Christian Friedrich Schultze - Weißer Stein

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Der renommierte Richter am Bundesgerichtshof, Dr. Ralf Eschenbach, schätzt in einem von ihm zur deutschen Strafjustiz verfassten Essay, dass rund 25 Prozent strafrechtlicher Urteile Unschuldige treffen. Niemand weiß, ob diese Aussage stimmt!
Der ehemalige Rechtsanwalt Christian F. Schultze schildert in seinem Kriminalreport «Weißer Stein» einen Fall, in welchem er nicht das Urteil, sondern die Arbeit der Ermittlungsorgane und das Verhalten der Medien als skandalös beurteilt. Noch nie hatte es in seiner Heimat, der Oberlausitz, einen derartigen Mordprozess ohne Leiche gegeben!
Wer wissen will, wie es kurz nach der so genannten Wende mit Kriminalität, Korruption und Karrieren in Sachsen aufwärts ging, der lese dieses Buch!

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Das dauerte noch mehr als zwei Jahre.

5. Umgebindehäuser

Die Oberlausitz ist bis hinein nach Niederschlesien und Nordböhmen ein so genanntes Flächendenkmal für „Umgebindehäuser.“

Ein solches Umgebindehaus ist eine Kombination aus slawischem Blockhaus und fränkischem Fachwerkhaus, wie sie in der wechselvollen Geschichte der Besiedelung der ostelbischen, ursprünglich slawisch bewohnten Gebiete durch die Ostexpansion des feudalen deutschen Staates zwischen dem dreizehnten und achtzehnten Jahrhundert entstanden sind. Auf der einen Seite des Erdgeschosses befindet sich die Blockstube und auf der anderen das Gewölbe aus Lausitzer Granit oder Zittauer Sandstein. Darauf wird ein Stockwerk in Balkenfachwerk-Bauweise aufgesetzt, dessen Zwischenräume mit spezieller Lehm-Strohhäcksel-Füllung, bewehrt durch ein lockeres Reisiggeflecht, ausgefüllt sind. Sowohl die Blockstube als auch die oberen Räume sind dadurch gegen Kälte und Hitze gut isoliert. Damit das untere Stockwerk durch die Last der oberen Etage und des Dachstuhles nicht zusammenbricht, erfand man das "Umgebinde", ein um die Blockstube herumgebautes Ständersystem, welches den fränkischen Überbau problemlos trägt.

Innen sind die Räume oftmals mit Holzpaneel hübsch verkleidet, was obendrein eine weitere Dämmschicht ergibt. Später ging man dazu über, auch die obere Fachwerketage außen mit Holzpaneel oder Schiefer zu beplanken. Wenn man will, kann man die Blockstube vollständig aus dem „Umgebinde“ herausnehmen, ohne das übrige Bauwerk in Mitleidenschaft zu ziehen. Die heutigen Sanierer nutzen diese Möglichkeit, wenn die Balkenlagen der Blockstube verrottet sind und ersetzt werden müssen. Viele „Oberlausitzer Granitschädel“, aber auch verständige nach der Wende Zugewanderte, haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten der Pflege dieses architektonischen Flächendenkmals verschrieben und mehrere hundert Umgebindehäuser sowie einige bäuerliche Drei- und Vierseithöfe liebevoll restauriert.

Als Ausgang des Mittelalters die germanische Unterwanderung der slawischen Gebiete östlich der Elbe begann, wurden derartige Häuser oft in die Nähe eines kleinen Wasserloches, welche die Oberlausitzer, wie bereits erwähnt, "Tump" nennen, manchmal sogar direkt über einer solchen Quellgrube, errichtet. In dem Fall erhielt das Bauwerk unter dem gegenüber der Blockstube gemauerten Kreuzgewölbe des Erdgeschosses ein zusätzliches Kellergewölbe. Auch das neue Heim Peter I.s besaß solch einen unterirdischen Raum. Im Jahr 2000 erregte dieser das ganz besondere Interesse der Ermittlungsbeamten um Staatsanwalt Sebastian Matthieu aus Zittau.

6. Sommergäste

Vor dem Zweiten Weltkrieg bildete der Fluss Queis, die heutige polnische Kwisa , die Grenze der seit 1815 in eine preußische und eine sächsische geteilten Oberlausitz zu Schlesien. Somit gehörten auch die nördlichen Züge des Isergebirges mit den Ortschaften zwischen der Oberlausitzer Neiße und diesem kleinen Grenzfluss zur Oberlausitz. Ebenso die Dörfer und Städtchen entlang dieses Flüsschens, welcher, wie die Neiße, in mehreren Quellbächen am Hohen Iserkamm entspringt.

