Olaf Zeidler - Michaela. Erzählungen & Gedichte
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26. August. Am Nachmittag. Seit gestern nacht sind alle vier Katzenbabys draußen und erobern mit schwankenden Schritten Stück für Stück das Wohnzimmer. Meine beiden Kinder spielen im Moment auf der Wiese vor dem Haus. Nun ist es entschieden. Sie haben vorhin jeder für sich eines der niedlichen Kleinen ausgesucht und augenblicklich in ihr Herz geschlossen. Jonnygehört ab sofort Oliver und Tabby wird später mal — wenn Anna Lena eine eigene Bleibe hat — zu ihr ziehen. In neun oder zehn Jahren ...
Und wo bleibt der Rest des „Rackerclans“? Entweder finden sich Interessenten im Bekanntenkreis oder ich bringe irgendwann die zwei Kätzchen ins Tierheim.
Außerdem muss Lena in einigen Wochen sterilisiert werden — spätestens dann, wenn sie den Nachwuchs nicht mehr stillt ... Warum? Sie soll weiterhin die Freiheit genießen und draußen herumstreunen können. Und ihre Babys erkunden bald mit der Mama die schöne große Welt ...
Eigentlich besteht das ganze Leben aus Kompromissen. Der geplante Eingriff ist zwar keinesfalls natürlich, aber das Füttern gehört ja auch nicht zu den normalen Abläufen in der freien Wildbahn, oder? Lena wird ihren Preis dafür zahlen müssen, wenn sie bei mir bleiben will und dasselbe gilt dann auch für Jonny und Tabby .
Eisenhüttenstadt, 26. 08. 2006
Schade, einen Monat nach der Geburt starben alle vier Katzenbabys in nur zwei Tagen. Offensichtlich hatte Lena von draußen Würmer eingeschleppt, die einem erwachsenen Tier nicht gefährlich werden konnten. Anna Lena und Oliver halfen mir bei der Beerdigung der Kleinen ...
Am 26. April 2007 war es wieder so weit. Als ich mittags nach Hause kam, piepste es hinter der Couch und ich wusste sofort, dass Lena erneut Nachwuchs bekommen hatte. Die kleinen Aprilkätzchen waren da.
27. Mai 2007. 15.00 Uhr. Ich muss in zwei Stunden zur nächsten langen Nachtschicht fahren. Die neue Katzenfamilie streift ungeniert durch meine Wohnung. Drei süße Babys erkunden neugierig und mit noch immer unbeholfenen Schrittchen auf ihren vier Pfoten alles, was beschnuppert und angeschaut werden kann. Manchmal kitzeln sie mich an den Füßen, wenn ich am Tisch sitze und esse oder mir eine Sendung im Fernseher anschaue. Oliver hat sich noch nicht entschieden ...
28. Juni 2007. 11.30 Uhr. Vor einigen Wochen lag eines der Babys tot in der Küche, als ich früh nach der Nachtschicht zu Hause ankam ... Schade. Das Kleine hatte sich vorher schon abgesondert und schien gesundheitliche Probleme zu haben. Die anderen Beiden haben sich inzwischen prächtig entwickelt, fressen Trockenfutter und toben in der Wohnung herum.
„Graunäschen“ fiel heute vom Fensterbrett nach draußen und versuchte dann vergeblich, zurückzukommen. Es mauzte kläglich und sprang immer wieder hoch, doch die Abdeckung war zu glatt, so dass das Tier abrutschte und im Gras landete. Lena rannte unruhig hin und her. Offensichtlich konnte sie ihrem Kind nicht helfen. Ich ging dann vor die Haustür und trug den kleinen Racker in die Wohnung. Dessen Herz puckerte wie wild. Kurze Zeit später jammerte „Weißnäschen“ und musste auch gerettet werden ... In vier Monaten wissen wir, welches Geschlecht sie haben. Man kann schließlich einen Kater nicht „Molly“ nennen, oder?
05. Juli 2007. Gestern nacht war die Katzenfamilie draußen unterwegs. Als ich heute früh aufstand, saß Lena auf dem Fensterbrett und miaute:
„Lass uns wieder rein, Alter.“
Auch die „Purzelchen“ haben nun keine Probleme mehr, selbstständig in die Wohnung zu kommen. Sie springen aus dem Stand ein Meter hoch. In der Nachbarschaft ist man inzwischen auch aufmerksam geworden und vor allem Kinder bleiben öfter stehen, um die Babykatzen zu sehen ...
24. Juli 2007. Die kleinen Kater (Vater sah das Bild und wusste sofort, dass es zwei Männchen waren) haben inzwischen einen Namen. Oliver möchte, dass alle drei zusammenbleiben: Lena; Rocky und der putzige Weißnasensherry ...
Lena wird im August sterilisiert und darf dann weiter mit ihren Jungen (die nun nicht mehr gestillt werden und ganz normales Futter bekommen) draußen herumstromern ...
