht zu gefallen. Erst einige Tage später sollte ich Chris näher kennen lernen.

Zu vorgerückter Stunde betrat ein Mann den ‚Dorfkrug’, der sich schon allein durch seinen eleganten, dunklen Anzug mit Seidenkrawatte von den übrigen Gästen unterschied. Er war groß, hager und sein angegrautes Haar trug er ordentlich gescheitelt, aber einen Tick länger als nötig. Er mochte etwa Ende vierzig sein und machte einen selbstsicheren, ausgeglichenen Eindruck. Wie jemand, der sich seiner Stärke bewusst war. Er war eine attraktive Erscheinung, wie ich neidlos anerkennen musste. Der Mann passte so gar nicht unter die eher leger gekleidete Landbevölkerung.

Doch den freundlichen Grüßen von allen Seiten entnahm ich, dass er hier wohl bekannt sein musste. An der Theke bestellte er ein Bier und wechselte ein paar Worte mit Barweiler, dann sah er sich im Raum um. Schließlich blieb sein Blick an Hannes und mir hängen. Er nahm einen Schluck und kam dann auf uns zu.

„Darf ich mich zu Ihnen gesellen?“, fragte er höflich und es schien, als hätte er die Bitte eher an mich, denn an Hannes gerichtet.

„Ah, unser Anwalt!“, erklärte Hannes mir ohne Umschweife. „Tja, da staunst du, was? Wir haben hier in Halsterbach unseren eigenen Rechtsvertreter. Darf ich vorstellen: Ralph Stahlke.“

Ich reichte ihm die Hand. „Angenehm, Junker.“

„Ihr Name ist mir bereits bekannt“, lächelte er vielsagend. „In einem so kleinen Dorf gibt es keine Geheimnisse.“

Stahlke setzte sich und zog dabei seine Hosenbeine leicht nach oben, damit sie nicht knitterten. Seine grauen Augen musterten mich offen und freundlich. „Was verschlägt sie in so ein gottverlassenes Kaff wie Halsterbach?“

Ich fühlte mich von der direkten Frage ein wenig überrumpelt. „Ich hatte die Großstadt einfach satt und war auf der Suche nach Ruhe.“

„In der Tat, viel ruhiger als hier geht es eigentlich nur noch auf einem Friedhof zu.“

Ich stutzte kurz, Stahlke schien einen leichten Hang zum Zynismus zu pflegen.

„Stimmt doch gar nicht!“, protestierte Hannes. „Wir haben jeden Sonntag nach der Messe Frühschoppen und immerhin einmal im Jahr unser Schützenfest und ...“ Er legte die Stirn in Falten, während er angestrengt nachdachte. „Und den Tanz in den Mai nicht zu vergessen!“, fiel ihm schließlich ein.

„Also gut: Wir haben hier einen Friedhof mit gelegentlichem Unterhaltungsprogramm. Hannes, sei ehrlich, wir leben hier in der hintersten Provinz!“ Stahlke wandte sich mir lächelnd zu. „Das hat aber auch sein Gutes: Es gibt hier keinen Stress oder böse Überraschungen. Beides Umstände, die einem Anwalt natürlich nicht gerade entgegen kommen.“

Ich musste gestehen, dass er meine Neugier geweckt hatte. „Warum haben Sie sich dann hier niedergelassen?“, erkundigte ich mich.

„Der Liebe wegen!“ Er prostete mir theatralisch zu und nahm einen großen Schluck Bier. Ich tat es ihm gleich.

„Ich hatte mich unsterblich in eine wunderschöne Frau verliebt“, fuhr er fort. „Damals lebte ich noch in Frankfurt und war für eine große Kanzlei tätig. Ein viel versprechender junger Anwalt, der ein teures Appartement hatte und eine Edelkarosse fuhr. Die Ironie des Schicksals wollte es, dass meine Angebetete aus einem mir völlig unbekannten Dorf namens Halsterbach stammte. Sie hieß Beate und wollte damals etwas von der großen weiten Welt sehen. Also ging sie nach Frankfurt und machte eine Lehre zur Anwaltsgehilfin. So lernten wir uns kennen. Leider verspürte sie nach vier Jahren eine fürchterliche Sehnsucht nach Halsterbach. Zu dem Zeitpunkt war sie bereits meine Frau. Ich sträubte mich zunächst, hierhin zu ziehen und auf meine Karriere zu verzichten. Aber welcher Mann kommt schon gegen seine Ehefrau an?“ Stahlke griff wieder zu seinem Bier.

„Und schon gar nicht gegen Beate!“, lachte Hannes. „Sie hatte einen Dickschädel, wie man ihn nur in der Eifel findet. Wenn die sich was in den Kopf gesetzt hatte, konnte sie nichts und niemand davon abbringen. Ihre Eltern, Theo und Gabriele, waren damals entsetzt, dass ihre einzige Tochter nach Frankfurt ziehen wollte. Für die beiden war es ein Sündenbabel. Aber Beate ließ sich nicht beirren. Genauso wenig, wie sie später wieder zurück nach Halsterbach wollte.“

Stahlke nickte und stieß einen resignierenden Seufzer aus. „Ja, so war sie. Und jetzt lebe ich schon seit dreizehn Jahren hier und bin doch immer noch der Zugezogene.“

„Sie reden von ihr in der Vergangenheitsform“, hakte ich vorsichtig nach.

„Beate starb vor fünf Jahren an Krebs.“

„Es war fürchterlich“, ergänzte Hannes. „Beate war ein sehr lebensfroher Mensch gewesen und bildhübsch. Mein Gott, ich habe selten eine schönere Frau gesehen: groß und schlank mit langen, blonden Haaren. Und dann bekam sie die Diagnose, dass sie nur noch ein halbes Jahr zu leben hätte.“ Er schluckte, als hätte er einen Kloß im Hals.

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