Joana Goede - Der Dichter und der Tod

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Der weltfremde Dichter Winfried Kromnagel wird durch einen plötzlichen Leichenfund mitten hinein in eine Mordserie geworfen, die sich nur um ihn zu drehen scheint. Gemeinsam mit Hauptkommissar Mehring versucht er mit allen Mitteln, das weit um sich greifende Sterben aufzuhalten. Doch das Gift schlägt immer wieder aus ungeahnten Richtungen zu, während Kromnagel vom Mörder persönlich bedroht wird.
Viele Wendungen in dem Fall sorgen für reichlich Verwirrung und falsche Fährten, denen Mehring und Kromnagel folgen. Nicht selten müssen sie zu spät erkennen, dass sie sich geirrt haben und einen anderen Weg einschlagen. Der Mörder spielt mit ihnen und lässt auch am Ende einiges im Unklaren.

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Die Tatsache, dass Kromnagel den Täter, bekannt oder nicht, gesehen hatte, ohne ihn zu sehen, ließ sich diesem offenkundig nicht vermitteln. Er wollte Kromnagel schließlich gar nicht zu Wort kommen lassen. Deshalb gab es, so schloss Kromnagel, keine Möglichkeit, den Mörder zu besänftigen oder die Aufmerksamkeit von sich abzulenken.

Und Mehring? War Mehring die Rettung? Doch mit der Polizei, so hatte der Anrufer gedroht, sollte Kromnagel auch nicht sprechen. Er sollte mit niemandem sprechen. Das war, fand Kromnagel, schwer haltbar. Zumal er der Polizei ja bereits von der unheimlichen Begegnung erzählt hatte. Immer mehr fühlte sich Kromnagel mächtig auf den Arm genommen. Aber die Sache war ja wohl kein blöder Scherz?

„Winni!“ Anabell wurde langsam ungeduldig im Wohnzimmer. Tristan hatte mittlerweile schon seine zweite Portion eingefordert. Dabei war die Ente längst kalt und der Reis etwas pappig. Der Kater verschlang trotzdem alles restlos, das man für ihn bereitgestellt hatte, solange nur ausreichend süß-saure Soße darauf war.

„Jaja.“ Kromnagel kam zurück ins Wohnzimmer geschlurft. Der alte Sessel knarrte, als er darin niedersank. Appetit wollte sich nicht wirklich einstellen, auch nicht bei dem Anblick des Essens. Anabell hatte die Teller schon befüllt und griff nun zum Besteck. Sie sagte: „Also, wenn du nichts essen willst, dann versteh ich das ja. Aber ich muss jetzt was essen, mir ist schon ganz schlecht vor Hunger.“

Als Kromnagel ihr einen schnellen Blick zuwarf, erschien sie ihm plötzlich ungewöhnlich blass. Ihre Augen hatten nicht die übliche Leuchtkraft, sie wirkte irgendwie krank auf ihn. Die Wangen, welche bei ihrer Ankunft in gesunder Röte gestrahlt hatten, schimmerten mit einem Mal eher gräulich. Allerdings vertraute er darauf, dass sie ihm mitteilen würde, wenn es ihr nicht gut ging. Vielleicht hatte sie nur einfach schlecht geschlafen in letzter Zeit. Es gab ja solche Phasen.

Kromnagel brummte: „Nur zu.“ Er selbst bohrte unsinnig seine Gabel in den Reis und stierte nachdenklich auf die Tischplatte. Anabell wollte wissen: „Wer hat denn gerade angerufen? Du warst ja ziemlich schockiert. So hat es zumindest ausgesehen.“

Erschrocken blickte Kromnagel auf, wog mögliche Antworten und deren Glaubwürdigkeit ab, dann behauptete er rasch: „Es, es war nochmal die Polizei. Ich soll morgen auf das Präsidium kommen, für das Protokoll. Dabei weiß ich jetzt schon gar nicht mehr, was genau passiert ist. Wie auch immer ich das morgen noch geordnet erzählen soll. Keine Ahnung, warum sie das heute nicht abgehakt haben. Ich, ich sehe nur immer, wenn mich jemand darauf anspricht, diese tote junge Frau. Es ist schrecklich. Mehr ist nicht hängen geblieben.“

„Hast du denn mit einem Psychologen gesprochen?“, erkundigte sich Anabell und erntete von Kromnagel ein wüstes: „Unsinn! Was soll das schon bringen? Ich muss schließlich allein damit fertig werden. Jemandem zu erzählen, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Leiche sah, ist doch Quatsch. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich etwas gesehen, das so schrecklich war. Ich weiß, dass mir übel wurde. Ich weiß, dass ich mich übergeben musste. Und dass ich fürchterlich erschrocken war, als sie einfach so dalag. Plötzlich, als ich den Schirm hochhob. Und das war alles nicht so bei dem...“

Er stockte und riss die Augen auf. Das Kaninchen war ihm wieder eingefallen. Dieses kleine tote Tier. „Das kann kein Zufall sein“, murmelte Kromnagel und Anabell fragte: „Was? Was hast du gesagt?“

„Nichts.“ Kromnagel nahm nun doch einen Bissen, dann zwei. Beim langsamen, gründlichen Kauen dachte er angestrengt an das Kaninchen und die tote Frau. „Sie beide“, dachte er, „sie beide findest du an einem Tag. Kurz hintereinander. Aber was soll so ein toter Hase mit einem toten Menschen zu tun haben? Kann ein Mensch einen Grund haben, ein Kaninchen zu töten? Erst das Tier, dann den Menschen? Ein herrenloses Wildkaninchen, das friedlich auf dem Friedhof unter seinen Artgenossen lebt?“

