Eugen Adelsmayr - Das Vermächtnis des Barons

Здесь есть возможность читать онлайн «Eugen Adelsmayr - Das Vermächtnis des Barons» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das Vermächtnis des Barons: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Vermächtnis des Barons»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der wohlhabende Baron von Kranach-Walde wird ermordet. Kurz davor hat er Nora, ein Callgirl, zu seiner Haupterbin bestimmt, während seine Kinder praktisch leer ausgehen. Das Testament ist aber nicht auffindbar. Nora engagiert Tanner, einen pensionierten Polizeimajor, es zu finden und für ihre Sicherheit zu sorgen. Auf der Jagd nach dem Erbe entbrennt ein blutiger Reigen in dem die Unterscheidung zwischen Tätern und Opfern immer unklarer wird.

Das Vermächtnis des Barons — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Vermächtnis des Barons», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Patrizia hatte darauf bestanden, das Begräbnis als großes gesellschaftliches Ereignis aufzuziehen und fast alle geplanten Trauergäste waren der Einladung gefolgt. Nur wenige hatten aus Alters- und Gesundheitsgründen abgesagt und einige aus dem Hochadel waren ohne Entschuldigung ferngeblieben, sie fielen aber zumindest zahlenmäßig nicht ins Gewicht. Rüdiger, Patrizia, Isabel und Jakob hatten in der ersten Reihe Platz genommen und jetzt wo auch Severin eingetroffen war, konnte der Trauerzug beginnen. Die Menge setzte sich in Bewegung und folgte dem Sarg bis zur Familiengruft. Eine große Schar von nicht Geladenen stand etwas abseits und verabschiedete sich still vom alten Baron, dessen Name jetzt als letzter, unter dem seiner Frau, in die schwarze Marmortafel gemeißelt stand. Seine Kinder gingen gleich hinter dem Sarg, gefolgt vom engsten Familienkreis. Patrizia verbarg ihr Gesicht hinter einem schwarzen Schleier. Isabel und Jakob hatten sie in die Mitte genommen, trotzdem wankte sie unsicher und hatte Mühe mit den Anderen Schritt zu halten. Um die Gruft waren einige Stühle für betagte Gäste bereitgestellt und Patrizia rettete sich auf einen der ersten.

Der Nieselregen war in leichten Schneefall übergegangen und ein rauer Wind blies über die Gräber den Trauernden ins Gesicht. Jakob war froh die Kinder nicht mitgenommen zu haben, sie hätten sicher gefroren und bald nach Hause gedrängt. Auch er stellte schon den Mantelkragen auf, zog den Schal über das Kinn und seinen breitkrempigen Hut noch tiefer in die Stirn. Lieber wäre er heute zu Hause geblieben. Er hatte zum alten Baron kein Nahverhältnis gehabt und ihn auch zeitlebens nicht gemocht. Der Alte hatte ihn nie als Schwiegersohn akzeptiert und ihn das und auch Isabel das bei jeder Gelegenheit spüren lassen. Von Isabels Familie hatte er eigentlich nur mit Rüdiger hin und wieder zu tun und auch das fast nur beruflich, kaum privat. Rüdiger, der umtriebiger Politiker, lud ihn gelegentlich als Redner oder Mitorganisator zu offiziellen kulturellen Anlässen ein, weil er als belesener Buchhändler und Literaturexperte dafür prädestiniert schien. Das täuschte Jakob aber nie darüber hinweg, dass er für Rüdiger nur den Schmeicheljuden abgab, das Feigenblatt, das Rüdiger erlaubte, dahinter ganz ungeniert Rassist zu sein. Isabel stand frierend neben ihm und drückte ihm mehrmals fest die Hand, wie eine Aufforderung durchzuhalten und Jakob erwiderte ihn ebenso fest.

Die Ansprache des Pfarrers dauerte noch länger, als befürchtet und Rüdiger, als nächste Redner, kündigte an, sich wegen der Kälte kurz zu halten. Ein Versprechen, das er aber im Laufe der Rede offensichtlich selbst vergaß. Stolz rekapitulierte er die Familiengeschichte und holte dabei großzügig aus, bis er, endlich in der Gegenwart angelangt, den dahingeschiedenen Baron als liebenden warmherzigen Vater pries. Patrizia schluchzte hörbar, überwältigt von Trauer, Rührung und Selbstmitleid. Isabel drückte wieder Jakobs Hand und der starrte unbewegt geradeaus. Nach seiner Rede warf Rüdiger als erster eine Rose in die offene Gruft, gefolgt von Severin und nach ihm Patrizia, die unsicher auf Isabels Arm gestützt, ihre Rose nur bis an den Rand der Gruft zu werfen imstande war. Irgendwo in der Menge begann ein Kind laut zu weinen und lenkte die Umstehenden von Patrizias Missgeschick ab. Beim anschließenden Totenmahl war Patrizia dann nur kurz dabei. Nach ein paar schnell getrunkenen Gläsern befiel sie ihre übliche Migräne noch stärker als sonst und sie entschuldigte sich. Rüdiger bat Finn, seinen Chauffeur, sie nach Hause zu fahren. Die anfänglich gedämpfte Stimmung machte dann zunehmend einer allgemeinen Heiterkeit Platz und die Gesellschaft löste sich noch länger nicht auf. Als die letzten gingen, war es schon später Nachmittag.

