Arno Wulf - Der Kurator Band 1

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Beirut in nicht allzu ferner Zukunft. Unter dem Eindruck einer sich zuspitzenden politischen Krise, durch die der Libanon vernichtet zu werden droht, lernen sich zwei Studenten an der American University of Beirut kennen. Im Laufe der Zeit entdeckt der Libanese Mouad, dass sein neuer Kommilitone Ahmad in jeder Hinsicht über bemerkenswerte Fähigkeiten verfügt, die deutlich über diejenigen eines gewöhnlichen Menschen hinausgehen. So gelingt es seinem Freund, Mouad mehrmals in brenzlichen Situationen zur Seite zu stehen. Während sich beide näher kommen, mehren sich die Hinweise auf einen möglicherweise unmittelbar bevorstehenden atomaren Schlagabtausch zwischen den Großmächten Terras.
Schließlich spitzt sich die innenpolitische Lage in der Levante dermaßen zu, dass Mouad und seiner Familie nur noch die Flucht in den vermeintlich sicheren Norden des Libanons bleibt. Doch der Libanese wird während der ersten Kriegshandlungen von seinen Eltern getrennt. Da der Rückweg versperrt ist, bleibt ihm nur noch die Flucht zu seinem Geliebten, den er in dessen Beiruter Wohnung vermutet. Gezeichnet von den apokalyptischen Erlebnissen während seiner Odyssee trifft er dort tatsächlich auf Ahmad.
Wird Ahmad es zulassen, mit seinem Freund aus dem kriegsversehrten Libanon zu fliehen? Gelingt es seinem libanesischen Freund überhaupt, hinter Ahmads geheimnisumwitterte Maskerade zu blicken? Hat ihre Beziehung somit überhaupt eine Zukunft?

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Beide nickten.

In diesem Augenblick klingelte das Mobiltelefon des Professors.

„Ja, in Ordnung. Ich komme sofort.”

Er wandte sich wieder den beiden zu.

„Ich muss dringend mit jemandem etwas besprechen, das keinen Aufschub duldet. Sehen Sie sich ruhig in den hier ausliegenden Fachzeitschriften und Monographien um. Ich komme gleich wieder und führe Sie dann weiter im Institut herum.”

Ahmad ging zielstrebig zu einem, durch farbliche Markierungen besonders gekennzeichneten Buchstandort und blätterte rasch einige der dort präsentierten geologischen Grundlagenwerke durch. Anschließend wühlte er scheinbar gelangweilt in verschiedenen Zeitschriften herum, ging dann die Buchreihen entlang, entnahm hie und da eine Monographie, überflog rasch deren Seiten und stellte sie danach wieder an ihren Platz zurück. Mouad hingegen lief erst einmal an den Regalreihen entlang und versuchte, zunächst das Ordnungsprinzip der Buchbestände zu begreifen. Nach wenigen Minuten setzte sich Ahmad an einen Rechnerarbeitsplatz. Mouad wunderte sich über die enorme Geschwindigkeit, mit der Knuds Finger über die Tastatur flogen.

Nach einer knappen Stunde kehrte Professor Mansouri zurück und setzte seine Führung fort.

Sie erblickten Labore, vollgestopft mit Messgeräten und Versuchsapparaturen und wurden dabei zugleich kurz von ihm in deren Funktionsweise eingewiesen. Auf ihrem weiteren Rundgang stellte der Dozent Ahmad und Mouad zudem zwei Mitarbeitern des Lehrstuhls vor. Sie erfuhren, dass der Hochschullehrer ein Faible für Edel- und Halbedelsteine hatte und ferner die Auswirkungen tektonischer Spannungen entlang des geologischen Grabenbruchs untersuchte, der durch das Tote Meer lief und seine Fortsetzung im Bekaa Tal hatte.

„So”, meinte er schließlich nach einer weiteren Stunde zum Abschluss der Tour, „ich hoffe, Ihr Interesse für dieses Forschungsgebiet ein wenig geweckt zu haben. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie sich jederzeit engagiert mit dieser Materie auseinandersetzen.”

