Tanja Kohl - Nicht streicheln, ich arbeite

Здесь есть возможность читать онлайн «Tanja Kohl - Nicht streicheln, ich arbeite» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Nicht streicheln, ich arbeite: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Nicht streicheln, ich arbeite»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die Faszination und Leidenschaft der Autorin für Hunde spiegelt sich in jeder Einzelnen der 44 Führ-Hundegeschichten
wieder. Der Leser wird berührt, betroffen, besorgt und auch immer mal wieder belustigt sein. Eins wird dabei deutlich:
Die besondere Beziehung zwischen Mensch und Hund!
Tanja Kohl hat vor zehn Jahren den Sprung in die Selbständigkeit gewagt und betreibt seit dem zusammen mit ihrem Mann eine erfolgreiche Blindenführhundschule.
Alle Geschichten sind wahr und von der Autorin selbst miterlebt.

Nicht streicheln, ich arbeite — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Nicht streicheln, ich arbeite», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Daran erkennt man die hohe Intelligenz der Königspudel! Da wir immer wieder zum Training mit unseren Blindenführhunden in Frankfurt sind, schauten wir eines Tages bei den Beiden vorbei. Als die Haustür aufging hob Coco wie in Zeitlupe ihren Kopf, um zu sehen wer da kommt. Erst dachte ich sie hätte Probleme mit dem Rücken, weil sie ihren Kopf so langsam hob, dann sah ich aber den Grund dafür. Coco trug eine große Kuhglocke um den Hals. Ich musste erst einmal laut loslachen, denn der Anblick der kleinen schwarzen Großpudelhündin mit einer originalgetreuen Kuhglocke um den Hals, war wirklich zum Schreien komisch! Nachdem ich mich wieder gefasst hatte, fragte ich Robert, wo denn Coco‘s Glöckchen sei, welches sie vorher getragen hatte. Er sagte, dass er das Glöckchen auf einem Spaziergang verloren und sofort Ersatz benötigt hatte, da er Coco sonst im Freilauf nicht hätte hören können. Da er keine kleine Glocke mehr gehabt hatte, behalf er sich mit einer Kuhglocke. Zum Glück hatte ich noch ein Ersatzglöckchen dabei, das ich ihm für Coco geben konnte. Coco freute sich über die nun wieder gewonnene Halsfreiheit und sprang um mich herum. Auch ich war froh, dass Coco wieder ein für sie passendes Glöckchen anhatte und machte mich auf den Heimweg.

Hummel – Eine ungewöhnliche Gespannprüfung

Hummel war ein ausgebildeter Führhund, eine blonde Labradorhündin und ein Herz von einem Hund. Sie war mit anderthalb Jahren als Führhund abgegeben worden und hatte auch ihre Gespannprüfung erfolgreich abgelegt. Ein Jahr später passierte dann das Unfassbare. Ihre blinde Besitzerin starb viel zu früh durch einen schrecklichen Unfall. Sie wollte an diesem Tag nur noch mal schnell in die Apotheke gehen und ließ Hummel deshalb zu Hause. Die Apotheke war nur fünf Minuten von zu Hause entfernt und so dachte sie sich, dass sie für dieses kurze Stück nicht auf Hummel‘s Unterstützung angewiesen sei. Hätte sie ihren Führhund lieber mitgenommen, denn auf dem Weg passierte es: Die sehbehinderte Frau wollte gerade die Hauptstraße überqueren und lauschte auf den Verkehr. Dabei überhörte sie wohl die herannahende Straßenbahn. Sie wollte im letzten Moment noch zurückweichen, es war aber zu spät und sie wurde von der Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt. Die Nachricht traf uns zutiefst, wir waren entsetzt und geschockt. Die Krankenkasse der Verstorbenen entschied, dass Hummel, da sie erst zweieinhalb Jahre alt war, sofort zu einem anderen Blinden kommen sollte. Wir suchten also im Hinblick auf Hummel‘s Charakter einen passenden blinden Kunden und fanden eine sehr nette blinde Frau aus Norddeutschland. Wir holten Hummel erst einmal zu uns, um ihr ein paar Wochen Zeit zu geben, sich umzustellen. Dann stellten wir sie der neuen Besitzerin vor und die Beiden mochten sich auf Anhieb. Das Problem war nur, dass die blinde Marie vorher einen Führhund besessen hatte, mit dem sie gar nicht zufrieden gewesen war und den sie deshalb nach kurzer Zeit wieder an die Führhundschule zurückgegeben hatte. Jetzt hatte sie natürlich Angst, dass das mit Hummel auch passieren könnte. Wir konnten sie dahingehend beruhigen, denn das Problem, das ihr vorheriger Führhund gehabt hatte, lag vermutlich an der Ausbildung. Der Hund lief weg, wenn man ihn von der Leine machte und kam erst nach Stunden zurück oder man hatte ihn suchen müssen. Meist war er dann bei der Hündin des Nachbarn zu finden, die einige Kilometer entfernt wohnte.

