Joana Goede - Der Dichter und der Tod

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Der weltfremde Dichter Winfried Kromnagel wird durch einen plötzlichen Leichenfund mitten hinein in eine Mordserie geworfen, die sich nur um ihn zu drehen scheint. Gemeinsam mit Hauptkommissar Mehring versucht er mit allen Mitteln, das weit um sich greifende Sterben aufzuhalten. Doch das Gift schlägt immer wieder aus ungeahnten Richtungen zu, während Kromnagel vom Mörder persönlich bedroht wird.
Viele Wendungen in dem Fall sorgen für reichlich Verwirrung und falsche Fährten, denen Mehring und Kromnagel folgen. Nicht selten müssen sie zu spät erkennen, dass sie sich geirrt haben und einen anderen Weg einschlagen. Der Mörder spielt mit ihnen und lässt auch am Ende einiges im Unklaren.

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Und kaum hatte Kromnagel sein nervöses Gehen im Wohnzimmer wieder aufgenommen, kaum hatte er wieder an Mehrings Karte gedacht und an die Telefonnummer: „Ich könnte sie wenigstens neben das Telefon legen, für den Notfall...“ – da klingelte es wieder an der Tür.

Dieses Mal war es Anabell. Kromnagel fühlte sich regelrecht belagert von Menschen, die heute permanent etwas von ihm wollten. Außerdem war Anabell deutlich zu früh dran. Auch typisch für sie.

Anabells Stimme in der Gegensprechanlage war die erste an diesem Tag, über die er sich freute. Er wollte sie zuerst schnell wegschicken, damit sie nicht die Aufmerksamkeit des Mörders auf sich zog. Aber als Kromnagel ihre liebe, fröhliche Stimme in der Gegensprechanlage hörte, konnte er es nicht. Er brauchte sie. Und sie freute sich so, ihn zu sehen. „Winni, mach die Tür auf, das Essen wird ganz kalt, hier in dem blöden Regen!“

Kromnagel drückte auf den Knopf, es surrte und Anabell betrat das Haus. Ein schlechtes Gewissen breitete sich in Kromnagel aus. „Wenn ihr etwas passiert“, dachte er und sein Magen krampfte sich zusammen, „dann bist du schuld.“

Ungeduldig wartete er, bis er ihre Schritte im Treppenhaus hörte. Dann riss er die Tür auf, fiel dabei fast über Tristan, der Anabell ebenfalls liebte und sofort zur Tür gestürmt war, als er sie hörte. So tief konnte Tristan gar nicht schlafen, dass ihm Anabells Schritte entgangen wären.

„Na, da seid ihr zwei ja!“ Anabell umarmte Kromnagel, riss den Kater an sich und kraulte ihm heftig das Brustfell. Der Kater hing selig in ihren Armen und schnurrte. Kromnagel hatte Anabell die Tüte abgenommen, in der sie das Essen transportierte, und den klatschnassen Regenschirm in seinem kleinen Flur ausgebreitet. Mit diesem Schirm war der Flur gut gefüllt. Es war fast unmöglich, an ihm vorbeizugehen.

Geschwind warf Anabell ihren Mantel über den Küchentisch, quetschte sich am Schirm vorbei und setzte sich mit dem Kater auf dem Schoß in einen Sessel im Wohnzimmer. Kromnagel holte zwei große und einen kleinen Teller, Besteck und Gläser sowie eine Flasche angebrochenen Weißwein.

Anabell sagte zu ihm: „Du solltest nicht so viel Wein trinken, ehrlich. Das ist nicht gut für den Blutdruck.“

Kromnagel entgegnete: „Erstens hatte ich nie Probleme mit dem Blutdruck, zweitens brauche ich den Wein zur Steigerung der kreativen Energie. Davon lebe ich. Zumindest fast.“

Er fiel schwer in den Sessel, schenkte Anabell und sich ein Glas ein und leerte das seine in einem Zug. Anabell starrte ihn an. Sie hatte schöne blaue Augen und dunkle, kurze Haare. Die standen in alle Richtungen ab und umrahmten ein hübsches, niedliches Gesicht, dessen Wangen rot leuchteten. Der Kopf war insgesamt ein wenig zu klein geraten und die Ohren standen leicht ab. Manchmal hatte sie dadurch etwas Zwergenähnliches an sich. Das konnte man mögen oder nicht. Ihr Kleid lag eng an und präsentierte ihren schmalen, nicht sonderlich weiblich anmutenden Körper. Kromnagel bemerkte ihren verwunderten Blick nicht. Sie erkundigte sich: „Sag mal, Winni. Ist dir heute nicht gut? War was?“

Kromnagel blickte tief in sein leeres Glas und antwortete: „Man hat heute auf dem Westfriedhof eine Leiche gefunden.“

Anabell nippte an ihrem Glas und meinte: „Ja, das habe ich auch gehört. Der Friedhof ist seitdem sogar gesperrt. Gehst du da nicht immer spazieren?“

Kromnagel sah schnell auf und brummte leise: „Ich habe sie gefunden.“

„Was?“, rief Anabell. „Was hast du gefunden?“

„Sie.“ Kromnagel griff nun doch zur Weinflasche, während Tristan die Tüte mit dem chinesischen Essen umstrich. Es würde nicht lange dauern, bis er anfangen musste, sie zu zerpflücken. Denn Tristan liebte chinesisches Essen fast so sehr wie er Anabell liebte.

