Stefan G. Rohr - Der Funke eines Augenblicks

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Ludwig Maler begleitet seinen sterbenden Vater, der immer wirrer und unzugänglicher wird, in eine Spezialklinik in einer bekannten Kurstadt. Diese Wochen sind für ihn geprägt von den letzten Stunden des Todkranken, dessen Gedanken und Ängste. Parallel aber erlebt er in der quirligen Casino-Metropole Skurriles, Amüsantes und teils Prickelndes. Das alles will gar nicht zu seiner eigentlichen Situation passen. Eine Erzählung mit viel Tiefgang, aber eben auch mit satirischem Flair, einem kritischen Blick auf Menschen und Gesellschaft, die den Leser nicht nur fesselt, sondern auch großartig amüsiert.

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Doch noch in derselben Nacht leuchtete immer wieder eine Zahl vor seinen Augen. Setz mich, hörte er. Erst geflüstert, dann laut geschrien. Er sprang vom Barhocker auf und rannte die paar Meter zurück ins Casino. Atemlos warf er ein Bündel Geldscheine auf den Tisch, nannte die Zahl, hörte das Rollen der Kugel im Kessel, und verlor. Ein zweites Bündel folgte. Die gleiche Zahl. Verloren. Ein drittes Mal dasselbe. Wieder nichts. Dann ging er nach Hause. Ohne noch einen einzigen Cent zu besitzen.

Zweiundzwanzig einzelne Hypotheken hatte er aufgenommen. Dann zog die Bank Carte Blanc. Zwangsversteigerungen der Immobilien, Verlust von Haus und Hof, mittellos auf der Straße. Was hierauf folgte, konnte ich nur ahnen. Denn mein Begleiter beendete seine Erzählungen an dieser Stelle. Heute allerdings sei sein Leben, fast dreißig Jahre später, zumindest in grundlegend geordneten Bahnen. Er bezog eine winzige Rente, den Rest erledigte die Sozialhilfe.

Er lachte. Und abermals war ich über seinen Gleichmut verwundert. Es hatte schon etwas Fatalistisches, ja mehr noch, es schien, als würde er sein Los vielmehr als Glück verstehen. Die teuren Zigarren könnte er nur genießen, wenn ihm ein Freund wie Bodo diese spendierte. Er selbst würde sich aber durchaus mit den billigen vom Kiosk begnügen können, denn ohne diese wäre der Genuss einer `Monte Christo´ nicht so außergewöhnlich. Da er weder Frau noch Kinder besaß, brauchte er sich ja auch um nicht allzu viel kümmern. Es ging nur noch um ihn, die Einteilung seiner Mittel auf das Lebensnotwendige, der Rest für Zigarren und Weizenbier. Überdies brauchte er nur ein fröhliches Freundschaftsleben und gutes Wetter für seine Fahrradtouren. Und ausreichend Freiraum für den Müßiggang!

Wir erreichten das Bistro. Der hohe Tisch mit den Barhockern, der `Feldherrenhügel´ wie Rontrop ihn nannte, war mit dem Stammtischschild versehen und als man uns sah, eilte geflissentlich Fantomas herbei, stellte sich mit züchtiger Haltung hin und begrüßte uns, als wären wir Landesvater und Bürgermeister. Mit einer eleganten Armbewegung wies er uns den Stammtisch zu, und Rontrop erhielt wie aus dem Nichts ein frisch gezapftes Weizenbier gereicht. An mich wurde die Frage gerichtet, ob´s denn wieder eine Weinschorle sein sollte, Riesling halbtrocken, mit Eis und einen Zitronenschnitz? Ich war erstaunt. Aus zweierlei Gründen. Mein Begleiter, so war er doch eine arme Kirchenmaus, wurde mit großer Höflichkeit und einer sicher nicht vorgetäuschten Ehrerbietung als Stammgast gewürdigt. Diese Stadt schien selbst ihre gefallenen Engel noch zu achten. Zudem, und dies verwunderte mich nicht weniger, schien mein gestriges Erscheinen an diesem Platze, es war schließlich das erste Mal, ausgereicht zu haben, um mich nicht minder höflich und bemüht zu empfangen. Als kleines Zeichen dessen gab der Ober freundlich kund, sich meine Getränkewahl gemerkt zu haben. Ein Café mit dieser Lage, bei dem sich die Tische wie im Fluge von allein nachbesetzten, sobald nur das Anzeichen des Bezahlens aufkam, in diesem Städtchen voller Geldadel und illustren Gästen, hätte ich von dem Personal eher Lustlosigkeit und Desinteresse erwartet.

„Sind die immer so höflich?“ fragte ich meinen Begleiter.

„Sie haben halt viel Erfahrung.“ erwiderte er mir lächelnd. „Sie lernen überdies recht schnell die Vielfalt innerhalb des Publikums zu lesen.“

„Nun, mit fulminanten Champagner-Bestellungen werden sie aber bei mir nicht rechnen können.“ antwortete ich ehrlich.

„Darum geht es auch gar nicht.“ belehrte mich Rontrop trocken. „Den teuren Champagner, die Flaschen edelsten Cognacs, Hummer und Austern, Kaviar aus dem Iran oder vom Baikalsee werden die hier fast von selbst zu Hauf los. Die russischen Millionäre, die Scheichs aus dem Oman oder die Schickeria aus Mailand und London erledigen das für uns. Und die Zocker, zumindest, wenn sie gerade bei `Alles oder Nichts´ das `Alles´ für drei Stunden ihr Eigen nennen.“

„Dann sind wir hier die Statisten und Komparsen?“ fragte ich zurück.

