Petra Kuenkel - Mona

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Als Global Citizen hat Mona – eine erfolgreiche Top-Managerin in ihren Vierzigern in einem deutschen Automobilkonzern – alle ihre Karriereziele erreicht. Sie lebt ihre wilde Seite in Berlin, ihre strategische in Stuttgart und ist verliebt in Chris, einen charismatischen Kanadier auf Weltreise, der seinen hochdotierten Posten in einem pharmazeutischen Konzern aufgegeben hat. Aber an dem Tag, als Chris ihr eröffnet, dass er sie verlässt, um nach Afrika zu gehen, ändert sich alles. Warum erhält sie eine unerwartete Einladung nach Indien? Was hat es mit dem vergilbten Manuskript auf sich, das Chris bei ihr liegen lässt? Beim Versuch das Rätsel zu lösen, gerät sie tiefer und tiefer in einen Strudel von Ereignissen, die ihr Leben umkrempeln. Ihr Verdacht bestätigt sich: Chris hat bei dem, was ihr passiert, die Hände im Spiel, und dass sie ihn immer mehr vermisst, ist ihr gar nicht recht.

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Ninas Vater, ein Exilant aus Guinea, hatte ich kennengelernt, als er nach dem Ingenieurstudium in Moskau nach Berlin gezogen war. Er erinnerte mich an meinen Vater, der davon geträumt hatte, in sein Heimatland zurückzugehen, um den Aufbau eines demokratischen Staates zu unterstützen. Den Traum von einer glücklichen Familie hatten wir schnell ausgeträumt. Unsere Wege liefen auseinander, weil unsere Träume nicht zusammenpassten. Wo waren meine geblieben?

Nach der Trennung unterstützten mich meine Mutter und meine Großmutter, da ich mit wenig Einsatz des Vaters nahezu alleinerziehend war. Zu oft musste ich die unaufgeforderten Ratschläge meiner Großmutter ertragen. Trotzdem hätte ich nicht gedacht, wie sehr ich sie vermissen würde. Erst als ich vor vielen Jahren auf ihrem Sterbebett ihre knochigen Hände hielt, die sie wie ein Gemälde still und unbeweglich auf den weißen Bezug ihres Bettes im Krankenhaus gelegt hatte, wusste ich, dass die Zeit kommen würde, in der ich mich nach ihren Geschichten sehnen würde. Geschichten, die immer eine Moral hatten, in denen ihre Weisheiten aus den Meinungen und Handlungen ihrer Protagonistinnen sprachen. Was mir von davon blieb, war eine ihrer Jugendstilkommoden, die wie ein Mahnmal einer anderen Zeit in meiner ansonsten karg und in Grautönen eingerichteten Wohnung stand. Meine Großmutter hatte mich gebeten, sie bis zu ihrem nächsten Leben zu verwahren. Ich hatte nie die Zeit, alle Briefe, Zettel mit Notizen und Geschichten zu lesen, von denen sie überquoll. Wie gut sich meine Tochter mit meiner Großmutter verstanden hätte! Aber sie starb, als Nina noch im Kindergarten war.

Mein Blick fiel auf einen Stapel Papiere auf dem Holzfußboden neben der Kommode. Es kam vor, dass ich etwas auf den Boden legte und wochenlang nicht anrührte. Dennoch war es mir unangenehm zuzugeben, dass diese Papiere seit mehreren Monaten dort lagen. Es waren die Unterlagen von der Konferenz zu Zukunftstrends im Management, auf der ich Chris kennengelernt hatte. In einer der Kaffeepausen stand ich an einem der weiß verhüllten Stehtische, als er sich neben mich stellte und mich mit seinen klaren grünen Augen anlächelte. In fließendem Deutsch hatte er gefragt, was ich von der Konferenz halten würde und ob ich der Meinung sei, es gäbe so etwas wie Zukunftstrends, die man bestimmen könne. Ich war irritiert, dass er mich nicht auf meinen eigenen Vortrag zu ‚Innnovation im Management’ angesprochen hatte. Stattdessen verwickelte er mich in ein Gespräch, an das ich mich nicht genau erinnern konnte. Nur dass er Kanadier war, blieb bei mir haften. Ich achtete zu sehr auf seine Augen und vergaß zu fragen, wo er sein akzentfreies Deutsch gelernt hatte, weil ich blitzschnell mein Gegenüber erfasste. Ehering am Ringfinger der linken Hand. Sympathisches Äußeres, ein gewinnendes Lächeln, charmant, groß, etwa Mitte vierzig. Ich ärgerte mich über mich. Das Einschätzen von Männern war eine schreckliche Angewohnheit. Sozusagen eine Berufskrankheit. Im professionellen Alltag war das sinnvoll. Als Leiterin der Personalabteilung eines Automobilkonzerns musste ich Stellenbewerber innerhalb von kurzer Zeit intuitiv erfassen. Meistens wusste ich sehr schnell, ob sie sich für eine Aufgabe eigneten oder nicht. Ich lernte allerdings nie Männer auf Konferenzen kennen, die sich fürs Private eigneten. Trotzdem konnte ich das Taxieren nicht lassen.

„Und woher aus Kanada kommen Sie?“, hatte ich höflich interessiert gefragt.

„Aus Vancouver!“

„Ach, mein Sohn ist letzte Woche für ein Jahr nach Vancouver gegangen“, bemerkte ich.

