Ulrich Wessinger - Da!

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"Da! Ein kleines Mädchen in Shanghai" liest sich spannend wie ein Roman, ein Abenteuer des täglichen Lebens in einer verrückten Stadt. Er behandelt das Aufwachsen eines kleinen deutsch-chinesischen Mädchens von der Geburt bis fasst zum Alter von zwei Jahren, als die Eltern beschlossen, Shanghai zu verlassen, weil die Luftverschmutzung immer schlimmer wurde.
Es ist eine Art intimer autobiografischer Bericht, der in die Eingeweide der Beziehung zwischen dem Autoren und seiner chinesischen Frau geht, der aus nächster Nähe das Dasein eines kleinen Kindes beschreibt, sein allmähliches Aufwachsen und Erwachen, aber auch das Umfeld mit einbezieht, die wahnsinnig tosende Stadt um die Kleinfamilie herum, die Menschen, die Verwandten, die Nachbarn, das Wetter, die Luft, die Universität als Arbeitsplatz, die Studenten, auch die Politik, die chinesische, die internationale…
Ulrich Wessinger hat sieben Jahre in China verbracht als Lehrer an Schulen und Universitäten, als Liebhaber und Ehemann einer chinesischen Frau und schliesslich Vater eines chinesischen Kindes, das erst dann deutsch wurde, als er vor drei Jahren wieder mit Frau und Kind nach Deutschland zog.

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Als Jin Jin Mitte Februar Geburtstag hat, gehe ich in eine seltsame, vergammelte Verkaufshalle in der Nähe und kaufe einen großen Strauß von Rosen, 20 dunkelrote, ein paar Feuerrote und dazwischen ein paar weiße, 32 insgesamt. Dazu weißes Gespinst, so dass es aussieht als seien die Rosen verschneit. Die Halle hat ein blaues Wellblechdach und muss bestimmt schon fünfzig Jahre alt sein. Gleich am Eingang gibt es ein paar Blumenläden, die ganz vorne sind bestens ausgestattet mit einem großen Angebot von farbenprächtigen Blumen, dahinter sind Läden, die Keramik-Vasen, Gläser und Krüge verkaufen, Möbelläden mit schweren, dunkelrot gedrechselten Tischen, Stühlen und Schränken, dann einige leere Läden hinter heruntergelassenen Rollläden aus Metall, dann taucht ein Trödelladen auf, wo ein alter Mann Bilder von Mao, Statuen von Konfuzius und alte vergilbte chinesische Comic-Hefte verkauft. Ganz hinten gibt es einen Treffpunkt für Vogelfreunde, wo Dutzende von Männern zusammensitzen mit ihren Vögeln, die in Käfige gesperrt schrill herumschreien, während ihre Besitzer rauchend und lautstark über dies und das und ihre Vögel debattieren und dabei einen riesen Lärm erzeugen, der durch den ganzen hinteren Teil der Halle schallt.

Auf der linken Seite der Halle gibt es Haustiere zu kaufen von kleinen Hasen - фото 9

Auf der linken Seite der Halle gibt es Haustiere zu kaufen von kleinen Hasen, über Vögel bis zu Schildkröten, Katzen und Hunden. Es stinkt und wenn man durch die engen Gassen wandert fangen alle Hunde an geifernd zu bellen, dass es bis zur weit entfernten Hallen decke hinaufschallt, tanzen verzweifelt in ihren engen Behausungen herum und pressen ihre Schnauzen durch die Gitterstäbe. In kleinen Schönheitssalons werden Hunde gewaschen und geschnitten.

Gegenüber der Halle gibt es einen Müllverwertungshof, den täglich Hunderte von Müllsammlern mit ihren kleinen Fußgetriebenen Dreirad-Lastern ansteuern, meistens haushoch beladen mit Pappkartons und leeren Plastikflaschen. Links davon ein Laden, der Gasflaschen verkauft, daneben ein kleines Restaurant und daran anschließend ein kleiner Puff, es gibt mehrere in dieser Straße. Die Frauen sitzen hinter einer Glaswand auf bequemen Liegen oder Sofas und warten auf Kundschaft. Ich streune gerne in der Gegend herum und bin froh, dass ich ein bisschen mehr Zeit habe als sonst, weil Jin Jin zu Hause sich um den Haushalt und Anna kümmert.

