Olaf Zeidler - Michaela. Erzählungen & Gedichte

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Wie gestaltet sich die Partnersuche, wenn man die Hälfte des Lebens hinter sich gebracht hat? Scheidung auf deutsch oder wie teuer ist der Satz: «Ich liebe dich nicht». Liebe, Sex und Segelflug … Geschichten aus dem Knast. Geld ist nicht alles, oder doch? Das und vieles andere mehr erwartet den Leser, wenn er dieses Buch aufschlägt.

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Sie war die erste Frau in meinem Leben, die ich (oft) gleich nach dem Geschlechtsverkehr solange zärtlich liebkoste, bis auch sie leise schreiend explodierte und sich dabei entweder mit beiden Händen oder einem Kissen den Mund zuhielt (auch wenn beide Kinder außerhalb schliefen). Und sie verlangte kein einziges Mal von mir, dass ich zuerst die Lippen abwischte, bevor wir uns dann lange und innig küssten ...

05.29 Uhr. Dortmund. Auf dem Bahnsteig stehen Leute, die zusteigen wollen. In etwa einer Stunde wird die Sonne aufgehen und für viele Menschen beginnt dann der neue Tag. Ina hat bis eben neben mir gesessen und wir haben uns geküsst. Im Dunkeln. Nun ist sie wieder im Schlafwagenabteil bei Anna Lena. Sie will nicht, dass das Kind allein aufwacht und ängstlich die Mutter ruft.

05.40 Uhr. Bochum. Draußen ziehen die Lichter fremder Städte und Dörfer vorbei. Ich schaue gedankenversunken in die Nacht.

So geht es auch:

Geschlechtsteile können sich nicht nur miteinander vereinigen; man kann sie auch aneinander reiben. Zum Beispiel, wenn die Frau auf dem Schoss des Mannes sitzt und ihre Hüften schnell oder langsam hin- und herbewegt. Das ist wirklich irre. Sie zeigt sich in ihrer ganzen nackten Schönheit, verschränkt die Arme über dem Kopf (dabei werden die Brüste ganz leicht angehoben) und bestimmt den Rhythmus. Die Schamlippen öffnen sich mehr oder weniger weit, aber das kann man wegen dem engen Körperkontakt nicht sehen. Außer vielleicht wenn sie sich umdreht (also dem Partner den Rücken zuwendet) und den Oberkörper ein bisschen nach vorn beugt.

05.55 Uhr Essen. Hält der Zug jetzt wirklich alle fünfzehn Minuten? In knapp zwei Stunden müssen wir in Koblenz sein, um den Regionalexpress nach Saarlouis zu erreichen.

06.10 Uhr. Duisburg. Nach einem sehr kurzen Halt rollt der Zug weiter.

06.23 Uhr. Düsseldorf. Es ist immer noch richtig dunkel.

06.40 Uhr. Köln. Wir haben soeben den Rhein überquert. Ina steht neben mir am offenen Fenster und inhaliert tief den Rauch ihrer Zigarette. Was für ein Anblick: So viele Schiffe am Ufer inmitten der hell beleuchteten Innenstadt. Lichterketten. Die Nacht will einfach nicht weichen.

07.30 Uhr. Links vom Bahndamm erheben sich immer höhere Berge, während rechts ein breiter Fluss dahinfließt. Der Rhein? Ich weiß es wirklich nicht. Häuser stehen (vereinzelt) auch oben in den Hängen.

08.15 Uhr. Koblenz. Ankunft mit zwanzig Minuten Verspätung. Den Anschlusszug erreichen wir trotzdem. Der EN 348 ist nun weiter unterwegs in Richtung Frankfurt/ Main und wir werden hoffentlich kurz nach halb elf am Ziel unserer Reise angekommen sein.

Von einem, der es nicht geschafft hat:

Der Ärmste sucht heut klagend Trost, an jenem Punkt wo ich mal stand. Wie trotzig klingt sein lautes „Prost“—schallt hin und her, von Wand zu Wand ... Nun sucht er nicht mehr. Egal was. Mein Nachfolger — der TRAUM(ehe)MANN: Zu viel geraucht, noch mehr gesoffen, Herzinfarkt, hieß es (nicht im Nachruf). Statt Scheidungskos-tengab’sjetzt Witwenrente ...

Ich rief meine Freundin an und sagte:

„Genosse Schimmelhecht ist tot.“

„Wie? Wer? Was ist los?“

„Na der aus dem Persönlichen Nachruf‘.“

Da machte es ,klick ‘ bei ihr.

„Was meinst Du, kann ich das Gedicht trotzdem veröffentlichen. Eigentlich geht es ja nur um Corinna?“

Ina stimmte mir zu. Kurz und bündig:

„Lass es erscheinen.“

Ja — und nun? Mach’sgut Superersatzvatervorbildmensch du Unglücklicher (jetzt ja nicht mehr), murmelte ich leise für mich selbst vor mir hin. Die Erde drehte sich weiter. Und das wird sie auch tun, wenn ich nicht mehr da bin ...