„Da hat er sich eine wunderbare Stadt ausgesucht. Sie sollten rechtzeitig dafür sorgen, dass er nicht dort bleibt. Die Stadt hat eine besondere Energie.“

An den Moment konnte ich mich genau erinnern. War es das schelmische Augenzwinkern, das mir das Gefühl gab, ich würde nicht zum ersten Mal mit diesem Mann sprechen? Oder war es das sachte Spiel seiner Finger auf der weißen Tischdecke, das mich unvermittelt anzog, als hätte ich gewusst, wie sich seine Hände anfühlten? Ich war vor dem Anflug einer unerklärlichen Vertrautheit geflüchtet, hatte schnell einen vorbeigehenden Kollegen angesprochen und mich von Chris verabschiedet. Hätte ich es dabei bewenden lassen sollen?

Ich hob die Papiere auf, um sie in den Behälter für Altpapier zu werfen. Es war Prinzip für mich, nichts Unwichtiges aufzubewahren. Chris war nun Vergangenheit. Und diese Konferenz auch.

Als ich in die Küche ging, fiel ein Papier aus dem Stapel heraus. Ich griff danach und las die Ankündigung des Vortrags von der Leiterin der Personalabteilung eines indischen Automobilkonzerns, Deepali Puri. ‚Wie Frauen Unternehmen verändern’ war der Titel. Ich hatte ihn verpasst, weil ich einen Anruf von einem Kollegen bekam mit der Bitte, ich möge dringend mein iPhone checken und seine Email beantworten. Wir standen im Konzern unter Druck, uns dem Thema ‚Frauen im Management’ anzunehmen. Aber bisher hatte ich verhindern können, dass es klare Vorgaben gab, die ich hätte umsetzen müssen.

Zögernd schob ich die Papiere zusammen und entsorgte sie in den Behälter für Altpapier. Männer, die sagen‚ ‚alles ist offen’, meinen Abschied. Sie sind nur zu feige, das klar auszudrücken. Als müsste ich das Ende energisch besiegeln, holte ich die DVD von Chris aus meiner Handtasche. Ich stellte sie neben die anderen DVDs ins Regal, so dass sie in der Menge nicht auffallen würde.

Was wusste ich über diesen Mann? Geboren in Vancouver. Studium der Betriebswirtschaft in Montreal und in Hamburg. Für sieben Jahre Manager bei einem pharmazeutischen Unternehmen in den USA, anschließend Angestellter einer Entwicklungshilfeorganisation in Kanada. Er hatte sich ein Jahr Auszeit genommen, um durch die Welt zu reisen und seine letzte Station war Berlin. Er war kaum älter als ich. Getrennt lebend, Scheidung geplant, wie er mir nebenbei sagte, eine Tochter in Kanada. Ich hatte beobachtet, wie sich bei einer SMS sein Gesichtsausdruck veränderte – ein weiches Lächeln, das lange anhielt. Obwohl ich nicht nachfragte, flüsterte er: „Von meiner Tochter Ann, sie wollte fragen, wo ich stecke.“

Ich griff jetzt nach einem Teebeutel mit dem wunderbaren Namen ‚Energie für die Seele’, die man neuerdings in jedem Bioladen kaufen konnte, und goss mir einen Tee auf. Die heiße Tasse balancierte ich in mein Arbeitszimmer. Ich setzte mich an den Schreibtisch, ohne das Licht anzuschalten, und lehnte mich bequem und leicht schaukelnd zurück.

Draußen hatte es aufgehört zu regnen. Die feuchte Dunkelheit lag drohend über der Stadt und versprach den Beginn eines noch dunkleren Winters, in dem man vergessen konnte, dass Jahreszeiten wechselten. Vor mir breitete sich hämisch ein Alleinsein aus, das ich sonst immer genossen hatte. Nun kroch es in meine Gedanken wie eine heimliche Rache für die vielen Momente, in denen ich es mir herbeigesehnt hatte. Wie war ich hier hingeraten?

Einige Tage nach der Konferenz hatte Chris auf meinem Handy angerufen. Er würde mich gerne als Mensch treffen, nicht als Managerin. Ich war so irritiert, dass ich einen Moment am Telefon nichts hatte sagen können. Seine Direktheit erklärte ich mir als Kulturunterschied.

Noch im gleichen Gespräch fragte er, ob ich Zeit für einen Spaziergang am Wochenende hätte. Spontan stimmte ich zu und schlug den Tiergarten vor. An einem wunderbaren Spätsommertag schlenderten wir zwischen turtelnden Pärchen und grillenden türkischen Familien durch den Park. Ich lief schneller als er, das war mir sofort aufgefallen, weil ich es ungewöhnlich für einen Mann seiner Größe fand. Ob er versuchte, sich auf den Schritt einer Frau einzustellen?

Im Zusammensein mit Chris überraschte ich mich selbst, weil ich von meinen Grundsätzen abwich: kein Sex, bevor nicht eine freundschaftliche Beziehung etabliert war. Schon das Wochenende nach unserem ersten gemeinsamen Spaziergang verbrachten wir im Bett. Ich konnte seinen Lippen nicht widerstehen und mich nicht satt trinken an seinem Körper. Ich wollte seine Hände auf meiner Haut spüren. Ich fühlte mich zeitlos, wenn wir zusammen waren. Als hätte es nie etwas anderes gegeben als Chris und mich. Und jetzt hatte ich noch nicht einmal ein Foto von ihm.

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