Olaf Zeidler - Michaela. Erzählungen & Gedichte

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Wie gestaltet sich die Partnersuche, wenn man die Hälfte des Lebens hinter sich gebracht hat? Scheidung auf deutsch oder wie teuer ist der Satz: «Ich liebe dich nicht». Liebe, Sex und Segelflug … Geschichten aus dem Knast. Geld ist nicht alles, oder doch? Das und vieles andere mehr erwartet den Leser, wenn er dieses Buch aufschlägt.

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In der Wohnung war es still als wir ankamen und ich öffnete eine Futtertüte. Meine Vermutung war richtig — Lena kam aus ihrem Versteck heraus und wartete ein bisschen ungeduldig, bis die saftigen Fleischstücke auf dem Teller verteilt waren. Als sie fraß, sagte ich zu Anna Lena:

„Nimm mal die Taschenlampe und schau hinter der Couch nach — dort liegen ... sie“

„Wer?“

Das Kind kniete sich hin und als es sah, was da im Lichtkegel zu erkennen war, juchzte es laut auf. Die vier Babys hatten sich ineinander verknäult und lagen wie ein kleiner Wolleball ganz hinten in der Ecke. Hier und da lugte ein Katzenöhrchen hervor. Keines der Tiere reagierte auf die Helligkeit, denn sie waren ja noch blind und würden erst in einigen Tagen ihre Äuglein öffnen ...

„Solange sie gestillt werden, dürfen wir sie nicht anfassen, sonst kann es passieren, dass Lena den Nachwuchs verstößt ... und dann verhungern die Kleinen.“

Anna Lena nickte und fragte, ob sie das Telefon benutzen durfte. Na klar. Ich konnte mir denken, was sie wollte und schmunzelte, als die Nummer ihrer Mama im Display aufleuchtete. Zuerst sprach sie ganz begeistert in die Muschel und wurde dann leiser.

Zum Schluss nickte das Mädchen und schien sich damit abzufinden, dass Ina nicht streng aber doch bestimmt „Nein“ sagte und auch dabei blieb. Die beiden wohnten im sechsten Stock und so ein kleines Kätzchen würde dort wegen dem fehlenden Auslauf nur Unheil anrichten — Tapeten zerkratzen, Blumenvasen umwerfen und den teuren Teppich verschmutzen. Nein, das ging nicht und ich hatte im Moment auch keine Ahnung, wie es weitergehen sollte.

Irgendwann musste ich mir etwas einfallen lassen, denn fünf Katzen konnten — selbst wenn sie sich den ganzen Tag draußen aufhielten — keinesfalls in der Einraumwohnung bleiben. Sie würden sehr viel Fressen und das eine Katzenklo wäre jeden Tag mehr als vollge . Außerdem musste ich ja arbeiten gehen und hätte nur wenig Zeit, mich um die kleinen Racker zu kümmern ...

Schade, das Leuchten in Anna Lenas Augen hielt nur kurz an, weil sie keine andere Wahl hatte, als das „Nein“ zu akzeptieren. Aber vielleicht finde ich schon recht bald eine annehmbare Lösung?

Es gab da noch ein Problem. Lena war bisher daran gewöhnt, viele Stunden in der Natur zu verbringen. Manchmal, wenn ich zum Frühdienst musste, blieb sie einfach draußen bis ich wieder heimkehrte. Die Wohnung lag ebenerdig und es könnte jemand unbemerkt einsteigen, wenn ich das Fenster offen lasse ...

Während der ersten Tage blieb die Katze rund um die Uhr bei ihren „Kindern“ und verschwand höchstens mal für eine Minute nach draußen. Aber schon wenig später unternahm sie wieder längere Streifzüge und wollte sich dann sofort um ihre Babys kümmern ...

Ich hatte also irgendwie zu gewährleisten, dass sie in der Wohnung war, wenn ich längere Zeit weg musste. Mein Dienstherr würde sich bestimmt nicht damit abfinden, wenn ich nun öfters zu spät zur Arbeit kam und das damit begründete, dass die kleinen Kätzchen keinesfalls so lange allein bleiben durften ...

Da fiel mir ein Trick ein, der auch prompt funktionierte. Zehn Minuten bevor ich losfuhr, schloss ich das Fenster und Lena tauchte fast sofort von irgendwoher auf. Sie trommelte dann mit den Pfoten gegen die Scheibe und mauzte laut: „Lass mich rein — ich muss zu meine Kinder!“ Offensichtlich blieb sie immer in der Nähe, seitdem die Babys da waren ...

An dem Tag als Anna Lena zum ersten Mal die Katzenkinder sah, passierte noch etwas, dass mich zuerst ziemlich erschreckte. Abends schaute ich vor dem Schlafengehen mit der Taschenlampe nach, ob es den vier „Rackern“ gut ging und hätte beinahe das Gerät fallen gelassen.

Der Platz hinten in der Ecke zwischen Couch und Wand war leer ... Lena hatte ihre Kinder irgendwo anders hingeschafft. Nur wo? Und warum? Das Fenster war zu gewesen, als ich bei meinen beiden Mädchen zu Abend aß und wir — so wie immer — noch knapp zwei Stunden gemütlich beisammen saßen ...

