Joana Goede - Der Dichter und der Tod

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Der weltfremde Dichter Winfried Kromnagel wird durch einen plötzlichen Leichenfund mitten hinein in eine Mordserie geworfen, die sich nur um ihn zu drehen scheint. Gemeinsam mit Hauptkommissar Mehring versucht er mit allen Mitteln, das weit um sich greifende Sterben aufzuhalten. Doch das Gift schlägt immer wieder aus ungeahnten Richtungen zu, während Kromnagel vom Mörder persönlich bedroht wird.
Viele Wendungen in dem Fall sorgen für reichlich Verwirrung und falsche Fährten, denen Mehring und Kromnagel folgen. Nicht selten müssen sie zu spät erkennen, dass sie sich geirrt haben und einen anderen Weg einschlagen. Der Mörder spielt mit ihnen und lässt auch am Ende einiges im Unklaren.

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Kromnagel erwiderte: „Soso.“ Und wurde nachdenklich. Dann sprang er mit einem Mal wie angestochen auf, der Polizist zuckte vor Schreck ordentlich zusammen, und Kromnagel rief: „Wie war Ihr Name noch gleich, junger Mann?“

Der Beamte erhob sich ebenfalls und antwortete irritiert: „Mehring. Hauptkommissar Mehring. Ich hatte mich bereits vorgestellt.“

Kromnagel nickte, als erinnere er sich daran, diesen Namen schon einmal gehört zu haben. Dann warf er einen Blick in den grauen Himmel, streifte die Umgebung der verlassenen Haltestelle, suchte noch einmal nach dem Fremden, den er für sich selbst hielt, und sagte schließlich: „Gut, Herr Mehring. Fahren Sie mich nach Hause. Aber trinken Sie dort wenigstens einen heißen Kaffee mit mir und meiner Katze, damit Sie nicht an einer Lungenentzündung krepieren, bevor Sie diesen abscheulichen Mord aufgeklärt haben.“

Mehring murmelte: „Eine Tasse Kaffee werde ich wohl trinken können.“

Gemeinsam machten Sie sich nun auf den Weg zu den vielen Wagen, die auf dem nahegelegenen Parkplatz versammelt standen. Mehring nahm sich seinen dunkelblauen Dienstwagen, ließ Kromnagel einsteigen und fragte ihn nach der Adresse.

Im Auto war es kühl, allerdings zumindest richtig trocken. Kromnagel wurde sehr müde, als er so dasaß. Er fühlte sich unendlich alt und schwach. Hatte das Gefühl, etwas hätte seine Kraft aus den Knochen und Muskeln gesaugt, hätte nur verkrüppelte, schmerzende Nervenenden zurückgelassen, die als entzündetes Geflecht seinen gesamten Körper pochend am Leben hielten. Kromnagel fühlte sich nicht wie fünfzig, er fühlte sich wie neunzig, er fühlte sich wie wie kurz vor dem Abnippeln.

„Sagen Sie“, fing er ein Gespräch an, weil er sich nicht in Selbstmitleid verlieren wollte, „wie alt sind Sie, wenn ich fragen darf?“

Mehring antwortete: „Sechsunddreißig.“

Kromnagel wiederholte: „Sechsunddreißig. Haben Sie eine Frau? Kinder? Haus? Hund?“

Mehring lachte und gab zu: „Nein, ich muss Sie enttäuschen. Nichts von allem. Ich hatte einen Hund, aber der ist leider vor zwei Jahren gestorben. Seitdem wohne ich allein.“

Kromnagel: „Wollen Sie keinen neuen Hund?“

Mehring: „Noch nicht. Wissen Sie, ich habe den Hund sehr geliebt. Es braucht Zeit, um über so einen Verlust hinwegzukommen. Vielleicht schaffe ich mir nächstes Jahr wieder einen an. Allerdings ist es nicht so leicht, einen kleinen Hund zu haben. Man ist ja rund um die Uhr im Einsatz. Im Grunde kann man gar keine Beziehungen aufbauen, wenn man immer nur arbeitet. Außer zu den Kollegen.“

Kromnagel nickte verständnisvoll und hakte nach: „Das klingt anstrengend. Und warum machen Sie das?“

Mehring zuckte hilflos mit den Schultern, wobei er links abbog und sich suchend nach den Hausnummern umblickte, weil es bereits die richtige Straße war: „Ich schätze mal, es hat sich einfach so ergeben. Und ich mag meine Arbeit.“

Kromnagel nickte und sagte: „Das ist gut. Wenn Sie sie mögen, ist alles gut. Aber hören Sie auf mich, nehmen Sie sich wieder einen Hund. Wenn schon keine richtige Familie. Ein Mensch sollte jemanden haben, der sich freut, wenn er nach Hause kommt. Er braucht einen Freund, einen Gefährten.“

Mehring: „Und deshalb haben Sie eine Katze?“

Kromnagel: „Ich hatte sogar drei Katzen, aber nur diese ist noch übrig. Katzen sind wunderbare Mitbewohner. Eigenständig, sauber. Und wenn sie einen lieben, dann ist das eine hohe Auszeichnung. Man fühlt sich geschätzt und geehrt, wenn sie einen anschnurren, mit einem kräftigen Kopfstoß begrüßen oder schmusen wollen.“

Mehring hatte nun einen Parkplatz unweit von Kromnagels Haus gefunden. Kromnagel lebte in einer Wohnung, die ihm leider nicht gehörte. Nur zwei Straßenbahnstationen vom Friedhof entfernt. Er lebte in einem gräulichen Mehrfamilienhaus mit einem winzigen Garten an der Straßenseite sowie einem ziemlich großen Waschkeller, der es Kromnagel ermöglichte, sich den Gang zu Waschsalons zu sparen.

