Petra Kuenkel - Mona

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Als Global Citizen hat Mona – eine erfolgreiche Top-Managerin in ihren Vierzigern in einem deutschen Automobilkonzern – alle ihre Karriereziele erreicht. Sie lebt ihre wilde Seite in Berlin, ihre strategische in Stuttgart und ist verliebt in Chris, einen charismatischen Kanadier auf Weltreise, der seinen hochdotierten Posten in einem pharmazeutischen Konzern aufgegeben hat. Aber an dem Tag, als Chris ihr eröffnet, dass er sie verlässt, um nach Afrika zu gehen, ändert sich alles. Warum erhält sie eine unerwartete Einladung nach Indien? Was hat es mit dem vergilbten Manuskript auf sich, das Chris bei ihr liegen lässt? Beim Versuch das Rätsel zu lösen, gerät sie tiefer und tiefer in einen Strudel von Ereignissen, die ihr Leben umkrempeln. Ihr Verdacht bestätigt sich: Chris hat bei dem, was ihr passiert, die Hände im Spiel, und dass sie ihn immer mehr vermisst, ist ihr gar nicht recht.

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In dem Moment vibrierte mein iPhone. Ich griff in die Handtasche und suchte eine Weile. Mein Sohn Micha hatte eine Nachricht geschickt. Er war seit zwei Monaten im Schüleraustausch in Vancouver.

„Und?“, fragte Chris, obwohl ich nichts gesagt hatte, „was schreibt er?“

„Ich glaube, es soll heißen, dass er mit Freunden paddelt! Im November? Bei den vielen Abkürzungen kann man das kaum lesen. Eigentlich müsste bei ihm doch noch gestern sein.“

„Vancouver sind neun Stunden Zeitdifferenz“, warf Chris ein. Wieder diese Stimme voller Gewissheit. Als müsste er mir die Welt erklären. Ich hasste es, wenn Männer das taten. Und dennoch würde ich die Anteilnahme an den Alltäglichkeiten vermissen, genauso wie ich mich fast danach sehnte, mit meinem Sohn wieder über die nicht gemachten Schularbeiten zu streiten. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, dass Chris mir beim Kochen über die Schulter gesehen hatte, nachdem ich eine SMS an meinen Sohn geschickt hatte, um zu fragen, wie es in der Schule läuft. Leise, fast zärtlich hatte er mir ins Ohr geflüstert: „Lass ihn einfach mal. Er braucht Abstand.“ Als ich ihn verärgert ansah, hatte er hinzugefügt, Micha müsse sich selbst finden – alleine erwachsen werden. Brauchte auch Chris Abstand von mir? Musste er sich selbst finden?

„Ich muss los“, sagte ich jetzt, obwohl es nicht stimmte.

„Ich weiß“, sagte Chris mit fester Stimme.

Ich suchte in meiner Handtasche nach dem Portemonnaie. Im Hintergrund sang Ismael Lo seine Lieder aus Westafrika, die ich nur hörte, wenn ich mich nach etwas sehnte, das ich nicht benennen konnte. Ich war nie selbst in Afrika gewesen.

„Lass mal, ich mach das!“

Chris hatte seine Brieftasche schon hervorgezogen und winkte der Kellnerin.

„Okay, danke, das nächste Mal bin ich dran“, sagte ich mit bewusst zynischem Unterton. Ich hoffte, er würde in dem gedämpften Licht des Cafés nicht bemerken, dass meine Augen feucht waren.

„Kein Kuss, okay?“, flüsterte ich.

„Okay“, sagte Chris gedehnt und lächelte.

Als ich aufstehen wollte, hielt er mich am Arm fest.

„Mona! Bist Du glücklich mit deinem Leben? Bist du sicher, dass du das Richtige tust? Gibt es nicht noch etwas Größeres, das du machen musst? Etwas, das dich wirklich treibt, dein Herz berührt und dich furchtlos macht?“

Ich hörte seine Worte, als wäre er am Ende eines großen Raumes und ich auf der anderen Seite. Sie erreichten mich nicht, verhallten in der Leere. Was wollte er mit solchen Fragen zu diesem Zeitpunkt? Draußen regnete es noch immer und ich beschloss, nicht auf ihn einzugehen. Ich ahnte, dass der Berliner Winter sich ankündigte. Lang, kalt und dunkel.

„Also bleibt es dabei?“, fragte ich im Aufstehen, ohne ihn anzusehen. „Es ist alles offen?“

