Janina Hoffmann - Ingas Verbrechen

Здесь есть возможность читать онлайн «Janina Hoffmann - Ingas Verbrechen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ingas Verbrechen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ingas Verbrechen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Mitte der 1980er Jahre. Der zweiundzwanzigjährige Wolf wird seit Langem mit seiner Schwester Inga in einem mysteriösen Haus gefangen gehalten. Eines Tages gelingt ihm die Flucht, doch Inga muss er zurücklassen. Wolf setzt alles daran, seine Schwester zu befreien. Damit fängt für beide der schlimmste Alptraum erst an. Oder hat Inga es gar nicht verdient, frei zu sein?

Ingas Verbrechen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ingas Verbrechen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Wir haben eine Küche, also essen wir auch dort. So wie früher zu Hause.“

Da es Inga so wichtig ist, habe ich es aufgegeben, dagegen zu argumentieren.

Nach dem Mittagessen putzt Inga wieder die Küche und verbringt einen Großteil des Nachmittags damit, auch im übrigen Haus sauberzumachen. Sie lehnt meine Hilfe strikt ab. Also mache ich es mir wieder im Wohnzimmer bequem und lese in einem der seltsamen Romane, die das Bücherregal im Wohnzimmer zu bieten hat. Viele handeln von Außerirdischen und ihrem Leben auf fernen Planeten. Obwohl mich diese Geschichten beunruhigen, sind sie gleichzeitig unterhaltsam, und die Zeit vergeht. Das ist das Wichtigste. Irgendwann kommt Inga, um mir Gesellschaft zu leisten. Wenn ich Glück habe, spielt sie dann mit mir mein Lieblingsspiel, sonst ein anderes Gesellschaftsspiel aus dem Wohnzimmerschrank. Der Nachmittag verrinnt dabei wie im Flug.

Spätestens wenn es dunkel wird, gehen wir zum Abendessen wieder in die Küche. Das ist im Winter schon früh. Nun isst auch Inga etwas aus der Wurstkonserve zu ihrem Brot, dazu Gurken aus dem Glas. Anschließend macht sie – im Winter zur Not auch vollkommen ohne Tageslicht - nochmals kurz die Küche sauber. In der hellen Jahreszeit warte ich auf Inga im Wohnzimmer, damit wir unser Spiel fortsetzen oder ein neues beginnen können. Dann spielen wir, bis es zu dunkel dafür ist.

Anschließend kommt die Zeit des Tages, die ich am wenigsten mag. Zu Hause habe ich in den letzten Jahren nachts immer mein Schlafzimmer abgeschlossen, um mich vor einem eventuellen Angriff meiner Schwester zu schützen, doch in diesem Haus haben die Zimmertüren keine Schlösser. Inga schläft immer sofort ein, nachdem sie ins Bett gegangen ist, doch ich liege noch lange wach und mache mir Vorwürfe. Wenn ich es an jenem Abend nur abgelehnt hätte, Inga ins Maximo zu begleiten. Wenn ich nur darauf bestanden hätte, dass mein Vater mir den Wagen gibt. Wenn wir nur vor dem Maximo gewartet hätten, bis uns Bekannte nach Hause fahren. Wenn ich nur nicht in den schwarzen Wagen gestiegen wäre. Wenn ich nur Inga nicht dazu gebracht hätte einzusteigen. Wenn es mir nur gelungen wäre, während der Fahrt die Tür zu öffnen und Inga und mich zu befreien. Ich grübele und grübele. Und dann, wenn ich endlich fast eingeschlafen bin, meldet sich die leise Stimme in meinem Kopf, eine Stimme, die ich tagsüber konsequent zum Schweigen bringe, und ich bin wieder hellwach. Die Stimme stellt jedes Mal dieselben Fragen: „Was mag Inga noch für schreckliche Dinge angestellt haben? Werden wir jetzt für ihre Taten bestraft? Oder hat unsere Gefangenschaft etwa mit dem zu tun, was ich Manuel Mock angetan habe?“

Sonntags wird unsere tägliche Monotonie durch den Mann unterbrochen, der uns die Lebensmittel bringt. Um Punkt 12:00 Uhr öffnet er die hohe Pforte und schiebt sich, einen großen Karton in beiden Händen tragend, hindurch. Etwas Weißes – ich vermute, dass es ein Auto ist – ist für einen kurzen Moment durch die offene Pforte erkennbar, bevor sie hinter dem Mann zufällt. Der Mann stellt den Karton vor der schweren Eingangstür ab. Durch ein kleines – natürlich unzerbrechliches – Fenster im oberen Bereich der Tür sowie durch die beiden hohen Glaselemente links und rechts neben der Tür hat der Mann bereits den gesamten vorderen Bereich des Flurs von draußen im Blick. Es dauert einen Moment, bis der Mann die Türschlösser aufgeschlossen hat. Das Aufschließen können Inga und ich durch die sehr mächtige Tür nicht hören. Wir sehen die drei Schlösser aber, während der Mann die Tür schließlich öffnet. Auf der Innenseite hat die Tür seltsamerweise kein einziges Schloss. Wenn der Mann das Haus betritt, hat er bereits die Pistole mit dem aufgesetzten Schalldämpfer in der Hand.

