Lea Loseries - Iria - Der Schlüssel der Macht
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Auf ihrer Suche erleben sie, dass Gott sie niemals allein lässt – auch, wenn es sich so anfühlt.
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Lustlos ließ sich Leo auf seinen Stuhl fallen. Wenigstens war sein Platz ganz hinten in der Ecke, sodass er während des Unterrichts niemandem auffiel. Von hier aus hatte er freien Blick auf Marie, die bereits all ihre Materialien fein säuberlich auf dem Tisch vor sich aufgereiht hatte. Er verdrehte lustlos die Augen. Er mochte den Religionsunterricht nicht. Ihr Lehrer war ein kleiner, dünner Mann mit braunen Locken und Nickelbrille, der die Religionswissenschaft zu seinem Steckenpferd gemacht hatte, sodass Leo nicht lange gebraucht hatte, um zu erkennen, dass das, was dieser Mann hier unterrichtete, so gut wie nichts mit dem christlichen Glauben, sondern vielmehr mit Traditionen, Weltanschauungen, schlauen Einwenden zu eigentlich ziemlich unwichtigen Details biblischer Geschichten und der Eintrichterung des modernen gesellschaftlichen Denkens in die Köpfe der Schüler zu tun hatte. So hatte er ihnen beispielsweise in der letzten Stunde einen ellenlangen Vortrag darüber gehalten, dass es den Teufel ja angeblich nicht gäbe, weil die alttestamentliche Weltanschauung ihn als solchen nicht namentlich benenne. Um ehrlich zu sein hatte Leo rein gar nichts von dem hochgesteckten Geschwafel verstanden, das der hochgebildete Lehrer dort vorne auf seiner Bühne zum Besten gegeben hatte. Irgendwann im Laufe der Stunde hatte Marie sich gemeldet, um darauf hinzuweisen, dass aber sämtliche neutestamentliche Stellen von der Existenz des Teufels sprechen. Was der Lehrer darauf geantwortet hatte, hatte Leo noch weniger verstanden, als das, was er davor zu hören bekommen hatte. Aber eines war für ihn jetzt glasklar: diese Religionswissenschaft oder Theologie, die Herr Schmitz studiert hatte und nun an sie weitergab hatte extrem wenig mit dem zu tun, woran Leo glaubte und wonach er lebte. Von Gott wurde so geredet, als sei er ein schöner Einfall von jemandem, der gerade etwas zu viel Frischluft abbekommen hatte und ob er nun tatsächlich existierte oder nicht war gar nicht die Frage. Im Unterricht zählte einzig und allein, dass sich jeder der Schüler ein eigenes Wertesystem und eine eigene Weltanschauung zusammenzimmerte, die er bei Bedarf sogar schlüssig begründen konnte. Eine Wahrheit gab es in Herrn Schmitz Unterricht nicht. Für jeden war das wahr, was er wahrhaben wollte. Und gesucht wurde nach ihr auch nicht. Stöhnend bettete Leo seinen Kopf auf die Arme, die er soeben ineinander verschränkt auf den Tisch gelegt hatte. Jetzt fing der ganze Mist wieder an. Aber halt: erst die Begrüßung. Zu seinem Leidwesen musste Leo dafür aufstehen. Da er so in Gedanken versunken gewesen war, war er jetzt der Letzte, auf den noch gewartet wurde. Manche, darunter auch der Lehrer, sahen ihn vorwurfsvoll an. Andere kicherten. Na super, Leo, dachte der Junge bei sich. So viel zu nicht auffallen. Herrn Schmitz motiviertes: ,,Guten Morgen, liebe Klasse 5a!“ verursachte bei ihm sogleich Kopfschmerzen. Als die Begrüßungszeremonie endlich vorbei war, ließ er sich wieder auf seinen Stuhl fallen. ,,Heute beschäftigen wir uns mit der Bibel.