Anabell verzog das Gesicht, Kromnagel goss sein Glas voll und erklärte etwas ausführlicher: „Ich habe sie gefunden. Die Leiche. Eine junge Frau. Sie lag da einfach so im Regen. Erst das Kaninchen und dann sie. Ich bin quasi über sie gestolpert. Den halben Tag saß ich in dem Café und musste mit der Polizei sprechen. Ein Polizist hat mich anschließend sogar hergefahren. Mehring heißt er, ein netter Bursche. Hat vor zwei Jahren seinen Hund verloren. Eine tragische Sache. Sonst hat er keine Familie.“

Anabell stellte ihr Weinglas auf dem Tisch ab und hakte nach: „Du hast also wirklich diese Leiche gefunden? Winni, das, das ist ja furchtbar! Wie geht es dir? Du, du wirkst etwas durch den Wind.“

„Durch den Wind?“ Kromnagel hatte sein Glas schon zur Hälfte ausgetrunken. „Ich stehe völlig neben mir! Ich weiß nicht mehr, was ich gesehen habe und was nicht. Ich bin mir nicht mal sicher, ob...“

Das Schrillen des Telefons unterbrach ihn. Vor Schreck fiel ihm das Glas aus der Hand. Es landete auf dem Teppich, der Wein verteilte sich. Das Glas blieb heil. Kromnagel stierte verständnislos auf das Glas.

„Schon gut, ich mach das. Geh ran, vielleicht ist es wichtig.“ Anabell verschwand in der Küche, um einen Schwamm und Reinigungsmittel zu holen. Kromnagel kämpfte sich aus dem Sessel hoch, erreichte das Telefon und nahm ab. Er schloss die Augen vor Grauen, als er die gefürchtete Stimme vernahm.

„Ein nettes Mädchen. Ich wusste nicht, dass du eine Tochter hast. Sie sieht dir gar nicht ähnlich.“

Kromnagel presste zwischen den Zähnen hervor: „Sie ist nicht meine Tochter. Lass sie aus dem Spiel!“ Kromnagel wusste nicht genau, warum sie sich auf einmal mit Du ansprachen. Diese neue Stufe der Vertrautheit erweckte in ihm das unangenehme Gefühl, zu einem Komplizen des abscheulichen Verbrechens gemacht worden zu sein. Eine solche Vertrautheit war ihm nicht geheuer. Glatt erschien ihm der andere als alter Bekannter.

Der Anrufer sagte: „Ich entscheide, wen ich aus dem Spiel lasse. Du sagst ihr nichts. Rein gar nichts, wenn du willst, dass ihr nichts passiert. Kapierst du? Ihr nicht und der Polizei nicht. Niemandem. Alles bleibt schön unter uns.“

Kromnagel beteuerte: „Ich habe nichts gesehen. Wirklich nicht. Meine Brille...“

„Spar dir das! Du sprichst mit ihr nicht darüber und nicht mit der Polizei. Erzähl denen sonstwas. Denk dir was aus. Meinetwegen. Wenn dir dein Leben und das von der Kleinen lieb ist.“

Er legte auf, Kromnagel stand wieder fassungslos mit dem Hörer am Ohr, hörte auf das Tuten und bemerkte nicht Anabell, die mit dem Schwamm und dem Reinigungsmittel zurückkehrte und ihn musterte. Als sie ihn ansprach, zuckte er mächtig zusammen. „Alles klar?“

„Sicher, sicher.“ Er legte den Hörer auf, nahm ihr alles aus den Händen und brummte: „Gib her, das brauchst du nicht machen. Nur weil ich ein Greis bin, der sein Glas nicht mehr eigenständig halten kann.“ Er schrubbte eine Weile ordentlich den Teppich, wollte gar nicht damit aufhören. Denn das Schrubben verschaffte ihm Bedenkzeit. Anabell breitete derweil sorgfältig das Essen auf dem Tisch aus, schöpfte eine Kleinigkeit von allem für den Kater ab, der ungeduldig auf dem Sofa sitzend wartete. Seine grünen Augen flackerten freudig, sie waren über der Tischkante sehr gut zu sehen.

Als Anabell den kleinen Teller auf den Fußboden gestellt hatte und der Kater hinterhergesprungen war, musste Kromnagel sein Schrubben aber beenden. Der Schwamm war ohnehin drauf und dran, den Geist aufzugeben. Außerdem stank das Wohnzimmer nun penetrant nach Putzmittel. Selbst der Duft des ehemals warmen chinesischen Essens war kaum noch wahrzunehmen.

Anabell ließ sich in den Sessel zurückfallen, seufzte und sagte: „Nun ist aber mal gut. Der Teppich hat so viele Flecken, das sagst du doch immer. Da kommt es auf diesen auch nicht mehr an. Außerdem ist es nur Weißwein.“ Kromnagel erwiderte: „Da siehst du mal, warum ich niemals Roten trinke!“

Er verschaffte sich noch mehr Zeit, indem er langsam den Schwamm und die Flasche mit dem Reinigungsmittel in die Küche brachte, den Schwamm auswusch und alles ordentlich verstaute. Dabei überlegte er sich, was er Anabell jetzt erzählen durfte und was nicht. Denn dass er eine Leiche gefunden hatte, das konnte für den Mörder kein Problem darstellen. Das einzige, was ihn zu dieser Kontaktaufnahme veranlassen konnte, war die Sorge darum, dass Kromnagel ihn gesehen hatte. Womöglich sogar erkannt . Bei diesem Gedanken wurde Kromnagel für eine Sekunde von einem mächtigen Schwall Übelkeit überwältigt, der sich allerdings genauso schnell wieder verflüchtigte, wie er gekommen war. Denn alles in Kromnagel sträubte sich gegen die Idee, mit einem Mörder tatsächlich bekannt zu sein.

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