„Vielen Dank, dass Sie sich so viel Zeit für uns genommen haben.”

„Nun, das gehört zu meinen Aufgaben und übrigens: Für konstruktive Kritik habe ich immer ein offenes Ohr.”

„Das Institut für Journalistik und Medien befindet sich im vierten Stockwerk dieses Gebäudes. Sollen wir da auch noch vorbeischauen?”, fragte Mouad etwas unschlüssig seinen Kommilitonen, noch ganz unter dem Eindruck der Informationsflut, die sie soeben überspült hatte.

„Nur zu. Wenn die Motivation des Dozenten in diesem Fachbereich, sich um seine zukünftigen Studenten intensiv zu kümmern, auch so groß wie diejenige des Lehrstuhlinhabers der geologischen Fakultät ist, wird dies sicherlich eine interessante und lehrreiche Zeit.”

Es wurde unangenehm laut, als sie den Rundlauf - zwei Ebenen oberhalb des geologischen Fachbereichs - erreichten. Viele Studenten probierten, sich bereits auf den Fluren in die auf lose Blätter gedruckten Teilnehmerlisten für Praktika, Exkursionen und Seminare einzutragen.

Völlig entgeistert waren die beiden, als sie dem Grund für den Lärm gewahr wurden - chaotischem Gedränge vor dem Zimmer des zuständigen Dozenten, eines ,Herrn Dr. Schulte’, wie die Vorzimmerdame immer wieder betonte, aus Deutschland.

Eine barsche, kommandierende Stimme fauchte:

„Tragen Sie sich gefälligst heute hier in die Listen ein und kommen Sie in der nächsten Woche zu meiner Eröffnungsvorlesung. Dann werden Sie in Gruppen eingeteilt. Denn den besten Journalismus lernt man vor Ort. Live erlebte Situationen sind das A und O für einen guten Reporter.”

Dieser Kasernenhofton gehörte zu einem dicken Mann, der fast schon wie ein Catcher aussah. Er hatte blaue Augen, abwärts herabhängende Mundwinkel, einen schwarzen, nach unten abgewinkelten Oberlippenbart, der seine unangenehme Ausstrahlung noch verstärkte und eine dicke Knubbelnase. Der Kopf war von Hektik und Anstrengung hochrot verfärbt. Schweißtropfen glänzten auf seiner Stirn. Sein khakifarbenes Hemd spannte so stark über den Bauch, dass die Knöpfe beinahe abplatzten.

„Ich glaube, wir kommen für nähere Informationen erst morgen wieder”, meinte Mouad enttäuscht, als er sich das Durcheinander und die unfreundliche Behandlung der Studenten eine Weile angesehen hatte.

Nachdem die beiden es geschafft hatten, sich durch das Gewühl zum Aushang im Vorzimmer des Dozenten durchzukämpfen, um sich dort so ziemlich als Letzte der Teilnehmer einzutragen, machten sie sich auf den Rückweg.

„Dieser Typ war das Musterbeispiel eines hässlichen Deutschen”, bemerkte Mouad. „So eine arrogante, selbstherrliche Figur, die offensichtlich keine Anstalten macht, sich für die Belange der Studenten zu interessieren. Wieso läuft solch eine Niete an dieser renommierten Institution frei herum?”

,Der ist aber sehr rasch mit seinen Urteilen’, dachte Ahmad. ,Ich vermutete zwar auch das Gleiche, aber vielleicht sollte man Menschen nicht ganz so schnell und für Mouad offensichtlich irreversibel in moralische Schubladen einsortieren.’

Aber eine Bemerkung konnte er sich dennoch nicht verkneifen:

„Ich wette mit dir”, entgegnete Ahmad nachdenklich, nachdem er das Verhalten des neuen Dozenten eine Weile scheinbar teilnahmslos beobachtet hatte und ohne auf die von seinem zukünftigen Kommilitonen zuletzt gestellte Frage präzise einzugehen, „dass, sobald es irgendwelche Probleme in diesem Land gibt, er der Erste sein wird, der auf gepackten Koffern sitzt und das Weite sucht.”