5. August 2007. Seit einer Woche sind meine Katerchen verschwunden. Warum? Schon mehrere Tage vorher fauchte Lena, wenn einer ihrer „Söhne“ auftauchte und in die Wohnung springen wollte. Offensichtlich hatten sich — von der Natur so vorprogrammiert — die „Familienbande“ inzwischen ganz aufgelöst und der Nachwuchs musste nun allein klarkommen. Doch da mache ich mir keine Sorgen. Die vielen Kinder in der näheren Umgebung haben beide Jungtiere längst in ihr Herz geschlossen. Irgendwo sitzen sie satt und zufrieden im Trockenen und lassen sich von einem neuen „Frauchen“ oder „Herrchen“ verwöhnen. Wenn es nicht so wäre, hätten sie schon nach kurzer Zeit mit knurrenden Mägen an mein Fenster geklopft ...
21. August 2007. Lena darf nicht mehr in die Wohnung, denn sie hat mir Flöhe eingeschleppt. Erst nach intensiven Sprühmaßnahmen bekam ich den Ungezieferbefall in den Griff und habe nun keine Lust mehr darauf, irgendwann erneut so einen Aufwand betreiben zu müssen. Außerdem scheint die Katze schon wieder trächtig zu sein. Sie erhält das Fressen auf dem Fensterbrett und muss ihre Jungen ab jetzt irgendwo da draußen zur Welt bringen ...
Als ich Anfang Juli 2008 aus der Wohnung zog, saß Lena auf dem Fensterbrett und mauzte kläglich. Leider konnte ich sie nicht mitnehmen. Sie war ihr Revier gewohnt und in dem Haus, das für kurze Zeit meine neue Bleibe werden sollte, lebten bereits zwei kastrierte Rassekater. Das wäre aufjeden Fall nicht gut gegangen ...
Im Oktober tauchte die Katze einige Tage vor der Schlüsselabgabe draußen auf, schaute mich an und verschwand dann wieder im Gestrüpp. Das war unsere letzte Begegnung ...
EN348
Eine Zugfahrt durch die Nacht
25. 10. 2006. 0.18 Uhr. Ina und Anna Lena sind in ihrem Schlafwagenabteil und ich sitze zwei Waggons weiter vorn auf einem normalen Platz zweiter Klasse. Es kann losgehen. Wir stehen im Bahnhof Frankfurt/Oder und warten auf das Abfahrsignal. Im Moment läuft wohl noch die Grenzkontrolle, da der „Euro Night“ — aus Warschau kommend — hier ganz in der Nähe das deutsche Hoheitsgebiet erreicht hat.
0.28 Uhr. Der Zug rollt endlich los in die Nacht. Richtung Berlin. Mit zehn Minuten Verspätung, die der Lokführer wahrscheinlich schnell wieder herausholt, bevor er irgendwann heute Nachmittag oder abends in Basel angekommen sein wird. Ich schließe die Augen und muss an meinen Artikel denken, der am 22. April diesen Jahres im Oderlandspiegel erschienen ist:
Sich in der Öffentlichkeit outen
Hallo, liebe Landsleute, ich wende mich heute an Euch, weil mir doch ein paar Sachen ganz schön zu schaffen machen. Als Beamter — wartet bitte mal ein paar Sekunden mit den Buh Rufen — im Justizvollzug gehöre ich wohl doch zur bürgerlichen Schicht.
Alle, die jetzt mit Neidgefühlen zu kämpfen haben, lade ich herzlichst ein, doch einfach eine Woche mit mir zu tauschen. Zu bieten habe ich jeden Tag acht Stunden Dienst, einhundertdreißig Kilometer Fahrt zur Arbeit und zurück; äußerst aggressive Gefangene; Insassen, die von der Straße weg geholt worden sind und völlig verdreckt im Delirium in ihren Zellen liegen und lebensmüde HIV-Infizierte ...
Seit fünfzehn Jahren gilt auch für uns Ostdeutsche das so genannte Grundgesetz und da heißt es, dass alle Leute gleichbehandelt werden sollen. Auch die Kinder. Und hier bekomme ich die ersten Bauchschmerzen ...
Warum? Eine gute Bekannte erhält als alleinerziehende Mutter Hartz IV und muss sich das Kindergeld als Einkommen anrechnen lassen. In ihrem Fall geht man sogar so weit, dass die minderjährige schulpflichtige Tochter rein theoretisch Unterhalt an die liebe Mama abzuführen hat, weil sie zu viel Knete vom leiblichen Vater erhält (der den gesetzlich vorgeschriebenen Betrag zahlt). Wahnsinn. Der Mutter werden acht Euro vom zustehenden Mindestbetrag abgezogen und da fragt man sich schon, ob das tatsächlich vom Gesetzgeber so gewollt ist. Die Kollegen Beamten berufen sich auf die Vorschriften und zucken lächelnd mit den Schultern. Da können wir eben nichts machen, sagen sie. Außerdem kann meine Bekannte ja Widerspruch einlegen. Na klar, das hat sie bereits vor einem Jahr getan und Insider wissen, dass der Hartz IV-Antrag alle sechs Monate neu gestellt werden muss ...
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