Ulrich Wessinger - Da!

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"Da! Ein kleines Mädchen in Shanghai" liest sich spannend wie ein Roman, ein Abenteuer des täglichen Lebens in einer verrückten Stadt. Er behandelt das Aufwachsen eines kleinen deutsch-chinesischen Mädchens von der Geburt bis fasst zum Alter von zwei Jahren, als die Eltern beschlossen, Shanghai zu verlassen, weil die Luftverschmutzung immer schlimmer wurde.
Es ist eine Art intimer autobiografischer Bericht, der in die Eingeweide der Beziehung zwischen dem Autoren und seiner chinesischen Frau geht, der aus nächster Nähe das Dasein eines kleinen Kindes beschreibt, sein allmähliches Aufwachsen und Erwachen, aber auch das Umfeld mit einbezieht, die wahnsinnig tosende Stadt um die Kleinfamilie herum, die Menschen, die Verwandten, die Nachbarn, das Wetter, die Luft, die Universität als Arbeitsplatz, die Studenten, auch die Politik, die chinesische, die internationale…
Ulrich Wessinger hat sieben Jahre in China verbracht als Lehrer an Schulen und Universitäten, als Liebhaber und Ehemann einer chinesischen Frau und schliesslich Vater eines chinesischen Kindes, das erst dann deutsch wurde, als er vor drei Jahren wieder mit Frau und Kind nach Deutschland zog.

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Endlich: Fremdsprachen-Institut steht über dem Gebäude, fünf stöckig, Null acht fünfzehn Architektur, fünfzig Jahre alt.

Im Treppenaufgang seltsame Zitate auf Englisch von deutschen Geistesgrößen: Nietzsche spricht vom Berg der Wahrheit, den es zu erklimmen gilt und Goethe weiß, dass nur, wer sich selbst vertraut, Erfolg hat, da hat er nicht ganz unrecht und Bergauf geht es hier auf alle Fälle, im vierten Stock soll die Deutschabteilung sein, im Gegenlicht eine dunkle Gestalt im Gang:

„Hallo Herr Wessinger! Sind Sie das?“

Das ist Herr Li, mit dem ich verabredet bin. Wie die meisten älteren Chinesen, ist er etwas klein, aber er sieht noch sehr jung aus, um die dreißig, vielleicht aber auch schon älter, schwer zu sagen. .. An seinen Jeans sind Nieten quer über die Beine, seine Brille hat ein leicht avantgardistisches Design. Er führt mich ins Büro, die wie eine Abstellkammer aussieht und kalt ist wie das ganze Gebäude, obwohl eine Windmaschine an der Wand hoch über dem Fenster vor sich hin stöhnt. Ein paar Schreibtische an der Wand, Bücherregale, der Raum eng wie ein Schlauch. Aber wahrscheinlich spielt sich hier sowieso nicht so viel ab, seitdem der neue Campus gebaut worden ist, draußen vor der Stadt, wo fast alle meine Lehrveranstaltungen stattfinden sollen.

Li scheint unter Dampf und knallt mir schnell ein paar Bücher auf den Tisch, das seien die Bücher der drei Deutsch-Klassen. Ob es denn auch Bücher speziell für das Sprechen gebe? Er hat keine Ahnung, noch gar nicht über die Frage nach gedacht, aber wenn ich Bücher haben wolle, solle ich ihm Bescheid geben, er werde es den Studenten mitteilen, die kauften ihre Bücher selber, sie würden nicht von der Schule gekauft. Li ist nicht der Leiter der Deutsch-Abteilung, sondern ein Professor Deng, der noch in Urlaub ist, aber er ist der Verbindungsmann zum Leiter der Fremdsprachenabteilung, der übergeordneten Abteilung.

Li spricht hervorragend Deutsch, obwohl er ab und zu Unsicherheiten zeigt und nachfragen muss und dann seltsame schwerwiegende Wörter für banale Sachverhalte gebraucht oder umgekehrt… Er ist wahrscheinlich noch nie in Deutschland gewesen und hat sein Deutsch aus den Medien gelernt. Leider hat er meine Unterrichtszeiten so gelegt, dass ich zwischen meinen drei Unterrichtstagen jeweils einen Tag frei habe und nicht so wie ich es gewünscht hatte, die beiden Tagen zusammen hintereinander unterrichten kann, so dass ich eine Nacht auf dem neuen Campus übernachten könnte und nicht jedes mal den weiten Weg hin und herfahren müsste. Also telefoniert er herum, um das zu ändern und ich vertiefe mich in die Bilder von verschiedenen Lehrerkollegien verschiedener Jahrgänge, die unter den gläsernen Schreibtischplatten liegen. In der Regel sitzen oder stehen ein oder zwei bis drei westliche Lehrer unter den chinesischen Kollegen, in der Regel in der Mitte und alle anderen an Körpergröße weit überragend.

Auf einem Bild steht ein feist grinsender, ziemlich dicker, rotblonder Mann mit Sandalen und halbkurzen Hosen in der Mitte, von fröhlich strahlenden weiblichen Grazien umgeben, am Rande ein paar missmutig blickende chinesische Männer.

Auf einem anderen Bild haben die westlichen Lehrer feine Anzüge und Krawatten an, während nur ein paar Herren aus der Universitätsleitung Krawatten tragen, aber alle anderen Lehrer, Chinesen, in Jeans angetreten sind.

