Ulrich Wessinger - Da!

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"Da! Ein kleines Mädchen in Shanghai" liest sich spannend wie ein Roman, ein Abenteuer des täglichen Lebens in einer verrückten Stadt. Er behandelt das Aufwachsen eines kleinen deutsch-chinesischen Mädchens von der Geburt bis fasst zum Alter von zwei Jahren, als die Eltern beschlossen, Shanghai zu verlassen, weil die Luftverschmutzung immer schlimmer wurde.
Es ist eine Art intimer autobiografischer Bericht, der in die Eingeweide der Beziehung zwischen dem Autoren und seiner chinesischen Frau geht, der aus nächster Nähe das Dasein eines kleinen Kindes beschreibt, sein allmähliches Aufwachsen und Erwachen, aber auch das Umfeld mit einbezieht, die wahnsinnig tosende Stadt um die Kleinfamilie herum, die Menschen, die Verwandten, die Nachbarn, das Wetter, die Luft, die Universität als Arbeitsplatz, die Studenten, auch die Politik, die chinesische, die internationale…
Ulrich Wessinger hat sieben Jahre in China verbracht als Lehrer an Schulen und Universitäten, als Liebhaber und Ehemann einer chinesischen Frau und schliesslich Vater eines chinesischen Kindes, das erst dann deutsch wurde, als er vor drei Jahren wieder mit Frau und Kind nach Deutschland zog.

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Hoffnung

Das mit der Milchpumpe ist eine gute Idee. Die Arbeit übernimmt jetzt eine Maschine. Nicht mehr der weniger starke Mund des Kindes muss die Milch aus der Brust saugen sondern dieser im immer gleichen Rhythmus arbeitende Motor, der seltsame Laute von sich gibt und wie eine Dampflok vor sich hin stampft und ab und zu schmatzende Geräusche erzeugt, wenn Sophie die Lage des Saugnapfes verändert. Der Rhythmus der Milchentnahme kann vom Rhythmus des Milchtrinkens entkoppelt werden, die Milch wird in Flaschen in den Kühlschrank gestellt und muss bei Bedarf nur noch erwärmt werden. Die Maschine ist ziemlich teuer, aber Sophie hat eine Service-Agentur gefunden, die Maschinen verleiht.

Die Februarsonne liegt milchig im Zimmer, Anna hat einen dick gefütterten Ganzkörper- Anzug an, liegt auf dem Rücken in ihrem Bettchen und schaut mich angestrengt an, ihre Augen wandern hin und her gegenläufig, sie schielen, so könnte man das nennen. …..ihr Mund ist in ständiger Bewegung als kaue oder schlucke sie etwas, aus ihrem bewegten und leicht leidenden Gesichtsausdruck lese ich, dass sie mir etwas mitteilen möchte, aber sie weiß nicht wie.

Plötzlich fällt es mir ein, wie ich als kleines Kind in einem Bettchen lag…..ich konnte mich nicht viel bewegen und lag da wie krank und stundenlang kümmerte sich niemand um mich.

Wie ewig langsam, wie quälend langsam die Zeit verstrich und an der Zimmerdecke war nichts mehr Neues zu entdecken, ja dort eine kleine Ritze und ein Schatten, der wanderte von der Sonne getrieben langsam über diese graue Fläche dort oben und die Geräusche von draußen, ein Gelächter, Gespräche, Geklapper von Geschirr aus der Küche, bellende Hunde, eine Stimme von unten auf der Straße, ein schreiender Hahn…. und ab und zu kamen die beiden Brüder vorbei, der eine zwei, der andere fünf Jahre älter als ich und gackerten etwas über die Brüstung der Gitterstäbe aus Holz hinweg in mein kleines Reich hinein, warfen mir etwas zu wie einem gefangenen Tier im Zoo, lachten über mich, über den kleinen dummen Tollpatsch dort unten, der blöd aus der Wäsche guckt, tief traurig, weil er so einsam ist und sich kaum regen kann und seine Welt so klein….

Ich fühlte mich maßlos unterschätzt und behandelt wie ein Sklave, der eine Strafe verbüßen muss tief unten in einem Verließ. Die Welt war schlecht zu mir. Und was dachten die eigentlich wer ich bin, ein Idiot? Schon war ich da mit meiner ganzen Seele groß und weit und voll unermesslicher Möglichkeiten, aber gefangen in einem winzigen plumpen Körper in einem kleinen Gitterbett in einem Reihenhaus in einem kleinen Dorf im Norden Badens.

Meine Mutter hatte sehr wenig Zeit für mich, sie hatte noch zwei andere Kinder, ein großes Haus und dessen Haushalt zu versorgen, dazu noch eine Menge Land geerbt von Vaters Vater, der einst Bauer gewesen war. Auf diesem Land pflanzte meine Familie Obst und Gemüse an, außerdem Blumen, die Gärten waren weit verstreut in verschiedenen Gegenden, manche waren nur durch einen halbstündigen Fußmarsch zu erreichen. Die Gärten wurden nicht nur zur Selbstversorgung betrieben, sondern auch zum Verkauf auf dem städtischen Markt, in den Sommermonaten vor allem zogen Vater und Mutter jeden Samstag Morgen zum Markt in die Stadt, um Blumen, Obst und Gemüse zu verkaufen.

Eine Haushaltshilfe gab es nicht, die Eltern meiner Mutter lebten weit weg, zweihundert km entfernt und die Eltern meines Vaters hatten eine Landwirtschaft zu betreiben und keine Zeit.