In einem kleinen Supermarkt beim Eingang zu unserem Wohnbezirk kaufe ich eine große Schachtel Pralinen, die ziemlich teuer sind.. Schokolade ist in China sehr teuer. Zu Hause arrangiere ich Strauß und Pralinenschachtel zusammen mit einer Glückwunsch-Karte und einer Kerze zu einem kleinen Tableau auf dem Wohnzimmertisch, entzünde die Kerze und dann warte ich mit Sophie bis Jin Jin aus dem Schlafzimmer kommt, wo sie Anna schlafend in ihr Bettchen gelegt hat und wir singen Händeklatschend: „Happy Birthday to you!“

Jin Jin ist gerührt, lächelt, ist aber ein wenig traurig…als ob ein alter Schmerz nach außen dränge, setzt sich, schaut in die Kerzenflamme, ich würde sie jetzt gerne umarmen und trösten, vielleicht denkt sie an ihre tote Mutter, an den Freund in Chuhai, der sich von ihr abgewendet hat, sie schaut sich die Pralinenschachtel an, Sophie setzt sich zu ihr, umarmt sie, ich mache ein Foto von ihr mit Sophie, die Tränen in den Augen hat, beide lächeln jetzt, ihre Wangen aneinander gedrückt.

Als sie nach vier Wochen uns wieder verlässt, geben wir ihr ein Couvert mit ein paar Tausend Yuan, was ihr gut tun wird bei dem schmalen Gehalt, das sie von ihrer Gemeinde bekommt.

Am Meer

Leise, um Anna nicht aufzuwecken, die noch schläft, packe ich morgens um sechs meine Sachen zusammen, draußen ist noch dunkel, Anfang Februar. Sofie ist schon wach und hat Orangen, Vitamintabletten, Brot und zwei Äpfel in eine Tüte gepackt, die Thermosflasche mit warmem Wasser gefüllt, fragt, ob ich auch nichts vergessen habe, küsst mich, ich habe meine schwarze „Kappa“-Jacke an, die ich mir billig an einer Straßenecke erstanden haben, ein Fake-Produkt wahrscheinlich, die ist dick gefüttert und darunter trage ich meinen weißen Wollpullover, den ich aus Lhasa mitgebracht habe, echte Schafwolle, ich stolpre aus der Tür, werfe noch einen Blick auf Sofie, ihren weichen Mund, ihre klugen Augen, bevor die Tür zuklappt, schultre meinen von Büchern schweren Rucksack, nehme ein paar Mülltüten mit, die wir vor der Tür stapeln und werfe sie unten auf den Haufen bei den Fahrrädern, es ist 6:25, müsste reichen, um Viertel vor sieben fährt der Bus. Auf dem Fahrrad fröstelt es mich, ich habe die Handschuhe noch nicht angezogen, was ich jetzt nachhole. Die langgestreckte Straße um diese Uhrzeit noch ziemlich leer. An der langen Reihe von Taxis vorbei, die hier ihr immer zu Essenszeiten herumstehen, weil sich in dieser Straße ein billiges kleines Restaurant an das andere reiht. Hier sitzen die in schwarzen Anzügen mit weißen Hemden gekleideten Fahrer beim Essen eng beieinander auf roten Holzbänken und schlürfen Nudelsuppen oder schaufeln kleine Reisberge in sich hinein.

