Olaf Zeidler - Michaela. Erzählungen & Gedichte
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Genossen! Schließt eilig euer Haus! Lasst niemanden hinein und trauert weiter hier in Saus und Braus mit Schnaps bei Kerzenschein. So wird dann euer Blick hingleiten zur Wand an der noch immer hängt — der „Willi“ wie in besten Zeiten ... Ob alles mal von vorn anfängt .?
Verronnen ist die Jugend; zerstört das Ideal. Es bleibt ein Fünkchen Tugend und Angst vorm Kapital ... Ich stehe nun am Wegesrand; schau in das Morgenrot. Nach links der Pfad ist „abgesperrt“ und rechts liegt „brauner Kot“ ...
Erschlichener Reichtum und sozialer Verrat; das bringt ihn zum Wanken — den Vater Staat. Die Arbeit und Wohlstand — sie fließen dahin und mit ihnen auch des Lebens Sinn .Wenn niemand mehr weiß, wofür und warum, dann wird es gefährlich, denn dann bleibt man dumm ...
Übrigens: Sollte es tatsächlich irgendwann keine klugen Menschen mehr geben, bräche die Welt vielleicht doch nicht gleich zusammen. Weil wir ohne sie wahrscheinlich ganz schnell aussterben würden ...
Rinteln, 15. 04. 2006
Persönlicher Nachruf
Teil I (1990)
Wo ist Genosse Schimmelhecht
geblieben wohl mit meiner Frau?
Wer’s weiß, der gebe mir zu Recht
nun Antwort bitte ganz genau...
In einem großen Schulungshaus
verlief sich heiß die letzte Spur.
Dort brach man ständig mit Applaus
fast jeden alten Eheschwur.
Denn was des Bonzen Gier und Glück
im Wege stand, wurd’ „weggedacht “.
Man hat den Frauen Stück für Stück
angeblich Freiheit leicht gemacht.
Sie gaben hin sich — oh Moral,
mit ungeahnter Leidenschaft.
Im freien Sex, da hat fatal
gewirkt die „Überzeugungs“kraft...
Und nun ich grüße jene Frau,
an der mal hing mein ganzes Herz.
Die damals glaubte — sie sei schlau.
Vorbei ist fast in mir der Schmerz.
Es gibt kein Weg zu ihr zurück.
Die Dunkelheit verschluckt den Schrei.
Werd’ suchen jetzt das richt’ge Glück
und fühl’ mich heute endlichfrei...
Teil II (2006)
Die Wende kam — verdammt — zu früh;
dem ach so herzensguten Mann,
um abzusahnen ohne Müh’
wie’s mancher Chef noch immer kann.
Sein Weib wollt’ nicht zufrieden sein
mit einem Kerl im „Heizer“stand,
denn Liebe hat den schönsten Schein
für sie nur im Schlaraffenland...
Der Ärmste sucht heut klagend Trost
an jenem Punkt, wo ich mal stand.
Wie trotzig klingt sein lautes „Prost!“-
schallt hin und her von Wand zu Wand.
Was früher er ganz leis belacht,
das holt ihn endlich rauschend ein.
Sich deutlich nun bemerkbar macht,
die Wirklichkeit getrennt vom Schein.
Noch einmal grüß’ ich jene Frau -
und das soll sein kein übler Scherz -
die immer glaubte, sie sei schlau.
Vorbei ist längst der tiefe Schmerz.
Ich geh’ nie mehr zu ihr zurück.
Das Morgenrot; da dämmert’s hin.
Wo ist sie nur — mein neues Glück?
Und nimmt mich mit, so wie ich bin ...
Frankfurt/Oder 31.05.2006
Die Katze und der Vogel
Ich saß am Computertisch und war gerade mit einer Tupolev 134 auf dem Weg von Nadi (Fidschi-Inseln) nach Sydney. In vier Stunden musste der Flug beendet sein, weil ich um dreizehn Uhr fünfzehn mit einer Kollegin verabredet war — wir wollten zusammen zum Spätdienst fahren.
Das GPS-Display zeigte knapp eintausenddreihundert Meilen an, die noch zu fliegen waren. Da blieb mir nach der Landung genug Zeit, um das Mittagessen warm zu machen und die Arbeitsbrötchen zu schmieren. Der Autopilot steuerte wie in der Wirklichkeit das Flugzeug und ich genoss den warmen Sommermorgen. Lena streunte irgendwo da draußen herum; deshalb stand das Fenster offen.