Nicht nur in den Tälern und an den Hängen des Zittauer Gebirges, sondern auch an den Wasserläufen des Sudetengebirges, hatten sich bereits Mitte des 18. Jahrhunderts einige Kurorte entwickelt, die von den Bewohnern der größeren westlich und nördlich gelegenen Städte Sachsen und Preußens gerne zur „Sommerfrische“ aufgesucht wurden. Sowohl die gute Luft als auch die bergige, wunderschön bewaldete Landschaft hatten es den Erholungssuchenden angetan. An den Ufern des Queis, in Bad Flinsberg und Bad Schwarzbach, hatte man sogar heilende Quellen gefunden. Und im Zittauer Gebirge, mit seinen bizzaren Felsformationen und markanten Bergen, wie Lausche, Hochwald, Oybin und Jonsberg, durften sich die Ortschaften Lückendorf, Oybin, Waltersdorf und Jonsdorf fortan als Luftkurorte bezeichnen. Besonders in den Sommermonaten machten die Liebhaber dieser abwechslungsreichen Mittelgebirgslandschaft und der bizarren Formationen des maritimen Kalksandsteins hier in Scharen Urlaub. Deshalb wurden sie „Sommergäste“ genannt.

1945, nach dem Zusammenbruch der Nazidiktatur, änderte sich alles. Die Oberlausitzer Region östlich von Neiße und Oder, Schlesien und das Sudetenland, wurden polnisch. Das Riesengebirge, dort, wo in fast tausendvierhundert Metern Höhe zwischen Kesselkoppe und Reifträger die Elbe entspringt, wurde entlang seines Kammes geteilt und mit seinem südlichen Teil der Tschechoslowakei, mit dem nördlichen der Volksrepublik Polen zugeschlagen.

In den Jahren nach den Krieg war es für Deutsche schwierig, in diese ehemals deutschen Ostgebiete zu gelangen. Die nach Kriegsende überwiegend aus dem Osten Polens und der Slowakei angesiedelten Menschen waren äußerst misstrauisch allen Deutschen gegenüber und glaubten noch bis zur Wiedervereinigung und dem zwischen den vier Siegermächten USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien im Rahmen der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen abgeschlossenen Friedensvertrag an eine Rückkehr der Vertriebenen. Das Erholungs- und Kurwesen war in allen drei Ländern dieses neu entstandenen Dreiländerecks vollständig zusammengebrochen. Erst Anfang der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts begann sich im Zittauer Gebirge, organisiert vom Freien Deutschen Gewerkschaftsbund, der Einheitsgewerkschaft der Deutschen Demokratischen Republik, erneut ein Ferienwesen zu entwickeln.

Viele Häusler des Kurortes Jonsdorf richteten daraufhin so genannte Fremdenzimmer ein. Auch auf der „Hutchwiese“ besaß fast jedes Haus ein oder zwei Ferienzimmer, nicht vergleichbar mit den heutigen Ferienwohnungen, aber, garantiert von der Vermittlung des DDR-FDGB, allzeit gut belegt.

Auch im Umgebindehaus Peter I.s gab es seit jeher zwei derartige Zimmerchen für Sommergäste. Aber der junge Mann dachte von Anfang an weiter. Bald nachdem die beiden alten Damen ausgezogen und in das Altersheim nach Olbersorf übergesiedelt waren, fing er an, diese Räume gründlich aus- und umzubauen. Außerdem errichtete er im Garten einen Bungalow mit einer regelrechten Ferienwohnung und schloss überall fließendes Wasser und separate Toiletten an. Das gehörte damals noch keineswegs zum allgemeinen Standard. Bei allen diesen Arbeiten ging ihm seine Ehefrau Sonnhild tatkräftig zur Hand und wir wunderten uns nicht selten darüber, dass sie dabei oftmals regelrechte Männerarbeit verrichtete.

Dass Peter ein exzellenter Handwerker für allerlei Gewerke war, hatten wir schnell herausgefunden. Denn auf unserem Grundstück und an der Laube gab es ebenfalls öfters Reparaturbedarf. Doch Peter reparierte auch Motorgefährte, wie unseren Trabi, Rasenmäher der Nachbarn, Motorräder, sogar die beliebten „Multikars“ und so weiter. Für derlei Dienste engagierten wir den gelernten Schlosser gerne. Denn er war geschickt, zuverlässig und erfindungsreich. Und vor allem war er einfallsreich, wenn es um die Besorgung schwierig zu beschaffenden Materials, diverser Ersatzteile und allgemeiner Mangelware ging. Wir wollten nicht unbedingt wissen, wo er es herbekam. Im Gegensatz zu manch anderem Handwerker druckste er auch nie um den Preis herum, sondern nannte diesen stets sofort und direkt, hielt sich auch zuverlässig daran und lieferte pünktlich. Freilich umrankte ihn das Gerücht, dass er den Begriff des Volkseigentums auf recht individuelle Art auslegte. Aber eigentlich störte es niemanden wirklich.

1985 fing Peter an, auf der Wiese hinter seinem Haus einen formidablen Swimmingpool zu bauen. Es war schwierig, die dafür erforderliche Grube im granitenen Boden ausreichend tief auszuheben. Er benötigte Wochen dazu. Natürlich floss auch durch seinen Garten eines der beiden Bächlein des Kalten Borns. Der überdachte Tump, welcher zum Grundstück gehörte, war annähernd mannstief. Von da konnte er den Zufluss für das geplante Planschbecken abzweigen. Das kräftige Rinnsal eignete sich allerbestens dazu, das dreieinhalb mal sechseinhalb Meter große, an seiner tiefsten Stelle knapp zwei Meter tiefe Becken innerhalb kurzer Zeit zu füllen. Dieses Wasser war volkseigen, gehörte also allen und niemanden. Gemeineigentum war es schon jahrhundertelang gewesen.

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