Bei der Einschulung von Marie und Hummel merkte man aber glücklicherweise sofort, dass das Vertrauen zwischen den Beiden täglich zunahm. Als Marie dann zusätzlich merkte, dass Hummel immer freudig heran kam, wenn sie sie rief und dass wir sie ableinen konnten und sie trotzdem immer in der Nähe blieb, war das Eis gebrochen.

Die Einschulung machte uns allen dreien viel Spaß und auch die Familie von Marie schloss Hummel gleich in ihr Herz. Nach rund drei Wochen Einschulung ließ ich die Beiden alleine laufen, damit sie ihre Zusammenarbeit noch weiter vertiefen konnten, bis wir die Gespannprüfung absolvieren würden. Zwei Tage vor der Gespannprüfung reiste ich noch mal an, um zu sehen, wie die Zusammenarbeit nun lief. Die Beiden waren in der kurzen Zeit ein harmonisches Gespann geworden und Hummel kannte bereits alle relevanten Wege, die Marie mit ihr zurücklegen wollte. Wir sahen der Gespannprüfung gelassen entgegen. Allerdings hatten wir nicht mit dieser Prüferin gerechnet. Am Tag der Gespannprüfung kam die Prüferin und begann bereits am Anfang an allem herumzumäkeln, wie z.B. warum bereits nach sechs Wochen die Gespannprüfung stattfinden sollte und warum nicht alle Unterlagen so waren, wie sie es sich vorgestellt hatte. Man muss bedenken, dass Marie durch diese Kommentare natürlich nervös wurde. Ich redete ihr gut zu, dass sie doch wisse, dass sie sich auf ihre Hummel verlassen könne und so starteten wir die Prüfung.

Wir wollten zuerst zur Arbeitsstelle von Marie laufen, da dies ihr täglicher Weg war. Als Marie Hummel anschirrte und losging, folgte die Prüferin unmittelbar hinter ihnen. Das heißt, zwischen Prüferin und Führhund lag nur ein Schritt, wenn Hummel also mal kurz stoppte und die Prüferin es nicht sofort mitbekam, trat sie Hummel am Hinterlauf, was diese natürlich nicht lustig fand und sich deshalb immer öfter nach hinten umdrehte. Das Umdrehen wurde dann von der Prüferin als Anhänglichkeit mir gegenüber gesehen. Mit dieser Beurteilung zeigte sich zum ersten und leider nicht zum letzten Mal, die Inkompetenz der Prüferin. Nicht nur, dass die Prüferin so eng an dem Führhund und der Blinden lief, sie diktierte auch die ganze Zeit über Kommentare auf ihr Diktiergerät, wie zum Beispiel „Führhund bleibt nicht an Wirtschaftswegen stehen, sondern setzt seinen Weg fort“, „Führhund dreht sich häufig um“, „Führhund läuft nicht exakt in der Mitte des Radweges“ und so weiter. Diese Kommentare machten die Führhundhalterin zunehmend nervöser, weil sie natürlich dachte, dass dies alles Minuspunkte für sie und ihren Hund sein würden.

Marie bekam langsam Angst und war sich nicht mehr sicher, die Prüfung zu schaffen. Hinzu kam noch, dass die Prüferin während der gesamten Zeit, den Prüfungsweg kommentierte, mit zum Beispiel „Das ist für den Führhund ja keine große Aufgabe, da müssen wir nachher noch mal was suchen, was ihn wirklich fordert“ und so weiter und so fort. Dazu muss man wissen, dass der Arbeitsweg der Blinden von ihrem Wohnhaus aus, einen etwa über zweieinhalb Kilometer langen Radweg verlief, der dann in die Kleinstadt führte. Dort mussten sie noch die Hauptverkehrsstraße und eine Nebenstraße überqueren und ungefähr 500 Meter auf dem Gehweg entlang laufen, um zur medizinischen Massagepraxis zu gelangen, wo Marie arbeitete. Der Radweg wurde immer wieder durch Wirtschaftswege unterbrochen, jedoch ohne jegliche Kenntlichmachung für den Führhund. Das heisst es gab weder einen Bordstein, noch eine weiße Linie, so dass Hummel nur an diesen Wegen gestoppt hätte, wenn sich ein Fahrzeug genähert hätte, ansonsten aber ohne anzuhalten weiter gelaufen wäre. Natürlich gibt es anspruchsvollere Wege für einen Blindenführhund, aber schließlich hatte sich ihre blinde Besitzerin diesen Weg nicht ausgesucht, dies war nun mal ihr Arbeitsweg. Außerdem ist es auch schwierig für einen Hund, auf einem Weg zu führen, wo wenig Ablenkung ist und nur hier und da mal ein Fahrrad den Weg kreuzt oder aus einem der Wirtschaftswege ein Traktor oder PKW rauskommt. Denn gerade auf solchen Wegen ist die Gefahr groß, dass ein Führhund sich, durch schnuppern oder sonstiges, den Weg interessanter macht, aber Hummel tat nichts dergleichen, sie lief aufmerksam im Führgeschirr und hatte den Kopf immer oben.