10.44 Uhr. Saarlouis. Endlich — wir sind wohlbehalten angekommen. Ein paar Minuten später als geplant, aber dafür bot sich uns während der letzten Etappe dieser Fahrt ein wunderschönes, einmaliges Panorama:

Immer am Ufer der Mosel entlang rollend, passierten wir Ortschaften, die sich meist dicht an die recht hoch aufsteigenden Berge schmiegten. Farbenprächtige wie hingemalte Bilder zogen am Fenster vorbei und ich fragte mich nicht nur einmal, wie die Winzer ihre auf den steilen Hängen angepflanzten Weinfelder hegten und abernteten. Also — ich wäre an manchen Stellen ganz bestimmt nicht einmal zu Fuß hinaufgekommen ...

Da tauchte plötzlich eine ganz aus Stahlbeton gegossene Brücke auf. Geschätzte fünfzig Meter hoch und vielleicht einen Kilometer lang verband sie im leichten Bogen ausgeführt über das gesamte Tal hinweg zwei Bergkämme miteinander. Was für ein imposantes Bauwerk. Sie sah irgendwie zerbrechlich aus und stand da doch schon mindestens einige Jahre lang. Trotz Sturm, Eis und Regen ... (Drei Tage später erfuhr ich, dass dort immer wieder Selbstmordversuche stattfanden, die in allen Fällen tödlich endeten, wenn der Betreffende den Sprung in die Tiefe tatsächlich wagte.)

Einige grünbewaldete Erhebungen verschwanden im immer dichter werdenden Hochnebel und Anna Lena meinte dazu: Das sind Wolken, Mama. Was ja auch stimmte. Die Basis der untersten Schicht verlagerte sich aufgrund der aktuellen Umgebungstemperaturen nur langsam nach oben. Da wo es im Moment noch ein bisschen kälter war und wo außerdem die Luftfeuchtigkeit sehr hoch zu sein schien, wurde das Wasser (winzigste Tröpfchen, die sich an Staubpartikel angelagert hatten) kondensiert und somit „sichtbar“. Die Sonne musste noch kräftig scheinen, um diese Waberschwaden restlos aufzulösen. Aber in dem Moment war ich einfach zu müde und hatte keinen Bock darauf, vor dem Kind mit meinem vor sehr langer Zeit und sicher nur unvollständig erworbenen Segel-fliegermetereologiewissen herumzuprotzen.

Ich musste in dem Punkt sowieso vorsichtig sein, denn recht häufig gerieten mir solche Erklärungen zu ausschweifig und trocken. Und ich wollte ja kein griesgrämiger Schulmeister sein, der seine Zuhörer schnell tödlich langweilte. Manchmal reichte es eben aus, einfach wortlos mit dem Kopf zu nicken ...

Eine Burg tauchte auf. Wie im Märchenland. Bei klarer Sicht würde die atemberaubende Landschaft bestimmt noch viel mehr zur Geltung kommen. Weißgetünchte Häuser. Kirchtürme und die zahlreichen Berge, deren Spitzen nun leider in einem Wattebausch steckten ...

Es gibt keine Liebe mehr:

Warum? Jeder kann es heutzutage mit jedem treiben, lautet die These. Treibt es wirklich jeder mit jedem? Über sechzig Millionen Deutsche (diese Zahl ergibt sich daraus, dass die, die es noch nicht können und jene, welche auch mit Viagra keinen Ständer mehr hinbekommen, sowie auch solche, die wirklich keine Lust mehr darauf haben, abgezogen worden sind. Es ist natürlich nur eine grobe Schätzung) bräuchten dafür — vorausgesetzt ein Akt dauert (mit Vorbereitung) fünf Minuten; es sind immer nur zwei Menschen unmittelbar daran beteiligt und jede Vereinigung wird wegen der Registrierung (schließlich müsste die Angelegenheit ordnungsgemäß ablaufen, oder?) nach-einander vollzogen — etwa zweihundertfünfundachtzig Jahre. Selbst wenn die Aktion an tausend Orten gleichzeitig stattfinden würde (was für ein Organisationsaufwand wäre dafür nötig — Oh Gott, ich wage es mir gar nicht auszumalen), vergehen rund um die Uhr 105 Tage, bis alle es einmal mit jemanden gemacht hätten. Das hieße dann aber noch nicht, dass jeder mit jedem ... Dafür würde auch bei der ausge-klügelsten Variante ein Menschenleben niemals ausreichen. Und wer sagt denn übrigens, dass der Sex nicht auch länderübergreifend praktiziert wird?

11.00 Uhr. Auf der Fahrt vom Bahnhof in die Stadt fallen mir viele französisch klingende Ortsbezeichnungen auf. Kein Wunder — bis zur Grenze braucht man von hier aus mit dem Auto nur zwanzig Minuten. Meine Augenlider sind inzwischen so schwer, dass ich Mühe habe, wach zu bleiben. Nach dem Mittagessen werde ich mich hinlegen und zwei, drei Stunden schlafen ...

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