„Ja“, antwortete er fest, „es bleibt dabei. Es ist alles offen.“

2

Im Treppenhaus roch es scharf nach zu viel Putzmittel und es kam mir vor, als würde die braun gestrichene Holztreppe mehr als sonst knarren. Ich suchte in der Handtasche nach dem Wohnungsschlüssel, der sich wie immer versteckt hielt, und zog stattdessen überrascht eine DVD heraus. „Kinshasa Symphony“ stand auf dem Deckblatt. Also doch ein Abschiedsgeschenk! Ich hatte nicht bemerkt, dass Chris etwas in meine Handtasche getan hatte. Ohne Nachricht. Ohne Kommentar. Nicht eingepackt. Genau so war er. Kann man jemanden mögen, den man nicht versteht? Ich setzte mich auf die oberste Treppenstufe und überflog, was auf der Rückseite stand. Ein Dokumentarfilm über ein Amateurorchester in Kinshasa. Was wollte er mir damit sagen? Und was sollte die Frage, ob ich das Richtige tun würde? Jetzt fand ich den Schlüssel. Als ich die Tür zu meiner Wohnung öffnete, fiel mir ein Lieblingssatz meiner Großmutter ein: „Man kann alles ändern in der Welt, aber es ist Zeitverschwendung gegen die Realität anzukämpfen, wie sie gerade ist.“ Ich ließ die Tür ins Schloss fallen, als würde ich die letzten Wochen meines Lebens unwiderruflich hinter mir lassen müssen. Ohne Bedauern. Ohne Sehnsucht. Vor mir breitete sich dunkel die Geräumigkeit meiner vier Zimmer aus. Sie verliefen sich in zwei Dachterrassen, die den Blick auf die dunkle Spree und auf die selbst nachts zu hellen Dächer von Berlin freigaben. Entgegen aller Argumente von Freunden war ich alleine mit zwei Kindern in den fünften Stock gezogen. Das trainiert, hatte ich argumentiert. Wenn ich am Wochenende in Berlin war, ging ich morgens im Tiergarten joggen und lief langsam an der Spree entlang zurück. Danach waren die fünf Stockwerke eine Leichtigkeit. Außerdem konnte ich von hier aus alles zentral erreichen, vor allem den Flughafen, das Sprungbett zu meiner Arbeit in Stuttgart.

Das Schuhregal quoll über, deswegen stellte ich meine Stiefel zu den anderen Schuhen daneben. Ordnung war nie meine Stärke gewesen, Strategie dagegen sehr. Ich war für strukturiertes Denken, systematische Planung und Entscheidungskompetenz bekannt. Ob es mir gelingen würde, bis zum Montagmorgen diesen rätselhaften Mann aus meinem Leben zu verbannen? Dann würde ich im Flugzeug nach Stuttgart sitzen und hochkonzentriert die nächste Vorstandssitzung vorbereiten müssen. Gefühle sollten da keinen Raum einnehmen und für weiteren Abschiedsschmerz wäre ohnehin keine Zeit.

Diszipliniert warf ich den Wohnungsschlüssel in eine Holzschale, die ich für diesen Zweck auf einen Tisch neben der Tür platziert hatte. Das hatte ich mir angewöhnt, um zu verhindern, dass ich bei zu viel Stress den Schlüssel verlegte. Die Handtasche mit der DVD stellte ich auf den Holzfußboden ab, hängte meinen Mantel ohne Bügel an die Garderobe und ging ins Wohnzimmer, um endlich auf mein rotes Sofa zu fallen. Jenseits der Terrasse senkte sich eine Dunkelheit über Berlin, als würde sie die vielen Lichter der Stadt vertreiben wollen. Wie immer ohne Erfolg. Die Schattenrisse der umliegenden Häuser verschwammen, weil sich der Blick durch das ungeputzte Glas der Balkontür mit den Tränen vermischte, die ich Chris nicht hatte zeigen wollen. Wie als Ersatz für die Zärtlichkeit, die ich vermissen würde, zog ich eine Decke über meine Schultern und rollte mich zusammen. Auf meinem roten Lieblingssofa liefen die Fäden meines Lebens zusammen. Hier verwoben sich meine Erlebnisse zu sinnvollen Geschichten. Hier fand ich Antworten auf schwierige Fragen, brütete Ideen aus und passte meine Pläne an. Heute Abend war mir nur danach, Fragen zu verwerfen, weil es ohnehin keine Antworten gab. Auf längere Sicht war ich jetzt alleine in meiner zu großen Wohnung, mein Sohn Micha in Vancouver, meine Tochter Nina zum Studieren in Kapstadt – und Chris in Kinshasa.

Mein Blick fiel auf den mit Papieren überfüllten Wohnzimmertisch. Obenauf lag eine selbstgestaltete Postkarte aus Kapstadt – ein Foto von Nina neben einem Schild mit der Aufschrift „Kap der guten Hoffnung“. Dunkel und fotogen stand sie da. Meine Tochter war die Unbeirrbare in der Familie, die nie von einem einmal gefassten Plan abwich. Ganz die Mutter, sagten Freunde. Wie Chris, fand ich. Im letzten Jahr vor ihrem Auszug hatte sie mich häufig zu Diskussionen herausgefordert. Was ich tun würde, um das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich in der Welt zu verändern? Was ich unternehmen würde, um die Veränderung des Klimas zu verhindern? Wie ich gedächte, Alternativen zum kapitalistischen Wirtschaftssystem zu finden? Fragen, auf die ich keine passenden Antworten hatte, und über die ich nicht streiten wollte. Grummelnd verzog sie sich dann in ihr Zimmer und hörte unerträgliche Musik.

Nach ihrem Abitur arbeitete sie als Praktikantin einige Monate bei einer Organisation, die weltweit gegen Korruption kämpfte. Wenige Wochen später legte sie mir einen Zulassungsbescheid der Universität in Kapstadt auf den Esstisch. Sie hätte schließlich afrikanische Wurzeln und so sei es doch klar, wo es sie hinziehe. Dass mit dieser Studienplatzwahl hohe Studiengebühren anfielen, interessierte sie dagegen weniger.

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