Nachdem wir dann die Hauptstraße sicher überquert hatten, ergab sich die folgende Situation. Es kam uns, auf unserem Gehweg, eine junge Frau mit Kinderwagen entgegen. Die Frau lief immer weiter auf das Führgespann zu und da der Gehweg sehr eng war, wich Hummel nach rechts aus und Marie streifte mit ihrem Fuß einen Pflanzstein, der dort im Weg stand. Sogleich nahm die Prüferin dieses Ereignis, mittels Diktiergerät, zur Kenntnis und lamentierte lautstark über die unzulängliche Führqualität von Hummel, obwohl das der erste Fehler war, den sie vom Gespann gesehen hatte. Da Sie lediglich die Fehler in ihr Diktiergerät auf sprach, hörte sich das ganze natürlich sehr dramatisch für Marie an und die Nervosität steigerte sich bei ihr und übertrug sich auch auf Hummel. Zusätzlich streifte die Prüferin immer noch ab und zu Hummel mit ihrem Fuß, wenn das Gespann unvermittelt stehen blieb. Dann überquerten wir eine Nebenstraße und hier befand sich auf der Hälfte der Überquerung eine Verkehrsinsel. Diese hatte weder einen Bordstein, noch eine Markierung, sondern bestand lediglich aus einem rechts und linksseitigen Blumenbeet. Da Marie schon sehr verunsichert war, bemerkte sie nicht, dass Hummel auf der Verkehrsinsel kurz anhielt und schob sie einfach weiter über die Straße. Da jedoch kein PKW weit und breit zu sehen war, sollte das auch kein Problem für die Prüfung darstellen. Weit gefehlt!!! Die Prüferin besprach erneut entrüstet ihr Diktiergerät, dass man auf diese Weise doch keine Straße überqueren könnte und so weiter. Marie war mittlerweile den Tränen nah, aber das berührte die Prüferin keineswegs. Der Rest des Weges lief ohne Beanstandung und Hummel suchte nach Aufforderung sofort die Eingangstür zur Massagepraxis. Dort angekommen, machte ich den Vorschlag eine kurze Pause einzulegen. Die Prüferin wollte keine Pause machen, aber ich bestand darauf, denn schließlich macht es auch für den Führhund keinen Sinn, erst ein Ziel anzulaufen und dann sofort weiter zu gehen. Darüber hinaus brauchten die Beiden dringend eine Pause, um sich wieder zu fangen. Nach einer kurzen Kaffepause ging es weiter. Nun sollte der Prüfungsweg in die Kleinstadt und dort in verschiedene Geschäfte führen. Als wir los marschierten, die Prüferin wieder direkt hinter dem Führhund her laufend, führte der Weg zunächst wieder über die Seitenstraße mit der Verkehrsinsel und dann Richtung Stadt. Als wir gerade eine Ampelkreuzung überqueren wollten, fiel der Prüferin ein, noch einen Abstecher in unbekanntes Gebiet zu machen. Also beschrieb sie Marie, wo es langgehen sollte und diese schickte ihren Blindenführhund in die angekündigte Richtung. Nun sah die Prüferin eine Treppe und am Ende der Treppe eine Eingangstür zu einem Gebäude und wies Marie an, sich die Treppe suchen zu lassen. Hummel zog sofort Richtung Gebäude los und zeigte statt der Treppe, den Rollstuhlweg an. Dieser führte natürlich genauso zum Gebäude rauf und war der leichtere Weg, da hatte die Hündin mitgedacht. Die Prüferin jedoch nicht, die sah es als unmöglich an, scheuchte Beide wieder runter, damit Marie Hummel so lange anwies, die Treppe zu suchen, bis diese die Treppe nahm – natürlich alles unter den Augen der, ins Diktiergerät kommentierenden Prüferin, was die Sache nicht erleichterte. Oben angelangt, zeigte Hummel sofort die Tür an und danach sollte der Weg in die Stadt fortgesetzt werden. Marie war mittlerweile hochrot, schwitzte und vergaß, bei all dem Stress, hin und wieder ihre Hündin für die Arbeit zu loben, was Hummel natürlich auch verwirrte, weil Marie sie sonst immer lobte. Als wir uns auf dem Weg Richtung Stadt befanden, schickte uns die Prüferin noch auf einen Marktplatz. Auf einen solchen Marktplatz, wo die Orientierung aufgrund der Unübersichtlichkeit für einen vollblinden Menschen praktisch nicht möglich ist. Hier sollte Hummel einen Briefkasten anzeigen, der hinter einer Sitzbank an der Wand hing. Hummel suchte angestrengt, da sie noch nie an diesem Briefkasten war und als sie ihn gefunden hatte, sprang sie freudig an der Sitzbank hoch, da diese ja vor dem Briefkasten stand. Die Prüferin kommentierte dies wieder mit ungenügend guter Ausbildung des Hundes und dem Unvermögen den Briefkasten ordnungsgemäß anzuzeigen. Ich dachte in diesem Moment, ich bin im falschen Film!

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Nicht streicheln, ich arbeite»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Nicht streicheln, ich arbeite» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Nicht streicheln, ich arbeite»

Обсуждение, отзывы о книге «Nicht streicheln, ich arbeite» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x