Tanja Kohl - Nicht streicheln, ich arbeite

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Die Faszination und Leidenschaft der Autorin für Hunde spiegelt sich in jeder Einzelnen der 44 Führ-Hundegeschichten
wieder. Der Leser wird berührt, betroffen, besorgt und auch immer mal wieder belustigt sein. Eins wird dabei deutlich:
Die besondere Beziehung zwischen Mensch und Hund!
Tanja Kohl hat vor zehn Jahren den Sprung in die Selbständigkeit gewagt und betreibt seit dem zusammen mit ihrem Mann eine erfolgreiche Blindenführhundschule.
Alle Geschichten sind wahr und von der Autorin selbst miterlebt.

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Ich war geschockt von den Kommentaren der Prüferin, die meiner Meinung nach nur deren Inkompetenz zeigten. Es sollte noch schlimmer kommen!

Auf dem Rückweg forderte die Prüferin Marie auf, den Weg gerade fortzusetzen und da diese mittlerweile überhaupt nicht mehr wusste, wo sie war, lief sie ihrem Hund vertrauensvoll hinterher. Da die Beiden auf direktem Weg Richtung des fließenden Verkehrs liefen und dort weder ein Bordstein noch eine andere Begrenzung war, dachte ich, dass die Prüferin Marie noch etwas sagen würde. Aber weit gefehlt, schließlich wollte die Prüferin ja sehen, ob der Blindenführhund auch tatsächlich vor dem Verkehr stoppen oder weiterlaufen würde. Hummel stoppte mit vollem Körpereinsatz, so dass die Blinde anhalten musste und im selben Moment fuhr ein PKW vor ihnen vorbei. Mir stockte der Atem, denn die Prüferin hätte in dieser Situation nicht mehr eingreifen können, sie war in diesem Moment viel zu weit vom Gespann entfernt und ich bezweifele, dass ein Ruf in diesem Moment ausgereicht hätte. Statt nun einmal etwas Positives in ihr Diktiergerät zu kommentieren, setzte sie den Weg einfach fort. In der Stadt angelangt merkte man dem Gespann langsam die mittlerweile schon zweistündige Prüfung an und eine Pause wäre abermals angemessen gewesen. Aber es ging weiter. Nach dem Besuch einiger Geschäfte, was die Beiden sehr gut meisterten, machten wir uns endlich auf den langen Rückweg nach Hause.

Dabei überquerten wir einige Ampelkreuzungen und Hummel wirkte sehr angestrengt. Sie zog auf dem Gehweg extrem Richtung Gras, was eigentlich immer bedeutete, dass sie dringend musste. Marie bemerkte vor lauter Stress nichts, daher mischte ich mich ein und sagte es ihr. Sie hielt sofort an und nahm Hummel aus dem Geschirr. Diese zog sofort auf den Grünstreifen und hatte einen starken Durchfall, der sich schwallartig ergoss. Das sah nicht gut aus und ich schlug vor, die Prüfung hier zu unterbrechen und Marie am Arm nach Hause zu führen, damit der Hund frei hatte. Aber die Prüferin bestand darauf, dass Hummel noch bis nach Hause führen sollte, obwohl sie sich auf dem weiteren Weg noch dreimal am Straßenrand entleeren musste und es ihr augenscheinlich nicht gut ging. Die Konzentration von Hummel war nicht mehr vorhanden und so zog sie, in einem unbedachten Moment, zu weit nach rechts Richtung Straße. Da wir uns bereits auf dem Radweg heimwärts befanden, lief der Verkehr ohne jegliche Abgrenzung neben uns her. Ich hatte den Eindruck, dass die Prüferin auf diesen Fehler gewartet hatte, denn dies war ein Grund, die Beiden durchfallen zu lassen. Anstatt die Prüfung nun zu beenden, bestand die Prüferin weiter darauf, dass Hummel bis nach Hause führen sollte.

Dort angekommen, man kann es nicht glauben, musste Hummel auch noch die Unterordnungsübungen, wie Sitz, Platz, Fuß und Bleib zeigen. Hummel war so fertig, dass sie aus der Ablage gar nicht mehr aufstehen wollte. Sie wollte nur noch Wasser trinken und ihre Ruhe haben.

