Petra Kuenkel - Mona

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Mona: краткое содержание, описание и аннотация

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Als Global Citizen hat Mona – eine erfolgreiche Top-Managerin in ihren Vierzigern in einem deutschen Automobilkonzern – alle ihre Karriereziele erreicht. Sie lebt ihre wilde Seite in Berlin, ihre strategische in Stuttgart und ist verliebt in Chris, einen charismatischen Kanadier auf Weltreise, der seinen hochdotierten Posten in einem pharmazeutischen Konzern aufgegeben hat. Aber an dem Tag, als Chris ihr eröffnet, dass er sie verlässt, um nach Afrika zu gehen, ändert sich alles. Warum erhält sie eine unerwartete Einladung nach Indien? Was hat es mit dem vergilbten Manuskript auf sich, das Chris bei ihr liegen lässt? Beim Versuch das Rätsel zu lösen, gerät sie tiefer und tiefer in einen Strudel von Ereignissen, die ihr Leben umkrempeln. Ihr Verdacht bestätigt sich: Chris hat bei dem, was ihr passiert, die Hände im Spiel, und dass sie ihn immer mehr vermisst, ist ihr gar nicht recht.

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Da ich meine Ankunftszeit in Stuttgart beim Valet Park Service angegeben hatte, stand der Dienstwagen zum Einsteigen bereit. Meine Tochter verabscheute diesen Luxus, ich jedoch genoss ihn. Perfekte Planung. Um 9.15 Uhr würde die erste Sitzung zur letzten Abstimmung einer Präsentation für den Personalvorstand beginnen. Es ging um meinen Ansatz für die zukünftige Personalstrategie des Konzerns. Ich hatte in den Jahren auf meiner jetzigen Position gelernt, wie man Entscheidungsvorlagen so geschickt vorbereitete, dass Vorstandsmitglieder in der entscheidenden Sitzung nur zustimmen konnten. Wer strategisches und wohlüberlegtes Handeln nicht beherrschte, der hatte keine Chance und war auf die Dauer nur frustriert. Und davon gab es einige. ‚Kalt gestellt’ hieß das in meiner Terminologie, wenn man keine Gelegenheit mehr hatte, das Unternehmen und seine Richtung zu beeinflussen. Es war schockierend sehen, dass es für viele Menschen kein Leben außerhalb des Konzerns zu geben schien, als würde die Welt nur aus der Firma bestehen. Ein ehemaliger Kollege, der den Aufbau China geleitet hatte, bemerkte nach seiner Kündigung mit sarkastischem Humor: „Es gibt Manager, nimmt man denen den Dienstwagen weg, so erhängen sie sich sofort.“ Und in der Tat hatte es vereinzelt Suizide nach Positionsveränderungen oder Auflösungsverträgen gegeben. Ich war dafür zuständig, dass solche Vorfälle strengstens vertraulich behandelt wurden. Es waren die Momente, in denen ich mich als Versagerin sah – wenn ich nichts hatte dagegen tun können.

Ich parkte den Wagen im für den obersten Führungskreis reservierten Bereich der Parkgarage und lief wegen des engen Kostüms in kurzen Schritten zu meinem Büro. Zur Begrüßung verwickelte ich meine beiden Sekretärinnen in ein kurzes persönliches Gespräch, wie es unter Frauen üblich ist.

„Und Sie?“, fragte Rosi, meine Chefsekretärin, „was haben Sie am Wochenende gemacht?“

„Nur in Cafés herumgesessen, was man so macht in Berlin!“, antwortete ich lachend. „Und Emails von meinen Kindern beantwortet. Ich glaube, sie vermissen mich nicht.“

„Unsinn, natürlich vermissen sie Sie! Aber sie sind wahrscheinlich ganz die Mutter, sie lassen es sich nicht anmerken.“

Woher wusste sie, dass es genau darum ging, nämlich mir nicht anmerken zu lassen, dass ich Chris vermisste?

Ich wechselte in den Arbeitsmodus.

„Liegt etwas an, was ich noch nicht weiß?“

„Nein, nur das Geplante. Außer einer Dame, die heute Morgen bereits angerufen hat. Sie ist aus Indien, die sind da ja vier Stunden voraus. Sie wollte Sie persönlich sprechen. Ich habe ihr gesagt, dass Sie den ganzen Tag in Terminen seien und daher nicht zurückrufen könnten vor 17 Uhr und da wäre es ja schon zu spät für Indien. Ich habe sie gebeten, mir eine Email zu senden und zu erklären, worum es geht. Ich würde Sie dann in Kenntnis setzen.“

Ich war zufrieden. Meinen beiden Sekretärinnen hatte ich beigebracht, grundsätzlich ungeplante Anrufe abzuwimmeln und nie meine eigene Email Adresse herauszugeben. Trotzdem hatte ich plötzlich das Gefühl, nachhaken zu müssen.

„Und, wie hieß die Dame?“

„Ich habe mir den Namen buchstabieren lassen, das ist ja nicht so einfach mit den indischen Namen.“ Sie nahm einen Zettel vom Schreibtisch.

„Deepali Puri heißt sie.“

Ich muss völlig verdutzt geguckt haben, bevor ich geschäftsmäßig die Mappe mit den für mich vorbereiteten Unterlagen entgegennahm und in mein Büro ging. Meine Großmutter hatte mir den Grundsatz eingeschärft, dass man Hinweise zweimal ignorieren durfte. Wenn sie dreimal hintereinander auftauchten, musste man handeln. Ich blieb an der Tür zu meinem Büro stehen.