Der Mann ist schätzungsweise fünfzig Jahre alt, und sein rundes Gesicht ist stets gerötet. Es erinnert mich an das Gesicht meines Vaters. Unter der Schirmmütze des Mannes aus khakifarbenem Cord schauen meist fettige rotbraune Haare hervor. Das graue Jackett – es ist wohl immer dasselbe – ist an den Ellenbogen mit braunen ovalen Lederflicken ausgebessert worden. Seine khakifarbene Hose aus breitem Cord scheint er schon lange und oft getragen zu haben, denn der Cord glänzt und ist an einigen Stellen abgescheuert. Würde mir der Mann auf der Straße begegnen, würde ich ihn vermutlich für einen ungepflegten, aber braven Bürger halten. Ich habe mich schon oft gefragt, was der Mann wohl den Rest der Woche über macht. Beliefert er weitere Gefangene, oder geht er einem ganz gewöhnlichen Beruf nach? Anscheinend hat der Mann nie Urlaub und ist nie krank, denn bisher hat uns immer nur er beliefert. Ich habe viel darüber nachgedacht, ob der Mann etwas mit Ingas und meiner Entführung zu tun hat, bin aber schließlich zu der Auffassung gelangt, dass er für einen so ausgetüftelten Plan nicht intelligent genug ist. Vielmehr scheint er jemand zu sein, der Aufträge ausführt, ohne Fragen zu stellen. Fragen stellen sollten allerdings meiner Ansicht nach die Menschen, die in den Nachbarhäusern wohnen, wenn es Nachbarhäuser gibt. Es muss ihnen doch auffallen, dass jeden Sonntag ein weißer Wagen vor diesem Haus hält, sie aber die Familie, die hier einmal gewohnt hat, schon lange nicht mehr gesehen haben.

Der Mann kontrolliert zunächst mit einem schnellen Blick die sieben leeren, im Flur neben der Eingangstür von Inga und mir aufgestellten Konservendosen, die unser Mittagessen der vergangenen Tage enthielten, ob bei allen noch die scharfen Deckel vorhanden sind. Dabei steht die Haustür sperrangelweit offen, doch die Pistole des Mannes ist auf Inga und mich gerichtet. Während seines gesamten Besuchs spricht der Mann nie auch nur ein Wort, so dass es eine Weile gedauert hat, bis wir verstanden haben, was er von uns erwartet, bevor er uns als Gegenleistung unsere Lebensmittel und saubere Kleidung gibt. Auch haben wir längst aufgegeben, ihn nach dem Grund unserer Entführung zu fragen oder ihn anzuflehen, uns freizulassen. In einem Plastikbeutel steht unser Müll ebenfalls in der Nähe der Eingangstür und daneben ein Stoffsack mit unserer schmutzigen Wäsche. Es hat Inga und mich zunächst Überwindung gekostet, doch nachdem wir einige Tage in Gefangenschaft waren, haben wir schließlich unsere Kleidungsstücke gegen die des Familienvaters und seiner Frau aus dem Schlafzimmerschrank gewechselt. Inzwischen hat Inga sämtliche Garderobe der Frau in den Schrank des Gästezimmers gelegt. Kleiderbügel sind im ganzen Haus nicht zu finden. Die Kleidungsstücke des Ehepaars passen Inga und mir erstaunlich gut, um nicht zu sagen perfekt. Inga mit ihrem blonden langen lockigen Haar sieht der Frau sogar etwas ähnlich, und ich gleiche mit meinen braunen gescheitelten Haaren dem Familienvater. Es ist geradezu unheimlich.

Der Mann verfolgt meine Bewegungen mit der Pistole, während ich die sieben leeren Konservendosen in den Plastikbeutel, der den restlichen Müll enthält, werfe. Es ist unmöglich, den Mann zu überwältigen, ohne zu riskieren, erschossen zu werden. Wie oft habe ich mir in Gedanken schon ausgemalt, wie ich dem Mann die Waffe aus der Hand schlage und mit Inga aus dem Haus renne! Doch gegen die Pistole haben wir keine Chance. Wir haben im ganzen Haus auch nichts gefunden, was wir als Waffe benutzen könnten. Unser gesamtes Besteck und Geschirr besteht bis auf einen stumpfen Dosenöffner, mit dem sich die Konservendosen nur sehr mühsam öffnen lassen, ausschließlich aus Plastik. Weiterhin haben Inga und ich eine Bastelschere, mit der wir uns Finger- und Fußnägel sowie ab und zu gegenseitig die Haare schneiden. Leider ist Inga im Haareschneiden weniger geschickt als ich, oder es fällt bei ihren langen lockigen Haaren weniger auf, wenn ich mich verschneide. Jedenfalls erkennt man bei meinem Haarschnitt sofort, dass kein Friseur am Werk war. Einen Bart musste ich mir zwangsläufig wachsen lassen, denn Rasierklingen gibt es nicht. Also nehme ich die Bastelschere ebenfalls, um hin und wieder die Haare in meinem Gesicht zu stutzen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ingas Verbrechen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ingas Verbrechen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ingas Verbrechen»

Обсуждение, отзывы о книге «Ingas Verbrechen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x