Während Patrizia ihre Migräne zu Hause wenig erfolgreich mit Cognac bekämpfte, Severin sich mit Freunden traf und Isabel den Abend im Kreise ihrer Familie verbrachte, verschanzte Rüdiger sich in seinem Arbeitszimmer. Er hatte zu tun. Für das kommende Wochenende war eine große Demonstration der Opposition geplant und er war vom Parteivorstand auserkoren entschlossen gegen derlei Umtriebe vorzugehen. Er hatte eine Liste von Zeitungs- und Rundfunkredakteure angelegt, die noch auf Linie gebracht werden mussten und er bereitete die entsprechenden Anschreiben vor. Außerdem plante er diesmal mehr Agitatoren einzuschleusen als beim letzten Mal. Krawall zu organisieren lag ihm mehr, als das Verfassen von Texten. Morgen würde er alles Notwendige mit Finn besprechen, der nicht nur sein Chauffeur, sondern vor allem der Anführer seines schlagkräftigen ´Ordnertrupps´ war. Das Geld, um seine Söldner für diesen Einsatz zu bezahlen, hatte Rüdiger schon am Heimweg abheben wollen, dabei aber festgestellt, dass die Kriegskassa schon wieder fast leergeplündert war. Der sonst immer pünktlich überwiesene Geldnachschub aus dem Ministerium, ließ ausnahmsweise auf sich warten. Morgen würde er sich darum kümmern, wieso die immer als Denkmal-Förderung verschleierte Zahlung diesmal ausgeblieben war. Für heute hatte er aber genug.

Später, als er schon auf dem Weg ins Bett war, erhielt er noch einen Anruf vom Notar. In den Unterlagen des dahingeschiedenen Barons war der Hinweis auf ein neues, bisher unbekanntes Testament aufgetaucht.

Müde und schlecht gelaunt kroch Rüdiger am nächsten Morgen aus dem Bett. Eine kurze Dusche, ein schneller Kaffee, er musste sich beeilen, die Vorstandssitzung war sehr früh angesetzt. Niemand hatte von ihm erwartet, dass er, nur einen Tag nach dem Begräbnis seines Vaters, an dieser Versammlung teilnehmen würde. Rüdiger war nicht ganz bei der Sache, brachte aber, weil sein dafür zuständiger Freund Zeiser, Abteilungsleiter im Ministerium, ebenfalls anwesend war, den stockenden Geldfluss zur Sprache. Zeiser versicherte ihm, dass er sich umgehend darum kümmern würde.

Für gleich nach der Sitzung hatte Rüdiger ein Treffen mit Finn im ´Schwarzen Adler´ ausgemacht. Als er die paar Stufen in die mit dunklem Holz vertäfelte Gaststube hinunterstieg, warteten Finn und sein Stellvertreter schon am ihrem üblichen Tisch bei einem halbgeleerten Bier im Zigarettenrauch.

„Ich hoffe es stört nicht, wenn er dabei ist?“, fragte Finn mit einer angedeuteten Kopfbewegung in Richtung seines Begleiters. Rüdiger war auf ein Vieraugengespräch eingestellt gewesen, rang sich aber ein „Geht schon in Ordnung!“ ab.

„Er kann sehr gut seinen Mund halten!“ versicherte Finn, so als hätte er Rüdigers Gedanken gelesen…und gut Steinewerfen kann er auch.“

Dabei schlug er seinem Begleiter anerkennend auf die Schulter, der geschmeichelt, seinen Mund zu einem schiefen Grinsen verzog. Rüdiger hatte eigentlich Finn damit beauftragt Nora einen Schrecken einzujagen, dass es nun noch einen Mitwisser gab, war ihm nicht recht.

„Bei dieser Sache ist ein bisschen Feingefühl angesagt. Der Stein war als Warnung in Ordnung, aber mehr macht ihr, bis auf Weiteres nicht. Wir brauchen weder Schwierigkeiten mit der Polizei, noch irgendeinen Wirbel mit ihrem Zuhälter, Freund, oder weiß Gott wem. Es reicht vorerst, wenn sie weiß, dass ich sie im Auge habe. Die wird mit der Zeit schon weich!“

Die beiden Schläger nickten, wenn auch die feine Klinge nicht ihre Sache war. Die Aufgabe für Finns Bande bei der Demonstration war Routine und ohne viele Worte klar. Unter die Demonstranten mischen, die Bullen provozieren und den Journalisten reichlich Motive für blutige Fotos liefern. Rüdiger blieb auch, als alles besprochen war, noch sitzen und gab ein paar Runden aus. Er hatte Zeit. Zuhause wartete niemand auf ihn. Seine Frau, Helena, war unterwegs und kam immer erst spät, wenn überhaupt, heim. Er hatte sie gestern beim Begräbnis zum ersten Mal seit Tagen wiedergesehen. Draußen, vor dem Schwarzen Adler, wartete Tanner und hoffte, dass Rüdiger bald wieder herauskommen würde. Er war ihm schon am frühen Nachmittag zu seiner Sitzung gefolgt und von dort dann hierher. Jetzt saß Tanner im Auto, verfluchte die Kälte und den lachhaft kleinen Leihwagen, den er von seiner Werkstatt bekommen hatte, so lange sein bequemer Schlitten wegen des Motorschadens in Reparatur dort war.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das Vermächtnis des Barons»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Vermächtnis des Barons» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Das Vermächtnis des Barons»

Обсуждение, отзывы о книге «Das Vermächtnis des Barons» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x