Simone Philipp - Novembergrab

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Novembergrab ist ein Entwicklungsroman, der im historischen Kontext des Hochmittelalters angesiedelt ist. Der Leser/die Leserin begleitet die junge Anna, die sich auf eine folgenreiche Beziehung zum Mörder ihres Bruders einlässt.
"Der Junge mit dem weißen Haar stieg die Stufen hinab. Doch jeder Schritt, den er mit dem Kind auf dem Arm zurücklegte, ließ ihn altern. Machte ihn verschlossener, härter und kälter. Wortlos nahm er im Hof der Burg sein Pferd entgegen und ließ sich das Kind hinaufreichen. Und als er letztendlich das Tor der äußeren Ringmauer passierte, da war von Jugendlichkeit auf seinen Zügen keine Spur mehr zu finden."

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Nicht nur die eigentliche Burganlage, die innerhalb der Ringmauern lag, war riesig, auch das Lehen, das zu Bernadette gehörte, hatte im Lauf der Zeit gewaltige Ausmaße angenommen. Allerdings befanden sich nur wenige Ländereien in unmittelbarer Nähe der Burg selbst und waren gut zu Pferd zu erreichen. Andere lagen weit entfernt, so dass es für Richard bereits vor der Geburt seiner Tochter Anna unmöglich geworden war, sie alle mit Hilfe seiner Frau und seines Ziehbruders selbst zu verwalten und aus diesem Grund immer wieder einzelne Gebiete, Landstriche oder Burgen an nahe stehende Verwandte oder besonders treue Abhängige abgegeben hatte. Doch der Fürst hatte sehr bald feststellen müssen, dass seine neu gewonnenen Vasallen auf ihren Gütern taten, was ihnen beliebte und rasch vergaßen, wer ihr Lehnsherr war. Wenn Richard nicht ab und an selbst nach dem Rechten sah und seinen Abhängigen dabei ihre lediglich übertragene Verantwortung ins Gedächtnis rief, war schon so manches Anwesen verfallen oder die Bauern hatten sich gegen die Ungerechtigkeit und Ausbeutung seitens ihrer Herren erhoben. Da der Fürst aber unmöglich ständig von einem Hof zum anderen reisen konnte, war er schließlich nach dem Rat seiner Gattin darauf gekommen, all seine Vasallen jedes Jahr im Frühling auf seine eigene Burg, nach Bernadette, zu befehlen, damit sie ihm Rechenschaft über ihr Tun auf seinem Grund ablegten. Im Lauf der Zeit hatte sich dieses alljährliche Treffen zu einem großen Fest entwickelt, von den Burgbewohnern auf Bernadette ebenso mit Spannung und Vorfreude erwartet wie von den Gästen, so dass Elisabeth aus diesem Grund immer wieder auch zahlreiche Leute aus ihrer Verwandtschaft einlud, obwohl diese nicht zu den Abhängigen ihres Mannes gehörten.

Weil Richard sich zum Zeitpunkt des Frühlingsfestes in diesem Jahr zum ersten Mal nicht auf seiner Burg befand, hatte die Fürstin nach Bernadette geladen, um an Stelle ihres Mannes die Berichte der Vasallen über die vergangenen zwölf Monate entgegenzunehmen.

Als Anna schließlich an Walters Seite die Stufen vom oberen Stock herunter gestiegen war, erkannte sie, dass sich ein guter Teil der geladenen Lehnsmänner mit ihren Familien bereits eingefunden hatte. Der Tag versprach für die Jahreszeit außergewöhnlich heiß zu werden und daher hatten sich die meisten Gäste bemüht, noch in der frühen Morgenzeit auf die Burg zu gelangen, damit sie zu späterer Stunde nicht in engen und stickigen Wagen sitzen mussten. Viele der Vasallen hatten eine mehrtägige und sehr beschwerliche Reise hinter sich und würden mit ihren Gattinnen und Kindern wohl auch bis zum folgenden Morgen auf der Burg zubringen, weshalb die Fürstin bereits im Vorhinein eine ganze Armee an Dienstkräften bereit gestellt hatte, um die Quartiere einzurichten und den Ankommenden beim Auspacken und Umziehen behilflich zu sein.

Wegen der erwarteten Hitze hatte Elisabeth die große Tafel im Inneren des Gebäudes aufstellen lassen, da wohl keiner der Gäste Wert darauf legen würde, im Freien zu speisen. Doch jetzt, zu noch recht früher Stunde, tummelten sich die meisten draußen im Hof oder dem angrenzenden Garten, begrüßten einander und tauschten Neuigkeiten aus. Das Fest auf Bernadette stellte für viele Verwandte die einzige Gelegenheit im Jahr dar, einander zu sehen und während die Männer den Anlass nutzen, um neues Land, Pferde oder bessere Waffen zu erwerben, schmiedeten ihre Gattinnen Heiratspläne für die Kinder, während sie untergehakt über die Wege schritten und einen Schirm über sich hielten, damit sich ihre weiße Haut nicht bräunte.

Anna dagegen fürchtete die Sonne nicht. Das Mädchen ging unbedeckt, aber notgedrungen in der Begleitung von Walter, von einem zum anderen. Weil sie einen Großteil der Lehnsmänner ihres Vaters allerdings lediglich flüchtig kannte, überließ sie die Begrüßung der einzelnen Gäste dem Ziehbruder Richards, sie selbst fügte nur hier und da ein paar höfliche, aber nichts sagende Worte hinzu. Die beiden hielten sich bei niemandem länger als ein paar Augenblicke auf, damit jedem die ihm gebührende Aufwartung gemacht werden konnte.