Als wir zur abschließenden Besprechung ins Haus gingen und die Prüferin uns eröffnete, dass sie so einen Hund natürlich nicht bestehen lassen konnte, platzte mir der Kragen! Ich fragte sie, an welchen Kriterien sie das Durchfallen von Hummel denn fest mache. Sie nannte tausend Kleinigkeiten, die andere Prüfer überhaupt nicht erwähnen würden, denn erstens ist und bleibt ein Blindenführhund ein Hund und zweitens war der Hund an diesem Tag augenscheinlich krank und man hätte spätestens nach der ersten Durchfallattacke den Prüfungsgang abbrechen müssen. Aber da die Prüferin weiter geprüft und Hummel dann den wirklich sicherheitsrelevanten Fehler gemacht hatte und zu nah zum Verkehr gelaufen war, nahm sie das als Hauptkriterium, dass sie die Prüfung nicht bestanden hatten. Marie war am Boden zerstört und weinte und die Prüferin versuchte sie allen Ernstes damit zu trösten, dass man die Prüfung ja wiederholen könnte und nach ein paar Wochen Training, diese dann auch gelingen würde. Ich dachte, ich höre nicht recht! Ich platzte vor Wut, wusste aber das es unter diesen Gegebenheiten keinen Sinn machte, mit dieser Dame zu diskutieren, denn erstens hatte sie mit ihren Kommentaren während der Prüfung gezeigt, dass sie keine Ahnung von den Fähigkeiten und Grenzen eines Blindenführhundes hatte und zweitens, dass sie auch in keinster Weise gewillt war, irgendetwas einzusehen oder dazu zu lernen. Wir beendeten das Gespräch und die Prüferin verließ das Haus.

Nun besprach ich in Ruhe mit Marie, wie wir weiter vorgehen wollten und wann wir die Wiederholungsprüfung ansetzen sollten. Natürlich würden wir versuchen bei der Krankenkasse einen anderen Prüfer mit mehr Kompetenz über Hunde und Blinde zu bekommen, aber wir wussten, dass das schwer werden würde. Wir vereinbarten außerdem weitere Trainingstage und ich fuhr erst mal zurück nach Hause.

Als einige Wochen später die nächste Prüfung anstand, brachte ich Verstärkung mit. Nachdem wir mit der Krankenkasse gerungen, diese aber auf die Prüferin der ersten Gespannprüfung bestanden hatte, mussten wir uns wappnen. Daher reiste die Ausbilderin von Hummel mit an, denn ich war nur für die Einschulung des Teams verantwortlich.

Wir hatten diesmal eine Kamera dabei, um die gesamte Gespannprüfung zu filmen, denn nachdem ich der langjährigen Ausbilderin die damalige Prüfungssituation geschildert hatte, wollten wir bei der zweiten Prüfung sicher gehen und Material in den Händen haben, falls es darauf ankommen würde. Durch das Training war Marie wieder sehr sicher geworden und wir überzeugten sie vor der Prüfung, dass wir uns diesmal nicht alles gefallen lassen würden. Die Begrüßung mit der Prüferin fiel sehr kühl aus und als wir die Kamera auspackten wollte diese erst protestieren, aber wir bestanden darauf, den Ablauf der Prüfung zu filmen. Nun ging es also los. Wir starteten genauso wie beim letzten Mal und die Prüferin lief erneut direkt hinter der Hündin, die sich deshalb wieder umschaute. Aber diesmal hatten wir ja eine Kamera dabei, um alles aufzunehmen. Hummel führte, trotz ihrer Verfolgerin, zielstrebig und aufmerksam. Der Weg zur Massagepraxis war nach unserer Sicht fehlerfrei, aber die Prüferin mäkelte wieder daran herum, dass Hummel nicht an jedem Wirtschaftsweg anhielt, sondern nur, wenn Verkehr nahte und kommentierte dies wieder mittels Diktiergerät.