Das würde nicht so leicht sein mit dem Ändern der Lehrtage, sagt Herr Li, es sei nicht so leicht, alle Stunden an anderen Tagen unterzubringen, aber am Montag wolle er noch mal alle Studenten fragen…“Jetzt kann ich Sie schon mal dem großen Chef vorstellen“, sagt er und grinst bei dem Wort „großer Chef“ Er meint den Leiter der Fremdsprachenabteilung, also den Chef des Hauses.

Ich schicke ein kurzes Stoßgebet zum Himmel, das möge auch gut gehen und gehe mit bangem Gefühl in den schmalen langen Raum, wo mir ein kleiner Mann mit schwarzem Mantel und dunklen intensiv blickenden Augen entgegen kommt. Das ist das seltsame an ihm, er starrt mich an, fixiert mich wie eine Schlange, so dass ich immer wieder kurz meine Augen abwenden muss unter diesem Starrblick. Irgendetwas Unheimliches geht von ihm aus… Aber er bemüht sich um eine lockere Atmosphäre und ich muss sogar lachen, weil er etwas erzählt, was wohl als Witz gemeint ist. Die Möglichkeit lachen zu dürfen in dieser etwas angespannten Situation nehme ich dankbar an. Er sei „easy going“, sagt er in fließendem amerikanischem Englisch und mache gerne Witze. Aber dann setzt er sich angespannt mit geballten Fäusten mir gegenüber, starrt mich an und plappert in einem fort… während er mich anstarrt.

Ich erstarre unter diesem Blick und sinke in mich zusammen, bis es mir bewusst wird. Dann richte ich mich auf und versuche, mich zu entspannen. Er sei sehr froh, dass ich gekommen sei, weil es lange Zeit so unsicher gewesen sei, ob ich überhaupt kommen würde oder nicht, aber jetzt sei ich wirklich da und er freue sich. Sein Herz sei erleichtert und dabei deutete er auf sein Herz. Als ihm Li sagt, dass ich sogar mit einer chinesischen Frau verheiratet sei und schon drei Jahre in China, weiten sich seine Augen vor Überraschung „Da müssen Sie aber Chinesisch sprechen, wie sollten sie sich denn sonst mit Ihrer Frau unterhalten?“ sagt er auf Chinesisch. Ich erkläre ihm auf Chinesisch, dass ich durchaus schon ganz gut Chinesisch sprechen könne, nur mit dem Verstehen hapere es noch, aber ich übe schon jeden Tag und in ein paar Monaten könnten wir uns sicher auf Chinesisch unterhalten. „In einem Monat“ sagt er „ möchte ich mich mit Ihnen auf Chinesisch unterhalten“

„Und das mit der Bezahlung…. “ Immer wieder war der Leiter der Deutschabteilung zu ihm gekommen und hatte nachgefragt, ob noch mehr Geld drin sei, weil Sophie mich immer wieder dazu angestachelt hatte, mehr zu verlangen und jedes Mal hatte er „Nein“ gesagt…“Das mit der Bezahlung… es ist zwar ein bisschen wenig, aber dafür gibt es auch einen Bonus am Ende des Semesters, jetzt fangen Sie erst einmal an zu arbeiten, den Vertrag, den machen wir dann schon noch“

Ich habe noch keinen Vertrag und ich befürchte das Schlimmste wenn das nicht - фото 7

Ich habe noch keinen Vertrag und ich befürchte das Schlimmste, wenn das nicht schnell geschieht. Meine Erfahrung mit dem Arbeiten ohne Verträge in China sagt mir, dass die Verträge immer schlechter werden, je länger man sie nicht hat. Aber noch fehlt mir ein korrektes Empfehlungsschreiben von meinem früheren Arbeitgeber, obwohl ich soviel für dessen Abteilungsleiter, Professor Tang, kostenlos gearbeitet habe. Für sein Buch über chinesische Sprichwörter brachte ich seine Texte in ein ordentliches Deutsch. Und nicht nur für ihn, sondern auch für seine Kollegen, die mit ihm zusammen Beiträge für das Buch schrieben. Als mir die Arbeit zu viel wurde und ich andeutete, dass ich gerne eine Bezahlung haben möchte, brach die Zusammenarbeit mit ihm schlagartig zusammen. Ich bekam keine Texte mehr zum Redigieren und keine weiteren Nachrichten über den weiteren Verlauf des Projekts. Auf mehrere Nachfragen, ob das Buch schon fertig sei, kam keine Antwort, versprochen war, dass immerhin mein Name lobend im Vor-oder Nachspann als Lektor erwähnt würde. Das Empfehlungsschreiben, das er mir hatte zukommen lassen, war eine Aufzählung schlichter Daten meiner Anstellung an seiner Hochschule ohne irgendeine lobende Erwähnung. Auf meine Beschwerde hin, kam das Versprechen, es besser zu machen, aber kein Empfehlungs-Schreiben.

Man muss allerdings auch bedenken, dass die wichtigste Ferienzeit im Leben des Chinesen gerade erst in dieser Woche zu Ende geht, die Ferien rund um das Frühlingsfest.

Der Direktor sagt, wenn ich irgendein Problem habe, solle ich mich an seinen Assistenten Li wenden und nur, wenn ich damit unzufrieden sei, zu ihm kommen. Dabei schäkert und lacht er mit Li, tätschelt immer wieder vertraulich dessen Knie und Beine, als sei er sein intimer Spielgefährte.

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