Manchmal schrie ich lange und weinte bittere Tränen, aber oft nützte das alles gar nichts und dann gab ich es auf, verstummte und weinte vor mich hin bis auch diese Tränen vertrockneten und ich begann, mich mit meiner Lage abzufinden und ich entdeckte, dass es so schlimm gar nicht war. Ich konnte meine Hände betrachten, die sich bewegenden Finger spielen sehen und das Holz der Gitterstäbe mustern, die verspielten Maserungen, die ornamentalen Verschlingungen im Gewebe des Holzes, ich konnte das kleine hölzerne Spielzeug in meinen Händen begutachten, herumdrehen, hin und her wenden, auch mich selbst herumdrehen, den Kopf hin und her drehen und ich wunderte mich, was ist hier los?

Wer bin ich? Wo bin ich? Was ist das eigentlich, was da um mich herum ist? Vage konnte ich mich an den Moment erinnern, als ich den Mutterleib verließ, eine Art Durchquetschen und dann Sturz durch eine Höhle in eine grelle andere Welt, die sehr laut war und unbequem, im Vergleich zu dem zufriedenen Herumgeschaukelt werden im dämmrigen Halbschlaf.

Dann die seligen glückseligen Momente wenn die Tür aufging und Mutter oder Vater endlich erschienen wie strahlende Götter und mich auf nahmen, emporzogen und in ihren Armen herumtrugen…. Emporhoben der Sonne entgegen. Die begütigenden Worte meiner Mutter, ihre weichen Arme, die klebrige Masse zwischen den Beinen, aus der sie mich befreite und die Meute der eifersüchtigen Brüder, die wie scharfe Hunde um die Mutter herumhechelten und emporbellten, um mich von dem bevorzugten Platz aus Mutters Armen zu vertreiben, mich vom Thron auf Mutters Schoss herabzuziehen.

Alleine ist Anna nicht. Es ist immer jemand in ihrer Nähe, so bald sie laut wird und klagt, wird sie in die Arme genommen. Manchmal sitze ich stundenlang mit ihr in unserem Lehnstuhl und halte sie, dämmre vor mich hin, schlafe ein, wache wieder auf. Es ist ein schönes Gefühl, dem kleinen Menschen alle meine Wärme und Nähe zu geben....

Ich lasse eine Hose, deren Naht am Beinende aufgegangen ist, bei einer älteren Frau reparieren, die nicht weit von unserem Wohnbezirk entfernt in einem kleinen Verschlag an einer Strassenkreuzung ihre Werkstatt eingerichtet hat. Sie arbeitet an einer Fussbetriebenen „Singer“-Nähmaschine, wie sie meine Mutter noch hatte, als ich ein Kind war. Sie ist eine freundliche, etwas dicke Frau, warm eingepackt in mehrere lange Röcke, von einem kleinen Heizgerät aus der Ecke bestrahlt, sitzt sie vor übereinandergestapelten Hosen, Röcke, Jacken, die ganze kleine Bude ist voll von abgetragenenen Kleidungsstücken, Kleiderhaufen, Kleiderbündeln, so dass nur Platz ist für die dicke Frau vor der Nähmaschine. Kunden stehen an der Tür. Ich muss ein bisschen warten, weil vor mir grade jemand etwas abohlt. Der Verkehr an der dicht befahrenene Strasse braust an uns vorbei. Dann bin ich an der Reihe, sie schaut mich freundlich an mit klugen blitzenden Augen. Aha Ausländer...Aus Deutschland? „Wie gefällt es Ihnen hier?“ „Die Leute sind nett, aber die Stadt, zu groß für mich, ich bin ein Junge von Land, mag die Stadt nicht so“ Sie lacht. Vor meinen Augen surrt das Schwungrad, in ein paar Minuten ist die Hosennaht geschlossen. Sie will drei Yuan, ungefähr vierzig Cent Ich gebe ihr mehr, sie protestiert, aber ich fahre einfach weg. Sophie erzählt mir später, ihre Mutter habe schon öfters bei der Frau Kleider reparieren lassen und ihr habe sie erzählt, dass sie jeden Yuan zusammenspare für ihre Tochter, die studiert. Im Fernsehen sah ich zufällig bei Sophies Mama einen Bericht über eine Mutter, die Lumpen, Gerümpel, Flaschen und Pappe sammelt, wie es die Ärmsten tun, für ihren Sohn, der studiert. Sie lebt armselig in einer Hütte, ißt sehr einfach und gönnt sich nichts, nur damit ihr Sohn es einmal besser haben kann. Alles in Bildung zu investieren ist eine uralte Tradition in China, wo schon in den kaiserlichen Dynastien der Aufstieg in die höhere Beamtenschaft allen offen war, die die entsprechenden Prüfungen schafften.

Es klingelt. „Jin Jin!“ sagt Sophie. Ihre Augen leuchten. Endlich! Jin Jin ist gekommen.

Sie öffnet die Tür und späht hinaus Ich gehe auch zur Tür Anna auf meinem - фото 8

Sie öffnet die Tür und späht hinaus. Ich gehe auch zur Tür, Anna auf meinem Arm, die ebenfalls ganz gespannt zur Tür blickt. Dann hören wir Schritte, die Treppe hoch und eine junge Frau kommt uns entgegen, zwei schwere Taschen tragend, lächelnd, Sophie und Jin Jin fallen sich in die Arme, reden aufgeregt aufeinander ein, Sophie hat Tränen in den Augen, Jin Jin ist gekommen, ihre Cousine und engste Freundin.

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