Ein großer grauer Bus wartet schon nahe dem Haupteingang. Sein Motor läuft, weil er innen heizt. Eine Schlange von Leuten davor, Studenten, Lehrer gehen an ihnen vorbei. Also ich auch, offensichtlich müssen Studenten warten, bis die Lehrer alle im Bus sind, dann dürfe sie auch rein und die letzten noch freien Plätze besetzen. Verschlafene Gesichter, halbdunkler Bus, die Scheiben beschlagen, hier und da wird fröhlich geschnattert. Aufmerksame Blicke mustern mich als ich den Gang entlang gehe nach hinten wo noch mehrere Plätze frei sind. Ich verstaue meine zwei Taschen oben im Gepäckraum, lass mich in den Sessel plumpsen. Geschafft. Ich bin ganz gut vorbereitet. Hab gestern noch extra Kopien hergestellt für Unterrichtseinheiten, die ich benutzen will, weil die Studenten jetzt noch keine Bücher haben. Mein Betreuer Lu sagte, ich solle selber bestimmen, welche Bücher ich haben will und das den Studenten mitteilen. Ich habe schon drei Jahre Erfahrung als Deutschlehrer hinter mir an einer anderen Uni in Shanghai, die vom Rang her weit unter dieser steht, an der ich jetzt arbeiten werde. Vielleicht auch deshalb bin ich jetzt aufgeregt. Hab etwas Angst, bin gespannt, vor allem auf die Mädchen, welche Schönen werden auf mich warten?

Ein dicker Student quetscht sich neben mich in den Sessel. Seine Mine gibt zu erkennen, dass er nicht an einem Gespräch interessiert ist, er schaut auf sein Handy, liest chinesische Texte.

Der Bus fährt los.

Ich döse vor mich hin bin immerhin ziemlich früh schlafen gegangen gestern - фото 10

Ich döse vor mich hin, bin immerhin ziemlich früh schlafen gegangen gestern, kurz vor zwölf. Wir kommen über eine Hochbrücke, die ihre verschlungenen Bögen zieht durch andre Hochstraßen-Trassen, in einem Hinterhof sehe ich plötzlich Flugzeuge herumstehen, dutzende von Flugzeugen nebeneinander, wie Autos auf einem Parkplatz. Keine Jumbos, eher kleine Flieger, dazwischen aber auch ein ziemlich großes langes Passagierflugzeug. Dann eine Art Kirmes oder Vergnügungspark, ein Riesenrad, Hochhäuser, Wohnviertel…. Stau, wir kommen nur noch ruckartig langsam voran. Der Bus zuckelt und würgt, ist sehr laut, der Motor krächzt und bullert. Endlich kommen wir wieder in Fluss, fahren auf einer Art Autobahn dahin und dann der erhebende Anblick des Huangpu Flusses unter uns, ein breiter Strom, breiter als der Rhein bei Köln. Aber der Huangpu ist ein seltsamer Fluss, ein vermutlich künstlich angelegter Seitenarm des Yangtse, der nördlich von Shanghai ins Meer mündet. Lastkähne in großer Zahl, Industrieanlagen an den Ufern zu beiden Seiten, Kohlenhalden…In der Ferne eine andere Brücke, aufgehängt an einem einzigen riesigen Turm. Dann rollt der Bus in die Ebene dem Meer zu. Fabriken, Wohnblöcke, Kanäle, Straßen, Brachland, kleine Wäldchen, Felder, dann , nach fast einer Stunde, biegen wir rechts ab und rollen auf ein Tor zu, schwarzes übermannshohes Gestänge, das von Uniformierten geöffnet wird. Über dem Eisen schwere Betonbalken auf massiven Säulen. Die East China University hat wie viele Unis zwei Campusse, einen alten und einen neuen. Der alte Campus ist in der Nähe des Südbahnhofs, nicht weit vom Stadtzentrum, der andere weit draußen am Meer in der Nähe des ehemaligen Fischerdorfs Fengxian. Dieser Campus scheint ein ausgedehntes Gelände zu sein, mit offensichtlich mehreren Haltestellen, wo steige ich aus? Hilfesuchend blicke ich mich um, wen soll ich fragen?

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