“, fing Herr Schmitz an, während er amüsiert auf seinen Fußspitzen auf und ab wippte, ,,Wie der aufmerksame Teil unter euch vielleicht bereits bemerkt hat, habe ich eine sehr spezielle Einstellung zu diesem Thema. Ziel unserer Lektion soll sein, dass ihr verschiedene Meinungen kennenlernt, euch selbst eine bildet und diese begründet. In dieser Stunde möchte ich euch meine Sicht der Dinge vortragen und bin mir sicher, dass ihr vieles von mir übernehmen könnt. So, zu Anfang möchte ich klarstellen, was die Bibel überhaupt ist.“ Zu dieser Frage nahm er mehrere Schüler dran, die alle sehr unterschiedliche Antworten hatten. Das Spektrum reichte von: ,,Ein Gesetzbuch!“ über ,,Die heilige Schrift der Christen!“ bis zu ,,Ein unnötiger Staubfänger!“ Dann wurde Marie aufgerufen. ,,Gottes Wort.“, sagte sie wie selbstverständlich. Der Lehrer sah sie mit einem merkwürdigem Gesichtsausdruck an. Dann lachte er heiser. ,,Nein, genau das eben nicht.“, murmelte er und fuhr weiter fort: ,,Also, liebe Schüler. Die Bibel ist tatsächlich nur eine Ansammlung alter Geschichten, von Menschen aufgeschrieben und verändert und nicht etwa Gottes Wort.“ Er schnaufte verächtlich. ,,Wenn ihr etwas älter wärt, würde ich euch jetzt einige Bibelstellen analysieren lassen und euch daran verdeutlichen, wie wunderbar man der Bibel gerade die Deutung entziehen kann, die man eben hören möchte. Aber da das leider noch nicht geht...“ Gegen Ende der Stunde sollten sie ihre eigene Meinung von der Bibel, zunächst noch unbegründet, zu Papier bringen. Leo starrte mutlos auf das Blatt vor sich. ,,Gott“, betete er leise in Gedanken, ,,ich weiß nicht, was ich sagen soll.“ So kam es, das Leo am Ende der zehn Minuten immer noch kein Wort aufgeschrieben hatte. Zu seinem Pech wurde er auch noch aufgerufen. Unsicher sah er den Lehrer an. Doch von einem Moment auf den nächsten war all seine Angst und die Unsicherheit plötzlich weg. ,,Wissen sie was“, sagte er und schaute Herrn Schmitz fest in die Augen, ,,nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber ich halte nichts von Ihrer Meinung über die Bibel. Ich glaube, dass die Bibel Gottes Wort ist. Ich glaube, dass Gott durch sie zu uns spricht. Ja, sie wurde von Menschen aufgeschrieben, aber ich glaube an einen Gott, der Menschen lenkt. Ich glaube an einen Gott, der allmächtig ist und vor allem lebendig. Ich muss mich in meinen Glauben nicht an irgendwelche seltsamen Philosophien oder Deutungen klammern. Ich habe nach der Wahrheit gesucht. Und gefunden habe ich einen Gott, den man erleben kann.“ Als Bekräftigung für diesen Ausspruch ließ Leo seinen immer noch leeren Block vor sich auf den Tisch fallen, sodass noch mehr befremdete Blicke auf ihm hafteten als sowieso schon. Alle starrten ihn an. Herr Schmitz sagte nichts. Aber dann fiel dem Lehrer doch noch etwas ein. ,,Willst du damit also sagen, dass das, was du glaubst stimmt und alle Anderen sich irren?“, fragte er aufgebracht. Langsam nickte Leo. ,,Ja.“, sagte er, ,,Ich bin Christ. Und das bedeutet weitaus mehr, als dass ich die Möglichkeit in Betracht gezogen habe, dass es einen Gott geben könnte. Ich verstehe auch nicht, warum sie sich so darüber aufregen. Dass ich von dem, was in der Bibel steht, überzeugt bin, heißt ja noch lange nicht, dass sie das auch sein müssen. Das ist ihre Entscheidung. Aber es gibt nur eine Wahrheit. Entweder, es gibt Gott oder es gibt ihn nicht. Ich selbst weiß, dass es ihn gibt.“ Danach hörte man nur noch beklemmende Stille. Das einzige freundliche Gesicht, dass Leo in diesem trostlosen Raum voller Ablehnung entdecken konnte war Maries. Sie lächelte.