Sie schlenderten durch die ausgedehnten botanischen Gärten der Universität, die nach dem Vorbild der Kew Gardens in London angelegt worden waren. Jahrhundertealte Zypressen und Zedern boten immer wieder denjenigen Besuchern schattenspendende Ruheinseln, die der stechenden Sonne abgeneigt waren. Stets aufs Neue standen sie vor ihnen unbekannten Pflanzen und lasen interessiert die auf kleinen, metallischen Schildchen verfassten Erklärungen über Name, Herkunft, Verbreitungsgebiet und Besonderheiten dieser botanischen Raritäten.

„Komm, lass uns in die City gehen und was essen”, meinte Mouad nach einiger Zeit, „ich habe nämlich allmählich Hunger.”

Die Universität lag nur wenige 100 Meter vom Rande des Beiruter Stadtzentrums entfernt. Bald fanden sie sich im Gewirr der Straßen und Plätze der gerade erst neu aufgebauten, zugleich jedoch ziemlich steril wirkenden modernen Innenstadtarchitektur wieder. In der Nähe des Parlamentsgebäudes entdeckten sie dennoch ein gemütliches Café, das aus einer anderen Epoche zu stammen schien: Es herrschte eine entspannte Atmosphäre, fernab von der Hektik des Alltags. Unter den schattigen Arkaden eines ehemaligen Stadtpalais nahmen sie schließlich erleichtert Platz.

Kennen lernen

Ahmad betrachtete seine Umgebung genauer. Die Fassade des Straßencafés war sehr ansprechend gestaltet: Etwa sechs Meter vor der doppelflügligen, durch vergoldetes gusseisernes Rankenwerk verzierten Eingangstür, wurde die sich über die Tische wölbende neugotisch-stuckverzierte Decke durch eine Reihe - dem korinthischen Baustil nachempfundenen - Säulen abgestützt. Diese Arkaden boten Schutz vor der Witterung und erstreckten sich entlang einem knappen Dutzend eleganter Geschäfte, zu denen auch dieses mit französischem Ambiente ausgestattete Etablissement gehörte.

Hohe, tönerne Blumenkübel, mit saisonal wechselnder, schattenliebender Bepflanzung, unterteilten den zur Verfügung stehenden Raum in weitere rechteckige Bereiche, die den Gästen des Cafés eine gewisse Privatsphäre vermitteln sollten. Man erhielt so das Gefühl, geschützt und geborgen zu sein.

Auf Ahmad hingegen erzeugte diese oberflächliche Ausstrahlung von Gemütlichkeit eine ganz andere Wirkung: Hinter jeder Ecke des Raumes könnte ein Beobachter lauern, der, vor den Gästen unsichtbar verborgen, sämtliche Besucher laufend überwachen und ausspionieren könnte. Denn er wusste, dass diese Region weiterhin ein Pulverfass war: Der jahrelange Kampf der schiitischen Hisbollah auf Seiten Assads mit massiver Unterstützung Irans hatte zu einer weiteren Stärkung dieser Religionsfanatiker in der Levante geführt. Dieses Training hatte den Israelis einen so mächtigen Gegner an ihrer Nordgrenze aufgebaut, dass sie über einige Jahre davon absahen, den Libanon als Schlachtfeld für ihre Hegemonialpolitik einzusetzen. Aber um diese Lage weiter zu verkomplizieren, hatte sich in den letzten Jahren zusätzlich zu den bestehenden Regionalmächten Israel, Iran und Türkei ein religionsfaschistisches Großreich (IS für islamischer Staat) etabliert, das sich inzwischen über große Teile Syriens und den Irak erstreckte, dessen Einfluss inzwischen aber auch weit nach Jordanien und in den Nordteil Saudi-Arabiens reichte. Zudem waren intensive Untergrundaktivitäten von Geheimdiensten jeglicher Couleur in diesen Tagen in Beirut an der Tagesordnung.

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