Ab und zu kam sie herein und fraß ein bisschen vom hingestellten Teller. Oder sie sagte einfach nur Miau, sah mich mit ihren grünen Augen an und verschwand dann wieder. Irgendwann würde sie müde sein und sich auf der Couch einrollen. So war das jeden Morgen wenn ich frei hatte oder nachmittags arbeiten ging.
Träge grübelte ich vor mich hin, hatte im Ohr das gleichmäßige, monotone Triebwerksgeräusch und plötzlich machte es Taps. Meine Lena sprang in die Wohnung und lief ziemlich schnell an mir vorbei. Ungewöhnlich schnell. Ich schaute in ihre Richtung und sah, dass sie irgendetwas im Maul hatte. Mein erster Gedanke war: sie schleppt mir eine tote Maus ins Zimmer. Eine Kollegin aus der JVA ... erzählte mal vor Monaten, dass Katzen so was machen und so ihre Dankbarkeit zeigen wollen. Für das Futter, das man ihnen täglich gibt ...
Wie elektrisiert stand ich auf und folgte dem Tier. Sie saß inzwischen in der Küche unter der Spüle und das, was sie eben noch zwischen den Zähnen hatte, lag vor ihr und rührte sich nicht. Es war aber keine Maus. Es war ein Vogel ...
Ein Spatz? Das konnte ich nicht erkennen — oder um ehrlich zu sein — ich wusste nicht, wie so ein Spatz aus der Nähe betrachtet aussah. Jedenfalls blieb es mucksmäuschenstill. Kein einziges Tschiep Tschiep drang aus dem winzigen Kehlchen. Entweder war der kleine Kerl bereits tot oder seine Muskeln waren wegen der panischen Angst wie gelähmt. Gleich würde der letzte Biss seinem Leben ein Ende bereiten. Aber Lena dachte nicht daran, den Vogel zu fressen. Ihr Magen war voll und sie wollte einfach nur ein bisschen spielen. In dem Augenblick ging mir durch den Kopf, wie sinnlos doch manchmal der Tod sein konnte. War auf einmal da — völlig unerwartet — und schlug erbarmungslos zu. Mit samtigen Tatzen und scharfen Krallen ...
Aufmerksam beobachtete die Katze ihre Beute und tippte sie ganz vorsichtig mit der Pfote an. Los — beweg dich! Flüchte vor mir, damit ich dich einfangen kann. Doch der Piepmatz rührte sich nicht. Ich wollte schon eine Kehrschaufel holen und ihn nach draußen bringen — da flatterte er auf einmal fast wie ein Blitz ganz dicht an mir vorbei hoch und stieß leicht mit dem Kopf an die Decke, weil er die eigene Steiggeschwindigkeit nicht rechtzeitig abbremsen konnte. Wir beide erschraken heftig. Lena versuchte noch, den kleinen Kerl mit der Pfote zu erwischen, doch er war einfach schneller. Flog mit wilden Flügelbewegungen ins Wohnzimmer bis zur Schrankwand und verschwand dahinter. Zwischen deren Rückwand und der Tapete waren höchstens zehn Zentimeter Platz und ich dachte: jetzt sitzt der arme Vogel in der Falle. Da konnte er nicht mehr entkommen ...
Lena schaffte es irgendwie, in den Spalt zu kriechen und nun hörte ich wieder das laute Flügelschlagen. Der Piepmatz tauchte tatsächlich oben auf (kaum zu glauben, aber ich sah es mit eigenen Augen. Wie er das gemacht hatte? Keine Ahnung .) und irrte anschließend im Raum hin und her. Das Fenster stand immer noch offen. Warum flog er nicht einfach hinaus ins Freie — in die rettende Freiheit?
Offensichtlich war das kleine Wesen wegen der davor hängenden Gardine irritiert und wusste deshalb nicht, wie es rauskommen sollte. Einige Sekunden später befand sich der Vogel wieder hinter der Schrankwand (für ihn war das wohl so, als säße er dort in einer sicheren „Baumhöhle“) und die Katze dachte erst, ihre Beute sei diesmal in die Küche geflohen.
Nun beschloss ich, in das Geschehen einzugreifen. Unser „Besucher“ konnte da nicht ewig bleiben, also schaute ich nach und in dem Moment flatterte der kleine Kerl noch einmal mit kurzen, ruckartigen Bewegungen hoch in Richtung Decke. Jetzt flog er aber zum Fenster und landete oben auf dem geöffneten Flügel. Lena sprang zwar noch hinterher, aber sie kam nicht an den Vogel ran. Das war ein Bild — der ängstliche Piepmatz auf dem weiß gestrichenen Holzrahmen und etwa ein Meter darunter wartete die lauernde Katze. Sie ließ ihn nicht aus den Augen ...
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