Am Sonntagmorgen stand Marie auf und räkelte sich. Sie hatte ihrer Mutter schon von Leos sonderbarer Antwort auf ihre Einladung hin erzählt. Aber da diese sich bereits mit Frau Schneider abgesprochen hatte, gingen alle davon aus, dass sie bei dem nachmittäglichen Picknick nicht alleine sein würden. Gähnend öffnete Marie das Fenster. Die frische, kühle Luft, die daraufhin durch ihre zerzausten Haare fuhr, tat ihr gut. Am liebsten hätte sie gemeinsam mit den Vögeln gesungen, so sehr freute sie sich auf den Tag, unabhängig davon, was er bringen würde. Selbst auf den Gottesdienst freute sie sich. Sie war jemand, der gerne lernte und sowohl im Unterricht, als auch während der Predigten aufmerksam zuhörte. Als sie jünger gewesen war, hatte ihr die fürs Wochenende frühmorgendliche Stunde zu schaffen gemacht, in der sie aufstehen musste, um zum Gottesdienst zu gehen. Einmal hatte sie sogar versucht, gemeinsam mit ihrer Schwester ihre Mutter mit Plakaten und wilden Demonstrationsausrufen davon zu überzeugen, sie weiter schlafen zu lassen. Mittlerweile war das anders. Jetzt war für sie der Tag zum Handeln und die Nacht zum Schlafen da und nicht umgekehrt. Manchmal nahm sie diese selbsternannte Regal allerdings ein bisschen zu genau, was ihr in Zukunft noch einige Scherereien mit ihren Freunden bereiten würde… Nachdem der Gottesdienst zu ende war und sich ihre Mutter und Frau Schneider endlich voneinander losgerissen hatten, um nach Hause fahren und die Sachen für das Picknick vorbereiten zu können, lag Marie in ihrem Zimmer inmitten von unzähligen, winzigen Staubmilben und nieste, sodass ihr die Augen tränten. Sie war unter ihr Bett gekrabbelt, um dort nach dem verschollenen überdimensionalen Mikado zu suchen, dass sich ihrer Meinung nach bestens für ein Picknick eignete. Als sie es endlich gefunden hatte, drängte ihre Mutter bereits zur Eile. Also sprang das Mädchen auf, befreite ihre Hose von den Fusseln, zog sich schnell ein anderes Oberteil an und kämmte sich die Haare. Dann rannte sie aus dem Haus. Dort wartete ihre Mutter bereits mit vorwurfsvollem Gesichtsausdruck auf sie. ,,Wir kommen noch zu spät.“, schimpfte sie. ,,Mama, bitte.“, stöhnte Marie, ,,Du wirst heute noch genug Zeit haben, um mit Frau Schneider zu quatschen. Angefreundet habt ihr euch ja scheinbar schon. Außerdem kommt Leo nie pünktlich zum Unterricht.“ Um diesen Satz zu bekräftigen zog sie geräuschvoll die Nase hoch. Nachdem sie sich von ihrer Mutter hatte anhören müssen, dass von Leo ja nicht auf die ganze Familie Schneider zu schließen sei und dass er eben anscheinend genau so trödelig sei wie sie, waren sie endlich an der Picknickwiese angelangt. Die Schneiders waren noch nicht zu sehen. Also breiteten sie schon einmal das Essen aus und verteilten es auf die Tische. Da bog plötzlich ein ganzer Schwarm rothaariger Leute um die Ecke, die schnell auf die kleine Familie zukamen und zu Maries großer Erleichterung ebenso viel zu Essen mitgebracht hatten wie sie. Ihrer Schätzung nach könnte man mit dem, was sie hier soeben zusammengetragen hatten, ein ganzes Dorf ernähren. Wenig später saßen sie alle beisammen, redeten, aßen und spielten. Glücklich lehnte sich Marie zurück und schloss die Augen. Alles lief wunderbar, bis zu dem Zeitpunkt, als sie plötzlich ganz genau spürte, wie sich eine Spannung zwischen Leo und seiner kleinen Schwester breitzumachen schien. Das Mädchen keifte bereits wild herum und wollte Leo bei seiner Mutter anschwärzen.Um die Situation zu entschärfen und einen Streit zu verhindern, schlug Marie ihrem neuen Freund vor, in ihre Wohnung zu gehen und ein weiteres Gemeinschaftsspiel zu holen. Leo willigte sichtbar erleichtert ein. Während sie von der nachmittäglichen Hitze der Sommersonne umhüllt die Straße entlang gingen, fragte Marie beiläufig: ,,Alles okay mit dir und deiner Familie?“ Sie hatte bemerkt, dass Leo sich während es Picknicks irgendwie nicht wohl gefühlt hatte. Er antwortete nicht gleich. Doch dann holte er tief Luft und sagte: ,,Naja, es geht. Meistens bin ich ziemlich genervt von denen. In meiner Familie bin ich halt der Außenseiter. Ich hätte lieber so eine wie deine.“ ,,Das glaube ich kaum.“, wiegelte Marie ab, ,,Hast du nicht sogar erzählt, dass ihr letzten Sommer alle zusammen auf Island Urlaub gemacht habt?“ Leo nickte achselzuckend.
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