Nach dem Besuch der Massagepraxis ging es direkt weiter in die Stadt und nach der Überquerung der Seitenstraße passierte es: Marie war kurz durch die Kommentierungen der Prüferin abgelenkt und merkte dadurch nicht, dass Hummel statt dem Gehweg weiter zu folgen, auf den Parkplatz einer Sparkasse lief. Sie gab dann natürlich die falschen Kommandos zum weiter gehen, weil sie ja gar nicht wusste, dass sie nicht mehr auf dem Gehweg war. Hummel blieb vor einer Hauswand stehen und wartete auf weitere Anweisungen. Da griff die Ausbilderin von Hummel ein. Sie rannte ohne auf die Prüferin zu achten zu Marie, sagte ihr, wo sie sich befand und führte sie am Arm auf den richtigen Gehweg zurück. Die Prüferin war so überrascht, dass sie gar keine Einwände erhob und die Blinde war so froh darüber, dass ihr in dieser Situation geholfen worden war. Der Weg ging dann ohne Probleme weiter und führte wieder zum Marktplatz. Dort angekommen, zeigte Hummel ohne Probleme den Briefkasten an und führte Marie danach zu einem Geschäft. Danach wollte die Prüferin noch die Übung sehen, bei der Hummel einer Person folgen sollte. Sie sagte dies Marie und rannte auch schon vorne weg, ohne mit dem Hund Kontakt aufgenommen zu haben. Bis Marie das Kommando gegeben hatte, war die Prüferin schon 400 Meter weiter weg und Hummel wusste nicht, dass Sie ihr folgen sollte und lief ziellos voran. Die Prüferin kommentierte wieder ausgiebig in ihr Diktiergerät und meinte, dass Hummel dieses Kommando nicht beherrschen würde. Daraufhin erklärten wir der Prüferin, dass sie zunächst einmal Kontakt zum Hund aufnehmen müsse, weil der Hund ja sonst nicht wissen könne, dass er ihr und nicht einem anderen Passanten folgen sollte. Sie erwiderte darauf, dass die anderen, von ihr geprüften Hunde, das auch alle gekonnt hätten und wiederholte diese Übung nicht mehr. Wir beruhigten Marie und machten ihr Mut, dass diese Übung kein Grund dafür wäre, durchzufallen. Marie bewältigte den Rest des Prüfungsweges sehr gut und wir waren absolut überzeugt von der Leistung der Beiden. Auf die Unterordnungsübung, die meist am Ende der Prüfung erfolgt, verzichtete die Prüferin dann, weil wir diese ja schon das letzte Mal bestanden hatten, was sie damals aber nicht verlauten ließ. Als wir zur abschließenden Besprechung ins Haus gingen, begann die Prüferin wieder damit Kleinigkeiten aufzuzählen, die nicht so gut gelaufen waren, wie beispielsweise die Folge-Übung. Trotzdem musste sie die Prüfung als ‘bestanden‘ werten, da keinerlei sicherheitsrelevanten Mängel bei der Führarbeit ersichtlich gewesen waren. Marie war sichtlich erleichtert, es endlich geschafft zu haben und wir freuten uns mit ihr! Die Prüferin ließ es sich allerdings nicht nehmen, nochmals auf ihr erstes Urteil zurück zu kommen und eine Grundsatzdiskussion über die Ausbildung von Blindenführhunden zu beginnen. Wir hatten kein Interesse an einer Diskussion und so blieb es bei einem Monolog der Prüferin, die abschließend noch erwähnte, dass man sich immer mehrmals im Leben wieder sehe und das dies sicher nicht die letzte Prüfung bei ihr sei. Wie man sich irren kann!!! Bis zum heutigen Tag haben wir bei dieser Prüferin keine Prüfung mehr abgelegt, weil wir uns weigerten, uns nochmals einer solchen Inkompetenz auszusetzen. Wir haben Erfolg damit gehabt und in jedem Fall einen anderen Prüfer verlangt, wobei wir keinen bestimmten Prüfer wollten, nur diese Prüferin, aus gutem Grund, nicht mehr!

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