Nun bemerkte Kromnagel Anabells Blick, mit dem sie ihn beobachtete. „Woran denkst du?“, fragte sie. Dem Lyriker fehlten die Ideen. Er hätte etwas erfinden müssen, aber er wusste nichts. Er dachte nur an das Kaninchen. Somit musste er das einzige sagen, das sein Kopf enthielt: „Ich, ich denke an Kaninchen.“

Anaball gluckste vor Freude und rief: „An Kaninchen? Wie kommst du denn nun plötzlich darauf? Du hast dich doch nie für andere Tiere als für deine Katzen interessiert?“ Tristan hob den Kopf, als das Wort Katze fiel. Er hatte sich wieder auf dem Sofa eingerollt und war hochzufrieden weggedöst. Trotzdem bekam er immer mit, wenn von ihm die Rede war.

Kromnagel bemühte sich nun um einen unbeschwerten Ton, um von dem risikoreichen Thema des frühmorgendlichen Leichenfunds abzulenken: „Es ist so, dass ich überlege, ob Tristan und ich uns auf unsere alten Tage ein Kaninchen anschaffen sollten. Ich mag sie jetzt recht gern, diese kleinen Tierchen mit den lustigen Ohren. Irgendwie sind die immer gut drauf.“

Anabell staunte. Sie hakte nach: „Aber wie kommst du denn dazu? Hast du irgendwo eins gesehen, das dir gefiel? Im Zoogeschäft?“

Kromnagel schüttelte den Kopf und stellte klar: „Ich sehe nur die ganzen Häschen im Park. Weißt du, natürlich besonders im Sommer. Aber im Winter kriegt man auch welche zu Gesicht. Und wenn dann die ganzen Kleinen rauskommen, ist das schon toll. Auf dem Friedhof gibt es ja auch Massen. Jedes Mal, wenn man um eine Ecke biegt, sieht man eins. Oder gleich mehrere.“

Kromnagel glaubte sich damit gut aus der Affäre gezogen zu haben und erzählte Anabell so viel über die Kaninchen, die er ständig sah, kam dann zu den Eichhörnchen und schließlich zu Hunden, dass Anabell sich zu langweilen begann. Ihr ging wohl auf, dass Kromnagel, der ansonsten Katzen über alles stellte, in diesem Moment ablenken wollte. Er wollte von etwas ablenken, über das er auf keinen Fall reden wollte. Und Anabell akzeptierte das. Sie vermutete, dass er erst selbst mit sich die Sache mit der Leiche ausführlich bereden musste, bevor er sie, Anabell, in seine Gedanken und Gefühle einweihen konnte. Denn Kromnagel war ein Mensch, der viel mit sich selbst und wenig mit anderen sprach. Zumindest behauptete das Anabells Mutter, die sich unter anderem aus diesem Grund von dem merkwürdigen Dichter getrennt hatte. Sie meinte, dass sie an ihn nie hätte herankommen können. Nicht einmal über seine Lyrik.

Bei Kromnagel musste man immer das Gefühl haben, dass dieser Mann etwas verbarg. Anabell selbst störte sich nicht daran, denn sie wusste, dass es sich bei Kromnagel um nichts Schlimmes handeln konnte. Er verbarg lediglich sich selbst vor den Blicken der anderen. Sein gutes Recht, fand sie. Auch in seinen Gedichten entblößte er sich niemals vollständig. Und Anabell glaubte, dass zu einem guten Dichter, für den sie Kromnagel hielt, auch ein bisschen Geheimnis gehörte.

Als Anabell ging, atmete Kromnagel hörbar auf. Er lud sie ein, in ein paar Tagen noch einmal zu kommen, wenn er sich etwas beruhigt hatte. „Es ist alles noch so frisch. Tut mir leid, wenn ich heute Abend nicht so lustig war.“

Anabell umarmte ihn fest. „Es macht nichts, Winni. Wirklich nicht. Mach dir keine Gedanken darüber. Ich ruf an, wenn ich zwischendurch Zeit habe, damit ich hören kann, wie es dir geht. Und du kannst dich natürlich auch melden, wenn was sein sollte. Wenn du einen zum Reden brauchst oder so.“

Kromnagel schloss die Tür hinter ihr, lehnte sich dagegen, sackte langsam an dem dunklen Holz herunter, bis er auf dem Boden saß.

Vor ihm zeigten sich kleine Pfützen, die Anabells nasser Regenschirm hinterlassen hatte. Kromnagel dachte an seinen Regenschirm, der noch irgendwo auf dem Friedhof liegen musste. Wenn die Spurensicherung ihn nicht einkassiert hatte. Er nahm sich vor, Mehring zu fragen, ob er ihn zurückkriegen könnte. Es war immerhin sein einziger Regenschirm. Ohne ihn konnte er im Grunde gar nicht nach draußen bei dem schrecklichen Wetter. Ein Blick aus dem Fenster, wo die Sonne untergegangen war, bestätigte seine Vermutung, dass es noch immer in Strömen goss. „Was für ein Wahnsinn“, dachte Kromnagel. Er meinte damit sowohl das Wetter als auch den Fall, in den er ohne sein Zutun verstrickt worden war.

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