„Rufen Sie sie zurück und geben Sie ihr einen Telefontermin um 13.30 Uhr. Das müsste reichen trotz Zeitverschiebung. Ich werde sicherstellen, dass ich bis dahin aus der Sitzung heraus bin. Können Sie mir eins von den Bio-Sandwiches aus der Kantine besorgen? Das würde mir Zeit sparen. Danke.“

Der Herbsttag war auch in Stuttgart sonnig. Von meinem Büro aus hatte ich einen Blick über die fast kahlen Wälder hinweg bis zum Schwarzwald. Den ausladenden Schreibtisch aus Naturholz hatte ich so stellen lassen, dass ich den Blick genießen konnte. Mit einem unüberhörbaren Seufzer ließ ich mich auf den Ledersessel fallen und öffnete die Mappe, um die korrigierten Unterlagen für die Vorstandssitzung durchzugehen. In diesem Moment vibrierte mein iPhone. Ich überflog die Entscheidungsvorlagen und sah dann nach, von wem die SMS war. Chris hatte geschrieben: „Liebe Mona, bei den Glücksfällen in meinem Leben zählst du doppelt. Dein Chris.“ Es musste kurz vor seinem Abflug nach Brüssel sein. Nein, ich würde ihm nicht zurückschreiben. Warum musste dieser Mann unbedingt nach Afrika gehen?

4

Ich schloss demonstrativ die Tür zu meinem Büro und warf verärgert die Mappe mit den Notizen aus der Vorstandssitzung auf den Schreibtisch. Dort lag das Sandwich aus der Kantine, daneben stand ein Pappbecher mit einem Latte Macchiatto. Fair Trade Kaffee. Meine Sekretärin wusste, wie wichtig mir das war, seitdem Nina mich energisch darauf hingewiesen hatte, dass nur die Veränderung des Konsums Einfluss auf Unternehmen haben würde. In meinem Blickfeld waren auf dem Schreibtisch etliche Zeitungsartikel ordentlich angeordnet. Alle drehten sich um das Thema ‘Frauenquote im Management’. Hatte meine Sekretärin gewusst, worum es in der Sitzung gehen würde? Auf der offiziellen Agenda hatte nichts davon gestanden. Ich überflog kurz die Artikel, schob sie verärgert beiseite und stellte mich mit dem Kaffee ans Fenster in der Hoffnung, der Blick auf die Wälder würde mich beruhigen. Eine Krise kam nie alleine. Das wusste ich. In der Ferne stieg ein Flugzeug über die von der Sonne angestrahlten Hügel auf. Chris musste jetzt schon unterwegs sein in ein Land, das ich nicht kannte und das mir fremd war. In eine Stadt im Chaos, von der ich gelesen hatte, sie berge jederzeit die Gefahr von Unruhen. Und dann noch dieser absurde Vorstandsbeschluss. Statt sich eingehend mit meiner Personalstrategie zu befassen, war es nur um die öffentliche Debatte zur Frauenquote gegangen. Ich hatte geahnt, dass es mit dem neuen Personalvorstand, Herrn Wagner, nicht so einfach werden würde wie mit seinem Vorgänger, mit dem ich bestens zusammengearbeitet hatte. Im Konzern wurde hinter vorgehaltener Hand darüber getuschelt, dass Herr Wagner auf geschickte Weise die einzige Bewerbung einer weiblichen Kandidatin ausgehebelt habe, um auf seinen Posten zu kommen. Beweise dafür gab es keine. Ich vermutete, dass er, um aller Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, sich in den Kopf gesetzt hatte, innerhalb von 5 Jahren 30% aller Managementpositionen mit Frauen zu besetzen. Freiwillig. Angeblich als Reaktion auf den Druck aus der Öffentlichkeit. Als Personalleiterin des Konzerns landete das auf meinem Schreibtisch – eine Vorgabe, die ich umsetzen sollte. Warum hatte mich keiner vorgewarnt? Warum war ich nicht rechtzeitig konsultiert worden?

Ich schüttete zwei Löffel Zucker in den Kaffee und schöpfte den Schaum ab. Dem Vorstand war nicht klar, was der Beschluss bedeuten würde. Die Vorgabe war völlig unrealistisch! Die gegenwärtige Unternehmenskultur machte es unmöglich, den Anteil an Frauen in Führungspositionen wesentlich zu erhöhen. Nicht jeder Mensch begab sich freiwillig in ein Haifischbecken. Und Frauen? Ich kam in dem Umfeld gut klar. Andere Frauen dagegen nicht. Das wusste ich aus zahlreichen Personalgesprächen.

Ich hatte gelernt zu trennen: Privatleben in Berlin, berufliche Karriere in Stuttgart. Lebenskunst am Wochenende, Zielstrebigkeit im Konzern. Ohne die räumliche Distanz hätte ich es nicht geschafft. Beruflich genoss ich meinen Einfluss. Ich liebte durchzusetzen, was ich für sinnvoll hielt und was mit meinen Werten hinterlegt war. Im Zweifel für den Menschen. Das hatte ich immer hochgehalten. Als Leiterin der Personalabteilung hatte ich ja ständig mit Mitarbeitern zu tun, oft mit den persönlichen Dramen der Manager. Ich war überzeugt, dass die meisten Frauen sich bei uns nicht wohlfühlen würden, und das würde sich auf das Geschäftsergebnis niederschlagen. Frauen brauchten mehr Freiräume, mehr Sinn. Meine männlichen Kollegen machten gerne Konzessionen für die Karriere. Sie stellten sich selbst, ihre großen Lebensfragen und natürlich die Familie hinten an.

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