Die Miete fraß sein geringes Kapital auf. Es war eine gewöhnliche Wohnung mit zwei kleinen Zimmern, Bad und einer Küche. Diese belegte Kromnagel seit dem Ende seines Studiums, seit mehr als fünfundzwanzig Jahren. Er schrieb und las dort, er kochte und sah fern. Ab und an kam der einzige Mensch zu Besuch, den er gern bei sich hatte: Anabell, die Tochter seiner Ex-Freundin Myriam.

Zwar besuchten Kromnagel auch andere Leute. Verleger, Fans, alte Schulfreunde. Am meisten aber störte Kromnagel die Anwesenheit seines Bruders Sixtus, der seit seiner Scheidung vor fünf Jahren im selben Haus wohnte und ständig „auf ein Bier“ oder „auf einen Kaffee“ vorbeikam, sich Zucker, Sahne, Eier oder Klebeband borgte. Diese Besuche konnten nur noch dadurch gesteigert werden, wenn Sixtus seinen Sohn mitbrachte. Denn Kromnagels Neffe Benjamin, fünfzehnjährig und weitaus schlimmer, als Kromnagel sich selbst fünfzehnjährig in Erinnerung hatte, war chronisch übellaunig, chaotisch, manchmal gar aggressiv und vor allem unfassbar unhöflich. Besonders zu Kromnagels letztem verbliebenen Haustier, dem Kater Tristan, der sich von dem jungen Volk aber nichts bieten ließ. Seit neustem verließ der Kater, was auch immer er gerade tat, in dem Moment den Raum, in dem er eine der Stimmen von Kromnagels unliebsamer Verwandtschaft mit seinen geschulten Ohren vernahm. Er legte sich dann für die Zeit des Besuchs in Kromnagels Bett oder in den Wäschekorb, sofern sich frische Wäsche darin befand. Dort wartete er geduldig darauf, dass das Übel in Form des Neffens Benni wieder abzog.

Damit wären auch alle Personen genannt, mit denen Kromnagel in seinem Alltag zu tun hatte. Freunde hatte er nicht viele, dafür aber alte. Die sah er nicht oft, doch auch das zeichnet eine gute Freundschaft aus: dass man sich nicht mit ständigen Besuchen auf die Nerven geht, sondern sich in Ruhe lässt, wenn Ruhe gewünscht wird. Und Kromnagel wünschte möglichst viel Ruhe. Die brauchte er dringend zum Dichten. Denn das Dichten fiel ihm, je älter er wurde, immer schwerer.

Daran dachte Kromnagel, als er gleichzeitig mit Mehring aus dem Polizeiwagen stieg, erneut im strömenden Regen stand und die beiden schnell auf Kromnagels Haus zu liefen, das sich unauffällig in seiner Gewöhnlichkeit in den Regenhimmel erhob. Fünf Stockwerke hatte es, Kromnagel wohnte im Dachgeschoss. Weil Dichter nur in Dachwohnungen zufrieden sein können. Obwohl es dort freilich Erfindergeist braucht, um Bücher geschickt unterzubringen, bei all den Schrägen.

Über einen Fahrstuhl verfügte das Haus nicht. Im Treppenhaus war der Boden klatschnass und ziemlich dreckig. Kromnagel latschte mit seinem von innen und von außen nassen Stiefel voran, dabei machte der Stiefel bei jedem Schritt einen knatschenden Laut, der Kromnagel draußen im Regen nie aufgefallen war. Doch hier, wo im Treppenhaus jedes Geräusch doppelt so laut hallte, wie es tatsächlich war, störte ihn das Knatschen bereits im zweiten Stock dermaßen, dass er stehenblieb, den Stiefel mit einem ärgerlichen Gesichtsausdruck vom Fuß riss und ohne ihn weiterging. Für den tauben Fuß machte das ohnehin keinen Unterschied mehr. Aber Mehring wäre um ein Haar in Kromnagel hineingelaufen, weil der so abrupt anhielt.

Kater Tristan erkannte seinen Mitbewohner Kromnagel bereits lange bevor der den Haustürschlüssel in die Tür gesteckt hatte. Mehring vernahm beim Erreichen des fünften Stocks direkt ein leises Katzenjammern, das aus Kromnagels Wohnung kam.

Kromnagel kramte den Schlüssel heraus und sagte erklärend zu Mehring: „Er wird böse sein, weil ich so lange weg war. Er kann sich seine Dosen schließlich nicht selbst öffnen. Vermutlich ist er ausgehungert und schlecht gelaunt.“

Der Kater huschte als erstes, als Kromnagel die Tür öffnete, durch den Spalt ins Treppenhaus, rannte dreimal um Kromnagels Beine, stieß dabei sein forderndes Katzengeheul aus und beäugte anschließend stumm den neuen Gast. Kromnagel bat Mehring freundlich, einzutreten, ging nach ihm selbst über die Türschwelle und der hungrige Kater folgte ihm auf den Fersen. So verlor Kromnagel auch keine Sekunde. Er legte nicht einmal seinen Mantel ab, sondern ging direkt mit der nassen Socke und dem nassen Stiefel in die Küche, nahm eine Dose Katzenfutter aus dem Kühlschrank und entleerte sie in eine große, blaue Schüssel auf dem Boden. Der Kater hatte jeden dieser Schritte vom Küchentisch, auf den er gesprungen war, mit großem Interesse und schwer zu bändigender Ungeduld verfolgt. Er sprang hastig, als das Essen bereitstand, herunter und machte sich darüber her.

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