Währenddessen spähte Anna heimlich nach allen Seiten, ob sie nicht irgendwo Judith oder eine andere Verwandte, die sie lange nicht gesehen hatte, finden konnte, um auf diese Art und Weise der unliebsamen Gesellschaft Walters zu entkommen. Ihm einfach davon zu laufen, so wie sie es sonst immer tat, wagte sie in der Gegenwart der vielen Gäste allerdings nicht. Doch leider konnte sie weder Judith noch eine andere Verwandte entdecken und so blieb ihr also erst einmal nichts weiter übrig, als die Gegenwart des Ziehbruders und engsten Freundes ihres Vaters zu ertragen. Walter hatte, sehr früh zum Waisen geworden, nahezu sein gesamtes Leben auf Bernadette verbracht und wusste über all die Abläufe Bescheid wie sonst nur der Fürst und die Fürstin selbst. So stand es ihm auch zu, den abwesenden Burgherrn zu vertreten und Elisabeth hatte ihn wohl aus eben diesem Grund darum gebeten, die Gäste zu begrüßen.

„Anna.“ Eine ältere Frau ergriff das Mädchen plötzlich am Arm. „Was für ein wundervolles Gewand Ihr tragt.“ Sie nestelte an dem Stoff herum. „Solch aufwendige Stickereien sah ich zuletzt an einem Kleid der Kaiserin. Wo habt Ihr das erworben?“

Anna wandte verlegen den Kopf zur Seite. „Ich habe es selbst gemacht“, erwiderte sie leise.

„Ihr?“ Die Frau schien beeindruckt. „Sehr reizend.“ Sie ließ das Gewand los. „Würdet Ihr mir wohl etwas Ähnliches für ein Kleid anfertigen?“

„Gewiss.“ Das Mädchen nickte. „Wenn Ihr es wünscht.“

„Vielleicht in Rot und mit Perlen von derselben Farbe.“ Die Frau blickte sinnend vor sich hin.

Anna nickte noch einmal. „Das ist keine Schwierigkeit für mich“, bestätigte sie anschließend erneut.

„Lasst mich wissen, was Ihr dazu braucht und ich werde Euch Garn und Perlen zukommen lassen“, sprach die Frau weiter. „Und Ihr sollt natürlich für Eure Mühen entlohnt werden.“

„Selbstverständlich.“ Es war nicht das erste Mal, dass das Mädchen einen Auftrag von irgendeiner Dame erhielt und natürlich wurde sie immer für ihre Arbeit bezahlt, wenn gleich das Geld, das man Anna schließlich aushändigte, kaum jemals die unzähligen Stunden, die sie an der Stickerei zugebracht hatte, aufwog.

Walter hatte eine Hand an die Schulter des Mädchens gelegt und drängte auf eine eindeutige und unangenehme Weise zum Weitergehen. In diesem Moment entdeckte Anna allerdings, Gott sei Dank, endlich ihre ehemalige Erzieherin Elgita unter den Dienstkräften der Burg und nutzte diese Gelegenheit, dem Ziehbruder ihres Vaters zu entkommen und sich an die Seite der Frau zu stehlen. Walter quittierte das ungehörige Benehmen lediglich mit einem strengen Blick und das Mädchen atmete erleichtert auf, als er schließlich alleine, ohne ihre Begleitung, fortfuhr die Gäste zu begrüßen.

„Anna“, sagte die Erzieherin überrascht und lächelte für einen Moment. Anschließend ließ sie ihren Blick über das junge Mädchen gleiten. „Ihr seht hübsch aus.“

„Danke.“ Annas Verschämtheit war deutlich. „Das ist ganz alleine Marias Werk“, wehrte sie ab. „Ach, da ist sie ja.“ Annas Dienerin war gerade aus dem Eingang des Herrenhauses herausgetreten.

„Maria.“ Elgita hielt die Frau auf. „Ich wollte dich bitten, dafür Sorge zu tragen, dass genügend Dienstkräfte für das Buffet bereit stehen.“

Die Dienerin nickte.

„Die Gäste werden bei diesem heißen Wetter sicher sehr durstig werden“, fuhr die Erzieherin fort. „Lass noch ein paar Fässer Bier und einige Flaschen Wein aus den Kellern holen und in den Schweinetrögen einkühlen. Wir wollen nicht in die peinliche Situation geraten, dass irgendjemand zu wenig bekommt.“ Seit Elgita nicht mehr für die Erziehung ihrer Tochter zuständig war, hatte die Fürstin der Frau die Verantwortung dazu übertragen, die Dienerschaft zu den anfallenden Arbeiten einzuteilen. Diese Aufgabe erledigte sie so gewissenhaft und zuverlässig, dass Elisabeth wohl nicht wusste, was sie ohne Elgita täte. Auch Anna selbst hatte immer noch ein sehr enges Verhältnis zu ihrer ehemaligen Erzieherin und abgesehen von Maria stand ihr keine Dienstkraft so nahe wie Elgita. Allerdings schien diese ihre frühere Tätigkeit und Verantwortung Anna gegenüber nur äußerst schwer ablegen zu können und so gab sie ihrer ehemaligen Schülerin immer noch hin und wieder gut gemeinte Ratschläge, was das Mädchen zu tun und zu lassen hätte. Anna allerdings hörte sich diese Belehrungen meist lediglich geduldig an, ohne sie dann zu beherzigen.

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