Als ich mich an den Wohnzimmertisch setzte und fieberhaft nachdachte, piepste es und das Geräusch kam aus der Richtung, wo vorher die Katzenbabys lagen. Nanu? Hatte ich etwa Halluzinationen? Ich leuchtete die Ecke noch einmal aus, aber da war nichts. Jetzt quietschte es wieder und die Laute hörten sich so an, als wenn sie direkt in der Couch erzeugt wurden. An einer Stelle war am Rand der Begrenzungsstoff eingerissen und ich hielt die Funzel in den dadurch entstandenen Spalt.

Da waren sie. Lena muss durch diese Öffnung gekrochen sein und hat ihre Kleinen wie in einer sicheren Höhle im In-neren des Möbelstückes abgelegt. Alle vier. Und die Mama saß dahinter und blinzelte mit den grünen Augen, weil sie der Lichtstrahl blendete ...

Sie mauzte laut und das hörte sich so an wie: „Bitte lass uns jetzt in Ruhe, wir wollen hier wirklich ungestört sein .“ Augenblicklich machte ich das Licht aus und zog mich diskret zurück. Offensichtlich gab es nur eine Erklärung für dieses Verhalten: die Katze brachte ihren Nachwuchs in ein besseres Versteck, weil Anna Lena da gewesen war. Das Mädchen hielt sich nicht so oft in meiner Wohnung auf...

Zwar ließ sich Lena inzwischen von ihr streicheln und fauchte auch nicht mehr wie am Anfang, aber nur mir vertraute sie wohl hundertprozentig. Was eigentlich kein Wunder war, denn wir beide verbrachten bisher die meiste Zeit miteinander und ich kümmerte mich immer darum, dass die Katze nicht mit einem knurrenden Magen herumlief ...

Auch wenn ich später mit der Lampe in die „Höhle“ leuchtete, mauzte Lena protestierend, oder sie sprang auf mich zu und versuchte mit dem Kopf den Lichtstrahl wegzudrücken. Das sah mitunter richtig putzig aus und ich fragte mich, warum sie nicht ihre Pfoten benutzte — wie auch immer; die Katze wollte wohl, dass ihr Nachwuchs im Dunkeln verborgen blieb und ich nahm mir vor, höchstens noch ein oder maximal zwei Mal am Tag nachzuschauen, ob es den Babys gut ging. Am besten eignete sich dafür die Zeit, wenn Lena draußen war und in den Sträuchern umherschlich ...

24. August. Vormittag. Ich bin gerade um 20.53 Ortszeit mit einer Iljuschin 62 auf der Bahn 7 rechts des Flughafens Berlin-Schönefeld gelandet. Dies war nicht meine beste Landung, aber man brauchte auch viel Übung, um so eine große Maschine mitten in der Nacht ganz sauber und „von Hand“ runterzubringen ... Früh kurz vor sechs Uhr fand der Start in Rio de Jainero statt und die Reise dauerte fast elf Stunden. Bloß gut, dass der Simulator auch im Zeitraffer betrieben werden konnte, sonst hätte ich tatsächlich so lange vor dem Com-puter gesessen. Aber das ging ja nicht, weil ich heute noch am Nachmittag arbeiten musste ...

Gestern nacht saß ich mit einer Flasche Bier am Wohnzimmertisch und genoss die Stille um mich herum. Die Stubenbeleuchtung war aus und nur zwei Straßenlaternen spendeten etwas Licht, so dass ich die Möbel und den Fernseher vor mir erkennen konnte. So verbrachte ich oft die letzte Stunde bis es Zeit wurde, Schlafen zu gehen. Vor meinen Augen lief dann meist der vergangene Tag noch einmal ab ...

Der Spätdienst war ohne Besonderheiten zu Ende gegangen und ich dachte mit einem Lächeln auf den Lippen daran, dass wir am Sonnabend alle wieder zusammensein würden. Ina, Anna Lena, Oliver und ich ...

Hinter der Couch raschelte es und ich nahm undeutlich wahr, dass Lena ihre Höhle verließ. Neuerdings legte sie sich immer vor den Eingang und es sah tatsächlich so aus, als wenn die Katze Wache hielt. Niemand durfte ihren Babys zu Nahe kommen. Das Tier miaute leise und schnurrte, deshalb griff ich nach der Taschenlampe und richtete den Strahl dahin, wo die Geräusche herkamen. Schnell wurde mir klar, warum Lena laufend mauzte.

Sie war nicht allein. Eines ihrer Kinder tapste unbeholfen aufdem Teppich herum und schien nicht zu wissen, wo es hinlaufen sollte. Die Kleine hatte beide Augen offen und sah schon wie eine richtige Katze aus. So winzig und doch fast perfekt. Mit Schwänzchen und vier Pfoten, die anscheinend noch Mühe hatten, das eigene Gewicht zu tragen. Lena achtete darauf, dass das Baby in ihrer unmittelbaren Nähe blieb und packte es nach einer Minute vorsichtig — ja fast zärtlich — mit den Zähnen am Nacken. Dann trug sie das Kleine zurück in den „Bau“ und setzte sich anschließend wieder auf ihren Platz. Während dieser Szene hatte ich plötzlich eine Idee und mich durchrieselte es warm. Ja — so könnte es tatsächlich funktionieren. Nichts ist schöner als leuchtende Kinderaugen ...

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