„Mein lieber Ludwig.“ holte Rontrop nun aus. „Was bist Du nur für ein fantasieloser, spießiger Kleingeist.“ Er nahm einen großen Schluck Bier und schmatzte genüsslich, nach dem das Nass seine Kehle herunter gelaufen war. „Wir sind in diesem ganzen Possenspiel die wohltuenden Normalen.“ Er lachte laut los. „Verstehst Du? Du und ich haben keine Allüren, wir sagen `danke´ und `bitte´, meckern nicht herum, beschweren uns nicht über schmutzige Gläser oder einen falsch temperierten Bordeaux. Stattdessen haben wir ebensolche Fehler, wie sie selbst, vielleicht sogar die gleichen Sorgen. Und wir kommen, das gilt jedenfalls für mich, fast täglich wieder.“

„Interessant!“ gab ich zu.

„Nun ja, “ ergänzte Rontrop noch kurz, „ich habe sie natürlich noch ein klein wenig bestochen. Gestern.“

„Du hast Ihnen Geld gegeben, damit sie freundlich sind?!“ Ich konnte es nicht fassen. „Wer von uns beiden ist hier der Kleingeist? Und ein Pharisäer dazu, mein Freund.“

„Natürlich habe ich kein Geld investiert.“ erwiderte er trocken und verzog dabei keine Miene. „Ich habe Dich einfach interessant gemacht. Mehr nicht.“

„Ich will aber gar nicht interessant sein!“ rief ich entsetzt. „Ganz und gar nicht.“

„Du wirst es mir noch danken.“ Rontrop blieb völlig ruhig. „Ein klein wenig Anschubhilfe, sozusagen. Damit es mit Dir hier im Städtchen besser flutscht.“

„Ja, um Gottes Willen, was hast Du denn über mich gesagt?“ wollte ich schnell wissen.

„Höre, und sperre jetzt Deine Ohren gut auf.“ Rontrop rückte etwas näher an mich heran. „Ludwig Maler ist nur Dein Pseudonym. Ist doch klar. Wer kann schon so heißen.“ Erneut kam er näher. „In Wirklichkeit bis Du ein nicht näher genannt sein wollendes Mitglied des Hochadels. Ich habe selbstverständlich erwähnt, dass ich Deinen wirklichen Namen und Titel kenne. Schließlich hast Du mich, wie könnte es auch anders sein, sehr schnell als Vertrauensperson identifiziert und mich in Deine Pläne eingeweiht.“

„Was für Pläne denn bloß! Du hast ja einen totalen Knall!“ rief ich halblaut.

„Warte, warte doch.“ Jetzt begann Rontrop zu flüstern. „Dein Name, und höre eben gut zu, ist `Ludwig Christian Ritter von Luessow zu Schulenburg´. Kapiert?!“

„Wer soll sich so einen Namen merken können? Hättest Du es nicht wenigstens bei `Fürst Pückler´ oder `Graf Zeppelin´ belassen können?“ Ich war jetzt noch entsetzter als zuvor.

„Es geht doch noch weiter, Ludwig, höre zu!“ Auf seinem Gesicht machte sich ein diebisches Grinsen breit. „Also, was ist der Grund Deiner geheimen Mission? Ich sage es Dir. Alle zehn Jahre veranstaltet Deine Familie auf ihrem Schloss in der Pfalz zu Silvester ein großes Fest. Das ist zunächst wenig spektakulär, ich gebe es zu. Das Besondere allerdings ist Euer Rittersaal. Den funktioniert ihr dann nämlich zu einer Eisbahn um. Aber das Verrückte besteht in dem Umstand, dass Ihr dazu kein Wasser verwendet, sondern Champagner. Tausende Magnum Flaschen feinster Puffbrause, die ihr im Rittersaal verschüttet, die Fenster aufreißt und dann alles zu Eis gefrieren lasst. Und mit rotem Krimsekt malt ihr Ornamente, Sprüche und Euer Wappen in das gefrierende Eis. Hübsch, edel und total bekloppt. Und Du bist jetzt in der Region, um die ganze Chose zu organisieren, einschließlich den Champagner zu besorgen, Personal zu rekrutieren und eine Gästeliste aufzustellen.“

„Hilfe! Ein Verrückter!“ rief ich laut und es drehten sich tatsächlich eine Reihe von Gästen zu uns um.

„Psssscht!“ lachte Rontrop. „Unser Fantomas handelt nebenbei mit Weinen und Champagner. Und natürlich fragte er mich gleich, ob er Dir ein Angebot machen könnte. Außerdem hat er die Hotelfachschule absolviert und wäre auch interessiert, bei der Party in Deinem Schloss die Aufsicht über das Personal zu übernehmen.“ Rontrop ließ seinen Blick in die Runde schweifen. „Hör zu, Du musst gar nichts machen. Ich habe allen gesagt, dass Du in jedem Fall inkognito bleiben willst. Aus gutem Grund, da bei Deiner Feier Leute wie die Bundeskanzlerin, Donald Trump oder Präsident Putin zugegen sein werden. Das verlangt nach Diskretion. Deinen Adelsnamen habe ich nur Fantomas mitgeteilt, unter absoluter Einhaltung seiner Verschwiegenheit, damit es schnellstmöglich auch die anderen zu wissen kriegen. Dass sie Bescheid wissen, werden sie Dir aber nicht gleich zeigen. Mache also einfach weiter Dein unscheinbares Gesicht, das wird Dir ja auch nicht schwerfallen. Und wenn Dich jemand anspricht, sagst Du einfach: Du weißt gar nicht, wovon er spräche.“ Rontrop setzte sich mit süffisantem Lächeln wieder zurück.

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